»Eines dieser Bücher, die dich zum Lachen und Weinen bringen und die du am liebsten allen schenken möchtest, die du liebst.« The New Yorker
Bo ist 89, und ihm läuft die Zeit davon. Andererseits ist Zeit wenigstens etwas, das er noch zur Genüge hat. Denn seit seine Frau in einem Pflegeheim für Demenzkranke lebt, sind Bos Tage viel zu lang. Sein Kontakt beschränkt sich auf seinen Hund Sixten und die täglichen Besuche vom Pflegedienst. Hans, sein Sohn, kommt dagegen nur selten vorbei und traut ihm vor allem gar nichts mehr zu. Jetzt will er ihm auch noch den Hund wegnehmen. Dabei braucht Bo seinen geliebten Vierbeinigen so dringend wie noch nie. Warum versteht das niemand? Der drohende Verlust seines Hundes bringt Bo dazu, die Schlüsselmomente seines Lebens zu überdenken.
Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
ist ein brillant geschriebener, weltweit gefeierter Roman voller Witz und Wärme über das, was im Leben wichtig ist und uns mit Zuversicht erfüllt.
Nach einem Blick auf die Kurzzusammenfassung wird schnell klar was zu erwarten ist…
„Bo ist 89, und ihm läuft die Zeit davon. Andererseits ist Zeit wenigstens etwas, das er noch zur Genüge hat. Denn seit ...
Nach einem Blick auf die Kurzzusammenfassung wird schnell klar was zu erwarten ist…
„Bo ist 89, und ihm läuft die Zeit davon. Andererseits ist Zeit wenigstens etwas, das er noch zur Genüge hat. Denn seit seine Frau in einem Pflegeheim für Demenzkranke lebt, sind Bos Tage viel zu lang. Sein Kontakt beschränkt sich auf seinen Hund Sixten und die täglichen Besuche vom Pflegedienst. Hans, sein Sohn, kommt dagegen nur selten vorbei und traut ihm vor allem gar nichts mehr zu. Jetzt will er ihm auch noch den Hund wegnehmen. Dabei braucht Bo seinen geliebten Vierbeinigen so dringend wie noch nie. Warum versteht das niemand? Der drohende Verlust seines Hundes bringt Bo dazu, die Schlüsselmomente seines Lebens zu überdenken. Wenn die Kraniche nach Süden ziehen ist ein brillant geschriebener, weltweit gefeierter Roman voller Witz und Wärme über das, was im Leben wichtig ist und uns mit Zuversicht erfüllt.“
Das war eine solch berührende und zu Herzen gehende Geschichte, ich habe Rotz und Wasser geheult.
Jeder von uns wird älter, jeder hat Eltern und diese wiederum altern zu sehen bringt einem vieles bei.
Geduld und Verständnis zu haben, dankbar zu sein, Momente zu genießen.
Das Buch ist toll geschrieben, die unterschiedlichen Gefühle die Bo durchlebt sind so real, es fühlt sich an als wäre man Zaungast.
Neben der zu erzählenden Story sind es auch die eigenen Gedanken die angeregt werden, ganz wertfrei, aber man kommt ins Grübeln. Vielleicht, nur vielleicht sollten alle dieses Buch lesen um mehr Verständnis für sein Gegenüber und mehr Respekt für jeden einzelnen und seine eigene Geschichte zu haben.
Eine von Herzen kommende absolute Leseempfehlung und wohlverdiente 5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Unglaublich herzerwärmend & liebevoll- zugleich herzzerreißend & sehr emotional. Ein Roman, welcher aus der Sicht eines alten Mannes erzählt wird & Einblick in seine Gedankenwelt gibt. Erinnerungen an ...
