Cover-Bild Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden
(55)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: C.Bertelsmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 192
  • Ersterscheinung: 23.04.2018
  • ISBN: 9783570103357
Genki Kawamura

Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Roman
Ursula Gräfe (Übersetzer)

Sinnsuche auf Japanisch - was im Leben wirklich zählt

Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein. Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und macht etwas völlig Überraschendes ...

Genki Kawamura stellt in seinem Roman, von dem in Japan über eine Millionen Exemplare verkauft worden sind, die einfache Frage: Was macht ein gutes und erfülltes Leben aus?

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2019

Regt zum Nachdenken an

0

"Um etwas zu bekommen, muss man auf etwas anderes verzichten” hat die Mutter des Briefträgers, dessen Geschichte hier erzählt wird immer gesagt. Doch was wäre wenn man für jeden weiteren Tag auf der Erde ...

"Um etwas zu bekommen, muss man auf etwas anderes verzichten” hat die Mutter des Briefträgers, dessen Geschichte hier erzählt wird immer gesagt. Doch was wäre wenn man für jeden weiteren Tag auf der Erde etwas hergeben muss?

Hier erzählt der Autor von einem jungen Briefträger, welcher schon sehr bald sterben soll. Doch der Teufel bietet ihm einen verlockenden Deal an. Für jeden weiteren Lebenstag muss etwas von der Erde verschwinden. Am ersten Tag verschwinden die Telefone, am zweiten Tag die Filme usw. Als am vierten Tag die Katzen verschwinden sollen, gebietet er dem Teufel Einhalt.

Das Buch hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Man überlegt sich danach wirklich was im Leben wirklich wichtig ist, bzw. mit welchen Nichtigkeiten man sich jeden Tag beschäftigt. Meine Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen.

Veröffentlicht am 06.04.2019

Auf was würdest du verzichten?

0

“Um etwas zu bekommen, muss man auf etwas anderes verzichten” hat die Mutter des Protagonisten immer gesagt. Auf was würden wir verzichten, wenn wir einen Pakt mit dem Teufel schließen könnten und einen ...

“Um etwas zu bekommen, muss man auf etwas anderes verzichten” hat die Mutter des Protagonisten immer gesagt. Auf was würden wir verzichten, wenn wir einen Pakt mit dem Teufel schließen könnten und einen Tag “Leben” zu bekommen? Die Telefone? Denkbar. Die Katzen? Niemals. Ich muss ganz ehrlich sagen, als ich an dieser Stelle war habe ich geweint. “Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden” hat mich sehr berührt.

Ich gebe die im vorigen Absatz gestellte Frage an euch, liebe Leser, weiter: Was wärt ihr bereit zu opfern? Und auf was würde ihr niemals verzichten bzw. würdet ihr nicht wollen, dass die Welt darauf verzichten muss? Bei so Dingen wie Krebs, Arbeitsstress und Depressionen fällt die Entscheidung ja leicht. Aber Katzen (bzw. Hunde für die Hundemenschen unter euch), Liebe, Bücher? Das Buch regt zum Nachdenken an über die Dinge, die im Leben wirklich zählen.

Welche Botschaft des Buches ich auch ganz wichtig finde: Im Alltag vergisst man schnell, dass die Menschen, die man liebt irgendwann weg sind. Was also, wenn wir uns nicht richtig verabschieden können? Wenn etwas wichtiges ungesagt bleibt?

Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden ist wahnsinnig traurig und doch wunderschön. Ein Buch, das ich immer wieder lesen würde.

Fazit

Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, das mich so sehr berührt hat. Ich liebe Katzen und mein Opa ist an Krebs gestorben – allein deshalb ging es mir sehr nah. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung. Lest das Buch unbedingt, es lohnt sich wirklich.

Bewertung

Ich gebe “Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden” 5 von 5 möglichen Sternen.

