Cover-Bild Das Blau ferner Räume
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24,00
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  • Verlag: Edition Raetia
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 14.01.2026
  • ISBN: 9788872839898
Vera Zwerger Bonell

Das Blau ferner Räume

Roman
„Es werden reduzierte Bilder sein. Reduziert in der Farbwahl, reduziert in der Gegenständlichkeit. Luftbilder die einen, der Stachel des Schmerzes in den anderen. Ich habe alle zehn Bilder der Serie im Kopf und auch den Titel: Das Blau ferner Räume.“

Herlinde ist eine der wenigen Frauen, die im Mailand der 1930er-Jahre die Kunstakademie besuchen. Von ihren Mitstudenten liebevoll Tiglio, die Linde, genannt, sucht sie ihren Weg zwischen gegensätzlichen Welten: der Großstadt und dem dörflichen Milieu ihrer Herkunft, der Malerei und dem Brotberuf.
Als sich ihre erste Liebesbeziehung anbahnt, bricht der Krieg aus. Er verändert alles.

Einfühlsam und unaufgeregt zeichnet Vera Zwerger Bonell ein Frauenleben nach, das geprägt ist von den Schrecken des Faschismus, von Verlust und dem Wunsch nach Zugehörigkeit in der Welt der Kunst.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2026

Tiglio: ein Frauenleben für die Kunst zwischen Südtirol, Mailand, Herkunft, Tradition, Zukunft und Emanzipation

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Herlinde ist noch jugendlich als sie dank einer engagierten Lehrerin, die ihr Talent erkannte, aus einem Südtiroler Dorf nach Mailand zieht, um das Kunstgymnasium zu besuchen, das sie auf ein späteres ...

Herlinde ist noch jugendlich als sie dank einer engagierten Lehrerin, die ihr Talent erkannte, aus einem Südtiroler Dorf nach Mailand zieht, um das Kunstgymnasium zu besuchen, das sie auf ein späteres Kunststudium vorbereiten soll. In Mailand lebt sie bei Signorina Dina, einer guten Freundin ihrer Lehrerin, die ihr für Unterstützung im Haushalt Kost und Logis gewährt und bald selbst zu einer ihrer wichtigsten Förderinnen wird. Der Kontrast zwischen dem einfach dörflichen Leben mit ihrem geliebten Vater, aber auch der Enge der Dorfgemeinschaft und den Möglichkeiten in Mailand und Herlindes Eintauchen in die Welt aus Kunst und Intellektuellen könnte kaum größer sein und verunsichert die ohnehin immer zweifelnde Herlinde anfangs sehr. Doch trotz aller Selbstzweifel und Hindernisse, die für Aufsteigerinnenbiografien so typisch sind, erkämpft sich Herlinde in den nächsten Jahren Stück für Stück ihren Traum, ein Leben so aufzubauen, wie sie es möchte und es ihren Talenten entspricht. Dabei verhandelt die Autorin in Herlinde zentrale Konflikte und Widersprüche, die diese in sich trägt und immer wieder und in jeder Lebensphase ausbalanciert, zwischen Bauerntochter und freiheitsliebender Künstlerin, zwischen traditionellen Geschlechterrollen und Selbstständigkeit, zwischen Verantwortung/Schuld und Unabhängigkeit.

Der Roman ist in drei Teile gegliedert, die jeweils unterschiedliche Zeitebenen abbilden. Teil eins stellt Herlindes Ankommen in Mailand und die Jahre auf dem Kunstgymnasium in den Mittelpunkt. Fremdheit und Scham angesichts der bürgerlichen, künstlerisch geprägten Kreise in denen sich die Bauerntochter nun bewegt, werden von der Autorin zurückhaltend jedoch nicht weniger pointiert herausgearbeitet. Wundervoll dargestellt ist in diesem Teil auch die beginnende und sich vertiefende Freundschaft zwischen Herlinde und ihren Klassenkameraden, eine Freundschaft auf Augenhöhe in der Herlinde auch zunehmend Selbstvertrauen mit Blick auf ihre Kunst entwickelt und die Leichtigkeit, wie Abwechslung in ihren fordernden strukturierten Alltag bei ihrer Hausmutter in Mailand bringt.

Im zweiten Teil dominiert der Ausbruch und Verlauf des zweiten Weltkriegs in Verbindung mit Herlindes Studienjahren an der Akademie. Liebe, Verlust, Trauer und Angst, aber auch (weibliche) Solidarität und tiefe Verbundenheit und Freundschaft werden hier thematisiert.

Eine Synthese aus Erinnerungen an die Nachkriegszeit, ihren Lebensweg und Herlindes Alltag in der Gegenwart nach einem ganzen Berufsleben als Lehrerin und Künstlerin in Bozen stellt der dritte Teil schließlich in den Vordergrund. Gerade in den Ruhestand eingetreten blickt Herlinde auf ihr Leben zurück.

Besonders macht den Roman der ruhige Erzählstil, der viel Wert auf das innere Erleben der Protagonistinnen legt. Sensibel werden Herlindes Scham, Ängste, Trauer und Konflikte ausgeleuchtet, aber auch ebenso die Herausforderungen und Gefühlswelten ihrer Freunde und Familie.

Neben den historischen Aspekten überzeugt mich der Roman außerdem mit den Einblicken in die Kunstwelt in den jeweiligen Dekaden, sowie der authentisch dargestellten Lebenswelt der Protagonistinnen darin.

