Cover-Bild Ellingham Academy - Was geschah mit Alice?

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18,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Loewe
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 11.02.2019
  • ISBN: 9783743202061
  • Empfohlenes Alter: ab 13 Jahren
Maureen Johnson

Ellingham Academy - Was geschah mit Alice?

Sandra Knuffinke (Übersetzer), Jessika Komina (Übersetzer)

Willkommen in der Ellingham Academy!
Versteckt in den Bergen Vermonts ist die Privatschule der ideale Ort für die begabtesten Schüler des Landes – Bestsellerautoren, YouTube-Stars, Künstler, Erfinder. Doch das Internat umgibt eine tragische Geschichte. Vor mehr als 80 Jahren wurden Frau und Tochter des Schulgründers entführt. Genau deshalb wird Stevie Bell an der Akademie aufgenommen: Sie soll die bisher ungeklärte Ellingham-Affäre lösen.
Und schon bald erhält sie eine mysteriöse Botschaft, die einen Mord ankündigt. Als ein Schüler kurz darauf tot aufgefunden wird, ist Stevie überzeugt, dass es einen Zusammenhang zwischen diesem Todesfall und den Verbrechen aus der Vergangenheit gibt.

Stevie Bell ist großer Fan von Sherlock Holmes und Agatha Christie. Aber noch viel mehr begeistern sie reale Kriminalfälle – wie die bisher ungelöste Ellingham-Affäre. Als Schülerin der exklusiven Ellingham Academy kann sie endlich selbst am Schauplatz der legendären Entführung ermitteln. Doch als ein Mitschüler ums Leben kommt, muss Stevie nicht nur das Verbrechen von damals aufklären.

Vor atmosphärischer Internatskulisse erzählt Bestsellerautorin Maureen Johnson eine spannende Geschichte von Mord und Mystery, die vor Charme, Witz und zarter Romantik sprüht. Ein moderner Kriminalroman für Mädchen ab 13 Jahren.

Was geschah mit Alice? ist der erste Band der Ellingham Academy-Trilogie.

„Ein kunstvoller und komplexer Roman, den man unbedingt lesen sollte!“
John Green, Autor von Das Schicksal ist ein mieser Verräter

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 13 Regalen.
  • 2 Mitglieder lesen dieses Buch aktuell.
  • 5 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2019

Netter Jugendkrimi, der erst zur Hälfte hin Fahrt aufnimmt

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ACHTUNG: Diese Rezension hat kleine Spoiler, die das Ende betreffen ohne dabei ins Detail zu gehen. Aber ich möchte darauf eingehen, um meine Bewertung erklären zu können und warum ich diese Reihe wohl ...

ACHTUNG: Diese Rezension hat kleine Spoiler, die das Ende betreffen ohne dabei ins Detail zu gehen. Aber ich möchte darauf eingehen, um meine Bewertung erklären zu können und warum ich diese Reihe wohl nicht weiter verfolgen werde.


Maureen Johnsons Ellingham Academy – Was geschah mit Alice? ist der Auftakt einer Jugendkrimi-Trilogie und mein erstes Buch der Autorin. Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde auf lovelybooks.de lesen und bedanke mich herzlich dafür. Maureen Johnsons Schreibstil ist locker-leicht, eingängig und unterhaltsam. Er entspricht dem jugendlichen Zielpublikum und dem Alter der Protagonisten. Die Orte, allen voran die Akademie, werden lebhaft und detailreich beschrieben und eine Karte zu Beginn des Buches erleichtert es, sich die Szenerie vorzustellen.

