Cover-Bild Reckless 1
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Dressler
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 14.09.2010
  • ISBN: 9783791504858
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Cornelia Funke, Lionel Wigram

Reckless 1

Steinernes Fleisch
Treten Sie ein in die Welt hinter dem Spiegel!
Obwohl Jacob Reckless immer darauf geachtet hat, die Welt hinter dem Spiegel vor seinem Bruder Will geheimzuhalten, ist dieser ihm gefolgt. Doch in dem wunderbaren Reich lauern tödliche Gefahren: Will wird von einem Goyl angegriffen und beginnt, zu Jade zu versteinern. Verzweifelt will Jacob ihn retten, aber nur die Feen haben die Macht, das Steinerne Fleisch aufzuhalten. Gemeinsam mit Clara, Wills großer Liebe, und der Gestaltwandlerin Fuchs macht Jacob sich auf die gefährliche Reise …
Der neue Roman der internationalen Bestsellerautorin Cornelia Funke: ein fesselndes Abenteuer in einer von den Grimmschen Märchen inspirierten Welt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Keine Gute-Nacht-Geschichte

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Stell dir vor, auf der anderen Seite deines Spiegels befindet sich eine Welt, die der unseren Ende des 19. Jahrhunderts gleicht und doch ganz anders ist. Denn dort leben nicht einfach nur Menschen aus ...

Stell dir vor, auf der anderen Seite deines Spiegels befindet sich eine Welt, die der unseren Ende des 19. Jahrhunderts gleicht und doch ganz anders ist. Denn dort leben nicht einfach nur Menschen aus dem Zeitalter der florierenden Industrie, sondern auch Gestalten, deren Namen du zumindest aus einem Märchenbuch der Gebrüder Grimm kennen müsstest. Nur leider haben diese nicht viel mit den Helden aus den Grimm´schen Märchen gemeinsam...

Wir wissen alle noch, wie die Geschichte von Dornröschen ausging. Sie schlief ganze 100 Jahre, bis ein Prinz kam und sie mit einem Kuss weckte. Und wenn sie nicht gestorben sind...Nun, so sollte die Geschichte ausgehen, wären nicht sämtliche Prinzen von Dornen aufgespießt worden. Und da Dornröschen nicht gerettet wurde, starb sie irgendwann nach 200 Jahren im Schlaf. Das Rumpelstielzchen ist uns noch als kleines garstiges Männlein in Erinnerung, dem die Bauerntochter ihr erstes Kind versprach, wenn es nur Stroh zu Gold spinnen würde. Der Stilz der Spiegelwelt erinnert eher ein wenig an Beatlejuice, der mit Spinnenweben bedeckt kopfüber von der Decke hängt und es auf Menschenfleisch abgesehen hat. Naja, soviel zu heute koch ich, morgen brat ich... Auch der Schneider ist nicht mehr das, was er mal war. Wenn man glaubt, es handle sich um den freundlichen und gerissenen Gesellen, der sieben Fliegen mit einmal erschlug, Riesen und Einhörner überlistete, der irrt. Der Schneider der Spiegelwelt ist eine Horrorgestalt, die stark an Freddy Krüger erinnert. Eine Hand besteht nur aus Scherenklingen, die andere aus Nadeln, so spitz wie Dolche. Auch näht für sein Leben gern: Haut(e) Coutour aus Menschenhaut. Die Feen zaubern in dieser Geschichte keine Kutschen aus Kürbissen und auch keine Ballkleider für verzweifelte junge Damen zusammen, die nur den Wunsch haben, einmal in ihrem Leben einen Ball zu besuchen, nein, sie sind egoistisch und intrigant, bedienen sich der Menschen gar, um sich gegenseitig auszuschalten. Und wer glaubt, dass die menschenfressenden Hexen aus dem Knusperhäuschen im Wald weiterhin ungeschoren Kinderschokolade essen dürfen, der irrt, denn in der Gilde der Hexen gelten solche Verbrechen als besonders abscheulich, weshalb sie auf ihre Artgenossinen die Jagd eröffnet haben. In der Märchenwelt ist also nichts so, wie wir es als Kinder erzählt bekommen haben.

