Ein absolut vielschichtiger Thriller!
In 17 Years Later erleben wir, wie die junge Podcasterin Sloan einem 17 Jahre zurück liegenden furchtbaren Verbrechen auf den Grund geht. Gemeinsam mit dem Gefängnispsychologen TK rollt sie den Fall nochmal ...
In 17 Years Later erleben wir, wie die junge Podcasterin Sloan einem 17 Jahre zurück liegenden furchtbaren Verbrechen auf den Grund geht. Gemeinsam mit dem Gefängnispsychologen TK rollt sie den Fall nochmal neu auf – obwohl es direkt nach der Tat zu einer Verhaftung kam und der Verurteilte, der ehemalige Koch der getöteten Familie Primrose, der Halb Maori Bill Kareama, im Gefängnis sitzt. Er beteuert seit Jahren allerdings seine Unschuld…
Das Setting des Thrillers ist sehr wichtig – es spielt in Neuseeland. Die ermordete Familie war britisch, der Verurteilte ist Halb Maori. Die Erzählweise ist abwechslungsreich und wechselt von Sloan zu TK. Zudem gibt es ein Manuskript, das Bill Kareama geschrieben hat über die Zeit vor den Morden und den Tat-Tag selbst, das passenderweise mit 17 Years Later überschrieben ist.
Von Anfang an war ich gebannt und im Sog der Geschichte gefangen. Ich habe es in einer Leserunde gelesen, daher konnte ich es nicht direkt am Stück lesen, was ich sonst mit Sicherheit getan hätte.
Die Figuren sind plastisch, die Geschichte absolut packend und die Spannung nimmt vor allem gegen Ende des Buches nochmal rasant zu bis zum (für mich) vollkommen unerwarteten Finale.
Vor allem Sloan ist eine Figur, die ich richtig fühlen konnte, und die sehr gelungen ist!
Besonders ist auch, dass der Thriller nicht nur ein „normal“ spannender Thriller ist. Nein, es geht auch sehr viel um Rassismus und (Post-)Kolonialismus, auf mehreren Ebenen.
Ich bin absolut begeistert und empfehle Seventeen Years Later sehr gerne und eindeutig ohne Einschränkung weiter!