Cover-Bild Ellingham Academy - Was geschah mit Alice?

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

18,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Loewe
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 11.02.2019
  • ISBN: 9783743202061
  • Empfohlenes Alter: ab 13 Jahren
Maureen Johnson

Ellingham Academy - Was geschah mit Alice?

Sandra Knuffinke (Übersetzer), Jessika Komina (Übersetzer)

Willkommen in der Ellingham Academy!
Versteckt in den Bergen Vermonts ist die Privatschule der ideale Ort für die begabtesten Schüler des Landes – Bestsellerautoren, YouTube-Stars, Künstler, Erfinder. Doch das Internat umgibt eine tragische Geschichte. Vor mehr als 80 Jahren wurden Frau und Tochter des Schulgründers entführt. Genau deshalb wird Stevie Bell an der Akademie aufgenommen: Sie soll die bisher ungeklärte Ellingham-Affäre lösen.
Und schon bald erhält sie eine mysteriöse Botschaft, die einen Mord ankündigt. Als ein Schüler kurz darauf tot aufgefunden wird, ist Stevie überzeugt, dass es einen Zusammenhang zwischen diesem Todesfall und den Verbrechen aus der Vergangenheit gibt.

Stevie Bell ist großer Fan von Sherlock Holmes und Agatha Christie. Aber noch viel mehr begeistern sie reale Kriminalfälle – wie die bisher ungelöste Ellingham-Affäre. Als Schülerin der exklusiven Ellingham Academy kann sie endlich selbst am Schauplatz der legendären Entführung ermitteln. Doch als ein Mitschüler ums Leben kommt, muss Stevie nicht nur das Verbrechen von damals aufklären.

Vor atmosphärischer Internatskulisse erzählt Bestsellerautorin Maureen Johnson eine spannende Geschichte von Mord und Mystery, die vor Charme, Witz und zarter Romantik sprüht. Ein moderner Kriminalroman für Mädchen ab 13 Jahren.

Was geschah mit Alice? ist der erste Band der Ellingham Academy-Trilogie.

„Ein kunstvoller und komplexer Roman, den man unbedingt lesen sollte!“
John Green, Autor von Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 14 Regalen.
  • 1 Mitglied liest dieses Buch aktuell.
  • 7 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2019

Mörderisches Rätselraten

0

In dem Buch "Ellingham Academy - Was geschah mit Alice?" von Maureen Johnson geht es um den ungelösten Mordfall an drei Menschen, der sich im Jahre 1936 an der Eliteschule Ellingham Academy in Vermont ...

In dem Buch "Ellingham Academy - Was geschah mit Alice?" von Maureen Johnson geht es um den ungelösten Mordfall an drei Menschen, der sich im Jahre 1936 an der Eliteschule Ellingham Academy in Vermont ereignete und einen aktuellen Todesfall an der Ellingham Academy.
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. So erfährt der Leser aus der Sicht der Schülerin Dottie etwas von den Ereignissen und in Berichten über Albert Ellingham und die Entführer und durch polizeiliche Vernehmungsprotokolle einiger involvierter Personen. Zwischendurch lernen wir Stevie Bell kennen, die aufgrund ihres großen Interesses an dem Fall und ihres großen Wissens daüber an der Eliteschule aufgenommen wird. SIe hat alle verfügbaren Bücher und Akten über den Fall gelesen und studiert und brennt darauf sich nun vor Ort selbst ein Bild machen zu können. Mit ihr gibt es noch ein paar Neuankömmlinge aus ganz anderen Fachgebieten und zu den Mitbewohnern ihres Hauses zählen auch einige ältere Schüler, die bereits im zweiten Jahr dort sind. Eine bunt gemsichte Truppe Schüler und Lehrer, bei denen es nicht ganz ohne Spannungen abgeht. Bei einem Projekt, dass Stevie mit ein paar Mitschülern durchführt geht ihr sehnlichster Wunsch, einmal eine Leiche zu entdecken, in Erfüllung. Natürlich hatte sie sich das so nicht vorgestellt und das Ziel des Projektes, dem Kriminalfall ein menschliches Gesicht zu geben, wird auf eine grausame und erschreckende Art und Weise erreicht.
Da alles relativ ausführlich beschrieben wird und man ja auch noch den zweiten Erzählstrang zu den vergangenen Mordfällen hat, gibt es sehr viele offene Fragen. Stevie besitzt eine ausgezeichnete Beobachtungs- und Kombinationsgabe und so fügt sich Puzzleteil an Puzzleteil, doch leider kommt man nicht so richtig voran mit der Lösung. Viel zu schnell ist der erste Teil zuende und auf die Untertitelgebende Frage: Was geschah mit Alice? bekommt man gar keine Antwort.
Mir hat das Buch trotzdem sehr gut gefallen, da es mich sehr neugierig auf den ganzen Fall gemacht hat und ich viele Stellen mehrmals gelesen und nach Hinweisen untersucht habe und sehr viel Spaß dabei hatte. Zum Glück gibt es den zweiten Teil schon auf englisch, so dass ich weiterrätseln kann. Wer kein Problem hat mit offenen Enden und ungelösten Kriminalfällen findet hier auf jeden Fall ein gutes Lese- und Rätselvergnügen.

