Cover-Bild Das Stahlwerk
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17,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Cleverprinting ®
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 420
  • Ersterscheinung: 11.07.2022
  • ISBN: 9783944755304
Christian Piskulla

Das Stahlwerk

Der Taschenbuch-Bestseller jetzt auch als Hardcover

1942. Der Zweite Weltkrieg tobt über Europa. Die Herstellung von Rüstungsgütern hat Vorrang vor allem. In Deutschlands größtem Stahlwerk, der Germania Metall Union in Duisburg, läuft die Stahlproduktion auf Hochtouren.

Ein Unbekannter ermordet innerhalb weniger Wochen mehrere Arbeiter und Angestellte des Stahlwerks. In der Belegschaft rumort es. Viele Arbeiter weigern sich, in entlegenen Bereichen des Werks zu arbeiten. Nachtschichten können nicht besetzt werden, die Produktion ist in Gefahr. Das Rüstungsministerium zeigt sich besorgt. Wer ist der Täter? Ist es ein Psychopath oder handelt es sich um eine subtile Form der Sabotage?

Werkschutz und Polizei sind mit der Situation überfordert. Die Werksleitung entschließt sich daher zu einem ungewöhnlichen Schritt. Sie beauftragt den Zwangsarbeiter Jarek Kruppa, vor dem Krieg Kriminalkommissar in Warschau, nach dem Mörder zu suchen.

Kruppa stellt schnell fest, dass das Stahlwerk der perfekte Ort für einen Serienmörder ist. Er taucht tief ein in die dunklen Hallen, kilometerlangen Tunnel und tiefen Keller des riesigen Stahlwerks. Schließlich kommt er hinter das Geheimnis des Mörders – und wird vom Jäger zum Gejagten.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2023

Beeindruckendes Thrillerdebüt

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Worum geht’s?
1942: Im Stahlwerk der Germania Metall Union bei Duisburg wird Stahl für die Rüstungsindustrie hergestellt. Das Werk ist riesig, mehrere tausend Menschen arbeiten dort, u.a. Zwangsarbeiter. ...

Worum geht’s?
1942: Im Stahlwerk der Germania Metall Union bei Duisburg wird Stahl für die Rüstungsindustrie hergestellt. Das Werk ist riesig, mehrere tausend Menschen arbeiten dort, u.a. Zwangsarbeiter. Innerhalb weniger Wochen werden mehrere Arbeiter ermordet und Angst macht sich breit. Keiner ist mehr bereit, Überstunden oder Nachtschichten zu schieben. Ist ein Serienmörder am Werk oder versucht ein Saboteur, die Produktion lahmzulegen?

Meine Meinung:
Christian Piskulla hat bereits mehrere Fachbücher veröffentlicht. Mit seinem Debüt „Das Stahlwerk“ schreibt er seinen ersten historischen Thriller - in meinen Augen ein absoluter Erfolg! Ich hatte zuvor bereits seinen Thriller über den Pacific Crest Trail Killer verschlungen (unbedingt lesen!!!) und wie dort gefällt mir auch hier, wie der Autor die Umgebung, die Menschen und die einzelnen Szenen beschreibt. Er hat einen Schreibstil, der eine unter die Haut gehende atmosphärische Spannung aufbaut und dadurch noch mehr fesselt. Beim Lesen sieht man die Umgebung direkt vor sich, fühlt die Hitze des heißen Stahls, riecht den Schweiß der Arbeiter und sieht die von Funken durchdrungene Dunkelheit. Besonders die Szenen in der „Unterwelt“ gingen unter die Haut. Ich war die ganze Zeit angespannt; habe hinter jeder Tür, hinter jeder Biegung das Unerwartete erwartet.

Die Hauptprotagonisten sind der Zwangsarbeiter Jarek Kruppa und der Chef des Werksschutzes Paul Schöppke, zwei einfach geniale Charaktere. Jarek, ehemaliger Ermittler bei der polnischen Mordkommission, wird von den Zwangsarbeitern weggeholt, um den Morden auf den Grund zu gehen und Schöppke unterstützt ihn hierbei. Ich mag, wie Schöppke alles und jeden – inklusive sich selbst - immer auf die Schippe nimmt und wie Jarek und er immer mehr zusammenwachsen. Ihre Art zu denken und zu handeln ist einmalig. Wo man in anderen Büchern oft Ähnlichkeiten bei verschiedenen Charakteren findet, schafft es der Autor hier, jedem einen ganz eigenen Charakter und eine ganz eigene Denkweise zu verleihen und beide sind mir direkt ans Herz gewachsen.