Stevie Bell als Hauptcharakter mochte ich gerne, sie ist clever, hartnäckig und hat einen enormen Spürsinn, kombiniert, beobachtet, hinterfragt. Alles Eigenschaften, die sie zu einer guten Detektivin machen und ihr helfen, ihren Vorbildern nachzueifern: Hercule Poirot und Sherlock Holmes. Sie ist von der Autorin gut beschrieben, hat aber leider wenig Tiefgang und ihr Innerstes bleibt dem Leser weitgehend verborgen. Nichtsdestotrotz folgte ich Stevie gerne, mochte ihren Witz und ihre scharfe Zunge. Sie ist fasziniert von der Ellingham-Affäre, welche sich 1936 auf dem Anwesen der Akademie zugetragen hat und packt die Gelegenheit beim Schopfe, auf der Akademie aufgenommen zu werden. Und das gegen den Wunsch ihrer Eltern, konservative Parteitreue eines laut Stevie „..rassistischen und faschistischen Arschlochs..“ (S. 346). Auf der Schule selbst lernen wir als Leser viele Personen kennen, ich kann aber zu keiner eine wirkliche Verbindung aufbauen. Sie bleiben blaß und oberflächlich, auch wenn durch Exzentrik der Charakterzeichnung versucht wird, einige Personen hervorstechen zu lassen. Das finde ich sehr schade, denn vor allem Ellie und Nate hätten sehr viel mehr Potential gehabt und eigentlich dient ja ein erster Teil auch dazu, die Charaktere eingehend vorzustellen, oder? Eine kleine Liebesgeschichte, die sich die Autorin meiner Meinung nach hätte sparen können, kommt aus dem Nichts zustande und weckt bei mir keinerlei Gefühle. Das finde ich schade, denn ich liebe derartige Szenen und das Kribbeln, das dadurch erzeugt werden kann.

Neben Stevies Handlungsstrang in der Gegenwart erfahren wir durch Rückblenden, Interviews und Zeitungsberichte nach und nach, was sich 1936 zugetragen hat. Diese Beschreibungen fand ich zu Beginn verwirrend und undurchsichtig und war froh, dass diese ab ca. der Hälfte des Buches reduziert und endlich mal übersichtlich zusammengefasst wurde, was passiert ist. Ab diesem Punkt nimmt auch die Geschichte in der Gegenwart Fahrt auf: eine mysteriöse Botschaft, ein ungeklärter Todesfall und Stevie in Aktion machen diese zweite Buchhälfte lesenswert und spannend. Vorher war Spannung für mich nämlich leider nicht vorhanden. Das mag allerdings dem Umstand geschuldet sein, dass ich eine alte Krimileserin bin und mir diese jugendliche Light-Version eines Krimis einfach zu lasch war.

Das Ende dieses ersten Teils ist leider auch sehr unglücklich gewählt und zumindest der deutsche Untertitel irreführend; denn was mir Alice wirklich geschah, wird nicht vollends geklärt. Das scheint in Hinblick auf zwei Folgebände clever von der Autorin gelöst zu sein, nervt mich aber tierisch, da auch der Todesfall in der Gegenwart nicht zufriedenstellend aufgelöst wird. Das geht für mich leider gar nicht. Ich bin es von vielen Krimireihen gewöhnt, dass sich ein übergeordneter Fall über mehrere Bände zieht und ein Fall tatsächlich im Laufe eines Buches auflöst. Aber dass beide Fälle so in der Schwebe bleiben, gefällt mir nicht.

Mein Fazit: ein netter Krimi, der wohl tatsächlich mehr für Jugendliche geeignet ist. Die Charaktere bleiben leider größtenteils blaß und sind nicht sehr tiefgehend beschrieben. Die Geschichte nimmt erst ab ca. der Hälfte Fahrt auf und endet mit vielen offenen Fragen und einer Art Cliffhanger, der im Grunde nichts mit den eigentlichen Fällen zu tun hat und deshalb für mich nicht so passt. Auch wenn ich Stevie wirklich mochte, werde ich die Reihe wohl nicht weiterverfolgen. 3 Sterne.

Veröffentlicht am 03.03.2019

Spannender Jugendkrimi

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"Ellingham Academy - Was geschah mit Alice?" ist ein spannender Jugendkrimi und Auftakt eines Mehrteilers oder einer Reihe von Maureen Johnson.

Die junge Stevie hat eines mit ihren neuen Mitschülern an ...

"Ellingham Academy - Was geschah mit Alice?" ist ein spannender Jugendkrimi und Auftakt eines Mehrteilers oder einer Reihe von Maureen Johnson.