Veröffentlicht am 05.03.2019

Netter Jugendkrimi, der erst zur Hälfte hin Fahrt aufnimmt

0

ACHTUNG: Diese Rezension hat kleine Spoiler, die das Ende betreffen ohne dabei ins Detail zu gehen. Aber ich möchte darauf eingehen, um meine Bewertung erklären zu können und warum ich diese Reihe wohl ...

ACHTUNG: Diese Rezension hat kleine Spoiler, die das Ende betreffen ohne dabei ins Detail zu gehen. Aber ich möchte darauf eingehen, um meine Bewertung erklären zu können und warum ich diese Reihe wohl nicht weiter verfolgen werde.


Maureen Johnsons Ellingham Academy – Was geschah mit Alice? ist der Auftakt einer Jugendkrimi-Trilogie und mein erstes Buch der Autorin. Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde auf lovelybooks.de lesen und bedanke mich herzlich dafür. Maureen Johnsons Schreibstil ist locker-leicht, eingängig und unterhaltsam. Er entspricht dem jugendlichen Zielpublikum und dem Alter der Protagonisten. Die Orte, allen voran die Akademie, werden lebhaft und detailreich beschrieben und eine Karte zu Beginn des Buches erleichtert es, sich die Szenerie vorzustellen.

Stevie Bell als Hauptcharakter mochte ich gerne, sie ist clever, hartnäckig und hat einen enormen Spürsinn, kombiniert, beobachtet, hinterfragt. Alles Eigenschaften, die sie zu einer guten Detektivin machen und ihr helfen, ihren Vorbildern nachzueifern: Hercule Poirot und Sherlock Holmes. Sie ist von der Autorin gut beschrieben, hat aber leider wenig Tiefgang und ihr Innerstes bleibt dem Leser weitgehend verborgen. Nichtsdestotrotz folgte ich Stevie gerne, mochte ihren Witz und ihre scharfe Zunge. Sie ist fasziniert von der Ellingham-Affäre, welche sich 1936 auf dem Anwesen der Akademie zugetragen hat und packt die Gelegenheit beim Schopfe, auf der Akademie aufgenommen zu werden. Und das gegen den Wunsch ihrer Eltern, konservative Parteitreue eines laut Stevie „..rassistischen und faschistischen Arschlochs..“ (S. 346). Auf der Schule selbst lernen wir als Leser viele Personen kennen, ich kann aber zu keiner eine wirkliche Verbindung aufbauen. Sie bleiben blaß und oberflächlich, auch wenn durch Exzentrik der Charakterzeichnung versucht wird, einige Personen hervorstechen zu lassen. Das finde ich sehr schade, denn vor allem Ellie und Nate hätten sehr viel mehr Potential gehabt und eigentlich dient ja ein erster Teil auch dazu, die Charaktere eingehend vorzustellen, oder? Eine kleine Liebesgeschichte, die sich die Autorin meiner Meinung nach hätte sparen können, kommt aus dem Nichts zustande und weckt bei mir keinerlei Gefühle. Das finde ich schade, denn ich liebe derartige Szenen und das Kribbeln, das dadurch erzeugt werden kann.

