Cover-Bild Der Winter erwacht

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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 16.07.2015
  • ISBN: 9783404208005
C. L. Wilson

Der Winter erwacht

Roman
Anita Nirschl (Übersetzer)

Zwei verfeindete Reiche, mächtige Wettermagie und eine schicksalhafte Liebe




Die Sommerprinzessin Chamsin kann nicht glauben, was ihr Vater von ihr verlangt: Sie soll Wynter Atrialan heiraten. Den Mann, der ihre geliebte Heimat mit einem grausamen Krieg überzog. Der das Reich durch seine Magie im ewigen Winter erstarren ließ. Und der jetzt als Tribut eine Sommerprinzessin fordert. Niemals! Lieber stirbt sie, als ihn zu heiraten. Sie ahnt nicht, dass ihr Vater sie tatsächlich vor diese Wahl stellen wird ...

»Krieg, Verrat und gefährliche Magie stehen der unerwarteten Hoffnung auf Liebe gegenüber ...« Romantic Times

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2017

C. L. Wilson: Der Winter erwacht

2

Lesesterne: 5 Punkte
Autor: C. L. Wilson
Titel: Der Winter erwacht
Verlag: Bastei Lübbe, 2015
ISBN: 978-3-404-20800-5
Seiten: 381
Preis: 10,00 € (E-Book) 8,49€
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Rezensiert ...

Lesesterne: 5 Punkte
Autor: C. L. Wilson
Titel: Der Winter erwacht
Verlag: Bastei Lübbe, 2015
ISBN: 978-3-404-20800-5
Seiten: 381
Preis: 10,00 € (E-Book) 8,49€
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Rezensiert von: Hexelili


Chamsin, die Hauptfigur ist eine stürmische, wilde junge Frau, die sich von niemanden etwas vorschreiben und zu etwas zwingen lässt. Sie liebt die Gefahren und schreckt vor nichts zurück. Für ihre Liebsten würde sie alles tun. Leider sind das nicht allzu viele. Ihr Vater, König Verdan IV. von Sommergrund hasst sie. Er findet sie abstoßend und widerwärtig und das lässt er sie auch jedes Mal spüren, wenn sie einander sehen. Sie wird nach dem Tod ihrer Mutter vom königlichen Hof verbannt und tot geschweigt, sodass nur noch die wenigsten von ihr wissen.

Doch mit König Wynter Atrialan von Winterfels soll dies sich bald ändern. Der König hat den Krieg gewonnen und fordert nun seinen Tribut: eine der Jahreszeiten von Sommergrund.

Durch ihn erfährt Chamsin, was für Freuden das Leben haben kann und wie sehr man von etwas besessen sein kann. Aber auch was Misstrauen und Ängste sind und wie sich Verrat anfühlt. Letztendlich muss sie ihren Stolz überwinden und nochmal ihr Vertrauen in die richtigen Menschen überdenken.

Ich finde das Buch unglaublich gut. Man kann sich sehr einfach hineinversetzen und die Beweggründe verstehen, selbst die der "Bösen". Man lernt die Charaktere sehr schnell zu lieben und schließt sie ins Herz.

Die Autorin hat hier ein sehr gute Arbeit geleistet und eine Hauptperson erschaffen mit der sich jede Frau identifizieren kann. Chamsin ist keinesfalls perfekt und ihr Temperament steigt ihr manchmal zu Kopf, aber trotz dieser Art kann sie auch sehr liebevoll und einfühlsam sein. Sie hat die Wünsche wie jeder sie hat, sie will akzeptiert und geliebt sein und sie tut alles dafür.
Meine Altersempfehlung ist 14 Jahre da es im Buch nicht immer nur friedvoll und kindergerecht einhergeht.
Sehr toll finde ich auch die Landkarte im Buch und die Beschreibung der Länder. Das Cover ist auch hübsch, aber nicht sehr originell. Das halbe Gesicht mit dem Inhalt des Buches zu verbinden, in diesem Fall Winterfels, ist zurzeit sehr in Mode und auf vielen Büchern.

Veröffentlicht am 19.10.2020

Ein gelungener Auftakt

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Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Es geht ein bisschen in Richtung Plötzlich Fee und Sonnenblut.
Ich mag die Charaktere sehr. Insbesondere Wynter und Chamsin scheinen von Außen arrogant und stark, ...

