Cover-Bild Kostbare Tage
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 27.05.2020
  • ISBN: 9783257071252
Kent Haruf

Kostbare Tage

pociao (Übersetzer), Roberto de Hollanda (Übersetzer)

Es ist der letzte Sommer für Dad Lewis am Rand der Kleinstadt Holt – die er nie verließ, im Gegensatz zu seinen Kindern. Aber was wäre Holt ohne neue Geschichten? Die kleine Alice zieht im Nachbarhaus bei ihrer Großmutter ein, und der neue Reverend Lyle hat nicht nur mit den eigenwilligen Anwohnern zu kämpfen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2020

Einmalig gelungen!

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Meinung:
Diese Geschichte ist einfach herzerwärmend schön und zugleich traurig, aber stets von einer präsenten Hoffnung durchzogen.
Für mich ist Kent Haruf einer der wichtigsten Schriftsteller der amerikanischen ...

Meinung:
Diese Geschichte ist einfach herzerwärmend schön und zugleich traurig, aber stets von einer präsenten Hoffnung durchzogen.
Für mich ist Kent Haruf einer der wichtigsten Schriftsteller der amerikanischen Literatur der mein Herz stets von Seite eins an begeistern kann und mich erst sehr lange nach Beendigen des Buches wieder loslässt. So war es auch dieses Mal, der Schreibstil ist hierbei sehr ruhig, auf die feinen und erstmal unscheinbar wirkenden Momente gelegt und nach kurzer Zeit erschließt sich einem das Große, nämlich die Emotionalität der alltäglichen Dinge, die jedem von passieren können. Die Charaktere sind ebenso gelungen und einmalig lebendig und detailreich gestaltet.
Wer ein gutes Buch lesen möchte, der muss ein Buch von Kent Haruf lesen!!

Veröffentlicht am 01.08.2020

Ich reise gedanklich immer wieder gern nach Holt!

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Ich reise gedanklich immer wieder gern nach Holt!

Kostbare Tage von Kent Haruf

Ein Wiedersehen mit der fiktiven Kleinstadt Holt ist immer wie eine Rückkehr nach Hause. Man fühlt sich direkt geborgen ...

Ich reise gedanklich immer wieder gern nach Holt!

Kostbare Tage von Kent Haruf

Ein Wiedersehen mit der fiktiven Kleinstadt Holt ist immer wie eine Rückkehr nach Hause. Man fühlt sich direkt geborgen und aufgehoben im Schoß der ansässigen Familien. Auch wenn es dort natürlich, wie woanders auch, kleine und größere Probleme und Sorgen gibt.

In diesem Roman des Autors Kent Haruf erleben wir die letzten Wochen von Dad Lewis, der todkrank, auf sein Ende wartet. Er lässt sein Leben noch einmal Revue passieren, schließt mit der ein oder anderen Sache ab, aber alles lässt sich nicht immer klären, bevor man diese Welt verlässt. Das bringt der Autor sehr gut rüber, er schildert alles neutral mit einer enormen Gabe alles wesentliche auf den Punkt zu bringen ohne anzuklagen oder zu verurteilen. Alte Wunden werden aufgerissen, die man zu Lebzeiten verdrängen konnte, wie das verschwinden des eigenen Sohnes, den Dad damals nicht verstehen konnte. Dessen Sexualität er nicht gutheißen konnte, und ihn so aus dem Haus getrieben hat.
Dad Lewis wird von seiner Frau und der Tochter umsorgt, ein Akt der sehr gefühlvoll dargestellt wird. Haruf verleiht dem Tod eine gewisse Würde in seinen Schilderungen. Diese Szenen habe ich mit großem Respekt gelesen.
Doch die Geschichten aus Holt haben noch viel mehr zu bieten. Typisch sind auch, wie ich finde, die Verknüpfungen der Bewohner untereinander. Lorraine, Dads Tochter, reist an, um der Mutter zur Hand zu gehen und lernt direkt Alice kennen, die nebenan eingezogen ist. Das Kind lebt nun bei ihrer Großmutter, da ihre Mutter verstorben ist. Lorraine hat ein Kind verloren und man spürt während des Lesens von Anfang an, dass sich dort etwas anbahnt, dass Menschen zueinander finden werden, sich gegenseitig auffangen werden.
Erwähnenswert wäre da noch Reverend Lyle, der neu in der Stadt ist. Er hat Mut, hat aber ebenfalls sein Päcklein tragen. Seine Geschichte empfinde ich so interssant, dass ich mir wünsche, sie in einem weiteren Roman weiterverfolgen zu können.
Dies sind nur ein paar Beispiele, alle zu erwähnen, würde den Rahmen meiner Rezension sprengen und sicher auch den Reiz des Lesens nehmen. Daher möchte ich allen nur wärmstens empfehlen in Holt vorbeizuschauen. Es lohnt sich!

