Cover-Bild Das Morpheus-Gen

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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Ehrenwirth
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 27.07.2018
  • ISBN: 9783431040869
Tibor Rode

Das Morpheus-Gen

Wenn du schläfst, bist du tot
Für den New Yorker Anwalt David Berger gerät die Welt aus den Fugen: Seit Nächten kann er nicht schlafen, sondern bleibt rund um die Uhr wach. Kurz darauf werden seine Freundin und sein bester Freund ermordet, und für die Polizei steht fest, dass er der Täter ist. Unterstützung auf der Flucht erhält David von der Archäologin Nina, die aus unbekannten Gründen seine Nähe sucht. David wird bald klar: Das, was ihm bislang den Schlaf geraubt hat, kann ihn das Leben kosten. Er ahnt nicht, dass sich hinter seiner plötzlichen Schlaflosigkeit eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Menschheit verbirgt.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.08.2018

Noch besser als das "Mona-Lisa-Virus"!

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Das Titelbild hat mich sofort angesprochen, zeigt es doch ein Bild eines nachtaktiven Vogels, einer Eule! Ob diese rote Augen hat, vom langen Wachbleiben, sei jetzt mal dahingestellt )
Der Titel "Morpheus-Gen" ...

Das Titelbild hat mich sofort angesprochen, zeigt es doch ein Bild eines nachtaktiven Vogels, einer Eule! Ob diese rote Augen hat, vom langen Wachbleiben, sei jetzt mal dahingestellt )
Der Titel "Morpheus-Gen" ist erstmal nichtssagend, die Zusammenfassung des Inhalts macht allerdings Appetit auf mehr!

Die Handlung: Der junge, aufstrebende Anwalt David Berger kann von seit Tagen nicht mehr schlafen, damit nicht genug, läuft ihm auch noch seine Freundin weg und diese und sein bester Freund werden ermodet. Als Täter für die Polizei kommt nur er in Frage! Ein Wettlauf mit der Zeit und gegen die Polizei beginnt, einen Wettlauf bei welchem er Unterstützung durch Nina erhält, eine zwielichtige Person, welche wohl nicht nur auf Hilfe für David aus ist. Bald wird deutlich das es um mehr als die 2 Morde geht, sondern eher darum, warum David nicht schlafen kann und das Geheimnis, welches dahinter steht und durch eine dunkle Bruderschaft bewahrt werden muss!

Das Thema ist jetzt, gerade vor den schlaflosen Hitzenächten, mehr als präsent - nur für den Schlaf, den wir bräuchten und nicht bekommen, weil es mehr als 26 Grad in der Wohnung hat, gibt es eine sehr rationale Erklärung - für die Schlaflosigkeit von David gibt es das nicht. Ein spannendes Thema, ist der Schlaf für den Menschen sehr wichtig, da die Körperfunktionen ohne Pausen, nicht in vollem Maße aufrecht erhalten werden können, oder aber, rational betrachtet, man hat mehr Zeit wichtige Angelegenheiten zu erledigen.
Die Charaktere im Roman sind teilweise gut gezeichnet, allerdings in der Regel eher oberflächlich. Allerdings ist das in meinen Augen für einen Thriller, der seine Spannung mehr aus der Handlung bezieht, eher unwichtig. Die Handlung strebt seinem Höhepunkt entgegen, der Spannungsbogen ist sehr fein konstruiert, man wird zum weiterlesen einfach "gezwungen". Der Schreibstil ist kurz und faktisch, genau richtig für einen Thriller. Mir hat "Das Morpheus-Gen" sehr viel Spaß gemacht, lediglich eines blieb meines Achtens ein wenig auf der Strecke - wie ist das Morpheus-Gen eigentlich entstanden?

Veröffentlicht am 04.08.2018

...einer der besten Thriller den ich in den letzten 2 Jahren gelesen hab

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Anwalt David Berger, beschäftigt in einer großen Anwaltskanzlei - der Tag müsste für ihn mehr als 24 Stunden haben. Nie ist genug Zeit - auch nicht für seine Freundin Sarah, die ihn mit einem knapp verfassten ...

