Cover-Bild Wolkenschloss
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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 25.03.2020
  • ISBN: 9783839894552
Kerstin Gier

Wolkenschloss

Ilka Teichmüller (Sprecher)

Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren nur so vor Aufregung.
Die siebzehnjährige Fanny hat wie der Rest des Personals alle Hände voll zu tun, den Gästen einen luxuriösen Aufenthalt zu bereiten, aber es entgeht ihr nicht, dass viele hier nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Welche geheimen Pläne werden hinter bestickten Samtvorhängen geschmiedet? Ist die russische Oligarchengattin wirklich im Besitz des legendären Nadjeschda-Diamanten? Und warum klettert der gutaussehende Tristan lieber die Fassade hoch, als die Treppe zu nehmen? Schon bald steckt Fanny mittendrin in einem lebensgefährlichen Abenteuer, bei dem sie nicht nur ihren Job zu verlieren droht, sondern auch ihr Herz.

Ilka Teichmüller, Schauspielerin und Sprecherin mit wunderbar warmer Stimme, liest den Bestseller "Wolkenschloss" von Kerstin Gier mit luftigem Humor und von ganzem Herzen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2020

Typischer Kerstin Gier Charme; aber nicht ohne Schwächen

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Kerstin Gier hat schon in vorherigen Jugendbüchern bewiesen, dass sie einen enorm flüssigen, humorvollen und atmosphärischen Schreibstil hat. Sie erzählt die Geschichte rund um das Wolkenschloss absolut ...

Kerstin Gier hat schon in vorherigen Jugendbüchern bewiesen, dass sie einen enorm flüssigen, humorvollen und atmosphärischen Schreibstil hat. Sie erzählt die Geschichte rund um das Wolkenschloss absolut bildhaft, sehr einnehmend und voller Charme. Man fühlt sich wohl, lässt sich gern mitreißen und kommt wunderbar zurecht. Spritzige Dialoge, witzige Beschreibungen und stimmungsvolles Ambiente runden das Ganze letztlich ab. Mir sagte die Art und Weise, wie Kerstin Gier schreibt sehr gut und es war ein purer Genuss, in die Schweizer Alpen abzutauchen und sich von den Geschehnissen gleichermaßen mitreißen wie treiben lassen zu können. Auch die gewählte Perspektive in Form der ersten Person passte nicht nur zur empfohlenen Altersklasse bzw. der Zielgruppe, sondern auch zu der Geschichte ganz allgemein.
Ilka Teichmüller als Sprecherin macht hierbei ebenfalls einen ganz wunderbaren Job. Ihre noch sehr jung wirkende Stimmfarbe haucht der Portagonistin Fanny zusätzlich Leben ein und verleiht ihr noch mehr Glaubwürdigkeit und Greifbarkeit. Mir gefielen vor allen Dingen aber die unterschiedlichen Tempi und Stimmlagen, die von herzlich-spritzig bis düster-spannend wirklich alles authentisch verpacken konnte. Schon beim ersten Mal ist mir Ilka Teichmüller in Erinnerung geblieben und ich freue mich, dass sich jetzt auch zwei Jahre später meine Meinung darüber nicht geändert hat. Top gewählt und eine große Bereicherung für das Buch.

Unsere Protagonistin Fanny ist mit ihren 17 Jahren manchmal noch ganz schön kindlich und erinnert eher an eine pubertierende 13, oder 14-jährige als wie eine Frau, die kurz vor der Volljährigkeit steht. Streckenweise marschiert sie ein wenig blauäugig und naiv durchs Leben und wirkt dabei unerfahren und wenig erwachsen. Sie hat aber definitiv auch ihre Glanzmomente, meistens dann wenn sie sich sprizige Wortgefechte mit anderen Angestellten liefert oder sich mit dem Sohn des Hotelbesitzers kabbelt. Immer wieder schaffte es Fanny, mich zum schmunzeln zu bringen – gleichzeitig aber auch dazu, die Augen zu verdrehen. Man schwankt ständig dazwischen, ob man sie herrlich erfrischend und verträumt oder peinlich findet. Auch im Umgang mit der männlichen Fraktion ist sie sicher nicht das beste Vorbild, weil ihre Sprunghaftigkeit teils doch mit einer gewissen Anstrengungen verbunden war. Ich kaufte ihr einfach so manches nicht ab und tat mir schwer, ihr Verhalten mit einer 17-jährigen Hamburgerin in Einklang zu bringen. Ansonsten mochte ich sie aber doch ganz gerne irgendwie. Sie war süß, liebenswert, humorvoll und vor allen Dingen mutig. Sie trägt ihr Herz eindeutig am rechten Fleck und man spürt von Seite zu Seite mehr, dass sie ein durch und durch guter Mensch ist. Fanny ist eben Fanny, auf ihre ganz eigene Art und Weise – und der Name Fanny Funke ist eigentlich schon Programm.
Kerstin Gier hat schon öfters gezeigt, dass es gerade solche Charaktere sind, die ihre Geschichten ausmachen und Fanny stellt dabei keine Ausnahme dar.
Ebenso verhält es sich auch mit den anderen Figuren, ob nun wichtigere oder eher unwichtigere Rolle. Jeder einzelne hatte seine Ecken und Kanten und stach aus der Menge heraus. Obwohl es eine Vielzahl an unterschiedlichsten Charakteren gab, fiel es mir persönlich nicht schwer, sie auseinander zu halten und zu den tragenderen Persönlichkeiten eine gewisse Bindung aufzubauen. Besonders Ben und Tristan eroberten mein Herz im Sturm und sorgten für die ein oder andere Abwechslung innerhalb des Geschehens. Doch das größte Plus geht hier eindeutig an die Undurchsichtigkeit mancher – die Autorin hat es tatsächlich geschafft, dass ich meine Meinung über den ein oder anderen etliche Male ändern musste; nur um dann festzustellen, dass ich am Ende doch wieder falsch lag. Sehr gut gelöst und eine große Überraschung.

Die Idee hinter dem Buch bringt auf alle Fälle schon mal ordentlich Potential mit. Kerstin Gier’s Geschichten waren für mich nie wirklich Pageturner, aber sie konnten mich stets unterhalten und deshalb war ich gespannt, wie das Grundgerüst hier ausgearbeitet und dargestellt wurde. Der Klappentext verrät ja bereits einiges, wie zum Beispiel dass geheime Pläne hinter den schweren Samtvorhängen geschmiedet werden und dass vieles mehr Schein als Sein ist. Ich war neugierig, was sich dahinter verbirgt und wie man es schaffen will, einen Jugendlichen aus nachvollziehbaren Gründen die Fassade des Hotels hochklettern lassen kann. Mir wollte da nämlich nichts glaubhaftes einfallen – doch inzwischen wurde ich eines Besseren belehrt. Alles in allem sagte mir die Handlung sehr zu; es wurde nie langweilig; gab immer etwas zu entdecken und zu erleben und die Spannungskurve war konstant auf einer guten Höhe. Trotzdem lebt das Buch meiner Meinung nach viel eher von der Stimmung, der heimeligen Atmosphäre und dem Wohlfühl-Faktor. Mir persönlich war der Aufbau der Auflösung irgendwie zu flatterhaft. Irgendwann verliert man als Leser/Hörer ein wenig den Faden und bleibt streckenweise ein wenig verwirrt zurück, ehe eh wieder eine andere Richtung eingeschlagen wird und doch alles ganz anders ist, als man gerade eben eh nicht verstanden hat. Da fehlte für mich die Strukur – der rote Faden, der einfacher zu verfolgen gewesen wäre.
So war eine unterhaltsame, wenn auch ein wenig chaotische Storyline, die zwar überraschen kann und zeitweise richtig fesselt; aber doch Schwächen aufweist. Erst gen Ende, als sich der Knoten an Verwirrungen ein wenig löst, nimmt es wieder nachvollziehbare Gestalt an und ist leichter zu verstehen. Und da fährt Kerstin Gier nochmal ordentlich was auf und lässt die Silvesternacht im Wolkenschloss wortwörtlich explodieren. Was für ein Finale – und war für ein Epilog! Das hätte meine Kritik beinah wieder verblassen lassen – aber eben nur beinahe. Trotzdem war die Geschichte rund um Fanny auf ganzer Linie unterhaltsam, charmant und stellenweise richtig humorvoll. Selbst die Spannung und das Tempo kommen nicht zu kurz!