Unglaublich herzerwärmend & liebevoll- zugleich herzzerreißend & sehr emotional. Ein Roman, welcher aus der Sicht eines alten Mannes erzählt wird & Einblick in seine Gedankenwelt gibt. Erinnerungen an vergangene Zeiten, an sein früheres Leben, mischen sich mit der schmerzhaften Erkenntnis, dass er sein Leben zum Teil nicht mehr unter Kontrolle hat. Seine Kräfte lassen nach, die Hilflosigkeit setzt ein & er nimmt langsam Abschied vom Leben.
Bo ist mir vom ersten Moment an ans Herz gewachsen. Wie sehr er kämpft, seinen einzigen noch bleibenden Lichtblick, seinen Hund, nicht zu verlieren. Die Autorin schildert nicht nur seine Sicht, sondern auch die Perspektive der Angehörigen & zeigt, wie schwer es ist, in solch einer Situation die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Dieses Buch ist kein Roman für zwischendurch. So berührend & warmherzig die Geschichte ist, ist sie gleichzeitig auch so traurig & stimmt einen sehr nachdenklich. Sie ist emotional, realistisch & spiegelt das Leben wider. Mich hat die Geschichte zu Tränen gerührt. Die Autorin schafft es, den Leser in die Gedanken & Gefühlswelt einer alternden Person hineinzuziehen & deren Sorgen & Ängste spürbar widerzuspiegeln.
Wer große Spannung erwartet, wird sie hier nicht finden. Doch was dieser Roman ist: Ein echtes Herzensbuch – leise, tiefgründig & unglaublich berührend. Wie auf dem Cover zu entnehmen, verändert dieses Buch, in gewisser Weise, die Sicht auf das Leben. Deshalb gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung.
Bo ist 89 und ihm läuft die Zeit davon. Andererseits ist Zeit wenigstens etwas, das er noch zur Genüge hat. Denn seit seine Frau in einem Pflegeheim für Demenzkranke lebt, sind Bos Tage viel zu lang. Sein ...
Bo ist 89 und ihm läuft die Zeit davon. Andererseits ist Zeit wenigstens etwas, das er noch zur Genüge hat. Denn seit seine Frau in einem Pflegeheim für Demenzkranke lebt, sind Bos Tage viel zu lang. Sein Kontakt beschränkt sich auf seinen Hund Sixten und die täglichen Besuche vom Pflegedienst. Hans, sein Sohn, kommt dagegen nur selten vorbei und traut ihm vor allem gar nichts mehr zu. Jetzt will er ihm auch noch den Hund wegnehmen. Dabei braucht Bo seinen geliebten Vierbeiner so dringend wie noch nie. Warum versteht das niemand?
Der drohende Verlust seines Hundes zwingt Bo, innezuhalten. Erinnerungen steigen auf. Alte Verletzungen und unausgesprochene Erwartungen drängen an die Oberfläche. Es geht um Stolz und um Liebe, um Schuld und um Versöhnung. Vor allem aber geht es um die Würde eines Menschen, der trotz seines Alters noch immer selbst über sein Leben bestimmen möchte.
In ihrem Debüt „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ erzählt die Autorin Lisa Ridzén, geschickt über Bos Leben in der Gegenwart und seinen immer wieder abschweifenden Rückblicke in seine Kindheit, in die Zeit als er seine Frau Fredrika kennenlernte und heiratete sowie seinen besten Freund Tures. Ausgerechnet Fredrika, die jetzt in einem Pflegeheim für Demenzkranke lebt, hält ihn heute für einen Fremden und das erschüttert ihn.
Das wechselnde Pflegepersonal und sein Sohn Hans führen vom Donnerstag, 18. Mai bis Freitag, 13. Oktober kurze Aufzeichnungen, wann sie da waren, über die tägliche Pflege, was Bo zu Essen bekommt und über seinen Gemütszustand. Bald wird aber klar, dass Bo immer schwächer wird …
Erst zum Ende des Buches findet der Titel seine Bedeutung.
Fazit:
"Wenn die Kraniche nach Süden ziehen" ist eine berührende und ehrliche Erzählung über einen Mann, der auf seine Vergangenheit besonders den Kindheitserinnerungen mit seinem Vater, Erfahrungen und Entscheidungen in seinem Leben, zurückblickt.
