Cover-Bild Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 736
  • Ersterscheinung: 02.05.2016
  • ISBN: 9783492307543
Joël Dicker

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Roman
Carina von Enzenberg (Übersetzer)

Ein Skandal erschüttert das Städtchen Aurora an der Ostküste der USA: Dreiunddreißig Jahre nachdem die ebenso schöne wie geheimnisumwitterte Nola dort spurlos verschwand, taucht sie wieder auf. Als Skelett im Garten ihres einstigen Geliebten. Der berühmte, zurückgezogen lebende Schriftsteller Harry Quebert steht plötzlich unter dringendem Mordverdacht.

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2021

»Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert« liest sich wie ein Krimi, aber es ist weitaus mehr.

0

Wenn man »Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert« von Joël Dicker liest, dann liest man, wie es entsteht. Das ist eine äußerst interessante Konstellation. Dies aber reichte dem Autor nicht. Er machte ...

Wenn man »Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert« von Joël Dicker liest, dann liest man, wie es entsteht. Das ist eine äußerst interessante Konstellation. Dies aber reichte dem Autor nicht. Er machte die Entstehung eines Buches auch noch extrem spannend. Kein Wunder, wenn es in unzähligen Rezensionen heißt: Es liest sich wie ein Krimi, aber es ist weitaus mehr.

Der Schriftsteller Marcus Goldman hatte durchschlagenden Erfolg mit seinem ersten Roman. Er war mit diesem Erfolg ein Jahr lang Stammgast auf allen roten Teppichen. Doch sein Verlag drängt, die Leser erwarten den Folgeroman von Goldman. Doch der kommt nur schwer in Schwung und hat keine Idee für den nächsten Roman. Er hat eine totale Blockade. Um diese zu lösen, begibt er sich in den kleinen Ort Aurora, wo er seinen großen Lehrmeister Harry Quebert weiß. Quebert ist selbst ein hochangesehener Schriftsteller, der vor 33 Jahren einen Riesenerfolg hatte und seitdem als Dozent für kreatives Schreiben an einer Uni tätig ist. An dieser Uni haben sich Goldman und Quebert kennengelernt und angefreundet.

Der ältere Quebert wird väterlicher Freund und Coach für Goldman. Mit Goldmans Erfolg war die Verbindung zwischen beiden gerissen. Goldman war zu sehr mit seinem Erfolg beschäftig. Doch nun erinnert er sich an seinen Freund und Mentor, geht zu ihm, um sich Ratschläge gegen seine Blockade zu holen. Da wird eine Leiche im Garten von Quebert gefunden. Es ist die Leiche von Nola, die als fünfzehnjähriges Mädchen spurlos verschwunden war. Bei der Toten wurde das Manuskript von Harry Queberts Erfolgsroman von 1975 gefunden. Es stellt sich heraus, dass der damals bereits erwachsene Quebert ein Verhältnis mit der Minderjährigen hatte. Für die Leute ist klar: Quebert ist der Mörder von Nola. Seine Aussichten auf den Literaturnobelpreis lösen sich im Nirwana auf. Nur sein Schüler Marcus Goldman hält zu ihm und ist nicht davon überzeugt, dass Quebert der Mörder ist.

Er nimmt zusammen mit einem Polizisten die Ermittlungen auf, um die Unschuld Queberts zu beweisen. Gleichzeitig damit entwickelt sich der Fall Harry Quebert zu einer Idee und einem Stoff für seinen zweiten Roman. Dieser Roman schließlich ist der vorliegende Roman, den man gerade liest.

Dieser Roman erzeugte ein großes „Wow“ bei mir bereits auf den ersten Seiten. Dabei war ich mir gerade am Beginn nicht sicher, warum. Es war ein ganz unbestimmtes Gefühl, dass dies ein ganz besonderer Roman ist. Da die Protagonisten Schriftsteller sind und die Handlung auch das Milieu der Verlagsbranche tangiert, weckte auch dies mein Interesse und ich war erfreut über die zahlreichen „Lebensweisheiten“ für Autorinnen und Autoren. Jedem Kapitel ist ein Gespräch zwischen Schüler und Mentor vorangestellt, in welchem der Mentor den Schüler helfen möchte, die „Schriftstellerkrankheit“ zu bekämpfen. Das Besondere an den Kapiteln: Sie sind rückwärts nummeriert. Da die Protagonisten gelegentlich mit den Ratschlägen durcheinander kommen, klären sie manches Mal im Gespräch, mit welchem Kapitel es gerade weitergeht. Eine nette, humorige Note. Da sich die Ermittlungen auf Vorgänge vor über dreißig Jahren beziehen, wird in dem Roman mit sehr vielen Rückblenden gearbeitet.