All das scheint Jacob Reckless nicht zu stören. Er lebt schon seit vielen Jahren lieber in der Welt hinter dem Spiegel, als in seiner Eigenen. Einst begab sich Jacob nur hinter den Spiegel, um nach seinem Vater zu suchen, doch schon bald wurde er selbst Teil der Geschichte... Und Schüler des besten Schatzjägers der Spiegelwelt: Albert Chanute. Bald zog er selbst als Schatzjäger aus, unter anderem im Dienste der Kaiserin von Austrien, um Schätze wie den bekannten gläsernen Schuh oder eine goldene Kugel zu finden, der beim Spiel einer Königstochter in einen Brunnen fiel.

Als jedoch Jacobs Bruder Will ihn hinter den Spiegel folgt, ist das Chaos perfekt, denn Will wird von einem Goyl verwundet und beginnt sich selbst in so ein Wesen zu verwandeln, deren Körper aus Halbedelsteinen bestehen. Um seinen Bruder zu retten, geht Jacob schließlich bis zum Äußersten, lässt sich erschießen, verfluchen und hilft den Goyl schließlich, die einen Meuschelmord zum Opfer fallen sollen, nur um Zeuge der Racheaktion dieser zu werden, bei der fast der gesamte Hofstaat der Kaiserin von Austrien zu Tode kommt.

Ein actionreicher und spannungsgeladener Fantasy-Roman für Erwachsene, jedoch kein Buch, dass man seinen Kindern vor dem Schlafen vorliest.

Veröffentlicht am 12.09.2025

Keinesfalls so schlecht wie befürchtet

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Ich habe von Reckless bisher eigentlich immer eher gemischte bis negative Meinungen gehört/mir war nur bewusst, dass viele Leute wohl der Meinung sind, dass es eher ein schlechteres Werk von Funke ist, ...

Ich habe von Reckless bisher eigentlich immer eher gemischte bis negative Meinungen gehört/mir war nur bewusst, dass viele Leute wohl der Meinung sind, dass es eher ein schlechteres Werk von Funke ist, aber ich persönlich muss sagen, dass mir das Buch sehr zugesagt hat.
Ich habe allerdings auch zusätzlich (und teils sogar nur) das Hörbuch gehört, das auf der Version 10 Jahre nach der ersten Veröffentlichung basiert, und muss sagen: Das macht auf jeden Fall einen riesigen Unterschied, da ist so einiges etwas ausgefeilter und angenehmer geschrieben in meinen Augen.
Inhaltlich wird man in beiden Versionen sofort ins Geschehen geworfen, was obwohl ich das eigentlich mag, hier doch ein wenig viel war, den ich habe obwohl ich es eigentlich wusste doch kurz gezögert, ob ich vielleicht einen vorherigen Band doch irgendwie verpasst hatte. Danach kam ich aber richtig schön schnell ins Geschehen, und tatsächlich konnte ich auch ganz gut damit leben, dass die Figuren nicht so richtig etabliert waren, da hier eben mehr ihr Handeln als irgendetwas anderes im Vordergrund stand.
Manchmal war es mir trotzdem ein bisschen wenig. Über Jacob, der eigentlich nur versucht, seiner Vergangenheit/Familie zu entkommen, erfährt man noch recht viel, Fuchs, Jacobs ständiger Begleiterin, ist auch ganz gut ausgearbeitet, Will und Clara, die beiden letzten Hauptfiguren, wirkten allerdings oft schwach. Gerade durch die Augen der anderen haben wir über viele Charaktereigenschaften entweder gar nichts erfahren, oder nur im Nachhinein von etwas, das war, das man im Buch aber nie sieht, weshalb es mir recht schwer fällt, das zu glauben. Die Handlungen selbst fand ich aber wieder nachvollziehbar und auch durchaus ansprechend. Also Jacob und wie weit er zu gehen bereit ist, Will, der langsam desillusioniert wird, Fuchs, die eigentlich nur Jacob schützen möchte ... und Clara, zu der habe ich tatschlich (leider) so gar nichts zu sagen. Es war spannend, zu sehen, wie die Figuren mit unterschiedlichen Situationen umgegangen sind, dabei haben sie allerdings auch oft die gleichen Fehler wieder und wieder gemacht, oder so kam es mir vor, entsprechend konnte ich nicht wirklich eine Charakterentwicklung erkennen. Ich kam schon irgendwie damit klar, wie die Figuren so sind, und ich habe sie auch durchaus ins Herz geschlossen, ich würde allerdings auch behaupten, dass es bei weitem nicht Funkes stärkste Figuren sind. (Wobei ich aber durchaus Hoffnung hätte, dass sich das mit den zukünftigen Büchern ändern würde.)
Womit das Buch bei mir allerdings richtig dolle punkten konnte, war die Welt. Ich liebe Märchen, habe kürzlich über mich gelernt, dass ich Horror eigentlich ein echt cooles Genre finde, und hier die Geschichte in einer Welt zu haben, in der die Märchen, wie man sie kennt, als düstere Wirklichkeit existieren, konnte mich wirklich schnell überzeugen. Und selbst der Teil, der keine Märchen waren, war sehr märchenhaft und düster geschrieben, und irgendwie auf eine typische "gut und böse"-Art, wie sie Märchen ja immer haben, nur ohne, dass es tatsächlich so klare Grenzen gab. Im Endeffekt ist keine Figur wirklich gut oder böse gewesen, und da schließe ich unsere Hauptfiguren ohne zu zögern mit ein (außer Clara, vielleicht ist sie darum noch mal so viel schwächer als die anderen Figuren in meinen Augen). Am Ende wären sie alle bereit, für ihre Ziele (zu) weit zu gehen, und nur weil sie für sich das richtige tun, ist es bei weitem noch nicht die tatsächlich richtige Entscheidung.
Ich fand die eher düstere Stimmung auf jeden Fall durchgängig ansprechend, und obwohl mir Figuren eigentlich wichtiger sind als Plot, haben die Figuren mir hier gerade genug in der Welt gegeben, dass ich dann doch recht leicht darüber hinwegsehen konnte, dass sie an vielen Stellen auch eher nicht so viel Substanz hatten. Dafür aber sehr viel Potenzial, und sollten mir jemals die anderen Bücher in die Hände fallen, dann bin ich sehr gespannt, wie sich dann hoffentlich doch noch alles entwickelt.
Alles in allem würde ich sagen, dass es wirklich nicht das beste Werk von Funke ist, aber ich war die ganze Zeit über gut unterhalten und hatte auf jeden Fall auch meine Freude an allem, bin also auch wirklich nicht enttäuscht worden.