Mit dem flüssigen und leisen Schreibstil der Autorin, hatte ich viele schöne Lesestunden und empfehle diesen Debütroman, sehr gerne weiter.
Die Hauptfigur des Romans „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ von Lisa Ridzén ist Bo. Bo ist 89 Jahre alt, lebt mit seinem Hund Sixten in einem Haus und wird vom Pflegedienst versorgt. Seine Frau musste ...
Die Hauptfigur des Romans „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ von Lisa Ridzén ist Bo. Bo ist 89 Jahre alt, lebt mit seinem Hund Sixten in einem Haus und wird vom Pflegedienst versorgt. Seine Frau musste krankheitsbedingt vor einiger Zeit in ein Heim für Demenzkranke ziehen und sein Sohn Hans besucht ihn hin und wieder. Doch nun will Hans Bo Sixten wegnehmen, weil er der Meinung ist, dass sein Vater Sixten nicht mehr richtig versorgen kann und diese Versorgung durch die nötigen Spaziergänge zu gefährlich für Bo ist. Doch Sixten ist für Bo ein geliebter Freund und Anker. Er wird den Hund nicht kampflos aufgeben.
Die Figur Bo hat mich tief berührt. Seine Verzweiflung ob des drohenden Verlustes seines Hundes Sixten ebenso, wie der schwindende Geist, aber auch die nachlassenden körperlichen Fähigkeiten. Autorin Lisa Ridzén schreibt einfühlsam und schonungslos, aber mit ehrlichem Respekt und klarem Blick über das Älterwerden. Bewegend fasst sie darüber hinaus auch die Themen Familie und Freundschaft sowie Versöhnung auf. Dabei spielt die Selbstbestimmung Bos eine wichtige Rolle.
Wer in diesem Roman überraschende Wendungen erwartet, wird enttäuscht werden. Für mich würde es aber auch nicht zum ruhigen Erzählfluss des Buches passen. Der Schreibstil ist ruhig und einfühlsam, durch seine realitätsnahe Darstellungen und die überaus feinfühlige Zeichnung der Figuren nachhaltig beeindruckend und bewegend.
Durch wechselnde Perspektiven und Rückblicke kann man als Leser tief in die Geschichte eintauchen und die verschiedenen Blickwinkel einnehmen. Dabei hat mich die daraus resultierende Emotionalität bewegt. Die authentischen Beschreibungen und Gedanken ließen mich mehrfach zwischen Lachen und Weinen schwanken. Ein Buch, das nicht einfach „weggelesen“ werden kann und soll, sondern auch zum Nachdenken über das eigene Älterwerden, Selbstbestimmtheit und Abschied anregt.
Lisa Ridzén ist ein nachdenklich stimmender Roman gelungen, der hervorragend geschrieben und absolut empfehlenswert ist. Jede Auszeichnung, die dieses Buch erhält, empfinde ich als völlig gerechtfertigt.
Die schwedische Autorin Lisa Ridzén wurde durch die Pflegetagebücher der Betreuer ihres Großvaters, die diese der Familie überlassen haben, zum Schreiben dieses wunderbaren Romans inspiriert. Ihr sensationelles ...
Die schwedische Autorin Lisa Ridzén wurde durch die Pflegetagebücher der Betreuer ihres Großvaters, die diese der Familie überlassen haben, zum Schreiben dieses wunderbaren Romans inspiriert. Ihr sensationelles Debüt erhielt zahlreiche Preise (u.a. Best Book of the Year und Swedish Bookseller Award) und wird in 38 Ländern veröffentlicht.