Es gibt Rückblenden in die Zeit des Heranwachsens von Marcus Goldman, in die Zeit des Verhältnisses Queberts mit Nola, die Zeit ihres Verschwindens, aber auch Rückblenden in die Zeit davor, das Verhältnis von Nolas Eltern untereinander. Trotz dieser zahlreichen Zeitsprünge verliert man aber nie den Überblick und weiß immer, wo man sich in der Handlung befindet und welche Neuigkeiten diese oder jene Rückblende für die aktuelle Handlung bereithält. Das ist eine ganz besondere Note dieses Romans. Schließlich nicht zu vergessen die ungeheure Spannung.

Mit jedem Satz, den man liest, wird einem das bisher Geschehene immer klarer und plausibler. Man kann alles sehr gut nachvollziehen. Doch dann passiert etwas derart Unerwartetes, so dass alles bisherige wie ein Kartenhaus zusammenbricht. Als Leser muss man erst Mal Luft holen, bevor man weiterliest. Doch Joël Dicker wäre kein guter Schriftsteller, wenn er den Leser jetzt alleine lassen würde. Es werden Begründungen und Argumente geliefert, so dass man alles wieder auf die Reihe bekommt. Bis zur nächsten Wendung …

Gelesen zum Jahreswechsel legt dieser Roman die Latte sehr, sehr hoch für das Rezensionsjahr 2014. Den Roman kann man ohne Bedenken mehrmals lesen.

Wem dieser Roman gefällt und einen ähnlichen im Schriftstellermilieu lesen möchte, sollte sich „Die Geschichte eines Lügners“ von John Boyne ansehen.


© Detlef Knut, Düsseldorf 2014

  • Cover
Veröffentlicht am 24.02.2021

Ich bin restlos begistert!

0

Inhalt:
Ein Skandal erschüttert das Städtchen Aurora an der Ostküste der USA: Dreiunddreißig Jahre nachdem die ebenso schöne wie geheimnisumwitterte Nola dort spurlos verschwand, taucht sie wieder auf. ...

Inhalt:
Ein Skandal erschüttert das Städtchen Aurora an der Ostküste der USA: Dreiunddreißig Jahre nachdem die ebenso schöne wie geheimnisumwitterte Nola dort spurlos verschwand, taucht sie wieder auf. Als Skelett im Garten ihres einstigen Geliebten. Der berühmte, zurückgezogen lebende Schriftsteller Harry Quebert steht plötzlich unter dringendem Mordverdacht.


Meine Gedanken zum Buch:
Joel Dicker ist für mich die Entdeckung des Jahres 20202 gewesen. Ich war schon länger neugierig auf seine Bücher, aber die Dicke hat mich ehrlich gesagt immer abgeschreckt. Irgendwann Ende letzten Jahres habe ich dann doch dazu gegriffen und ich wurde nicht enttäuscht!
Es geht um einen Autor, Harry Quebert, der wegen Mordes an einem Mädchen in Verdacht steht. Das Ganze ist über 30 Jahre her und die ganze Kleinstadt scheint gegen ihn zu sein. Zur Hilfe kommt ihm ein junger Autor, ein ehemaliger Student von Quebert. Dieser versucht die Unschuld seiner Mentors zu beweisen...