Anwalt David Berger, beschäftigt in einer großen Anwaltskanzlei - der Tag müsste für ihn mehr als 24 Stunden haben. Nie ist genug Zeit - auch nicht für seine Freundin Sarah, die ihn mit einem knapp verfassten Brief verlässt. In dieser Situation erhält David von seinem Freund Alex Tabletten, die ihm ermöglichen sollen, länger wach und fit zu sein. Mit Einnahme dieser Tablette fängt das Mysterium und auch sein Leidensweg an. Zufällig (denkt er) stösst er bei angeordneten Recherchen seiner Kanzlei auf eine wissenschaftliche Erfindung seines Vaters. Um was es genau geht, erfährt er aus den Unterlagen nicht. Er fängt an auf eigene Faust zu recherchieren. Schlafen kann er seit der Tablette nicht mehr. Was er nicht weiß ist, dass er schon lange überwacht wird und nichts ist wie es scheint. Er muss lernen, dass es Dinge gibt, die er sich vorher nicht einmal vorstellen konnte und er muss um sein eigenes und um das Leben seiner Liebsten kämpfen um einer übermächtigen Geheimorganisation das Handwerk zu legen.


Fazit:

Ein wirklich sehr gelungener Thriller. Am Anfang kam ich recht schleppend in die Geschichte rein. Dies lag aber nicht am Schreibstil oder einer mangelnden Spannung sondern weil ich einfach keine Zeit hatte. An einem Sonntag hab ich mich dann ganz bewusst hingesetzt und ab dem zweiten Leseabschnitt angefangen...und Sonntag mittag hatte ich den Roman durch, weil ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht. Der Schreibstil war nicht einfach, aber auch nicht schwierig...flüssig zu lesen, die Spannung nahm mit jedem Detail und Wendung zu. Es gab wissenschaftliche aber auch mysteriöse Momente. Mit jeder Wahrheit und Wendung, die man sich als Leser erklären konnte, kam eine neue unerklärbare Komponete hinzu. Gerade wie die Sache mit Nina, dem sogenannten Sandmann. Man ahnte dass sie nichts Gutes vorhatte, aber zweifelte dann selbst irgendwann, ob sie die Seiten wechseln wollte. Gut gefallen hat mir der Abschnitt mit der "geheimen" Bank, wie das sein Vater eingefädelt hatte und was er mit der Bruderschaft zu tun hatte, besser gesagt für sie. Die Zeitsprünge von Gegenwart in Vergangenheit z.B. mit der alten Gräfin und dem Verlangen bzw. Bedürfnis nach Blut fand ich gut gewählt, lockerte den Roman auf, erklärte einige Hindergründe und erhöhte die Neugier noch mehr. Innovativ fand ich die Geschichten über die "berühmten" Schlaflosen wie Napoleon und der Präsident der USA. Für mich muss ein Thriller nicht immer jede Menge Blut und Folter beinhalten, um mich zu fesseln. Das hat dieser Roman geschafft. Die Charaktere waren alle für mich super herausgearbeitet und der Autor hat ihnen Leben eingehaucht. Ich konnte mir die Personen richtig vorstellen vor meinem geistigen Auge. Der Roman hat mich abgeholt und mitgenommen....mehr kann man von einem Roman nicht verlangen.

Am besten fand ich, dass es nicht hunderte von Charakteren gab. Es war genau die richtige Anzahl, die man sich mit allen persönlichen Eigenarten merken kann.... na gut im Laufe der Geschichte reduziert sich sowieso noch die Anzahl.

Am wenigsten hat mir das Happy End gefallen...da hätte es bei mir etwas dramatischer sein können. Damit meine ich nicht die Verfolgungsjagd etc. sondern die Schlussgeschichte mit dem Baby und der glücklichen Zukunft.

Erwähnen möchte ich außerdem die Polizisten Millner und Henry. Sie haben ausgezeichnet in den Roman gepasst, haben den Humor reingebracht in angemessenem Rahmen.

Gebe dem Roman und dem Autor 5 Sterne - für mein Empfinden durchaus gerechtfertigt.

Grund dafür ist, dass ich genauso begeistert gewesen wäre, wenn ich mir in einer Buchhandlung den Roman gekauft hätte. Ich wäre nicht enttäuscht gewesen.

Veröffentlicht am 29.08.2018

Macht schlaflos

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Der junge Rechtsanwalt David Berger aus New York hat es geschafft, denn er arbeitet in einer der renommierten Kanzleien. Doch er macht hier viele Überstunden bis hin zu Nachtschichten und seine Freundin ...