Die junge Stevie hat eines mit ihren neuen Mitschülern an der Ellingham Academy gemeinsam: Sie ist etwas besonderes: Sie ist besessen von Kriminalistik, besonders von Morden und möchte unbedingt selbst einmal in einem waschechten Mordfall ermitteln. Dass sich ihr Wunsch schon im ersten Schuljahr erfüllt, hätte sie wohl nicht gedacht.
Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler an der Ellingham sind Künstler, Schriftsteller, Youtube-Stars, Mechaniker und Tüftler und vieles mehr. Sie alle werden an dieser Akademie für Hochbegabte unterrichtet und genau nach ihren Begabungen gefördert. Dabei hat die Schule aber ein düsteres Geheimnis: Vor 80 Jahren wurden die Frau und die Tochter des Gründers entführt und trotz der vielen Lösegeldzahlungen wurden nur die Leiche der Frau und die einer Schülerin, die zufällig hineingezogen wurde gefunden. Die Leiche oder die lebende Tochter wurden nie gefunden und auch der Fall nie wirklich aufgeklärt. Klar, dass Stevie Expertin für dieses Verbrechen ist und alles daran setzen will, es zu aufzuklären. Doch dann kommt alles ganz anders: Als ein Mitschüler stirbt und die Polizei von einem Unfall ausgeht, ist nur Stevie klar, dass es sich um Mord handelt und sie hat nun ihren ganz eigenen Fall zu lösen.

Das Jugendbuch ist spannend geschrieben, die Figuren sind alle etwas exzentrisch, aber jeder auf seine Art und man kann sich gut in die einzelnen Persönlichkeiten hineinversetzen. Die Erzählabschnitte in der modernen Zeit, rund um Stevie und ihre Freunde wechseln sich ab, mit Erzählabschnitten und Verhörprotokollen rund um die Entführung und die Ermittlungen vor 80 Jahren. Wir als Leser haben das Gefühl, etwas mehr zu wissen, als Stevie, aber auch wir wissen nichts.

Achtung Spoiler:
Insgesamt fand ich die ganze Geschichte in sich stimmig und sehr spannend, aber am kommt keiner der beiden Fälle zu einem Abschluss, sondern das Buch endet sehr plötzlich, genau nach wilden Anschludigungen und dem Fund eines sehr wichtigen Hinweises. Zack - aus. Und dann: Fortsetzung folgt...
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Das Jugendbuch hätte so, wie es geschrieben ist, eigentlich fünf Sterne verdient, aber ein offenes Ende ist in meinen Augen für einen Krimi ein absolutes No-go und ein unnötig reißerischer Cliffhanger. Das hätte wirklich nicht sein müssen. Deswegen gibt es von mir leider nur vier Sterne.

Veröffentlicht am 02.03.2019

Jede Menge Rätsel ...

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Ellingham Academy – Was geschah mit Alice? von Maureen Johnson
erschienen bei Loewe

Zum Inhalt

Versteckt in den Bergen Vermonts ist die Privatschule der ideale Ort für die begabtesten Schüler des Landes ...

Ellingham Academy – Was geschah mit Alice? von Maureen Johnson
erschienen bei Loewe

Zum Inhalt

Versteckt in den Bergen Vermonts ist die Privatschule der ideale Ort für die begabtesten Schüler des Landes – Bestsellerautoren, YouTube-Stars, Künstler, Erfinder. Doch das Internat umgibt eine tragische Geschichte. Vor mehr als 80 Jahren wurden Frau und Tochter des Schulgründers entführt. Genau deshalb wird Stevie Bell an der Akademie aufgenommen: Sie soll die bisher ungeklärte Ellingham-Affäre lösen.
Und schon bald erhält sie eine mysteriöse Botschaft, die einen Mord ankündigt. Als ein Schüler kurz darauf tot aufgefunden wird, ist Stevie überzeugt, dass es einen Zusammenhang zwischen diesem Todesfall und den Verbrechen aus der Vergangenheit gibt.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Dies ist der Auftaktband zu einer Trilogie, die in der dritten Person geschildert wird. Das Cover passt gut zu dem geheimnisvollen Titel und dem Verbrechen, das bislang noch nicht geklärt wurde.