Neben Stevies Handlungsstrang in der Gegenwart erfahren wir durch Rückblenden, Interviews und Zeitungsberichte nach und nach, was sich 1936 zugetragen hat. Diese Beschreibungen fand ich zu Beginn verwirrend und undurchsichtig und war froh, dass diese ab ca. der Hälfte des Buches reduziert und endlich mal übersichtlich zusammengefasst wurde, was passiert ist. Ab diesem Punkt nimmt auch die Geschichte in der Gegenwart Fahrt auf: eine mysteriöse Botschaft, ein ungeklärter Todesfall und Stevie in Aktion machen diese zweite Buchhälfte lesenswert und spannend. Vorher war Spannung für mich nämlich leider nicht vorhanden. Das mag allerdings dem Umstand geschuldet sein, dass ich eine alte Krimileserin bin und mir diese jugendliche Light-Version eines Krimis einfach zu lasch war.

Das Ende dieses ersten Teils ist leider auch sehr unglücklich gewählt und zumindest der deutsche Untertitel irreführend; denn was mir Alice wirklich geschah, wird nicht vollends geklärt. Das scheint in Hinblick auf zwei Folgebände clever von der Autorin gelöst zu sein, nervt mich aber tierisch, da auch der Todesfall in der Gegenwart nicht zufriedenstellend aufgelöst wird. Das geht für mich leider gar nicht. Ich bin es von vielen Krimireihen gewöhnt, dass sich ein übergeordneter Fall über mehrere Bände zieht und ein Fall tatsächlich im Laufe eines Buches auflöst. Aber dass beide Fälle so in der Schwebe bleiben, gefällt mir nicht.

Mein Fazit: ein netter Krimi, der wohl tatsächlich mehr für Jugendliche geeignet ist. Die Charaktere bleiben leider größtenteils blaß und sind nicht sehr tiefgehend beschrieben. Die Geschichte nimmt erst ab ca. der Hälfte Fahrt auf und endet mit vielen offenen Fragen und einer Art Cliffhanger, der im Grunde nichts mit den eigentlichen Fällen zu tun hat und deshalb für mich nicht so passt. Auch wenn ich Stevie wirklich mochte, werde ich die Reihe wohl nicht weiterverfolgen. 3 Sterne.

Veröffentlicht am 03.03.2019

Spannender Jugendkrimi

0

"Ellingham Academy - Was geschah mit Alice?" ist ein spannender Jugendkrimi und Auftakt eines Mehrteilers oder einer Reihe von Maureen Johnson.

Die junge Stevie hat eines mit ihren neuen Mitschülern an ...

"Ellingham Academy - Was geschah mit Alice?" ist ein spannender Jugendkrimi und Auftakt eines Mehrteilers oder einer Reihe von Maureen Johnson.

Die junge Stevie hat eines mit ihren neuen Mitschülern an der Ellingham Academy gemeinsam: Sie ist etwas besonderes: Sie ist besessen von Kriminalistik, besonders von Morden und möchte unbedingt selbst einmal in einem waschechten Mordfall ermitteln. Dass sich ihr Wunsch schon im ersten Schuljahr erfüllt, hätte sie wohl nicht gedacht.
Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler an der Ellingham sind Künstler, Schriftsteller, Youtube-Stars, Mechaniker und Tüftler und vieles mehr. Sie alle werden an dieser Akademie für Hochbegabte unterrichtet und genau nach ihren Begabungen gefördert. Dabei hat die Schule aber ein düsteres Geheimnis: Vor 80 Jahren wurden die Frau und die Tochter des Gründers entführt und trotz der vielen Lösegeldzahlungen wurden nur die Leiche der Frau und die einer Schülerin, die zufällig hineingezogen wurde gefunden. Die Leiche oder die lebende Tochter wurden nie gefunden und auch der Fall nie wirklich aufgeklärt. Klar, dass Stevie Expertin für dieses Verbrechen ist und alles daran setzen will, es zu aufzuklären. Doch dann kommt alles ganz anders: Als ein Mitschüler stirbt und die Polizei von einem Unfall ausgeht, ist nur Stevie klar, dass es sich um Mord handelt und sie hat nun ihren ganz eigenen Fall zu lösen.