Der junge Rechtsanwalt David Berger aus New York hat es geschafft, denn er arbeitet in einer der renommierten Kanzleien. Doch er macht hier viele Überstunden bis hin zu Nachtschichten und seine Freundin Sarah wird dies alles zu viel und verlässt ihn. David stürzt sich immer mehr in seine Arbeit und erhält von seinem besten Freund Alex eine neue Pille, die es auf dem Markt noch nicht gibt: Stay tuned, diese verspricht konzentriertes Wachsein und das über längere Zeit. Doch der eh schon unter Schlafstörungen leidende David kann plötzlich gar nicht mehr schlafen. Er will sich an Alex wenden, um mehr über die Firma herauszufinden, die die Pillen hergestellt hat. Aber dann erhält er die Nachricht, dass in seiner Wohnung die Leiche einer jungen Frau aufgefunden wurde. Sarah und auch Alex kommt unter mysteriösen Umständen ums Leben. David gerät in Verdacht und muss fliehen. Dabei bekommt er von Nina, die er in einem Labor kennenlernte, unerwartet Hilfe.
Meine Meinung
Das Cover sticht mit seinem Eulenauge auf jeden Fall heraus und macht auf den ersten Blick neugierig auf den Inhalt. Auch der Klappentext lädt dazu ein, einen genaueren Blick auf Tibor Rodes neuen Thriller zu werfen.
Der Einstieg fiel mir sehr leicht, denn der Prolog macht neugierig und verspricht hier einen clevere und spannende Geschichte. Der Schreibstil des Autors ist sehr fließend und geradlinig. Er verliert sich hier nicht in endlosen Ausschweifungen oder ellenlangen, wissenschaftlichen Erklärungen. Trotzdem kann er hier ganz geschickt Wissenschaft und auch ein wenig Fantasy miteinander verknüpfen und das so geschickt, dass man es sich auch so vorstellen könnte. Dabei erzählt er aber auch so locker, dass es auch immer mal wieder Momente gibt, die mich schmunzeln ließen.
Durch die kurzen Kapitel, die zusätzlich noch diverse Perspektivenwechsel beinhalten, treibt Rode den Leser immer rascher durch die Handlung. Ein Ereignis jagd das nächste und was noch recht langsam beginnt, nimmt immer mehr Tempo auf und je mehr sich die Situation für David zuspitzt, desto rasanter wird es. Verfolgungsjagden, Morde, Ermittlungen, aber auch ein wenig Mythos/Fantastik werden hier mit eingebaut, bzw. wird ein Mythos, der die Menschen schon lange begleitet, durch eine wirklich grandiose Idee des Autors erklärt. Ebenso werden historische Persönlichkeiten in kurzen Rückblenden eingebracht, welches mir einen Aha-Effekt einbrachte, natürlich mit einem Schmunzeln verbunden.
Durch den Blickwinkel des personellen Erzählers mit geringer auktorialer Funktion werden wir durch den Thriller geführt. Dieser lässt uns hautnah miterleben, was so alles im Leben des jungen Rechtsanwalts David geschieht. Doch dabei werden die Blickwinkel immer wieder gewechselt, so dass man deutlich mehr erfährt als der Protagonist David.
Die Charaktere des Thrillers werden soweit klar gezeichnet, dass sie für die Handlung vorstellbar werden. Man hätte dem ein oder anderen Charakter vielleicht noch ein wenig mehr Tiefe einhauchen können, wobei es meiner Meinung nach für einen solchen Thriller genau so passend erschien. David, der junge Anwalt und Protagonist des Thrillers, war mir soweit sympathisch, dass ich mit ihm mitfiebern konnte. Andere Figuren wirkten mysteriös, wie z. B. Nina, der ermittelnde Detective wie ein typischer Vertreter seines Berufes. Alles passte hier durchweg zusammen und gaben ein gelungenes Gesamtbild ab.
Mein Fazit
Tatsächlich war das Morpheus Gen mein erster Thriller des Autors Tobor Rode, wird aber definitiv nicht der letzte gewesen sein, denn der Autor erzählt fesselnd und mit klaren Bildern. Es war schon fast so, als würde ich einen Actionfilm verfolgen, denn es gibt hier von allem etwas, was einen spannenden Thriller ausmacht. Eine fiktive Geschichte wird, sogar mit historischen Personen, so clever aufgebaut, dass man Rode schon beinahe glauben könnte. Toll und rasant erzählter Thriller, den ich gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 28.08.2018

Das Morpheus Gen

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Inhalt: Schlafen ist ein Grundbedürfnis jeden Lebewesens, ohne Schlaf werden wir unruhig, unkonzentriert, unaufmerksam. Schlafmangel macht krank. Manchmal wünschen wir uns trotzdem, länger wach bleiben ...