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Es geht ein bisschen in Richtung Plötzlich Fee und Sonnenblut.
Ich mag die Charaktere sehr. Insbesondere Wynter und Chamsin scheinen von Außen arrogant und stark, doch in Wahrheit braucht jeder von ihnen Halt.
Aus dem Verhalten von Wynter werde ich zwar noch nicht komplett schlau, aber das kann ja noch im 2. Teil kommen.
Ein bisschen klischeehaft ist, dass Wynter der starke unbesiegbare ist und Chamsin für ihn so verletzbar scheint, doch ich glaube das ändert sich noch im nächsten Teil, denn Chamsin ist alles andere als schwach und hilfsbedürftig.
Dieses Buch ist absolut empfehlenswert für Leser, die Fantasy romane mit einem Hauch Erotik mögen.
Ich freue mich schon darauf bald den nächsten Teil zu lesen. Dieses Buch fesselt einen einfach von Anfang an.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.10.2020

Charaktere ohne Tiefe und eine langweilige Grundstory -leider sehr enttäuschend

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Aufgrund der vielen positiven Rezensionen habe ich mir nach langem Überlegen dieses Buch und auch noch gleich den zweiten Teil dazu geholt -aber ich muss ehrlich sagen, dass das leider ein totaler Fehlkauf ...

Aufgrund der vielen positiven Rezensionen habe ich mir nach langem Überlegen dieses Buch und auch noch gleich den zweiten Teil dazu geholt -aber ich muss ehrlich sagen, dass das leider ein totaler Fehlkauf war.
Die Idee der Geschichte fand ich total interessant, vor allem mit den verschiedenen Jahreszeitenhöfen, doch das blieb auch das einzige Gute an der Story.
Besonders über die Charaktere konnte ich nur den Kopf schütteln. Da hätten wir zum einen unsere Protagonistin, Ramsin. Diese wird anfangs als unabhängig und stark dargestellt, eine Frau die sich nichts sagen ließ. Zu Beginn der Geschichte mochte ich sie noch ganz gerne, weil sie stark war und sich nicht unterkriegen ließ -das blieb leider nicht so. Denn schon bald tritt Wynter Atrialan in ihr Leben. Diesem bietet sie zu Anfang auch noch die Stirn -was ihm zu gefallen scheint, doch nur bis zu einem gewissen Grad. Er betont im Laufe der Geschichte immer wieder, dass er Frauen mit eigenem Willen vorzieht, aber sie darf sich auch nicht alles erlauben, schließlich muss sie ihm noch "gehorchen" und jederzeit bereit sein, wenn sein Verlangen mal wieder zu groß wird. Das widerspricht sich doch alles total! So geht man doch mit niemandem um!!! Ramsin verliert daraufhin auch ihre Willensstärke und untergibt sich Wynter komplett. Das war für mich eine wirklich misslungene Liebesgeschichte mit einem toxischen männlichen Protagonisten und einer schwachen Protagonistin.
Der Rest der Geschichte wurde leider von dieser schrecklichen "Liebesgeschichte" überschattet und ich konnte das ganze Buch nicht mehr genießen, weswegen ich hier leider keine Leseempfehlung aussprechen kann. Den 2. Band habe ich dann auch nicht mehr gelesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.08.2019

Richtig gutes, bildgewaltiges und abwechslungsreiches Buch

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Band 1 von ?, bis jetzt 4 (Band 1 und 2 sind im englischen Band 1. Band 1&2 handelt von Chamsin und Wynter, Band 3&4 im englischem Band 2 handelt von Sommer Chamsins Schwester. Diese 4 Bücher sind bis ...

Band 1 von ?, bis jetzt 4 (Band 1 und 2 sind im englischen Band 1. Band 1&2 handelt von Chamsin und Wynter, Band 3&4 im englischem Band 2 handelt von Sommer Chamsins Schwester. Diese 4 Bücher sind bis jetzt erschienen, aber es werden bestimmt noch mindestens 4 Bücher von den anderen beiden Schwestern, Frühling und Herbst, folgen.)


Inhalt vom Buch:

"Zwei verfeindete Reiche, mächtige Wettermagie und eine schicksalhafte Liebe.
Die Sommerprinzessin Chamsin kann nicht glauben, was ihr Vater von ihr verlangt: Sie soll Wynter Atrialan heiraten. Den Mann, der ihre geliebte Heimat mit einem grausamen Krieg überzog. Der das Reich durch seine Magie im ewigen Winter erstarren ließ. Und der jetzt als Tribut eine Sommerprinzessin fordert. Niemals! Lieber stirbt sie, als ihn zu heiraten. Sie ahnt nicht, dass ihr Vater sie tatsächlich vor diese Wahl stellen wird ..."