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Veröffentlicht am 01.08.2020

Die kostbaren letzten Tage...

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Klappentext:

Es ist der letzte Sommer für Dad Lewis am Rand der Kleinstadt Holt – die er nie verließ, im Gegensatz zu seinem Sohn Frank, zu dem es keinerlei Kontakt mehr gibt, oder Tochter Lorraine, die ...

Klappentext:

Es ist der letzte Sommer für Dad Lewis am Rand der Kleinstadt Holt – die er nie verließ, im Gegensatz zu seinem Sohn Frank, zu dem es keinerlei Kontakt mehr gibt, oder Tochter Lorraine, die nun zur Unterstützung zurückkehrt. Aber es kommen auch neue Gesichter und mit ihnen Geschichten: Die kleine Alice zieht im Nachbarhaus bei ihrer Großmutter ein, und der neue Reverend Lyle hat nicht nur mit den eigenwilligen Anwohnern, sondern auch mit der eigenen Familie zu kämpfen.



Meine Bewertung:

Zum Cover: Das Cover gefällt mir wirklich sehr. Das vom Verlag gewohnt reduzierte Cover drückt die Stimmung des Romanes gut aus. Zusehen ist ein Gemälde einer Landschaft mit einer unterschiedlichen Farbwahl. Auch der Titel ist meiner Meinung nach treffend gewählt worden.

Zum Inhalt: Im Zentrum des Romanes steht Dad Lewis und seine letzten kostbaren Tage, denn Dad Lewis hat vor kurzem von seinem Arzt eine Diagnose erhalten, durch die er weiß, dass er bald sterben wird. Seine Frau Mary versucht es ihm so bequem wie möglich einzurichten. Währenddessen beschließt die Tochter Lorraine für die letzten Wochen ihres Vaters nach Hause zu kommen. Dad Lewis nimmt langsam Abschied vom Leben sowie von seinen Lieben und versucht mit sich ins Reine zu kommen - denn nicht alles in seinem Leben war so, dass er es im Nachhinein nicht anders machen wollen würde. Als der Krebs so weit fortgeschritten ist, bricht seine Frau Mary erschöpft zusammen. Dad's letzter Sommer bringt neben Leid und Tod doch noch ein wenig Wärm, Spaß und Freude. Der Autor zeigt in diesem Buch die eigene Verletzlichkeit und Situationen auf, die im Laufe eines Lebens passieren können. Der Roman thematisiert von Wünschen, Enttäuschungen, Vergebung, Schuld und Hoffnung, aber auch von Loslassen, Dankbarkeit und auch über Selbstreflexion.

Zum Schreibstil: Der Schreibstil von Kent Haruf ist unaufgeregt und recht nüchtern, gleichzeitig jedoch sehr eindringlich, warmherzig, bildlich und sehr einfühlsam. Dieser Schreibstil ist darüber hinaus von viel wörtlicher Rede gekennzeichnet. Dem Schriftsteller gelingt es, mit wenigen Worten viel auszudrücken und anhand seiner Landschaftsbeschreibungen beeindruckende Bilder zu schaffen. Episodenhaft wird von Dad Lewis erzählt, der in seinen letzten Tagen auf sein Leben zurückblickt, das viele glückliche, aber auch weniger glückliche Momente hatte. Die Geschehnisse sind wunderbar in der Gegenwart und auch der Vergangenheit eingefügt, dabei wird auch der Sichtweise unterschiedlicher Personen erzählt. Mit großer Empathie begegnet Haruf seinen Protagonisten, was mich besonders tief berührt hat. Er verwebt das Leben von Lewis mit den Geschehnissen der Menschen in ihm herum. Der Fokus liegt auf der Familie von Lewis, aber auch andere Menschen, die im Ort leben und diesen prägen, spielen eine wichtige Rolle. Da ist beispielsweise die alte Dame, die ihr verwaistes Enkelkind aufnimmt, die ältliche Lehrerin, die nach einer großen Enttäuschung wieder bei der Mutter lebt und alle finden allmählich zu einem inneren Frieden. Der Autor zeichnet ein vielschichtiges und authentisches Bild seiner Protagonisten, die er als Menschen mit Ecken und Kanten darstellt. Der Sterbeprozess von Dad Lewis wird sehr emotional geschildert, was für die Leserinnen und Leser nicht immer einfach ist, da dabei nichts beschönigt wird. Kent Haruf drückt nicht mit Absicht auf die Tränendrüse. Mit einfühlsamen und emphatischen Worten sowie voller Respekt schreibt der Autor von dem, was uns alle eines Tages erwarten wird, dem Tod. Dabei tabuisiert Haruf ihn nicht, sondern holt ihn mitten ins Leben und fordert seine Leserinnen und Leser auf, die kleinen Augenblicke im Leben zu genießen. Der Roman besteht aus insgesamt 39 Kapiteln.