Das Jugendbuch ist spannend geschrieben, die Figuren sind alle etwas exzentrisch, aber jeder auf seine Art und man kann sich gut in die einzelnen Persönlichkeiten hineinversetzen. Die Erzählabschnitte in der modernen Zeit, rund um Stevie und ihre Freunde wechseln sich ab, mit Erzählabschnitten und Verhörprotokollen rund um die Entführung und die Ermittlungen vor 80 Jahren. Wir als Leser haben das Gefühl, etwas mehr zu wissen, als Stevie, aber auch wir wissen nichts.

Achtung Spoiler:
Insgesamt fand ich die ganze Geschichte in sich stimmig und sehr spannend, aber am kommt keiner der beiden Fälle zu einem Abschluss, sondern das Buch endet sehr plötzlich, genau nach wilden Anschludigungen und dem Fund eines sehr wichtigen Hinweises. Zack - aus. Und dann: Fortsetzung folgt...
------

Das Jugendbuch hätte so, wie es geschrieben ist, eigentlich fünf Sterne verdient, aber ein offenes Ende ist in meinen Augen für einen Krimi ein absolutes No-go und ein unnötig reißerischer Cliffhanger. Das hätte wirklich nicht sein müssen. Deswegen gibt es von mir leider nur vier Sterne.

Veröffentlicht am 02.03.2019

Jede Menge Rätsel ...

0

Ellingham Academy – Was geschah mit Alice? von Maureen Johnson
erschienen bei Loewe

Zum Inhalt

Versteckt in den Bergen Vermonts ist die Privatschule der ideale Ort für die begabtesten Schüler des Landes ...

Ellingham Academy – Was geschah mit Alice? von Maureen Johnson
erschienen bei Loewe

Zum Inhalt

Versteckt in den Bergen Vermonts ist die Privatschule der ideale Ort für die begabtesten Schüler des Landes – Bestsellerautoren, YouTube-Stars, Künstler, Erfinder. Doch das Internat umgibt eine tragische Geschichte. Vor mehr als 80 Jahren wurden Frau und Tochter des Schulgründers entführt. Genau deshalb wird Stevie Bell an der Akademie aufgenommen: Sie soll die bisher ungeklärte Ellingham-Affäre lösen.
Und schon bald erhält sie eine mysteriöse Botschaft, die einen Mord ankündigt. Als ein Schüler kurz darauf tot aufgefunden wird, ist Stevie überzeugt, dass es einen Zusammenhang zwischen diesem Todesfall und den Verbrechen aus der Vergangenheit gibt.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Dies ist der Auftaktband zu einer Trilogie, die in der dritten Person geschildert wird. Das Cover passt gut zu dem geheimnisvollen Titel und dem Verbrechen, das bislang noch nicht geklärt wurde.