Die Geschichte wird bezaubernd aufgebaut in einer Welt die nicht unsere ist. Die Autorin schafft es grandios den verschiedenen Charakteren und der Welt Leben einzuhauchen.
Sie werden alle wundervoll bildlich dargestellt und man hat sie glasklar vor Augen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Chamsin und Wynter erzählt, der Sommerprinzessin die von ihrem Vater gehasst und versteckt wird und dem Winterkönig der aus Rache Sommergrund eingenommen hat.

Diese beiden Protagonisten sind verschieden und doch gleich, aber beide auf ihre Weise spannende Figuren.
Das Aufeinandertreffen dieser beiden starken Persönlichkeiten lässt die Geschichte und den Leser entflammen.
Die sexuellen Handlungen sind für eine Jugendgeschichte sehr ausführlich und erotisch beschrieben und werden nicht einfach übersprungen.

Die Königshäuser in der Geschichte besitzen Wettergaben, zum Beispiel kann Chamsin Stürme (auch Gewitter und Regenschauer) heraufbeschwören und Wynter kann Kälte und Schnee bringen. Diese Fähigkeiten bringen noch mehr Feuer und Spannungen in die Geschichte.

Und auch die Nebencharaktere sind aufregend.

Während des Lesens lernt man immer mehr über die Welt und die Charaktere kennen. Sodass es nie langweilig wird da die Autorin immer wieder neue Ideen in die Geschichte einbringt. Und auch die Geschehnisse sind manchmal sehr überraschend und abwechslungsreich. Aber vor allen bauen die Geschehnisse eine wundervolle Geschichte mit Höhen und Tiefen auf.
Mit verschiedenen Streitereien, Kämpfen, Hindernissen, aber auch Erfolgen, Freuden und viel Leidenschaft.

Die Gefühle während der verschiedenen Szenen werden sehr gut rübergebracht, so dass man sie nachvollziehen kann, aber man fühlt auch richtig mit den Personen mit, denn die Gefühle sind richtig stark und authentisch.

Man hat das Gefühl, dass nicht allzu viel passiert, dass dieses aber detailliert geschildert wird, aber trotzdem geschieht eigentlich einiges und es ist nie langwierig.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach perfekt. Er reißt einen mit und zieht einen in den Bann der Geschichte.

Das Ende hat einen extrem spannenden Cliffhänger, deswegen sollte auf jeden Fall Band 2 bereitgehalten werden.







Achtung SPOILER:





Am Anfang ist die berührende Szene zwischen Chamsin und ihrem Bruder Milan und da wirkt Milan nett, freundlich, liebenswürdig und hilfsbereit.

Doch dann kommt die Szene zwischen Wynter und Garrit, in der Wynter so liebenswürdig und mit Vertrauen über seine Verlobte redet. Sein kleiner Bruder warnt ihn, dass seine Verlobte ihn nicht liebt und kurze Zeit später ist seine Verlobte mit Milan, der dort als Gesandter war, weg.
Außerdem hat Milan als Ablenkung in einem Dorf Frauen vergewaltigen lassen, Menschen bei lebendigem Leibe verbrannt und das Dorf nieder gebrannt.
Dann hat er den Schatz gestohlen und Garret umgebracht. Dort ist Milan hinterhältig, egoistisch, mörderisch,… Er ist seitdem verschollen.

Wynter zieht, mit dem Eisherz, in den Krieg gegen Sommergrund. Dieses bekommt er im Tempel von Wyrn. Dort dient seine Freundin Lady Galacia Frey.

Valik, Wynters Freund und Stellvertreter ist Chamsin gegenüber Misstrauisch und Schroff, aber ein echter Freund für Wynter, wie ein Bruder.

Als Sommergrund besiegt ist fordert er vom König eine seiner drei Töchter, damit er den gleichen Schmerz wie Wynter spürt. Die Idee finde ich richtig gut ausgedacht. Diese Idee hat ihm Tilde, die Amme von Chamsin eingeredet um Chamsin zu retten, denn der König erfährt von Wynter dass er seine Braut nach einen Jahr der Gnade der Berge übergibt, wenn sie keinen Erben gezeugt hat.
Den Wynter muss die Liebe spüren um das Eisherz zu schmelzen. Sonst wird er von einem bösen Ungeheuer befallen. Bis es so weit ist wird Wynter immer kälter und verliert sein Vermögen zu Fühlen.