Veröffentlicht am 07.12.2018

Poetisch, humorvoll, tiefsinnig

0

Inhalt:
Der namenlose Protagonist ist Briefträger von Beruf und lebt einsam mit seinem Kater namens Weißkohl in einer einfachen Wohnung.
Als bei ihm die traurige Diagnose „Krebs im Endstadium“ diagnostiziert ...

Inhalt:
Der namenlose Protagonist ist Briefträger von Beruf und lebt einsam mit seinem Kater namens Weißkohl in einer einfachen Wohnung.
Als bei ihm die traurige Diagnose „Krebs im Endstadium“ diagnostiziert wird, bricht für ihn seine Welt zusammen, da er weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat.
Doch was ist es, was uns im Leben glücklich macht? Was macht das Leben lebenswert? Und vorallem: Was geben wir anderen Menschen von uns mit, was von Wert ist, wenn wir sterben ?
Diese Fragen kreisen im Kopf des Protagonisten als er auf den Teufel höchstpersönlich trifft.
Dieser schlägt dem gerade mal 30-jährigen Briefträger einen Pakt vor:
Für jeden Tag, den er länger auf der Welt verweilen darf, muss im Gegenzug eine Sache von der Welt verschwinden. Der Teufel selbst bestimmt, wann welche Sache für immer verschwindet. Also lässt sich der unheilbar erkrankte Protagonist verleiten und willigt dem teuflischen Pakt zu, sodass am ersten Tag alle Telefone verschwinden.
.
Meine Meinung:
Ein schlichtes aber wirklich schönes Cover. Das Buch ist mit seinen 190 Seiten eine kurze Lektüre, die ich sehr schnell beendet habe.
Genki Kawamura zeigt in „Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“ einen humorvollen und flüssigen Schreibstil auf, der aber auch sehr ernsthaft ist. Die Kapitel sind gut eingegliedert und somit sehr angenehm zu lesen.
.
Fazit:
Dieser Roman lädt zum Nachdenken an, denn Kawamura thematisiert Probleme der heutigen Gesellschaft in unserem sehr modernen Zeitalter.
„Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“ ist ein Buch, welches Poesie, Humor und Tiefsinnigkeit perfekt vereint.

Veröffentlicht am 06.11.2018

Berührend

0

Meinung:
Was mich an diesem Buch angesprochen hat? Der Titel.
Ich finde er klingt bewegend, wichtig und bedeutsam und genauso habe ich auch dieses Buch empfunden. Auf nur 192 Seiten hat mir der japanische ...

Meinung:
Was mich an diesem Buch angesprochen hat? Der Titel.
Ich finde er klingt bewegend, wichtig und bedeutsam und genauso habe ich auch dieses Buch empfunden. Auf nur 192 Seiten hat mir der japanische Autor Genki Kawaura gezeigt, worauf es wirklich ankommt. Er hat etwas in Gang gesetzt und dieses Buch trägt definitiv dazu bei sich Gedanken zu machen. Was genau ich daraus geschlossen habe, was unmissverständlich ist möchte ich euch nicht mitteilen, denn da sollte man meiner Meinung nach unvoreingenommen sein.

Am liebsten würde ich gar nichts sagen, denn ich finde wirklich man sollte einfach das Buch in die Hand gedrückt bekommen und anfangen, selbst heraus finden, was einem dieses Buch mit auf den Weg geben kann. Für mich war es ein tolles Erlebnis dieses ich zu lesen. Ich kann keine einzige Meinung dazu und der Klappentext überfolgen sagt zwar einiges über das Buch aber längst nicht das, was einen wirklich erwartet.