Mir persönlich haben die (leider spärlich gesäten) Abschnitte von 1936 besser gefallen als die Gegenwart. Es löste in mir beim Lesen einfach ein ganz besonderes Gefühl aus und die Atmosphäre war dementsprechend mysteriös.
Die Idee hinter dem Schulkonzept fand ich klasse – wo werden unsere Kids heutzutage einfach mal wegen ihrer Besonderheiten oder ihrer Neigungen gefördert? Es wird auch bei uns schon vieles möglich gemacht, aber das sprach mich ganz besonders an. In der Ellingham Academy erhält jeder Schüler einen individuellen Stundenplan. Und dazu ist das Internat auch noch für die Eltern kostenlos – ein echter Traum!
Die Lage des Internats fand ich sehr schön gewählt. Auch dies löste eine besondere Atmosphäre aus und erinnerte mich an die mehrbändige Reihe Das Tal.
Stevie mochte ich eigentlich recht gerne, mir gefiel auch ihr „Talent“ – sie löst gerne Rätsel und hat Agatha Christie und Sherlock Holmes als Vorbilder. Sie muss zu einem späteren Zeitpunkt auch tatsächlich etwas ermitteln, was sie – meiner Meinung nach – auch gut gemacht hat. Trotzdem fand ich das Mädchen immer etwas zurückhaltend, ihre Beobachtungsgabe aber phänomenal. Ich hatte zwischendurch öfter das Gefühl, beim Lesen ausgebremst zu werden. Näher kann ich es nicht beschreiben, es war einfach kein einheitlicher Lesefluss da. Fand ich sehr schade.
Die Nebenfiguren blieben die Story über relativ blass. Ihre Charaktereigenschaften wurden lediglich angerissen und manche Handlungsweisen wirkten total überzeichnet. Von ihren Begabungen her konnte ich mich am ehesten mit Stevie identifizieren, da ich auch Rätsel aller Art liebe. Und davon gibt es hier jede Menge …

Stevie fürchtete sich nicht vor den Toten. Die Lebenden hingegen jagten ihr manchmal eine Heidenangst ein.
Seite 176

Maureen Johnson hat mir mit ihrem Auftaktband viele Rätsel vor die Nase gesetzt. Ich möchte sogar behaupten, dass es am Ende von Band 1 sogar noch mehr waren als zu Anfang … Ganz glücklich bin ich mit dem Ausgang der Story nicht, weil ich wenigstens eine Teilauflösung erwartet hatte. Ansonsten gefiel mir der Schreibstil recht gut und auch mit der Protagonistin fühlte ich mich ganz wohl. Einige Handlungsweisen konnte ich nicht nachvollziehen und fand manche Textpassagen zu sprunghaft. Ich hatte manchmal das Gefühl, etwas überlesen zu haben. Die Idee zu diesem besonderen Internat und auch das Enträtseln des „alten Falles“ fand ich klasse. Mir gefielen besonders die Rückblicke ins Jahr 1936 und die damit verbundenen Vernehmungsprotokolle. Es ist so ein Buch, das mich etwas zwiegespalten zurücklässt. Aber im Hinblick auf eine Trilogie und die große Hoffnung, dass sich wenigstens einiges in Band 2 klärt, vergebe ich an dieser Stelle doch noch 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Die Reihe

Ellingham Academy – Was geschah mit Alice?
The Vanishing Stair (Originalausgabe)


Zum Autor

Maureen Johnson hat ihren Abschluss an der Columbia University gemacht und ist New York Times-Bestsellerautorin von mehreren Jugendbüchern. Neben ihrer Trilogie Die Schatten von London ist sie vor allem durch die gemeinsamen Projekte Tage wie diese mit John Green und Die Chroniken des Magnus Bane mit Cassandra Clare bekannt geworden. Das Time Magazine hat sie unter die 140 Leute gewählt, denen man auf Twitter folgen sollte. Was geschah mit Alice? ist der erste Band der Ellingham Academy-Trilogie.

WERBUNG
Nachfolgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

ab 13 Jahren
464 Seiten
übersetzt von Sandra Knuffinke/Jessika Komina
ISBN 978-3-7432-0206-1
Preis: 18,95 Euro
erschienen bei https://www.loewe-verlag.de
https://www.loewe-verlag.de/titel-1-1/ellinghamacademywasgeschahmit_alice-9030/

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag und www.lovelybooks.de für die Bereitstellung dieses Exemplars und die interessante Leserunde bedanken!

Veröffentlicht am 19.02.2019

Genial durchdacht!

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Bei Schulen werde ich immer schwach. Egal ob in Verbindung mit Magie oder wie hier als Jugendthriller, beides hat seinen Reiz, und ich liebe eine smarte Story, bei der ich selbst miträtseln kann.

Die ...

Bei Schulen werde ich immer schwach. Egal ob in Verbindung mit Magie oder wie hier als Jugendthriller, beides hat seinen Reiz, und ich liebe eine smarte Story, bei der ich selbst miträtseln kann.