Mir persönlich haben die (leider spärlich gesäten) Abschnitte von 1936 besser gefallen als die Gegenwart. Es löste in mir beim Lesen einfach ein ganz besonderes Gefühl aus und die Atmosphäre war dementsprechend mysteriös.
Die Idee hinter dem Schulkonzept fand ich klasse – wo werden unsere Kids heutzutage einfach mal wegen ihrer Besonderheiten oder ihrer Neigungen gefördert? Es wird auch bei uns schon vieles möglich gemacht, aber das sprach mich ganz besonders an. In der Ellingham Academy erhält jeder Schüler einen individuellen Stundenplan. Und dazu ist das Internat auch noch für die Eltern kostenlos – ein echter Traum!
Die Lage des Internats fand ich sehr schön gewählt. Auch dies löste eine besondere Atmosphäre aus und erinnerte mich an die mehrbändige Reihe Das Tal.
Stevie mochte ich eigentlich recht gerne, mir gefiel auch ihr „Talent“ – sie löst gerne Rätsel und hat Agatha Christie und Sherlock Holmes als Vorbilder. Sie muss zu einem späteren Zeitpunkt auch tatsächlich etwas ermitteln, was sie – meiner Meinung nach – auch gut gemacht hat. Trotzdem fand ich das Mädchen immer etwas zurückhaltend, ihre Beobachtungsgabe aber phänomenal. Ich hatte zwischendurch öfter das Gefühl, beim Lesen ausgebremst zu werden. Näher kann ich es nicht beschreiben, es war einfach kein einheitlicher Lesefluss da. Fand ich sehr schade.
Die Nebenfiguren blieben die Story über relativ blass. Ihre Charaktereigenschaften wurden lediglich angerissen und manche Handlungsweisen wirkten total überzeichnet. Von ihren Begabungen her konnte ich mich am ehesten mit Stevie identifizieren, da ich auch Rätsel aller Art liebe. Und davon gibt es hier jede Menge …

Stevie fürchtete sich nicht vor den Toten. Die Lebenden hingegen jagten ihr manchmal eine Heidenangst ein.
Seite 176

Maureen Johnson hat mir mit ihrem Auftaktband viele Rätsel vor die Nase gesetzt. Ich möchte sogar behaupten, dass es am Ende von Band 1 sogar noch mehr waren als zu Anfang … Ganz glücklich bin ich mit dem Ausgang der Story nicht, weil ich wenigstens eine Teilauflösung erwartet hatte. Ansonsten gefiel mir der Schreibstil recht gut und auch mit der Protagonistin fühlte ich mich ganz wohl. Einige Handlungsweisen konnte ich nicht nachvollziehen und fand manche Textpassagen zu sprunghaft. Ich hatte manchmal das Gefühl, etwas überlesen zu haben. Die Idee zu diesem besonderen Internat und auch das Enträtseln des „alten Falles“ fand ich klasse. Mir gefielen besonders die Rückblicke ins Jahr 1936 und die damit verbundenen Vernehmungsprotokolle. Es ist so ein Buch, das mich etwas zwiegespalten zurücklässt. Aber im Hinblick auf eine Trilogie und die große Hoffnung, dass sich wenigstens einiges in Band 2 klärt, vergebe ich an dieser Stelle doch noch 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Die Reihe

Ellingham Academy – Was geschah mit Alice?
The Vanishing Stair (Originalausgabe)


Zum Autor

Maureen Johnson hat ihren Abschluss an der Columbia University gemacht und ist New York Times-Bestsellerautorin von mehreren Jugendbüchern. Neben ihrer Trilogie Die Schatten von London ist sie vor allem durch die gemeinsamen Projekte Tage wie diese mit John Green und Die Chroniken des Magnus Bane mit Cassandra Clare bekannt geworden. Das Time Magazine hat sie unter die 140 Leute gewählt, denen man auf Twitter folgen sollte. Was geschah mit Alice? ist der erste Band der Ellingham Academy-Trilogie.

WERBUNG
Nachfolgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

ab 13 Jahren
464 Seiten
übersetzt von Sandra Knuffinke/Jessika Komina
ISBN 978-3-7432-0206-1
Preis: 18,95 Euro
erschienen bei https://www.loewe-verlag.de
https://www.loewe-verlag.de/titel-1-1/ellinghamacademywasgeschahmit_alice-9030/

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag und www.lovelybooks.de für die Bereitstellung dieses Exemplars und die interessante Leserunde bedanken!

Veröffentlicht am 19.02.2019

Genial durchdacht!