Chamsin und Wynter begegnen sich schon vor der Verlobung und entflammen beide vor Leidenschaft. Allerdings denkt Wynter das Chamsin eine Dienerin ist, da Chamsin nicht als Prinzessin bekannt ist.
Der König lässt Chamsin auspeitschen und verschleiert Wynter heiraten und beiliegen.
Wynter bestraft Chamsins Vater, behält aber seine Braut. Die Szenen sind spektakulär prickelnd.

Chamsin bekommt eine Sommerländer Dienerin, Bella. Unterwegs entzünden sich ihre Wunden vom Auspeitschen.
Sie stirbt fasst, aber durch ein Blitz werden ihre Wunden geheilt. Danach haben die beiden wieder mehrmals leidenschaftlich Sex.

Als Wynter nach Winterfels heimkommt erfährt er das Milan jetzt eine Armee aus einem anderem Reich hat.

Lady Frey lässt ihn in den Tempel kommen um zu testen ob er noch Menschlichkeit in sich trägt. Galacia wirkt eher kalt und nicht Mitfühlend. Aber kurz kommt etwas aus ihrer Sicht wo sie Bedauern gegenüber Wynter offenbart. Auf jeden Fall ein spannender Charakter.

In Winterfels angekommen fühlt sich Chamsin nicht wohl, denn die Umgebung ist ungewohnt, die Personen kühl (außer Lady Melle, die sehr mütterlich und freundlich ist, sie hat zusammen mit ihrem Mann auch Gerrit und zum Teil Wynter aufgezogen, denn Wynters Eltern sind gestorben als Gerrit 5 und Wynter fast 16 Jahre alt war. Seitdem ist Wynter König (10Jahre), sie kann bei den Treffen mit den Edeldamen nicht still sitzen, das Essen bekommt ihr nicht, und sie hat keine Aufgabe, denn im Haushalt darf sie nicht helfen und als sie bei Unterrichten der Kinder helfen will, werden diese von ihren Müttern vom Unterricht ferngehalten.

Außerdem trifft sie Wynter nur bei Essen mit den anderen und nachts zum Sex.

Die Szene als Reika, die Schwester von Wynters ehemaligen Verlobten, mit Wynter flirtet und Chamsin flüchtet weil sie ein Sturm heraufbeschwört ist spannend und aufregend.
Als Chamsin danach mit Wynter schläft und seine Treue fordert, und er zustimmt, ist dies eine prickelnde, aufregende, emotionale, süße und erotische Stelle die mir sehr gut gefallen hat.

Chamsin und Wynter fühlen sich beide zueinander hingezogen, aber trichtern sich immer wieder ein dass sie eigentlich Feinde sind und sich nicht vertrauen können.

Am Ende lernt Chamsin reiten und als sie einen Ausflug macht, kommt sie in eine Gaststube.
Danach geht es ihr nicht gut und als Wynter dazu kommt ein Waisenjunge vorbei der geklaut hat und von dem Händler verfolgt wird. Wynter packt den Jungen und als dieser schimpft tunkt er ihn immer wieder in den Schnee, was urkomisch ist.
Chamsin wird im Gerangel getreten und die Bauchkrämpfe nehmen zu. Sie erfährt dass der Junge Krysti heißt und sie befiehlt dass er ihr ein Jahr als Pasche dient.
Danach bricht Chamsin zusammen und sie blutet im Intimbereich. Wynter ist erschrocken…

Das Buch endet ohne dass man weiß was wirklich passiert ist und wie es weitergeht.

Veröffentlicht am 02.02.2019

Es zieht sich und dann nicht mal gut...

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„Ihr Vater hat geglaubt, er hätte einen Sieg über mich errungen, als er mich dazu gebracht hat, sie anstelle einer ihrer Schwestern zu heiraten, aber er hat mir unwillkürlich die Tochter gegeben, die ich ...

„Ihr Vater hat geglaubt, er hätte einen Sieg über mich errungen, als er mich dazu gebracht hat, sie anstelle einer ihrer Schwestern zu heiraten, aber er hat mir unwillkürlich die Tochter gegeben, die ich am meisten wollte.“

Zum Cover: So schön die Akzente mit dem Schnee und Eis sind, die sich über das Cover ziehen und die Bäume und Sträucher in weiß-blau hüllen, so klischeehaft ist das Gesicht des Mädchens. Klar, in Deutschland wird so ein Motiv sehr oft benutzt und man kann es auch gut einsetzen, aber hier spiegelt es tatsächlich komplett das Falsche wieder. Denn schaue ich mir nur einmal das Cover an, ohne auf den Inhalt zu achten, würde ich das Buch für Jugendfantasy halten und nicht für eine Geschichte, die in der Erwachsenenabteilung steht. Da in diesem Buch jedoch Inhalte vorkommen, die nicht jugendfrei sind, passt dieses unschuldige Cover einfach überhaupt nicht zu dem, was im Buch passiert. Natürlich zum Fantasyaspekt schon, aber der Erotiktatsch überwiegt doch mehr, sodass das Cover diesen Fakt auch noch verharmlost.