Die Geschichte beginnt in der Vergangenheit und wird auch durchwegs aus zwei Sichtweisen erzählt. Das fand ich sehr interessant, weil man so noch einen tieferen Blick ins Geschehen werfen kann und langsam an alles herangeführt wird. Das gibt jede Menge Zeit zum Miträtseln und genau das liebe ich ja so.

In der Gegenwart lernen wir zunächst Stevie kennen und sie ist mal so gar kein typischer Teenager. Aber wie man schnell merkt, ist die Ellingham Academy nun mal auch keine normale Schule. Ich mochte Stevie total und war stellenweise gleich richtig fasziniert von ihr. Sie hat einen messerscharfen Verstand, und das hat die Autorin toll rüber gebracht, zumindest anfangs. Im Laufe der Geschichte gab es dann im Mittelteil immer wieder Längen, da war ich stellenweise etwas genervt von ihr. Hier hat sich die Autorin auch ein bisschen zu sehr bei den einzelnen Charakteren verloren für meinen Geschmack. Da hätte ich mir etwas mehr Ermitteln gewünscht. Aber andererseits gehört das bei einem Jugendbuch ja dazu und es war trotzdem unterhaltsam.

Die Schule selbst wird in allen Details und ausführlich beschrieben, ich fand dieses Setting total genial und konnte es mir super vorstellen.
Der Schreibstil wechselt zwischen leichter und angenehmer Jugendsprache und ist dann aber auch wieder anspruchsvoll zum Mitdenken. Ich fand es toll und die Seiten sind nur so verflogen. Man hat keine Ahnung, wer dahinter steckt, die ganzen Hintergründe, was als nächstes passiert, das war wirklich grandios gemeistert.

Neben Stevie haben wir auch noch jede Menge andere spezielle Charaktere. Ich fand sie alle sehr authentisch und es hat Spaß gemacht, diese nach und nach besser kennenzulernen. Zum Teil sind sie schon skurril und man muss sie nicht alle mögen, aber genau das mag ich ja. David fand ich von Anfang an toll. Er ist einer dieser Typen, die nicht durchschaubar sind, und ich bin sehr gespannt, wo das noch hinführen wird.

Da es sich ja um eine Trilogie handelt, blieben natürlich unzählige Fragen offen, aber die Autorin schafft es hervorragend zu verwirren, zwischen allem einen Zusammenhang zu schaffen, den man gerne durchschauen möchte, aber absolut nicht dahinter kommt. Das ist geradezu perfekt gemacht. Ich hatte bzw. habe null Ahnung, wie es weitergehen wird, oder wem man trauen kann und wem nicht. Am Ende gab es aber auf jeden Fall noch eine ziemliche Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hätte und auch hier bin ich gespannt, wie das am Ende zum Rest passen wird.

Fazit
Ellingham Academy hat auf jeden Fall eine Sogwirkung. Es handelt sich um einen Jugendthriller, aber auch der Alltag der Jugendlichen wird detailliert dargestellt und durchleuchtet. Nach meiner anfänglichen Faszination und Begeisterung, hat die Autorin im Mittelteil meiner Meinung nach den Fokus um die Ermittlungen ein klein wenig verloren, aber es war trotzdem spannend und faszinierend. Es war zu keiner Zeit langweilig, man konnte super viel Miträtseln und kann absolut nichts durchschauen, also ziemlich genial. Das Gesamtpaket ist auch dank genialem Setting und tollem Schreibstil, absolut gelungen, und ich freue mich total auf die Fortsetzung. Von mir gibt es 4,5 Sterne, 5 auf den gängigen Portalen.

Veröffentlicht am 14.02.2019

Spannend, witzig, atmosphärisch - ein toller Trilogieauftakt, der große Lust auf mehr macht!

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Bei „Ellingham Academy“ wusste ich einfach sofort, dass das Buch ganz genau das Richtige für mich sein wird. Ich lese seit meiner Kindheit wahnsinnig gerne Detektivgeschichten und das Setting Internat ...