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Veröffentlicht am 29.12.2024

Toller Einstieg in die Spiegel-Welt

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Ein durchaus gelungener Einstieg in eine phantastische Welt.
Die Welt hinter dem Spiegel konnte mich sehr für sich begeistern.
Auch wenn es ein Jugendbuch ist, fand ich es sehr fesselnd und teilweise ...

Ein durchaus gelungener Einstieg in eine phantastische Welt.
Die Welt hinter dem Spiegel konnte mich sehr für sich begeistern.
Auch wenn es ein Jugendbuch ist, fand ich es sehr fesselnd und teilweise sogar ziemlich brutal.
Jacob Reckless und Fuchs haben beide sehr gut harmoniert.
Auch wenn es zwischendurch etwas viele Charaktere gab und plötzlich viel auf einmal passierte fand ich den Auftakt grandios.
Bin gespannt wie's weiter geht.

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Veröffentlicht am 30.03.2023

Interessant, aber mit vielen offenen Fragen

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„Wer wollte Frieden, wenn man siegen konnte?“

Zwischen den Buchdeckeln versteckt sich eine spannende Reise mit einigen interessanten (Neben-)Charakteren.

Mich hat zunächst überrascht, dass die Spiegelwelt ...

„Wer wollte Frieden, wenn man siegen konnte?“

Zwischen den Buchdeckeln versteckt sich eine spannende Reise mit einigen interessanten (Neben-)Charakteren.

Mich hat zunächst überrascht, dass die Spiegelwelt eher düster und vor allem auch im (technologischen) Wandel ist. Allerdings sind Märchen oft nicht heiterer Sonnenschein und dass das Wandeln zwischen zwei Welten Konsequenzen hat, erscheint ebenfalls logisch. Zudem lassen sich verschiedene Märchen(motive) in der Geschichte wiederfinden, die interessant miteinander verwoben wurden.

Obwohl mich die verschiedenen gezeigten Facetten von z. B. Liebe sehr begeistert haben, hat es mir an einigen Stellen doch etwas an Tiefe gefehlt. Das ist sicher das typische Reihenauftakt-Wehwehchen und sollte euch nicht abschrecken.

Wer schon einmal ein Buch von Cornelia Funke in den Händen hatte, wird davon weniger überrascht sein: Auch Reckless ist mit vielen Illustrationen der Autorin verziert. Für mich sind die Zeichnungen eine schöne Ergänzung und unterstreichen die Märchenatmosphäre. Außerdem sind die Kapitel ziemlich kurz gehalten, was für mich nach einem stressigen Tag ideal ist – ich unterbreche nicht so gern mitten im Kapitel.