Zum Inhalt: Die Sommerprinzessin Chamsin kann nicht glauben, was ihr Vater von ihr verlangt: Sie soll Wynter Atrialan heiraten. Den Mann, der ihre geliebte Heimat mit einem grausamen Krieg überzog. Der das Reich durch seine Magie im ewigen Winter erstarren ließ. Und der jetzt als Tribut eine Sommerprinzessin fordert. Niemals! Lieber stirbt sie, als ihn zu heiraten. Sie ahnt nicht, dass ihr Vater sie tatsächlich vor diese Wahl stellen wird. Das Abenteuer ihres Lebens beginnt für die Prinzessin, die keine sein durfte, und die sich nun mit dem Tücken eines Lebens befassen muss, das sie sich nicht einmal in ihren kühnsten Träumen gewünscht hätte.

Meine Meinung: Ich kann nichts anderes sagen, als dass der Schreibstil wirklich gewöhnungsbedürftig ist. Ich nehme nichts mit und denke mir so: „Für was lese ich dieses Buch überhaupt?“. Es ist reine Unterhaltungslektüre, die irgendwie auch Spaß macht, aber auch einfach nur reiner Trash ist. Und wir wissen alle, dass Trash-TV auf eine Art und Weise doch sehr gut unterhält, wenn es auch sonst nichts anderes kann, das kann es, denn man wird berieselt mit einer Geschichte, wo man nicht viel nachdenken muss. Das hat das Buch in der Tat sehr gut geschafft.
Doch für mich sind die Charaktere doch trotzdem flach und unausgearbeitet. Wynter ist einfach ein Idiot und Cham ein naives Reh, das vielleicht stark wirken soll, das aber nicht tut, weil sie sich mehr in Selbstmitleid suhlt, als irgendetwas zu unternehmen. Sehr schade, denn der Prolog war für mich leider auch das Beste an der gesamten Geschichte und ich hätte so gehofft, dass es weiter so geht, wie der Prolog vorgelegt hat. Die Tatsache mit dem Schwert Flammensturm erinnert zwar ein wenig an die Artussage, aber das war mir in diesem Moment egal, denn das hätte wenigstens etwas mehr Pepp reingebracht. Tja, und das ist nun leider nicht geschehen!
So hat sich der Anfang angefühlt wie die Hälfte des Buches, der es ja auch war, und ich finde es ja, wenn das, was auf dem Klappentext steht, bis zur Hälfte eines Buches geht, sehr schwach. Die Reise, die danach dann noch 2 Wochen gehen sollte, hat sich demnach ebenfalls wie 2 Wochen angefühlt. Dieses Buch zieht sich einfach so dermaßen, dass zumindest ich es nicht in einem Rutsch lesen konnte. Ich habe es wirklich nur zum Ende hin, wo wenigstens mal ein bisschen was passiert ist, schneller lesen und schließlich beenden können. Der Cliffhanger ist im Deutschen wahrscheinlich auch nur entstanden, weil die englische Version in Wahrheit ein Buch ist und im Deutschen haben sie – wohl aus Marketinggründen, man weiß es nicht? – zwei Bände draus gemacht. Ich werde deshalb wohl doch noch Band 2 lesen, aber wann das sein wird, kann ich nicht sagen. Ich muss diese Geschichte jetzt erst einmal auf Eis legen. (--> Kleiner Wortwitz! xD)

Fazit: Aufgrund dessen, dass ich eben nur die letzten 100 Seiten von der Spannung her noch ganz gut bis ok fand, und das meiner Meinung nach, dass zu wenig ist, für ein Buch, das 380 Seiten besitzt, kann man hoffentlich nachempfinden. Ich meine, immerhin mochte ich die Handlung zum Ende hin noch irgendwie, weil sie eben die ganze Sache unterhaltsam gemacht hat, aber die Charaktere waren immer noch nicht mein Fall. Und deshalb kann „Der Winter erwacht“ von C. L. Wilson von mir halt auch bloß 1,5 Sterne bekommen. Es tut mir leid, aber vielleicht wird Band 2 ja besser, wenn ich diesem denn jemals eine Chance geben sollte. Mal schauen, was die Geschichte dann noch hergibt?