Bei „Ellingham Academy“ wusste ich einfach sofort, dass das Buch ganz genau das Richtige für mich sein wird. Ich lese seit meiner Kindheit wahnsinnig gerne Detektivgeschichten und das Setting Internat begeistert mich seit ich lesen kann. Ich habe meine Leseleidenschaft schließlich den „Hanni und Nanni“ - Büchern von Enid Blyton zu verdanken. Ich zögerte hier daher auch gar nicht erst und packte den Trilogieauftakt von „Ellingham Academy“ schleunigst auf meine Wunschliste.

Herzlich willkommen in der Ellingham Academy! Mitten in den Bergen Vermonts liegt sie, diese besondere Internatsschule, welche nur die 50 begabtesten Schüler des Landes besuchen dürfen. Auch die 16-jährige Stevie Bell zählt zu ihnen. Auf gut Glück hatte sie sich an der Ellingham Academy beworben und sie wurde tatsächlich angenommen! Ihr Talent? Ihr großer Spürsinn und ihre perfekte Kombinationsgabe! Stevie möchte eine Detektivin werden und unbedingt den ungeklärten Ellingam-Fall aufklären. Seit gut 80 Jahren ist er ungelöst, niemand weiß, was mit Alice, der Tochter des Schulgründers der Ellingham Academy geschehen ist. Stevie wird sich den Fall annehmen. Schon kurz nach Schulstart erhält die 16-jährige eine mysteriöse Botschaft und kurz darauf geschieht ein Mord. Ob das wohl alles mit der Ellingham-Affäre zusammenhängt? Stevie ist überzeugt davon und beginnt zu ermitteln...

Ich lag mit meiner Vermutung goldrichtig, dass mir„Ellingham Academy“ gefallen wird. Ich fand das Buch echt klasse, warum nur gibt es den zweiten Band noch nicht? So schade, am liebsten hätte ich sofort weitergelesen. Auf die Fortsetzung werde ich mich wohl aber leider noch ein Weilchen gedulden müssen, schnief.

Mich konnte die Handlung sofort in ihren Bann ziehen und mich dann auch durchweg fesseln.
Ich habe hier ziemlich genau das zu lesen bekommen, was ich mir erhofft habe: Eine spannende, witzige und zum Miträsteln einladende Krimigeschichte, versehen mit sehr viel Charme und einem Hauch Romantik. Was eines meiner Highlights war, ist der Schauplatz. Da sag ich nur: Kopfkino pur. Mir haben die Beschreibungen des Internats unheimlich gut gefallen. Ich konnte mir von allem ein ganz genaues Bild machen und wäre beim Lesen nur zu gerne in das Buch hineingekrochen, um mir die Ellingham Academy mal selbst anzuschauen. Leider ist das Reisen in Bücher nicht möglich, aber ein Trost war die Karte vorne im Buch, welche das Ellingham Gelände zeigt. Die Karte ist einfach toll, ich liebe ja Kartenillustrationen in Büchern und freue mich jedes Mal riesig, wenn ich entdecke, dass Bücher mit solchen versehen wurden.

Was mich hier ebenfalls hellauf begeistern konnte, ist der Handlungsbau. Er ist ein Mix aus der Jetzt-Zeit und der Vergangenheit plus kleinen Einschüben, die aus Zeitungsberichten oder Verhörprotokollen bestehen. Ich fand diese Erzählweise einfach nur genial. Sie macht das Lesen herrlich abwechslungsreich und richtig spannend, sodass ich hier immerzu am Mitfiebern war. Selbst die etwas ruhigeren Szenen habe ich als packend empfunden.

Nachdem es zu einem Mord kommt, ist von ruhigen Szenen allerdings keine Rede mehr. Miträtseln ist hier wirklich Programm und wer so etwas mag, der wird in diesem Buch ganz auf seine Kosten kommen. Ich liebe dieses Herumtappen im Dunklen und das ständige Aufstellen und Verwerfen von Theorien während des Lesens, daher war mein Lesespaß hier wirklich perfekt. Wenn einem dann noch die Charaktere gefallen, ist das Lesen nur noch schöner.

Die Protagonistin Stevie war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist clever, ein absoluter Fan von Sherlock Holmes und Agatha Christie, sie liebt das Rätselhafte und Geheimnisvolle und ihr größter Traum ist es, eine erfolgreiche Detektivin zu werden. All diese Eigenschaften haben mir sehr gefallen und was Stevie für mich nur noch interessanter und auch authentischer gemacht hat, ist ihre Angststörung und ihre soziale Unsicherheit. Ich habe Stevie während des Lesens wirklich sehr liebgewonnen und sie bei ihren Ermittlungen im Fall Ellingham nur zu gerne begleitet.