Auch die Story selbst war beeindruckend. Neben Einblicke in die Rüstungsindustrie haben wir von den Kriegsgewinnlern gelesen, haben mitbekommen, wie Menschen sich der Politik gebeugt haben, um Teil der Gesellschaft bleiben zu können. Ich mochte es, wie Schöppke und auch der Werkschef ihre Gedanken hier geäußert haben. Dann der Fall: Der hatte es in sich und war wirklich der absolute Hammer! Nicht nur, dass man beim Lesen ständig Gänsehaut und das Grauen im Nacken hatte, nein, der Täter hinter den Morden war absolut anders, als ich es in meinem kühnsten Träumen hätte ausdenken können! Allein die Idee hinter diesem Menschen ist einfach nur genial! Dann die Ermittlungen, die Aufeinandertreffen mit und die Suche nach dem Täter und insbesondere auch die Teile, in denen wir den Täter und seine Gedanken begleiten durften haben mich mitgerissen! Die Spannungskurve war hoch und ging immer höher bis sie im finalen Showdown fast explodierte! Und auch das Ende war genial. Ein Ende, das ich erwartet aber doch auch nicht erwartet habe. Und ein Ende, das ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge gelesen habe. Dieses Buch hat mir wirklich Spaß gemacht zu lesen und ich kann es euch nur ans Herz legen – eine ganz klare Leseempfehlung von mir!

Fazit:
„Das Stahlwerk“ ist Christian Piskullas Thrillerdebüt und dieser historische Thriller hat es wirklich in sich. Neben Einblicken in die Rüstungsindustrie und über die Kriegsgewinnler erhalten wir einen Thriller, der es absolut in sich hat. Gänsehaut pur, atmosphärische Spannung und Szenerien, bei denen man den Schweiß der Arbeiter riechen und die Hitze des Metalls fühlen kann. Dann der Ausflug in die Kellerwelt – absolut genial. Und fast noch genialer: Der Täter selbst! Nie wäre ich auf diesen und seinen Hintergrund gekommen. Die Spannung zog sich von der ersten bis zur letzten Seite durch und explodierte förmlich im finalen Showdown.

5 Sterne von mir für diesen genialen Pageturner!

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Veröffentlicht am 25.10.2022

Packender Thriller um eine Mordserie in einem Duisburger Stahlwerk im Jahr 1942

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In diesem historischen Thriller entführt uns der Autor Christian Piskulla auf einen eher ungewöhnlichen Schauplatz. Die Geschichte spielt komplett auf einem Stahlwerk in Duisburg und ist im Jahr 1942 angesiedelt. ...

In diesem historischen Thriller entführt uns der Autor Christian Piskulla auf einen eher ungewöhnlichen Schauplatz. Die Geschichte spielt komplett auf einem Stahlwerk in Duisburg und ist im Jahr 1942 angesiedelt.

Als es in Deutschlands größtem Stahlwerk zu mehreren brutalen Morden an Arbeitern und Angestellten kommt, steht die Werksleitung vor einem großen Problem. Aus Druck der Nationalsozialisten soll die Produktion deutlich erhöht werden, um die Herstellung von Rüstungsgütern voranzutreiben. Störungen im Produktionsablauf müssen daher um jeden Preis verhindert werden. Da die örtliche Polizei und der Werkschutz mit der Suche nach dem Mörder heillos überfordert sind, erinnert man sich daran, dass sich unter den Zwangsarbeitern mit Jarek Kruppa ein ehemaliger Kriminalkommissar aus Warschau befindet, den man dann auch mit den Ermittlungen beauftragt und ihm im Gegenzug Vergünstigungen verspricht. Kruppa nimmt die Fährte des unheimlichen Mörders auf, sucht parallel dazu aber auch verzweifelt nach einer Fluchtmöglichkeit, da er den Versprechungen nicht traut.