FAZIT:
„Wolkenschloss“ von Kerstin Gier kam jetzt beim zweiten Mal hören doch etwas besser davon, als noch vor zwei Jahren. Die Protagonistin erreichte mich dieses Mal wesentlich mehr, die Handlung konnte mich mehr begeistern und der Schreibstil mehr mitreißen. Leider gab es aber wieder den Kritikpunkt, dass die Auflösung zu verwirrend und zu sprunghaft ausgearbeitet wurde. Stellenweise verlor ich einfach den Überblick und kam nur noch schwer mit. Dennoch ist Atmosphäre und Spannung definitiv spürbar und der Unterhaltungsfaktor eindeutig gegeben. Kerstin Gier typische Jugendgeschichte in den wunderschönen Schweizer Alpen. Für alle Fans einen Besuch wert – egal ob als Hörbuch oder als gedruckte Version.

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Veröffentlicht am 07.02.2020

Ein winterliches Jugendbuch

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Das Buch (sowie das Hörbuch) „Wolkenschloss“ ist schon im Oktober 2017 erschienen, aber da war meine „Kerstin Gier Hochphase“ schon vorbei und deswegen hat es mich damals auch irgendwie nicht gereizt. ...

Das Buch (sowie das Hörbuch) „Wolkenschloss“ ist schon im Oktober 2017 erschienen, aber da war meine „Kerstin Gier Hochphase“ schon vorbei und deswegen hat es mich damals auch irgendwie nicht gereizt. Nun habe ich seit knapp 2 Monaten Spotify Premium. Dort habe ich natürlich innerhalb kürzester Zeit entdeckt, dass es auch Hörbücher gibt. Und da sprang mir „Wolkenschloss“ als erstes ins Auge.
Und ich muss sagen, die Bücher von Kerstin Gier zu hören, macht sogar nocht mehr Spaß, als sie zu lesen. Denn die kuriosen Gedanken, die sich die Protagonistin Fanny Funke macht, hören sich ausgesprochen einfach noch viel lustiger an.

„Hier stand ich also völlig erschöpft im Schnee, während vom Ballsaal Violenklänge zu uns hinüberwehten. Um meinen Hals trug ich einen Diamanten von fünfunddreißig Karat, der mir nicht gehörte, und in meinen Armen hielt ich ein schlafendes Kleinkind, das mir ebenfalls nicht gehörte.“ (Wolkenschloss – Kerstin Gier – FJB)

Fanny ist 17, hat die Schule abgebrochen und verbringt aktuell ein Jahr als Praktikantin in einem Hotel in den Schweizer Bergen. Dort arbeitet sie gemeinsam mit vielen Hotelangestellten und gibt täglich ihr bestes, um den Gästen einen schönen Aufenthalt zu bescheren. Dabei gibt es Hotelmitarbeiter, die für Fanny zu Freunden werden, die sich mütterlich/väterlich um sie kümmern und von denen sie fürs Leben lernt. Über Silvester ist zudem im Hotel natürlich viel los.
Fanny und Ben, dem Sohn des Hotelbesitzers, fallen ein paar Ungereimtheiten bei den Hotelgästen auf und dann überschlagen sich die Ereignisse.

Das Anhören hat total viel Spaß gemacht. Trotz der vielen Charaktere hatte ich immer das Gefühl, alles zu überblicken – was nicht zuletzt an der tollen Stimme von Ilka Teichmüller liegt, die so wundervoll vorgelesen hat.

Das perfekte Buch oder Hörbuch für verschneite Tage.

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