Auch die Ausarbeitung der anderen Charaktere hat mir sehr gefallen, wie zum Beispiel die von Stevies neuen Mitschülern.
Jeder der Jugendlichen, der auf die Ellingham Academy geht, besitzt ein außergewöhnliches Hobby, in welchem er oder sie richtig gut, ja, sogar begabt ist. Diese Idee fand ich klasse, ein Internat, auf welchem nur die 50 begabtesten Schüler des Landes zur Schule gehen dürfen. Auf so eine Schule wäre ich als Teenie vermutlich auch nur zu gerne gegangen. Meine Chancen, angenommen zu werden, hätten aber wahrscheinlich nicht allzu gut gestanden. So ein richtiges Talent besitze ich leider nicht, zumindest nicht, das ich wüsste. :D
Schriftsteller, Schauspieler, Musiker, künstlerisch begabte, Detektive (also Stevie) – die Ellingham Academy beherbergt wirklich die verschiedensten Schüler mit den unterschiedlichsten Talenten.

Als Leser dürfen wir so einige von Stevies neuen Mitschülern kennenlernen. Da waren mir nicht alle sympathisch, aber alle haben sie ihren Charme und sie sind definitiv ziemlich abseits des Mainstreams. Einige sind schon etwas schräg drauf, sodass ich hier auch eine Menge zum Schmunzeln hatte.

Die Charaktere, die uns in der Vergangenheit begegnen, konnten mich ebenfalls überzeugen. Man bekommt es in dem Buch wirklich mit so einigen Charakteren zu tun, aber man behält dennoch die ganze Zeit über den Überblick. Zumindest mir ist das gelungen, wobei ich eine Figuren-Auflistung vorne im Buch dennoch gar nicht so schlecht gefunden hätte.

Was ich persönlich sehr gut fand, ist, dass die Autorin ein bisschen Liebesgeschichte mit eingebaut hat, diese aber nur recht wenig Raum einnimmt. Das Augenmerk der Handlung liegt eindeutig auf der Aufklärung der Ellingham-Affäre. Stevie träumt schon seit längerem davon, diesen ungeklärten Fall zu lüften und weiß mittlerweile so gut wie alles darüber. Aber weiß sie auch genug? Wird ihr großer Spürsinn ausreichen, um den Fall erfolgreich zu lösen? Wird sie einer Leiche begegnen? Eine Leiche finden, das ist auch ein großer Wunsch von Stevie. Nun, der wird ihr erfüllt werden, denn es wird an der Ellingham Academy zu einem Mord kommen. Stevie ist sich sicher, dass dieser etwas mit dem Ellingham-Verbrechen zu tun. Ob sie wohl damit richtig liegt? Und was geschah denn nun eigentlich mit Alice, der Tochter des Schulgründers der Ellingham Academy? Tja, das werde ich hier natürlich nicht verraten. Vielleicht kenne ich die Antwort ja auch gar nicht, wer weiß? Ich kann euch nur so viel verraten, dass das Ende recht offen ist. Es handelt sich hier ja schließlich um einen Trilogieauftakt, natürlich wird da nicht alles aufgeklärt. Das wäre ja langweilig. ;)
Ich jedenfalls kann es wirklich kaum noch abwarten, endlich zu erfahren, wie es in der Ellingham Academy weitergehen wird.

Fazit: Ein absolut gelungener Trilogieauftakt, der große Lust auf mehr macht! Mir hat der erste Band von „Ellingham Academy“ richtig gut gefallen. Das Buch enthält einen tollen Mix aus Detektivgeschichte, Teenieroman, Mystery, Spannung und Humor, welcher einen durchweg mitfiebern lässt und Detektiv- und Rätselfreunde ganz auf ihre Kosten kommen lassen wird. Eines meiner persönlichen Highlights war das Setting. Die Beschreibungen des Internats schaffen eine ganz besondere Atmosphäre und lösen in uns Lesern ein richtiges Kopfkino aus. Ich kann „Ellingham Academy – Was geschah mit Alice?“ wärmstens empfehlen, Jugendlichen wie Erwachsenen, und vergebe 5 von 5 Sternen!