Der Ich-Erzähler Bo ist 89 Jahre alt und lebt nach dem Umzug seiner demenzkranken Ehefrau Fredrika in ein Pflegeheim allein mit seinem Hund Sixten. Er hat gesundheitliche Probleme, das Gehen bereitet ihm Mühe, und er ist auf Unterstützung angewiesen. Mehrmals täglich kommen abwechselnd Ingrid und andere Mitarbeiter eines Pflegedienstes zu ihm. Sie helfen ihm bei der Körperpflege, halten sein Haus sauber, bereiten seine Mahlzeiten zu und reichen ihm die nötigen Medikamente, manche machen kleine Spaziergänge mit Sixten. Auch sein Sohn Hans kümmert sich regelmäßig um den Vater und sorgt dafür, dass sein Kühlschrank immer gut gefüllt ist. Bos Welt ist klein geworden, und er freut sich immer auf die Telefonate mit seinem alten Freund Ture.
Nachdem Bo auf einem Waldspaziergang mit Sixten gestürzt ist und erst Stunden später desorientiert vom Pflegedienst aufgefunden wird, kommt es zu einer Konfliktsituation mit Hans, der sich um seinen Vater sorgt und erkennt, dass Bo nicht mehr in der Lage ist, sich ausreichend um seinen Hund zu kümmern.
Das Buch ist in ganz wunderbarer Sprache, teilweise auch mit feinem Humor, geschrieben und liest sich sehr flüssig. Der Autorin ist es gelungen, die sympathischen Figuren mit sehr viel Liebe und Empathie zu zeichnen. Wir begleiten Bo über einen Zeitraum von fünf Monaten und blicken dabei tief in seine Gefühls- und Gedankenwelt. Wir sehen seinen immer beschwerlicher werdenden Alltag und die zunehmende Gebrechlichkeit, und wir erleben seine Trauer, seine Scham und seine Wut. Er ist davon überzeugt, fit genug zu sein, um für Sixten zu sorgen, doch die in die einzelnen Kapitel eingefügten Protokolle des Pflegedienstes sprechen eine andere Sprache. Sein Verhältnis zu Hans ist schwierig, beide haben nie gelernt, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
Bos Tage sind lang, er macht sich viele Gedanken und lässt sein langes Leben Revue passieren. Er erinnert sich an das Aufwachsen in dem Haus, in dem er mit seiner liebevollen Mutter und dem unberechenbaren Vater lebte. Auch sein eigenes Familienleben ist Teil seiner Gedanken, er vermisst seine Frau Fredrika, mit der er über 60 Jahre zusammen war und die ihn schon so lange nicht mehr erkennt. Er denkt an seinen Sohn Hans, seine Enkelin Ellinor und an seine lange Freundschaft mit Ture.
Der Roman hat mich von der ersten Seite an gefesselt und tief berührt. Ich habe den einsamen Bo, der darunter leidet, immer mehr seine Selbständigkeit zu verlieren, sehr schnell in mein Herz geschlossen. Seinen Kummer und Zorn über Hans' Entscheidung, Sixten wegzugeben, konnte ich sehr gut nachvollziehen und habe mit ihm gelitten. Auf der anderen Seite hatte ich aber auch Verständnis für Hans, der sich um seinen Vater sorgt und ihn wegen der Sturzgefahr davon abzubringen versucht, in den Wald zu gehen.
Lisa Ridzén hat mit "Wenn die Kraniche nach Süden ziehen" ein ganz wunderbares Buch nicht nur über das Altwerden und die damit verbundene Hilflosigkeit, sondern auch über Einsamkeit, Abschiede und das Schweigen in der Familie geschrieben und kommt dabei vollkommen ohne Sentimentalität und Kitsch aus. Die Geschichte ist realistisch und geht unter die Haut, sie macht nachdenklich und zeigt einmal mehr auf, wie wichtig es ist, den Menschen, die uns nahe stehen, zu sagen, dass wir sie lieben, ehe es zu spät ist.
Absolute Leseempfehlung für dieses großartige Buch, zu dem das renommierte US-Magazin The New Yorker anmerkt: "Eines dieser Bücher, die dich zum Lachen und Weinen bringen und die du am liebsten allen schenken würdest, die du liebst"!