Inhalt: Schlafen ist ein Grundbedürfnis jeden Lebewesens, ohne Schlaf werden wir unruhig, unkonzentriert, unaufmerksam. Schlafmangel macht krank. Manchmal wünschen wir uns trotzdem, länger wach bleiben zu können, weil eine wichtige Arbeit erledigt werden muss oder einfach um zu feiern. Der Anwalt David Berger sollte wach sein, sein Chef hat ihm einen wichtigen Auftrag erteilt und so nimmt er die Pillen die er von seinem besten Freund Alex bekommen hat Stay Tuned heißt das nicht zugelassene Medikament. Und sie wirken, besser als gewünscht.Als Alex und Davids Verlobte ermordet werden, gerät David unter Verdacht und muss fliehen.

Meine Meinung:
Geschickt verbindet der Autor Vergangenes mit der Gegenwart, ich liebe es wenn in Büchern von der Vergangenheit erzählt wird.
Der Autor wechselt immer wieder von einem Protagonisten zum nächsten, manchmal wenn es schon spät war und ich müde, konnte ich die Handlung zeitlich nicht auf Anhieb zuordnen. Ich wusste z.B. nicht auf Anhieb ob Alex und Lisa schon tot waren als David die Pillen nahm.
Das klärt sich allerdings alles im Laufe des Buches, das zu Beginn einen Haufen Fragen aufwirft.
Wer steckt wirklich hinter den Morden? Was wollen die Verfolger Davids? Wer ist Freund wer ist Feind? Und was hat Davids Vater mit all dem zu tun?
Diese Fragen werden gegen Ende des Buches alle geklärt, allerdings auf eine Art und Weise die mir nicht so ganz gefiel, aber das ist natürlich Geschmackssache.
Bis dahin allerdings hat mich das Morpheus Gen absolut überzeugt, ein rasanter Thriller, mit interessanten Charakteren, der mir die eine oder andere schlaflose Nacht bescherte.

Veröffentlicht am 26.08.2018

Definitiv nichts zum einschlafen!

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Bewertung:

Nicht mehr schlafen müssen, für immer wach sein. Was für den ein oder anderen nach einem Traum klingt, der die doppelte Lebenszeit verspricht, bedeutet für David Berger der absolute Albtraum. ...


Bewertung:


Nicht mehr schlafen müssen, für immer wach sein. Was für den ein oder anderen nach einem Traum klingt, der die doppelte Lebenszeit verspricht, bedeutet für David Berger der absolute Albtraum. Denn: "Nicht mehr schlafen zu müssen, bedeutet gleichzeitig, nicht schlafen zu können" und in einer Welt wie dieser kann ein Tag, der niemals endet ganz schön lange sein...

Schon auf den ersten Blick verspricht Tibor Rodes neuer Thriller, eine spannende Lektüre zu sein. Insgesamt sehr düster gehalten sticht das grelle Rot des Titels und des Auges besonders stark hervor. Die schwarz-weiße Musterung der Federn der Eule im Hintergrund lässt das Bild sehr aufgeregt und bedrohlich wirken, was von dem stechenden Blick aus dem roten Auge mit der spiegelnden Pupille verstärkt wird. Ob nun die Wahl eines nachtaktiven Raubtiers als Anspielung gewollt ist oder nicht, haben wir es hier mit einem ansprechend gestalteten Thriller zu tun.

Erster Satz: "Man konnte vor dem Leben weglaufen, aber nicht vor dem Tod..."