Neben einer spannenden und gut aufgebauten Geschichte bietet dieser Thriller auch noch tiefe Einblicke in die Abläufe in einem Stahlwerk während der Kriegsjahre. Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor das atmosphärisch dichte Geschehen voran und steuert es so konsequent auf einen krachenden Showdown zu, der zudem eine schlüssige Auflösung bietet, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und durchgehend vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen.

Wer auf spannende historische Thriller mit ungewöhnlichen Schauplätzen und Ermittlern steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten. Mich konnte der Debütroman des Autors gleich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern, auf weitere Bücher aus seiner Feder bin ich nun schon sehr gespannt.

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Veröffentlicht am 16.09.2022

Thriller, der einem den Atem stocken lässt 😮, aber leider einen krassen Aktualitätsbezug hat 🙁

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Spoilerfreie Rezension

Soeben habe ich das Buch beendet. Was kann man dazu sagen? Ein Buch mit Wow – Effekt, das mich tief in die Welt des zweiten Weltkriegs und des Stahlwerks
eintauchen ließ.

Ein ...

Spoilerfreie Rezension

Soeben habe ich das Buch beendet. Was kann man dazu sagen? Ein Buch mit Wow – Effekt, das mich tief in die Welt des zweiten Weltkriegs und des Stahlwerks
eintauchen ließ.

Ein Thriller, der einem den Atem stocken lässt.

Bereits von Beginn an wird man in die Geschichte reingesogen, und dann geht es Schlag auf Schlag! Die Spannung ist und bleibt auf extrem hohen Niveau oder steigert sich, Kleinigkeiten bekommen eine große Bedeutung – auch wenn einem dies zunächst nicht bewusst ist – und ein roter Faden zieht sich durch das komplette Buch.

Wenn man dann noch weiß, dass es sich bei diesem Buch um das Debüt in diesem Genre handelt – dann kann man nur den Hut ziehen! Chapeau, Christian Piskulla!!!!!

Cover:
Das Cover selbst sticht einem direkt ins Auge. Es ist düster, die Thematik des Buches wird dramatisch in Szene gesetzt und lässt eine Vorahnung in Bezug auf den Inhalt ankommen. Deshalb passt es wirklich wie Faust aufs Auge!

Ich beziehe mich bei dem Cover auf die Hardcover-Ausgabe. Und gerade hier erfährt man, mit welcher Detailliebe der Autor das Ganze gestaltet hat. Wir haben auf der Rückseite des Schutzumschlages noch einige zusätzliche Fotos sowie eine Karte des Stahlwerks mit der Einzeichnung der Morde. Zwei postkartengroße Fotos sowie eine Tabakkarte runden das komplette Paket ab und stellen definitiv einen Mehrwert dar.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Christian Piskulla ist total eingängig. Es gibt keine Ungereimtheiten, alles ist stimmig – und auch wenn man spekuliert, so gelingt es dem Autoren immer wieder, die Geschichte in eine andere Richtung zu lenken, mit der man definitiv nicht rechnete.

Plot:
Das Thema des Thrillers ist hochspannend und lässt – gerade durch die Vorgänge in der Ukraine mit dem Asow-Stahlwerk – eine extreme Aktualität vor den eigenen Augen entstehen. Auch wenn – logischerweise – nicht alles 1:1 übertragen werden kann, so kann man dann doch die ein oder andere Situation nun deutlich besser nachvollziehen. Aber dies alles sind Gegebenheiten, mit denen der Autor nicht rechnen konnte, als er das Buch schrieb…..

Gesamtwirkung:
Ich finde es essentiell, dass ein guter Thriller generell erst zum Schluss die Handlungsstränge zusammenführt und bis dahin undurchsichtig bleibt. Und das beherrscht Christian Piskulla wirklich meisterhaft.

In Bezug auf die – leider – traurige Aktualität bin ich ja bereits oben darauf eingegangen. Die Protagonisten sind – auch durch die geschilderte Situation – alles andere als 08/15. Und auch wenn ich mit derartigen Themen bisher noch keinen Thriller gelesen habe (und – zugegebenermaßen – auch kein anderes Buch, bei dem dieses Setting auftaucht), so ist dies dennoch eine wirklich gute Kombination, die einem tiefe Einblicke in einem sonst verschlossenen Bereich ermöglicht.
Die aufgezeichneten Gegebenheiten haben zuweilen fast klaustrophobische Züge und man versetzt sich komplett in das Geschehen.