Mein Fazit:

Für mich persönlich ist dieser Roman das erste Buch, das ich von Kent Haruf lesen durfte. Dabei war ich erstaunt darüber, dass es auch das letzte Buch ist, dass der Autor in seinem Leben geschrieben hat. Da der Autor Haruf im Jahre 2014 nach schwerer Krankheit verstorben ist, hat er sicherlich einen Teil seiner eigenen Erfahrungen in diesem Roman niedergeschrieben.

Dieser Roman keine leichte Lektüre und doch konnte mich Kent Haruf überzeugen. Er hat kurz vor seinem eigenen Tod ein so schmerzliches wie wunderbares Buch über das Sterben und dessen Unvermeidlichkeit geschrieben. Dabei tabuisiert Haruf den Tod nicht, sondern holt ihn mitten ins Leben und fordert seine Leserinnen und Leser auf, die kleinen Augenblicke im Leben zu genießen.

Insgesamt gebe ich diesem Roman fünf von fünf Sternen und spreche eine klare Leseempfehlung aus!


Danke an vorablesen.de und dem Diogenes - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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Veröffentlicht am 26.07.2020

Kostbare Tage

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Wie immer hat Kent Haruf es geschafft, mich emotional abzuholen mit diesem Buch. Ich würde mal behaupten, dass es nicht unbedingt für junge Menschen gedacht ist, denn die melancholische Geschichte eines ...

Wie immer hat Kent Haruf es geschafft, mich emotional abzuholen mit diesem Buch. Ich würde mal behaupten, dass es nicht unbedingt für junge Menschen gedacht ist, denn die melancholische Geschichte eines alten Mannes, der seine letzten Kostbaren Tage damit verbringt, sein Leben zu ordnen und sich leise zu verabschieden, hat einen langsamen und sehr bedächtigen Rhythmus. Haruf ist ein Meister der wenigen Worte. Einer der sein Land und seine Menschen kennt und ihre spröde Naturverbundenheit und ihre raubeinige Gelassenheit auch vor dem nahen Tod liebt und versteht.

Holt ist eine fiktive Kleinstadt irgendwo in Colorado. Hier kennt jeder jeden und Neuankömmlinge haben es nicht immer einfach, sich einzufinden. Es ist eine Gegend, aus der die Jungen flüchten und die wenig Abwechslung zu bieten hat, außer der Natur. Aber wenn ich dort nicht hinziehen würde, so habe ich doch die Einwohner schätzen gelernt und ich mochte es sehr, wie Haruf dem Leser seine Darsteller und die Stadt näherbringt. Voller Liebe und Wärme und Klugheit.

Veröffentlicht am 24.07.2020

Eine Kleinstadt - eine Welt

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Ein Kaff am Ende der Welt. Eine Handvoll Bewohner, deren Leben von außen betrachtet vollkommen unspektakulär verläuft. Im Zentrum der alte Dad Lewis, dessen Tage auf Erden gezählt sind, aber gehalten, ...

Ein Kaff am Ende der Welt. Eine Handvoll Bewohner, deren Leben von außen betrachtet vollkommen unspektakulär verläuft. Im Zentrum der alte Dad Lewis, dessen Tage auf Erden gezählt sind, aber gehalten, umsorgt, nicht allein gelassen von den Menschen seiner Umgebung. Die kurzen Episoden, die dem Leser in einer lakonischen Sprache erzählt werden, vermitteln die Erkenntnis, dass ein jedes Schicksal einzigartig ist, dass ein jedes Individuum seine Hoffnung auf Glück im Herzen trägt. Und doch beansprucht das Unglück in ganz unterschiedlicher Gestalt seinen Platz im Lebenslauf eines jeden Einzelnen. Der amerikanische Kleinstadtroman - eine große literarische Tradition, und Kent Haruf ein zeitgenössischer Autor, der dieser Gattung seinen unvergesslichen Stempel aufdrückt.

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