Beim Lesen habe ich mich gefühlt als stünde ich über all dem, wäre ein Beobachter, der alles mit ansieht und sich seine Gedanken macht. Es ist großartig, ein so kleines Buch und trotzdem erklärt es einem so vieles. Den Sinn des Lebens im Grunde, wenn man es lässt und offen dafür ist.
Wie der Autor kurz und knackig alles wichtige im Leben hervor gehoben hat und das indem er irgendwelche Dinge von der Welt verschwinden ließ und den Leser somit in Situationen, Gedankengänge brachte war einfach fantastisch. Genki Kawamura brauchte keine 500 Seiten und auch keinen poetischen Schreibstil um mich zu überzeugen, denn er konnte klar und deutlich etwas aussagen, was bei mir ankam. Es hat mich einfach direkt getroffen ohne das ich etwas machen konnte.



Auch wenn dieses Buch stellenweise unglaublich charmant und auch komisch ist so ist es weiterhin ein aussagekräftiges Buch, ein ernstes Buch, welches einen eindringlich und gleichzeitig leichtfüßig -wie auch immer das funktionier- an die wichtigen Dinge im Leben heran führt und sie uns dann einfach vor die Nase stellt, bleibt zu hoffen, dass der Leser sie dann auch erkennt.
Dieses Buch hinterlässt ein gutes, warmes Gefühl obwohl es ernst ist hat es mir ein Lächeln schenken können, denn ich habe vieles dadurch klarer gesehen.
Auch muss ich sagen, dass die ganze Story ein wenig crazy war und trotzdem hat man darüber nicht die Augen verdrehen müssen sondern man konnte sich freuen, es genießen und sich fallen lassen.

Schreibstil:
Klar. Einfach. Verständlich. Aber auch witzig und charmant. Durch die Verknüpfung von allem wird dieses Werk trotz seiner etwas abgedrehten Handlung total authentisch.


Cover:
Ich finde es toll. Zusammen mit dem Titel ist es der Hingucker überhaupt und man sollte es ganz dringend einmal in die Hand nehmen.



Veröffentlicht am 06.10.2018

Was wäre...?

0

„Um etwas zu bekommen, muss man auf etwas anderes verzichten.“

Ein dreißig jährige Briefträger erfährt aus heiterem Himmel, dass er Hirntumor hat und schon bald sterben müsste. Als er nach Hause kam erwartet ...

„Um etwas zu bekommen, muss man auf etwas anderes verzichten.“

Ein dreißig jährige Briefträger erfährt aus heiterem Himmel, dass er Hirntumor hat und schon bald sterben müsste. Als er nach Hause kam erwartet ihn sein Doppelgänger, gekleidet mit Hawaiihemd, Sonnenbrille auf dem Stirn, der Teufel höchstpersönlich! Der Teufel macht ihm ein Angebot: Für jeden Tag, den er leben möchte, muss eine Sache von dem Welt Verschwinden. Der Briefträger willigt ein und schon nächsten Tag verschwinden alle Telefone, am zweiten Tag die Filme und am dritten Tag alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, entscheidet der Briefträger da gegen und macht etwas bemerkenswertes!

Klingt skurril? Das ist es auch! Allein das Cover und der Titel ist anders, was mich sofort angesprochen hat. Der Autor hat eine Story erschaffen, der von ersten Seiten an mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr los gelassen hat. Der Namenlosen Protagonist, der Teufel im Hawaiihemd und der Weißkohl haben die mich oft zum schmunzeln gebracht. Aber viele fragen „Wie wäre es wohl wenn alle Uhren von Welt verschwinden?“ hat mich sehr zum nachdenken gebracht. Durch den ruhigen Erzählstil und die bildhaften Sprache wirkt die Geschichte wie ein Märchen und schon fliegt man über die 190 Seiten hin weg. Besonders hat es mir die Botschaften hinter der Geschichte sehr gut gefallen. Brauchen wir wirklich die Telefone? Was macht die Digitalisierung mit menschlichen Gefühle? Wie viel Wert schätzen wir gegenüber andere?

Eine gut gelungene Geschichte; die zum nachdenken anregt und fassungslos zurück lässt. Sehr empfehlenswert!