Ich finde, dass der Autor sich so schon allein durch dieses Buch eine Fangemeinde schafft. Alles ist nachvollziehbar, es gibt keine Längen, keine unglaubwürdigen Twists und Plots, dafür einen extrem mitreißenden Pageturner, der einen nicht mehr loslässt. Aber es ist nicht nur der Plot – auch nicht die Thematik, die Protagonisten oder die Umstände: es ist das Gesamtpaket.

Christian Piskulla nehme ich jeden Satz ab, und auch wenn ich mir sicher bin, dass ich mich nie 100%ig in die Situationen und Erlebnisse der Personen hineinversetzen kann, so halte ich es dennoch genau so, wie es geschildert wurde, für realistisch. Es hat eine Sogwirkung, macht fassungslos, ist glaubwürdig – und man kann es nicht aus der Hand legen.

Leseempfehlung?
Definitiv! Man kann bei diesem Buch definitiv nicht mehr aufhören, wenn es einen gepackt hat. Auch in meiner „lesefreien“ Zeit kreisten meine Gedanken um die Geschichte, um die Personen und das, was ihnen bevorsteht – oder bevorstehen könnte….

Insofern hat der Autor also alles richtig gemacht. Und deshalb gibt es auch eine ausdrückliche Leseempfehlung mit ⭐⭐⭐⭐⭐-Sternen von mir!

❗❗Aaaaaaaaber: wenn ihr auf Vorhersehbar steht, Nervenkitzel nichts für Euch ist und auch das Setting total egal ist, dann solltet Ihr die Finger lieber davon lassen 😉😁 ❗❗

Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Buchverlosung von Lovelybooks gelesen. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.

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Veröffentlicht am 15.09.2022

Im Untergrund

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Im Stahlwerk in Duisburg geschehen viele Morde, die nicht aufgeklärt werden können. Das aber ist für den Chef des Stahlwerks von Kessel überlebenswichtig. Wenn die Machthaber, die Nazis, davon Wind bekommen ...

Im Stahlwerk in Duisburg geschehen viele Morde, die nicht aufgeklärt werden können. Das aber ist für den Chef des Stahlwerks von Kessel überlebenswichtig. Wenn die Machthaber, die Nazis, davon Wind bekommen wird er nicht nur abgesetzt, sondern er muss auch um sein Leben fürchten. Da kommt es von Kessel sehr gelegen, dass sich unter den Kriegsgefangenen der Warschauer Kommissar Jarek Kruppa, befindet. Mit dem Leiter des Werkschutzes Schöppke soll Kruppa den Mörder schnell finden. Doch das ist leichter gesagt als getan. Da der Fall auch noch schnell gelöst werden, hilft den beiden auch nicht weiter. Für Kruppa ist es eine Chance zu überleben und er macht sich ans Werk. Doch wo soll er anfangen. Also macht er sich auf den Weg, um die Tatorte zu untersuchen und ein Motiv zu finden. Doch das ist alles aussichtslos, bis Kruppa durch Zufall den Weg in den Untergrund findet. Außerdem hilft ihm eine Nachricht weiter und nach und nach setzt sich das Puzzle zusammen.
Der Thriller „das Stahlwerk“ von Christian Piskulla ist ein Thriller, der in den 40er Kriegsjahren in Deutschland spielt und einen sehr interessanten Einblick in die Kriegsmaschinerie des Dritten Reiches gibt. Eine unglaublich brutale Mordserie erschüttert das Stahlwerk und macht den Arbeitern Angst. Interessant ist es natürlich auch, dass dieser Kriegsgefangene da ist. Aber für die Freiheit hilft dieser Kruppa auch seinem größten Feind. Die Story finde ich großartig und sehr spannend. Die Beschreibung der Situation des Stahlwerkes ist sehr plastisch und nachvollziehbar. Manchmal ist die Spannung greifbar, gerade wenn es in den Untergrund geht. Aber auch die Darstellung der wirtschaftlichen Situation der Menschen und die Geschäfte, die sich daraus entwickeln, sind authentisch und gut nachzuvollziehen. Die ganze Situation wird noch unterstützt durch die Dunkelheit, die im ganzen Roman vorherrscht. Das kennt jeder, das die Dunkelheit ein Trigger für Angstmomente ist. Die Hauptfiguren Kruppa und Schöppke raufen sich über den ganzen Thriller immer wieder zusammen, da sie natürlich ein Ziel haben. Doch auch die Verzweiflung, die Kruppa mit sich herumträgt, da er nicht weiterkommt, spiegelt sich in den Ermittlungen wider. Es ist ein Puzzle das Kruppa zusammenlegen muss und jeder der gerne puzzelt weiß das es manchmal dauert, bis es zum Durchbruch kommt, und das geschieht hier genauso.
Ich finde diesen Thriller außerordentlich spannen und historisch interessant. Es ist ein Buch, das ich nur schwer aus den Händen legen konnte, da es mich sehr gefesselt hat. Deshalb kann ich diesen Thriller allen, die sich auch historisch interessieren, nur wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 12.09.2022