„Ich weiß nur, dass das Leben eine Abfolge von Entscheidungen ist, zu denen man hinterher stehen muss.“ (S. 346)

Jedes einzelne Kapitel endet so spannend, dass man immer weiterlesen möchte. Es ist eine Geschichte, die mir bis jetzt, Wochen später, immer noch im Kopf herumschwirrt. Eine Geschichte, die mich restlos begeistern und von sich überzeugen konnte. Am liebsten würde ich dieses Buch nochmal zum ersten Mal lesen, und das hatte ich bisher noch selten.
Es ist ein spannender Fall und definitiv für Nicht-Krimi-Leser geeignet! Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, auch wenn die 700 Seiten erstmal abschreckend wirken. Es lohnt sich! Selten habe ich ein solcher Dicke in so kurzer Zeit gelesen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.11.2020

spannend, fesselnd, überzeugend

0

Inhalt
Vor 33 Jahren ist die 15-jährige Nola spurlos verschwunden. Nun wird ihre Leiche plötzlich im Garten des berühmten Schriftstellers Harry Quebert gefunden. Es stellt sich heraus, dass er und Nola ...

Inhalt
Vor 33 Jahren ist die 15-jährige Nola spurlos verschwunden. Nun wird ihre Leiche plötzlich im Garten des berühmten Schriftstellers Harry Quebert gefunden. Es stellt sich heraus, dass er und Nola Geliebte waren und Harry Quebert steht nun unter Mordverdacht. Der einzige, der an seine Unschuld glaubt, ist der berühmte Nachwuchsschriftsteller Marcus Goldman, der sich sofort auf den Weg macht, um die Wahrheit herauszufinden...

Meine Meinung
Ich muss sagen, die über 700 Seiten wirken natürlich anfangs sehr abschreckend, weswegen ich lange gebraucht habe, um mich an das Buch heranzuwagen. Jetzt ärgert mich das, denn das Buch ist einfach nur fantastisch.

Die Handlung spielt abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Sie erzählt also parallel, wie Nola und Harry sich kennen gelernt haben und, was Marcus so alles über die Beiden und ihre Geschichte erfährt. Dabei wird nie zu viel verraten, sondern gerade so viel, wie man für den nächsten Ermittlungsschritt benötigt. Die Handlung konnte mich komplett fesselnd, weil sie so unfassbar spannend und geheimnisvoll war. Es gab so viele Geheimnisse und die Handlung hat sich nach und nach immer weiter aufgebaut, es kamen Dinge ans Licht, mit denen man so nicht gerechnet hätte, was alles dazu geführt hatte, dass das Tempo immer weiter anzog. Ich habe immer mit gerätselt und probiert, auf die Lösung zu kommen, lag aber Meilenweit entfernt, sodass mich das Ende auch überraschen konnte.
Trotz der vielen Seiten war das Buch nie langweilig, sondern ganz im Gegenteil, ich klebte förmlich an den Seiten.

Die Figuren selbst fand ich ebenfalls sehr spannend und interessant. Es gab keinen, der mir so richtig sympathisch war, weil alle etwas ans ich hatten, was sie sehr unsympathisch machte. Dazu kam, dass ich durchweg niemandem getraut habe und bei jedem, alles hinterfragt habe und gedacht habe, dass da mehr dahinter steckt.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten, sodass ich gut voran gekommen bin. Die Teile aus der Gegenwart waren aus der Ich-Perspektive, aus Sicht von Marcus Goldman geschrieben. Dadurch erleben wir ihn, wie er probiert herauszufinden, was damals geschehen ist. Die Perspektiven in der Vergangenheit sind in der dritten Person geschrieben und jeweils aus der Perspektive der Person, mit der Marcus gerade spricht bzw manchmal auch aus seiner eigenen Vergangenheit. Das hat mir sehr gut gefallen, da die Vergangenheit dadurch noch präsenter und erlebbarer wurde.
Die Atmosphäre kam ebenfalls richtig gut rüber und hat es einem noch einmal mehr ermöglicht, in die Geschichte einzutauchen. Sie hatte etwas düsteres ans sich und wurde, je weiter die Handlung fortschritt, auch immer düsterer und spannender. Man merkte, dass das etwas in der Luft lag und die Geschichte von Geheimnissen geprägt ist.

Insgesamt also einfach ein fantastisches Buch mit einer überzeugenden Handlung, vielen Geheimnissen und einer alles überlagernden Spannung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.11.2020

Erschreckend gut!

0

"Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" ist der erste Roman von Joel Dicker, den ich gelesen habe. Aber der Klappentext klang einfach so interessant, dass ich nicht widerstehen konnte. Außerdem hat ...

"Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" ist der erste Roman von Joel Dicker, den ich gelesen habe. Aber der Klappentext klang einfach so interessant, dass ich nicht widerstehen konnte. Außerdem hat das Buch einen guten Umfang, sodass man auch mal länger als ein Wochenende beschäftigt ist :D

Zum Inhalt: Aurora im Osten der USA ist ein ruhiges Städtchen. Hier lebt zurückgezogen der erfolgreiche Schriftsteller Harry Quebert. Doch ein Skandal überschattet die Stadt, denn vor über 30 Jahren verschwand die Geliebte von Harry , die schöne Nola Kellergan , spurlos. Das ist an sich schon tragisch. Zum Skandal wird es aber, wenn man erfährt dass diese praktisch noch ein Kind ist. Und richtig verzwickt wird es, als ihre Leiche in Harrys Garten auftaucht und dieser plötzlich unter Mordverdacht steht. Sein Freund und Schüler Marcus steht ihm zur Seite und will seine Unschuld beweisen. Dabei fördert er schreckliche Dinge ans Tageslicht, die vielleicht lieber verborgen geblieben wären...

Wow, was für ein Buch. Obwohl ich wusste, dass es ein fiktives Werk ist, waren die Person äußerst real für mich. Hätte auch eine Biographie sein können. Die Geschichte ist unglaublich vielseitig. Es geht um Freundschaft. Liebe. Schmerz.
Die Seiten sind nur so dahin geflogen-fantastisch.

Joel Dicker hat hier ein tolles Buch geschaffen, das muss ihm erst einmal einer nachmachen. Ich hoffe auf weitere Bücher!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2020

Ein grandioser Roman

0

Joël Dicker schafft es mit seinem wundervollen Schreibstil und einer spannenden Geschichte, den Leser schon auf den ersten Seiten seines Werkes in seinen Bann zu ziehen und bis zur letzten Seite nicht ...

Joël Dicker schafft es mit seinem wundervollen Schreibstil und einer spannenden Geschichte, den Leser schon auf den ersten Seiten seines Werkes in seinen Bann zu ziehen und bis zur letzten Seite nicht mehr loszulassen.

Dieses Buch handelt von so vielem: von der großen Liebe, von Hass, Wut, Eifersucht, Geheimnissen und letztendlich auch von Mord. All diese Themen spielen zentrale Rollen in dem Buch und sie alle wurden wunderbar aufgegriffen und fügen sich zu einem harmonischen Gesamtbild zusammen.

Anfangs wusste ich nicht genau, was mich in diesem Buch erwartet, habe aber absichtlich nicht nochmal den Klappentext gelesen, um mich beim Lesen unvoreingenommen auf eine Reise zu begeben, die in die Kleinstadt Aurora führt. Ich weiß gar nicht so richtig, wie ich dieses Buch und die Handlung in Worte fassen soll, da so unglaublich viel passiert und die Spannung durchgehend steigt und die letzten offenen Fragen, die der Leser sich stellt, erst ganz zum Schluss beantwortet werden.

Der Schreibstil des Autors ist einfach grandios! Schon auf der ersten Seite bin ich in eine andere Zeit und Welt abgetaucht und habe diese nur sehr ungern verlassen, da die Geschichte unglaublich spannend war und mich beim Lesen komplett in ihren Bann gezogen hat. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Marcus Goldmann, der abwechselnd von verschiedenen Begebenheiten zwischen 1975 und 2008 berichtet. Die Szenen, die aus der Ich-Perspektive erzählt werden wechseln sich immer wieder mit der auktorialen Erzählperspektive ab. Diese werden aber so stimmig ineinander überführt, dass man den Perspektivwechsel oft gar nicht bewusst wahrnimmt.

Insgesamt kann ich dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen! Vom grandiosen und einzigartigen Schreibstil, über die detaillierte und authentische Darstellung von Charakteren, Orten und Begebenheiten bis hin zur Geschichte selbst, den vielen Emotionen, der Spannung und der wunderschönen aber traurigen Liebesgeschichte. Dieses Buch ist für mich der perfekte Roman!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere