Unsere persönlichen Buchempfehlungen im März

Artikel vom 13.03.2018

Als wir mit dem Magazin online gegangen sind, haben wir im Forum nachgefragt, welche Themen auch besonders interessieren. Dort kam auch der Wunsch auf, regelmäßig Leseempfehlungen von uns zu bekommen – gerne auch abseits der Bestsellerlisten. Das lassen wir uns natürlich nicht zwei Mal sagen, denn was könnte uns eine größere Freude bereiten als über gute Bücher zu sprechen?

Aber uns geht es da nicht anders als euch: Wir sind auch immer auf der Suche nach Tipps! Verratet uns doch im Gegenzug, welche Bücher euch im letzten Monat besonders begeistert haben!

Rendezvous mit einem Oktopus

Ich gebe es zu: Ich bin ein absoluter Tierfan. Am liebsten würde ich in meinem nicht vorhandenen Garten Ziegen halten, ihnen einen Esel zur Seite stellen, und auch eine Alpaka-Farm könnte ich mir gut vorstellen. Es gibt nicht viele Tiere, die mein Herz nicht im Sturm erobern – es sei denn sie haben mehr als vier Beine, zum Beispiel acht. Dann hört die Liebe schlagartig auf. Anders sieht es da mit acht Armen aus! Oktopoden (nach der Lektüre des Buches kenn ich nun auch die korrekte Form des Plurals) mochte ich schon immer gerne und so musste ich nicht lange überlegen, als ich dieses wunderschöne Buch mit dem Untertitel „Extrem schlau und unglaublich empfindsam: Das erstaunliche Seelenleben der Kraken“ fand. Ich griff sofort zu und verschlang den Text in zwei Tagen. Kraken haben drei Herzen, ihr Mund liegt zwischen den Beinen und sie haben Lieblingsarme, mit denen sie mehr machen als mit den anderen. Aber das Buch fasst nicht nur Fakten über Tintenfische zusammen, der persönliche Bericht der Naturforscherin Sy Montgomery hat mich sehr berührt. Dieses Buch hat mich gepackt und ich kann es nur jedem empfehlen, der die schleimigen, wirbellosen Tierchen etwas näher kennenlernen möchte.

Sy Montgomery

Rendezvous mit einem Oktopus

Extrem schlau und unglaublich empfindsam: Das erstaunliche Seelenleben der Kraken

In ihrem preisgekrönten Buch erzählt die Naturforscherin Sy Montgomery auf berührende, kenntnisreiche, unterhaltsame Weise von ihren Begegnungen mit diesen außergewöhnlichen Tieren und wirft eine bemerkenswerte Frage auf: Haben Kraken ein Bewusstsein?
Das Nachwort wurde eigens für die deutsche Ausgabe von dem weltbekanntesten Fan dieses Buches verfasst: Donna Leon.

Zum Buch

Babylon

Erinnert ihr euch an den Film „Gott des Gemetzels“ mit Jodie Foster, Kate Winslet und Christoph Waltz? Eine schwarze Komödie über zwei Ehepaare, die sich nach einer Prügelei ihrer Kinder treffen, um sich auszusprechen. Doch das anfangs noch vernünftige Gespräch unter Erwachsenen wird in kurzer Zeit zu einem bitterbösen und zugleich höchst amüsanten Streit, der den gesamten Film füllt. Wenn ihr ihn nicht kennt: Ich kann ihn nur empfehlen! Die Autorin, die das Theaterstück schrieb, auf dem der Film basiert, hat nun einen neuen Roman veröffentlicht: „Babylon“ erzählt zwar eine ganz andere Geschichte (Im Mittelpunkt steht Elisabeth, die nach einer Frühlingsparty aus dem Bett geklingelt wird. Ihr Nachbar hat seine Frau ermordet und bittet darum, beim Wegschaffen der Leiche zu helfen.), doch es gibt eine Gemeinsamkeit. Yasmina Reza sagt selbst "Mich interessiert dieser Moment, wenn die Moral aufhört und die Nerven ins Spiel kommen." und fasst damit gut zusammen, was ihre Romane zu etwas so Besonderem machen: Wie verhalten sich Menschen in „extremen“ Situationen? „Babylon“ ist spannend, amüsant und lässt einen doch nachdenklich zurück.

Yasmina Reza

Babylon

Roman

Elisabeth gibt eine Frühlingsparty. Sie ist keine erfahrene Gastgeberin und sehr nervös. Viel zu viele Gläser und Stühle. Dennoch scheint alles gut zu gehen, bis sich Jean-Lino und Lydie, die Nachbarn von oben, wegen eines Bio-Hühnchens in die Haare kriegen. Als Elisabeth und ihr Mann schon im Bett liegen, klingelt es. Es ist Jean-Lino, der erzählt, dass er Lydie gerade erwürgt hat. Elisabeth wird er bitten, die Leiche mit ihm zusammen aus dem Haus zu schaffen. – Yasmina Reza hat einen unglaublich komischen und dabei tiefernsten Roman geschrieben, der den Leser von einer grotesken Abendgesellschaft in die Abgründe der Paarbeziehung führt und von einer ganz besonderen Freundschaft erzählt.

Zum Buch

Marlena

Es gibt diese Bücher, bei denen man schon während der ersten Sätzen so in die Geschichte eintaucht, dass man innerlich beim Umblättern jeder weiteren Seite bedauert, dass die Geschichte bald zu Ende ist. "Marlena" ist so ein Buch. Erzählt wird die Geschichte einer kurzen, intensiven Freundschaft zwischen zwei Mädchen; einer Freundschaft, die das Leben der einen von Grund auf ändert und für die andere nur ein Zeitvertreib zu sein scheint. Die geprägt ist von Abhängigkeiten, Misstrauen und gleichzeitig intensiver Zuneigung. Ein wunderbares Buch!

Julie Buntin

Marlena

Die fünfzehnjährige Cat ist neu in der Stadt, einsam und unglücklich - bis sie ihre Nachbarin kennenlernt, die wunderschöne und unberechenbare Marlena. Eine Freundschaft beginnt, voller Versprechungen, intensiv und gefährlich wie die Jugend selbst: erste Drinks, erste Zigaretten, erste Küsse. Marlena aber wird immer riskanter - und Cat wird ein Versprechen brechen, das sie jetzt, Jahrzehnte später, einholen wird.

Zum Buch

Die Verfasserin

MarenKahl

offline

MITGLIED SEIT 15.03.2017

Outside of a dog, a book is man's best friend. Inside of a dog it's too dark to read.

Groucho Marx

Eure Buchtipps

Und nun zu euch! Welche Bücher haben euch in den letzten Wochen überzeugen können? Und warum würdet ihr sie weiterempfehlen?

Was waren eure Lesehighlights?

Was waren eure Lesehighlights?

Eure Buchempfehlungen

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Squirrel

Mitglied seit 11.05.2016

Lesen heisst entspannen.

Veröffentlicht am 13.03.2018 um 09:10 Uhr

Mir hat "Der verborgene Garten" von Kate Morton total gut gefallen. Ein schöner Roman voller Emotionen und spannender Familiengeschichten.

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campinos

Mitglied seit 03.05.2016

Jeder Tag ohne Lesen ist ein verlorener Tag!

Veröffentlicht am 13.03.2018 um 10:12 Uhr

Ich muss sagen in den letzten Wochen hatte ich kein Buch, dass mich so richtig überzeugt hat. Das letzte Hörbuch, dass mich bis jetzt beschäftigt und das auch so, dass ich auch hin und wieder noch mit meinem Mann darüber diskutiere war
"Mudbound"

Ein wirklich eindrucksvolles Bild über die Rassendiskriminierung in den USA. Ich würde so gerne die Verfilmung dazu anschauen, aber ich traue mich nicht. Schon das Hörbuch war wirklich kaum auszuhalten und der Film soll etwas zu brutal geraten sein.

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MissDaisy

Mitglied seit 10.05.2016

Bücher wollen gelesen werden, nicht in Regalen gehortet!

Veröffentlicht am 13.03.2018 um 10:35 Uhr

Zitat von Squirrel

Mir hat "Der verborgene Garten" von Kate Morton total gut gefallen. Ein schöner Roman voller Emotionen und spannender Familiengeschichten.



Ist schon ein wenig her bei mir, aber das fand ich auch sehr schön. Noch besser hat mir "Das Seehaus" von ihr gefallen. Das war mein erstes Kate-Morton-Buch. Ist normalerweise nicht so ganz mein Genre, fand es aber toll.

In letzter Zeit haben mich drei Bücher total begeistert:
Eine Insel zwischen Himmel und Meer
Mein Leben oder Ein Haufen unvollkommener Momente
Für immer ist die längste Zeit

Wenn mein Lesejahr so weiter geht, bin ich mehr als happy!