0

Bei Schulen werde ich immer schwach. Egal ob in Verbindung mit Magie oder wie hier als Jugendthriller, beides hat seinen Reiz, und ich liebe eine smarte Story, bei der ich selbst miträtseln kann.

Die ...

Bei Schulen werde ich immer schwach. Egal ob in Verbindung mit Magie oder wie hier als Jugendthriller, beides hat seinen Reiz, und ich liebe eine smarte Story, bei der ich selbst miträtseln kann.

Die Geschichte beginnt in der Vergangenheit und wird auch durchwegs aus zwei Sichtweisen erzählt. Das fand ich sehr interessant, weil man so noch einen tieferen Blick ins Geschehen werfen kann und langsam an alles herangeführt wird. Das gibt jede Menge Zeit zum Miträtseln und genau das liebe ich ja so.

In der Gegenwart lernen wir zunächst Stevie kennen und sie ist mal so gar kein typischer Teenager. Aber wie man schnell merkt, ist die Ellingham Academy nun mal auch keine normale Schule. Ich mochte Stevie total und war stellenweise gleich richtig fasziniert von ihr. Sie hat einen messerscharfen Verstand, und das hat die Autorin toll rüber gebracht, zumindest anfangs. Im Laufe der Geschichte gab es dann im Mittelteil immer wieder Längen, da war ich stellenweise etwas genervt von ihr. Hier hat sich die Autorin auch ein bisschen zu sehr bei den einzelnen Charakteren verloren für meinen Geschmack. Da hätte ich mir etwas mehr Ermitteln gewünscht. Aber andererseits gehört das bei einem Jugendbuch ja dazu und es war trotzdem unterhaltsam.

Die Schule selbst wird in allen Details und ausführlich beschrieben, ich fand dieses Setting total genial und konnte es mir super vorstellen.
Der Schreibstil wechselt zwischen leichter und angenehmer Jugendsprache und ist dann aber auch wieder anspruchsvoll zum Mitdenken. Ich fand es toll und die Seiten sind nur so verflogen. Man hat keine Ahnung, wer dahinter steckt, die ganzen Hintergründe, was als nächstes passiert, das war wirklich grandios gemeistert.

Neben Stevie haben wir auch noch jede Menge andere spezielle Charaktere. Ich fand sie alle sehr authentisch und es hat Spaß gemacht, diese nach und nach besser kennenzulernen. Zum Teil sind sie schon skurril und man muss sie nicht alle mögen, aber genau das mag ich ja. David fand ich von Anfang an toll. Er ist einer dieser Typen, die nicht durchschaubar sind, und ich bin sehr gespannt, wo das noch hinführen wird.

Da es sich ja um eine Trilogie handelt, blieben natürlich unzählige Fragen offen, aber die Autorin schafft es hervorragend zu verwirren, zwischen allem einen Zusammenhang zu schaffen, den man gerne durchschauen möchte, aber absolut nicht dahinter kommt. Das ist geradezu perfekt gemacht. Ich hatte bzw. habe null Ahnung, wie es weitergehen wird, oder wem man trauen kann und wem nicht. Am Ende gab es aber auf jeden Fall noch eine ziemliche Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hätte und auch hier bin ich gespannt, wie das am Ende zum Rest passen wird.

Fazit
Ellingham Academy hat auf jeden Fall eine Sogwirkung. Es handelt sich um einen Jugendthriller, aber auch der Alltag der Jugendlichen wird detailliert dargestellt und durchleuchtet. Nach meiner anfänglichen Faszination und Begeisterung, hat die Autorin im Mittelteil meiner Meinung nach den Fokus um die Ermittlungen ein klein wenig verloren, aber es war trotzdem spannend und faszinierend. Es war zu keiner Zeit langweilig, man konnte super viel Miträtseln und kann absolut nichts durchschauen, also ziemlich genial. Das Gesamtpaket ist auch dank genialem Setting und tollem Schreibstil, absolut gelungen, und ich freue mich total auf die Fortsetzung. Von mir gibt es 4,5 Sterne, 5 auf den gängigen Portalen.