Das Blau ferner Räume ist ein unaufgeregter, sensibler Roman. Eine Geschichte einer Emanzipation mit Hindernissen und Zweifeln, von einem Bauernmädchen, das Künstlerin wurde und doch nie ganz in der neuen Welt, in die sie sich hochgearbeitet hat, um ihre Träume zu erfüllen und Talente auszuleben, angekommen ist und doch oder gerade deswegen eine beeindruckende Frau ist, die versucht Prägung und Zukunft in ein erfülltes Bild zu zeichnen.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Ein Buch über schwere Zeiten und der Hoffnung

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Das Cover finde ich sehr gut gestaltet und passend zur Handlung. Es wirkt auf mich reduziert und ruhig, der Titel gefällt mir. Die Haptik des Hardcover Buches wirkt auf mich sehr hochwertig.

In dem Buch ...

Das Cover finde ich sehr gut gestaltet und passend zur Handlung. Es wirkt auf mich reduziert und ruhig, der Titel gefällt mir. Die Haptik des Hardcover Buches wirkt auf mich sehr hochwertig.

In dem Buch geht es um Herlinde, sie liebt die Kunst und kann durch die Unterstützung ihres Vaters in Mailand an der Kunstakademie lernen. Es sind die 1930er und die Rollenverteilung ist klar geregelt. Doch Herlinde möchte mehr erreichen, mehr Verantwortung in der Welt übernehmen. Sie wächst immer weiter und erhält Unterstützung von ihren Freunden an der Uni und Diana, bei der sie eine Wohnung bezieht. Unter den Freundin ist auch Piero und bald darauf entwickeln sich tiefe Gefühle für ihn. Der Krieg bricht aus und Herlinde muss zeigen, wie stark sie wirklich ist. Was wird der Schrecken des Krieges alles anrichten?

Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen, besonders der Schreibstil war berührend. Ich mochte die Charaktere und die Handlung. Ein Buch, das für mich lange in Erinnerung bleiben wird, ich empfehle es auf jeden Fall weiter.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

hat mir gut gefallen

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mir gefällt das Cover weil es doch sehr einfach aber auch wirkungsvoll gestaltet ist und wie ich finde ja doch irgendwie gut zur Geschichte passt
der Schreibstil hat mir gut gefallen da er klar und strukturiert ...

mir gefällt das Cover weil es doch sehr einfach aber auch wirkungsvoll gestaltet ist und wie ich finde ja doch irgendwie gut zur Geschichte passt
der Schreibstil hat mir gut gefallen da er klar und strukturiert ist und doch sehr gut bildlich so dass ich schon am Anfang sehr gut in das Buch reingefunden habe. Die Geschichte fand ich durch die Bank sehr gut aufgebaut und immer wieder spannend bzw interessant
gerade hat die Aufteilung in insgesamt drei teile hat mir sehr gut gefallen

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Leben in schweren Zeiten

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Herlinde kommt mit großer Unterstützung ihres Vaters nach Mailand um sich dort ihrer Leidenschaft der Kunst zu widmen. Als eine der Pionierinnen kämpft sie gegen das traditionelle Rollenbild und Vorurteile. ...

Herlinde kommt mit großer Unterstützung ihres Vaters nach Mailand um sich dort ihrer Leidenschaft der Kunst zu widmen. Als eine der Pionierinnen kämpft sie gegen das traditionelle Rollenbild und Vorurteile. Doch sie ist stark und geht ihren Weg, auch als der Krieg ausbricht.

Eine wunderbare Erzählung, die in leiser, aber eindringlicher Erzählweise ins Mailand der 30er Jahre entführt. Die Aufteilung in drei Teile ist gut gewählt und es macht Freude Herlindes Weg mitzugehen.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Schicksale im Wandel der Zeit

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Die im Mittelpunkt stehende junge Frau ist ihrer Zeit in mehrfacher Hinsicht voraus.Sie verläßt ihr Elternhaus,um eine Ausbildung an der angesehenen Kunstakademie in Mailand zu beginnen.Unterstützung erhält ...

Die im Mittelpunkt stehende junge Frau ist ihrer Zeit in mehrfacher Hinsicht voraus.Sie verläßt ihr Elternhaus,um eine Ausbildung an der angesehenen Kunstakademie in Mailand zu beginnen.Unterstützung erhält sie dabei von ihrem Vater ,der hinter dieser Entscheidung steht, was für damalige Verhältnisse alles andere als normal ist. In Diana, bei der sie eine Wohnung bezieht, findet sie eine gute Freundin, die sie durch gute und schlechte Zeiten begleitet. Ihr Studium bereitet ihr große Freude und die Freizeit mit gleichgesinnten Schülern ebenfalls.Mariu ,Ermanno und Piero zählen bald zu ihren besten Freunden,bei letzterem entwickelt sich aus der Freundschaft Liebe.Doch der zweite Weltkrieg verändert ihr Leben komplett.

Das Buch ist in die Abschnitte vor während und nach dem Krieg aufgeteilt und zeichnet ein genaues Bild der jeweiligen Zeit. Auch wenn es eine leise erzählte Geschichte ist, hat sie doch sehr viel Aussagekraft. Die einzelnen Charaktere sowie die beschriebenen Orte sind gut dargestellt, mein Kopfkino sprang an.Ich habe die Geschichte gerne gelesen ,sie wird mir noch etwas im Gedächtnis bleiben.

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