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Sidny

Mitglied seit 10.06.2016

Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele. – Cicero

Veröffentlicht am 13.03.2018 um 11:42 Uhr

Ich hatte in den letzten drei Monaten viele tolle Bücher, aber wenn ich dann die abziehe, von denen eigentlich eh schon jeder gehört hat (z. B. auf Vorablesen verlost oder LR-Bücher aus der Lesejury), und die "alten" Bücher ebenfalls weglasse, bleiben nicht wirklich viele übrig

Richtig gut fand ich zum Beispiel Das Geheimnis des Glasbläsers - ein richtig toller Abenteuerroman aus dem Spätmittelalter, mit einem wirklich interessanten Thema - das war mal wieder ein Histo nach meinem Geschmack

Aus der Thrillerecke hat mir Während du schläfst sehr gut gefallen, obwohl das Buch allgemein eher durchwachsen bewertet wurde - ich fand's sehr spannend und die Auflösung am Ende auch schlüssig (keine Ahnung, warum andere Rezensenten eher auf "an den Haaren herbeigezogen" gekommen sind )
Der Verlag hätte vielleicht besser "Psychothriller" aufs Cover schreiben sollen, das wäre treffender gewesen als nur "Thriller".

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Squirrel

Mitglied seit 11.05.2016

Lesen heisst entspannen.

Veröffentlicht am 13.03.2018 um 12:27 Uhr

Ich vergaß "Cold Princess", ohje, aus der Leserunde, upps, schweres Vergehen

Den 3. Teil von Earthborn habe ich verschlungen, ich bin großer Science Fiction Fan..

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Harakiri

Mitglied seit 02.05.2016

Ein Tag ohne Buch ist ein verlorener Tag

Veröffentlicht am 13.03.2018 um 13:09 Uhr

Vielen Dank für die Tips. Werde ich mich nach dem Urlaub mal näher damit beschäftigen.

Mich hat in letzter Zeit "Libellenschwestern" sehr überzeugt. Ein toller Roman, der auch auf einem wahren Ereignis basiert, das den meisten (auch mir) eher unbekannt sein dürfte

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Stefanie-T

Mitglied seit 11.09.2017

Egal wie es Dir geht, mit einem guten Buch, geht es immer besser!!

Veröffentlicht am 13.03.2018 um 15:15 Uhr

Meine Lesehighlights waren dieses Jahr bis jetzt definitiv

Saving Grace von B.A. Paris.

Dieser Thriller hat mich total mitgerissen. Ich war so wütend und habe mitgelitten, so etwas passiert mir sehr selten. Der Autor hat es tatsächlich geschafft, mich total in das Buch und die Geschichte mit hinein zu ziehen.

Des Weiteren kann ich

Der letzte erste Blick von Bianca Iosivoni

ebenfalls total weiterempfehlen. Die Autorin versteht es auch wirklich, einem das Gefühl zu geben, mitten im Geschehen zu sein.

Ich muss gestehen, ich hatte dieses Jahr schon sehr viele gute Bücher, aber die beiden, waren mit Abstand die besten.

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Viragolady

Mitglied seit 15.08.2016

Ein Tag ohne Lesen ist ein verlorener Tag.

Veröffentlicht am 13.03.2018 um 17:57 Uhr

Ich habe eigentlich 4 Bücher die mich besonders bewegt haben, die für andere vielleicht nicht so interessant sind.
"Expeditionen an den Grenzen des Ichs" von Klaus-Rainer Martin. (2004). Er- und Bekenntnisse eines Langstreckenläufer. Dieses Buch hat mir meine damalige Laufkollegin geschenkt, nachdem ich es geschafft hatte mehrere Marathons zu beenden.

"Die Sozia, ... die sich was traute" von Ulla Kugler. Das habe ich mir gekauft nachdem ich mir meinen Traum erfüllt hatte, den Motorradführerschein zu machen (mit 46 Jahren).

"Nicht heulen, Husky!" von Gila van Delden. Ein fesselnde Tatsachenbericht einer Auswanderung nach Kanada.

"Ich lerne leben, weil du sterben musst" von Cordula Zickgraf., aus ganz persönlichen Gründen...

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Penny

Mitglied seit 09.05.2016

Veröffentlicht am 14.03.2018 um 20:45 Uhr

Tulpengold von Eva Völler war mein bisheriges Highlight in diesem Jahr.

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wiechmann8052

Mitglied seit 14.07.2016

ein Buch ist wie ein Garten in der Tasche indische Weisheit

Veröffentlicht am 14.03.2018 um 20:59 Uhr

Ich habe dieses Jahr schon einige gute Bücher gelesen:
z.B.: Hannes Köhler " Ein mögliches Leben"
Beate Sauer " Stimmen der Toten"
Catharina Junk " Bis zum Himmel und zurück"
Roxann Hill " Dunkel Land"
da ich quer Beet lese ist aus fast jeder Sparte etwas