Gegen Ende wurde es mir im Vergleich zum vorherigen Erzähltempo etwas zu hektisch und es gibt durchaus einige Längen, aber die Idee hat mir viel Spaß gemacht. Außerdem gibt es am Ende eine Wendung, die mir sehr gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 29.05.2020

Ein märchenhafter Reihenauftakt voller Überraschungen

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Der erste Band dieser Reihe stand schon sehr lange in meinem Regal. Immer mal wieder war ich am Überlegen dazu zu greifen, überlegte es mir aber schließlich doch wieder anders. Doch nun wollte ich es unbedingt ...

Der erste Band dieser Reihe stand schon sehr lange in meinem Regal. Immer mal wieder war ich am Überlegen dazu zu greifen, überlegte es mir aber schließlich doch wieder anders. Doch nun wollte ich es unbedingt wissen und machte eine Reise hinter den Spiegel.


Gleich vorab muss ich gestehen, das ich ein großer Fan von Märchenadaptionen bin, da man hier, egal ob im Fantasy oder Horror-Genre, tolle Geschichten entwickeln kann. Reckless-Steinernes Fleisch darf sich zu diesen tollen Geschichten zählen. Besonders da es viele Märchen einfach weitersponn oder deren Geschehnisse so veränderte, das sie deutlich mehr Realismus hatten. Schließlich musste es ja auch etwas geben, was nach „Sie lebten glücklich, bis ans Ende ihrer Tage“ oder „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“ kommen könnte.


Und es kam so einiges. Dabei zeigte Cornelia Funke wieder einmal ihr ganzes Geschick und erschuf eine Märchenwelt, die eigentlich schon überrannt war. Viele bekannte Objekte wie Hexenhäuser, die Haare von Rapunzel oder die goldene Kugel des Froschkönigs, waren noch da, aber ihr Märchen längst vorbei. Was erst einmal traurig klingt, war aber einer der Gründe warum mich das Buch so fesselte. Das Spiel mit den Märchenartefakten gab dem Buch mal eine wirklich düstere Atmosphäre, aber manchmal eben auch einen Moment wo ich lauthals auflachen musste. Doch die meiste Zeit über saß ich einfach gebannt vor dem Buch und ergötzte mich an dem was mir bot.


Die Haupthandlung rund um Jacob, Fuchs, Will und die Goyl´s war ein wahres Fest für die Sinne. Jacobs Versuch seinen Bruder vor der Versteinerung und somit auch vor einem Leben als Goyl zu bewahren war einfach nur ein Abenteuer, das man gelesen haben muss. Dabei faszinierte mich besonders Fuchs, welche stets einen Wechsel zwischen Fuchs und Mensch vollziehen konnte und mit ihrem lieblichen, aber auch kämpferischen Wesen mein Herz eroberte. Selbst die Goyl´s erlangten bei mir ein wenig Gefallen, besonders da ihre unterschiedlichen Steinkörper mir viel über Erze und Kristalle beibrachte.


Doch es gab leider auch ein kleines Aber. Denn gerade Anfang und Ende der Geschichte konnte mich aufgrund der Schnelligkeit ihrer Geschehnisse nicht so ganz fesseln. Am Anfang fand ich es z.B. sehr schade, das man nicht näher auf den Spiegel eingegangen war und am Ende musste ich die letzten Seiten mehrmals lesen um zu verstehen was hier in der Schnelle eigentlich alles geschah. Schließlich bat ich sogar eine Bloggerin mir Rede und Antwort zu stehen, da ich mittlerweile doch ein wenig an meiner Fantasie zweifelte. Zum Glück löste sich hier dann vieles auf und ich konnte meine Entdeckung, das alle Illustrationen des Buches von Cornelia Funke selbst gezeichnet wurden, erst recht genießen.


Dieses Buch hatte einfach alles, was ich von einem Fantasyroman erwarte, starke Charaktere, eine spannende Handlung und eine faszinierende Welt. Wer nicht selbst einmal hinter den Spiegel schlüpft, dürfte ein Abenteuer verpassen, welches Jung und Alt begeistern dürfte. Jacob und Will konnte mich mit ihrer Geschichte auf jeden Fall begeistern, weshalb ich mich mit Freude dem Nachfolger zu wenden werde.

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