Nachdem Rode mit einem Zitat von Homer die Geschichte eröffnet -"Der Schlaf ist der kleine Bruder des Todes"-, stellt er außerdem einen kurzen, verwirrenden Prolog aus Potsdam im Jahre 1989 voran. Als er dann nach einem Kapitel, in dem gleich drei Leichen gefunden werden, deren Tatort auf den Rechtsanwalt David Berger als Täter hindeuten, einen weiteren Zeitsprung von vier Tagen wagt, in dem uns jener Verdächtiger als Hauptprotagonist vorgestellt wird, sind wohl alle Leser ein wenig ratlos. Vor allem als der junge Rechtsanwalt sich dann als kompetenter, ganz normaler US-Bürger entpuppt, der keiner Fliege etwas zu leide tun könnte. Doch als er von seinem Freund und Arbeitskollegen Alex neue, noch nicht zugelassene Tabletten zum Probieren erhält, stellt sich sein Leben komplett auf den Kopf: zuerst verlässt ihn der Schlaf, dann aus heiterem Himmel seine Freundin Sarah, nur um dann als Leiche mit Bissspuren am Hals wieder in ihrer Wohnung aufzutauchen, nachdem auch Alex ermordet wurde. Komplett verunsichert flieht David aus New York und begibt sich begleitet von der jungen Archäologin Nina auf die Spuren seines verstorbenen Vaters. Doch nicht nur die beiden wühlen in den alten Geheimnissen, auch eine geheime Bruderschaft und eine Militärorganisation haben Interesse an der Rezeptur, die nicht mehr schlafen lässt...

Es beginnt eine undurchschaubare, spannende Jagd durch New York, Berlin und Prag, die uns Leser immer wieder in Sackgassen lockt, überrascht, verstört und immer weiter in ein komplexes Konstrukt aus mehreren Handlungssträngen in Vergangenheit und Gegenwart führt. Vom New Yorker Untergrund und tückischen Geheimorganisationen über spannende Verfolgungsjagden durch Europa bis hin zu genetischer Wissenschaft und historischen Verknüpfungen hat die Geschichte einiges zu bieten. Durch viele angenehm kurz gehaltene Kapitel sind schnelle Szenenwechsel und Rückblenden in alle möglichen Zeiten und Orte möglich, die die Suche des Lesers nach dem roten Faden der verschiedenen Vorkommnisse fordern. Nach und nach fügen sich die einzelnen Szenen und die vielen Wendungen passend zu einem Gesamtbild zusammen und man erkennt nach etlichen Irrungen und Wirrungen den interessanten Hintergedanken, der diesem Thriller wirklich zugrunde liegt.

"Sein Blick wanderte zum Horizont, dem sie entgegenflogen. So sicher, wie sein bisheriges Leben nun hinter ihm lag, so unsicher war, was die Zukunft für ihn bereithielt. Dennoch hatte er das Gefühl, dass es auch eine Reise in seine Vergangenheit war. (...) Löste er ein Rätsel, würde er alle lösen."

Mit David Berger bekommen wir einen sympathischen Protagonisten vorgesetzt, mit dem wir gerne mitleiden und uns - wenn auch ein wenig skeptisch - an die Suche nach der Wahrheit anschließen. Immer wieder kamen mir Zweifel da durch Finten der Erzählweise offengehalten wird, ob er nicht doch der Mörder ist, doch je mehr wir gemeinsam herausfinden, desto mehr wird klar, dass er in ein Netz aus Geschehnissen geraten ist, die viel älter sind, als er...

Das zweite Standbein der Geschichte ist der NYPD Polizist Greg Millner, welcher aufmerksamen, treuen Lesern schon aus "Das Mona-Lisa-Virus" bekannt vorkommen könnte. Durch etliche, schillernde Nebenfiguren, deren Absichten alle nicht ganz klar sind, wird die Spannung ebenfalls angezogen.

"David hatte irgendwo einmal gelesen, der Sohn sei der verlängerte Arm des Vaters und vielleicht hatte es selten so zugetroffen wie in seinem Fall. Von nun an war er nicht mehr auf der Flucht. Er war auf einer Mission..."


Sehr gerne habe ich mich von Tibor Rodes flüssigem, einem Thriller angemessenen Schreibstil in die gut durchdachte Geschichte hineinziehen lassen. Eine allgemeine Schwäche des Genres ist jedoch, das auf Kosten der Spannung die Charaktere recht oberflächlich bleiben und an vielen Stellen Entwicklungspotential verpasst wird. Auch hier sind die Protagonisten eher statisch und aus manchen Szenen ist eindeutig nicht alles rausgeholt, was möglich gewesen wäre. Dennoch muss ich Rodes geschickte Handlungsführung, die Geschichte nach und nach zusammenzusetzen, wirklich bewundern. Die Auflösung bringt am Ende den gewünschten Aha-Effekt, ist nachvollziehbar, plausibel und macht Spaß zu Lessen.


Fazit:


Definitiv nichts zum einschlafen - im Gegenteil: Tibor Rodes wilde Mischung aus Agententhriller, Wissenschaftskrimi und Road Movie sorgte bei mir für einige schlaflose Nächte.