Treibt ein Serienmörder hier sein Unwesen?

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Zum Buch: Im Jahr 1942 läuft im Duisburger Stahlwerk die Produktion für die Rüstungsindustrie auf Hochtouren. Doch dann werden plötzlich Mitarbeiter umgebracht. Ist ein Serientäter im Werk? Alle Mitarbeiter ...

Zum Buch: Im Jahr 1942 läuft im Duisburger Stahlwerk die Produktion für die Rüstungsindustrie auf Hochtouren. Doch dann werden plötzlich Mitarbeiter umgebracht. Ist ein Serientäter im Werk? Alle Mitarbeiter haben Angst, niemand will Zusatzschichten übernehmen. Die Geschäftsleitung des Unternehmens sieht keinen anderen Ausweg und sucht Hilfe beim Zwangsarbeiter Jarek Kruppa, der vor seiner Inhaftierung Mordermittler in Warschau war. Kruppa merkt schnell, dass die Sache nicht einfach und für ihn auch zur Gefahr wird…

Meine Meinung: Dieses Buch gibt es auch in der Hörbuch-Fassung und ich kann wirklich dazu raten, es in dieser Form zu genießen. Denn der Sprecher macht seine Sache so gut, dass man mit geschlossenen Augen quasi mitten im Geschehen ist. Die schaurige Musik tut sein Übriges… Ich habe aus persönlichen Gründen dann doch zum Buch gegriffen. Aber auch hier wurde ich gleich mitgerissen – in eine Zeit, in der alle Zeichen auf Krieg stehen und nichts normal zu sein scheint.
Der Autor erzeugt gleich von Anfang an eine große Spannung, denn es ist natürlich nicht normal, dass Zwangsarbeiter in eine solch privilegierte Sonderstellung geraten. Kruppa könnte genauso flüchten. Da das Stahlwerk riesig ist, würde seine Flucht zunächst niemandem auffallen.

Die Dimensionen des Stahlwerks sind im Buchumschlag auf einer Karte skizziert, die dem Leser auch, gerade zu Beginn, als sehr wertvolle Orientierungshilfe dient. Anhand der Fotos im Umschlag kann man sich das Werk richtig gut vorstellen. Die langen, unbeleuchteten Gänge. Die stickige, warme Luft. Der Geruch nach heißem Metall und Schlacke. Und Männer mit verrußten Gesichtern, schweißüberströmt. Man merkt schon, ich bin sehr angetan!

Die Geschichte hat sich unerwartet entwickelt, denn Jarek Kruppa wird vom Jäger zum Gejagten. Und das Buch wird von Seite zu Seite spannender!

Der Schreibstil ist flüssig, auch wenn das Thema vielleicht nicht einfach ist, hat mich der bildhafte Stil absolut überzeugen können! Die Charakterzeichnung ist toll, man merkt, dass trotz des rauen Tons auch eine Kameradschaft herrscht.

Mein Fazit: Das war bereits das zweite Buch von Christian Piskulla, welches mich absolut vom Hocker gerissen hat! Seine Geschichten sind gut konstruiert, haben Spannung von Anfang bis Ende und lesen sich super! Ich spreche hier meine absolute Lese- und Hörempfehlung aus!

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