Ein *VERRAT* den niemand sah - Packend! Emotional,! Aufwühlend!
Sarah Bestgen, eine noch ziemlich unbekannte Autorin, hat mit ihrem zweiten Buch – Safe Space – einen originellen und spannenden Thriller geschrieben, der auch gut als Psychothriller durchgehen könnte.
Aus ...
Sarah Bestgen, eine noch ziemlich unbekannte Autorin, hat mit ihrem zweiten Buch – Safe Space – einen originellen und spannenden Thriller geschrieben, der auch gut als Psychothriller durchgehen könnte.
Aus dem Buch:
Manchmal ist ein VERRAT so unglaublich und unbarmherzig, das du ihn nicht erkennen willst – nicht einmal in dem Moment, in dem er DICH TÖTET.
Ich bin einer dieser Menschen, die ein solchen Verrat erfahren haben.
Ich bin einer dieser Menschen, die DOPPELT STERBEN.
Denn der TOD frisst nicht nur meine ZUKUNFT, wie Tode es nun einmal tun, sondern auch meine VERGANGENHEIT.
Er frisst mein Leben rückwirkend und jede Wahrheit, die je darin bestanden hat…
Anna Salomon, eine junge und sehr engaierte Psychologin, die ihr Studium, mit dem Schwerpunkt Recht und Forensik, als Jahrgangsbeste abgeschlossen hat, fängt ihre neue Anstellung in einem Hochsicherheitsgefängnis in der Nähe von Köln an. Dort soll sie die sozialtherapeutische Abteilung tatkräftig untersützen und eine Gruppe Schwerstverbrecher die die abscheulichsten Taten begangen haben, im besten Fall rehabilitieren. Doch Anna birgt ein Geheimnis – und behält ihre wahren Gründe, warum sie sich genau in dieser JVA beworben hat für sich. Auf der Suche nach Antworten und wie sie für sich hofft, auf Heilung, entwickelt sich alles anders. Jemand kennt ihr Geheimnis und schnell wird Anna vom Jäger zur gejagten.
Anna hat eine Schwester – Sina, die vermutlich getötet wurde. Man hat nie eine Leiche gefunden, aber die Blutmenge spricht ganz klar für ein Verbrechen. Es gibt keine Spur vom Täter und auch andere Personen die mit Sina in Kontakt standen, sind nicht auffindbar. Doch Anna glaubt, eine Person die ihre Schwester kannte in der JVA zu finden und so mehr über die Tat oder ihre verschwunde Schwester erfahren zu können.
Sina hat Tagebuch geführt und dadurch hat man einen Einblick in ihr Leben und das der Personen die Sina Nahe standen. Es ist von Anfang bis zum Ende sehr Emotional und geht einem unter die Haut. Man fühlt mit, man spürt die Demütigungen und Verletzlichkeit. Gegebenheiten aus einer Haftanstalt werden einem sehr anschaulich gemacht, ganz besonders das Katz und Maus-Spiel der Inhaftierten untereinander wie dem Personal gegenüber. Anna ist der Psyche, der Manipulation und der Provogation, zwischen ihr und den Häftlinge stark ausgesetzt. Wird sie dem und allen Anforderungen stand halten? Aber viel wichtiger – wird sie das finden wonach sie sucht? Ist sie sich darüber bewußt, was sie riskiert?
Die Geschichte spielt in unterschiedlichen Zeitzonen. Sina und das Tagebuch sind in der Vergangeheitsform gehalten und alles was Anna und ihre Arbeit betrifft in der Gegenwart. Es ergibt allles einen Sinn und ist gut verständlich und nachvollziehbar, bzw. die Autorin Sarah Bestgen vermittelt einem ständig, man wüßte genau bescheid und knüpft auch schnell zusammenhänge und Tatverdächtige
Mich hat der Schreibstil von Sarah Bestgen total in seinen Bann gezogen. Sie schreibt so Detailiert, Realistisch, Bildlich und Emotional, daß man das Gefühl hat, direkt dabei zu sein. Gefühle wie Wut, Angst, Trauer, Mitgefühl packen einen total. Die Schilderungen von Leon und den Misshandlungen durch seinen Vater, dass im Stich lassen durch seine Mutter, gingen mir total unter die Haut. Die Autorin spielt mit den Gedanken des Lesers und hält durchweg den Spannungsbogen in der Geschichte. Man denkt man weiß, wer der Täter, oder die Täter sind und welche Rolle alle Charaktäre spielen, wird aber immer wieder eines besseren belehrt.
Durch sehr gelungene Perspektivwechsel, dem Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, hält sie die Neugier und Anspannung auf einem konstant hohem Level. Ständig werden die Vermutungen, die man als Leser aufstellt, einfach weggewischt und durch neu aufkommende Fragen ersetzt. Erst auf den letzten Seiten lässt die Aurotin die Leserschaft hinter den Vorhang blicken und löst alle offene Fragen auf.
Ich habe dieses Buch in einer Leserunde mit 45 Teilnehmern gelesen und wir haben alle sehr intensiv und ausgelassen über dieses Buch diskutiert. Bei rund 40 Personen kam das Buch sehr gut an.
Ein oder zwei Szenen, wie die Ermittlungen, oder warum Leon als Erwachsener gemeinsame Sache mit seinem Vater macht, hätte ich gerne genauer aufgeklärt gehabt. Aber ich habe dieses Buch sehr gemocht und total gern gelesen. Ich habe es quasi – gesuchtet - es fiel mir echt schwer es aus der Hand zu legen.
Für mich war es das erste Buch von Sarah Bestgen.
Doch - nach wenigen Seiten war für mich klar, ich möchte unbedingt ihr erstes Buch - Happy End lesen und gerne noch viele folgende Bücher dieser Art.
Wer Thriller und Psycho gerne liest, ist hier genau richtig – ganz klare Leseempfehlung.
Vielen Dank für so ein gelungenes Buch.