Cover-Bild Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe

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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 208
  • Ersterscheinung: 15.01.2019
  • ISBN: 9783522185004
Michael Ende, Wieland Freund

Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe

Regina Kehn (Illustrator)

Knirps ist überzeugt, dass ein echter Raubritter in ihm steckt. Deshalb will er unbedingt beim berüchtigten Rodrigo Raubein in die Lehre gehen! Doch der fordert zunächst eine Mutprobe. Als Knirps auf die Kutsche von Prinzession Flip stößt, sieht er seine Chance gekommen. Kann es etwas Gefährlicheres geben als einen Prinzessinnenraub? Noch ahnt er nicht, dass auch der mächtige Zauberer Rabanus Rochus und sein Drache es auf sie abgesehen haben.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2019

Anwärter ein Klassiker zu werden!

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Ein neues Buch von Michael Ende! Wie kann das sein? Im Nachlass gab es ein begonnenes Buch, die ersten 3 Kapitel existierten schon. Nun hat Wieland Freund es zu Ende geschrieben.

Was für eine tolle Idee ...

Ein neues Buch von Michael Ende! Wie kann das sein? Im Nachlass gab es ein begonnenes Buch, die ersten 3 Kapitel existierten schon. Nun hat Wieland Freund es zu Ende geschrieben.

Was für eine tolle Idee und aus unserer Sicht ist gelungen! Beim Vorlesen habe ich kaum den Bruch in der Sprache wahrgenommen, natürlich weiß man welche Kapitel von Michael Ende sind und welche von Wieland Freund, aber es passt!

„Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe“ ist eine märchenhafte Erzählung in der es alle Elemente gibt einer klassisch mystischen und spannenden Geschichte des Mittelalters. Wir treffen eine Prinzessin, einen Raubritter, einen Zauberer und einen Drachen. Was will man mehr?

Knirps, der Sohn von Puppenspielern reißt aus und will Raubritter werden durch eine Lehre beim bekannte Rodrigo Raubein. Dieser Raubritter täuscht alle über seine eignen Ängste und Unsicherheiten hinweg und treibt Knirps in eine Mutprobe. Wunderbar wie die Brücke von dieser Geschichte zu den Puppen der Puppenspieler geschlagen wird. Knirps der so gerne die Abenteuer erleben will, die seine Eltern spielen, ist nun mittendrin und beweist Mut und Stärke.

Sprachlich toll erzählt, weder zu ausschweifend, aber mit einem nötigen Detailgrad um die Stimmung und das Ambiente rüber zu bringen, lesen wir uns hier herrlich durch die Abenteuer von Knirps. Meine Altersempfehlung liegt bei mindestens 6 Jahren (wie vom Verlag angegeben), ein Buch das sich sehr gut in der Grundschulzeit vorlesen lässt und noch spannend ist selbst in der 4. Klasse zu lesen! Definitiv sollten empfindliche Kinder das Buch nicht all zu früh hören/lesen, da es verschrecken könnte durch gruselige Elemente. Das Ausreißen gleich zu Beginn und die Täuschungen des Raubritters können zarte Gemüter irritieren.

Erwähnenswert sind auch die super tollen Illustrationen, von denen es einige im Buch gibt. Regina Kehn schafft es die Stimmung auf den Bildern zu illustrieren, man könnte fast glauben auch diese seien aus einer anderen Zeit. Sehr sehr gelungen.

Fazit: Ich würde mich nicht wundern, wenn dieses Buch bei meinen Kindern, wenn sie mal groß sind zum „Klassiker-Kanon“ zählt! Und auch wenn die Geschichte weit weg ist von der alltäglichen Kindheit unserer eigenen Zwerge, oder gerade deshalb (!), lieben es meine Kinder sich vorzustellen selbst der mutige Knirps zu sein.

Veröffentlicht am 23.02.2019

Es war einmal...

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Wenn man den Namen Michael Ende liest, dann kommen direkt wunderschöne Kindheitserinnerungen hoch.
Wieland Freund hat das gemeinsame Buch zu Ende geschrieben, dazu kam man nur sagen, ich finde es sehr ...

Wenn man den Namen Michael Ende liest, dann kommen direkt wunderschöne Kindheitserinnerungen hoch.
Wieland Freund hat das gemeinsame Buch zu Ende geschrieben, dazu kam man nur sagen, ich finde es sehr wundervoll und ich glaube auch, dass es im Sinne von Michael Ende war.
Für mich war es wirklich toll, erstmal wenn man das Buch aufschlägt, dann hatte ich direkt das Gefühl ein Märchenbuch in der Hand zu halten. Wunderschöne Zeichnung, eine wirklich sehr schöne Schriftgröße, nicht allzu große Kapitel, da empfand ich die Verpackung der Geschichte schon absolut bewundernswert.
Worum geht es…
Knirps ist der Sohn einer Schaustellerfamilie bzw. eines Puppenspielers. Sie reisen quer durch das Land, aber in Knirps schummelt ein Traum und dieser ist nicht in die Tradition seines Vaters zu treten. Er möchte es gerne Tollkühnes tun, mehr aus seinem Leben machen, er will ein Raubritter werden so wie sein Vorbild Rodrigo Raubein. Kurzum er türmt über Nacht und macht sich auf die Suche nach der Schauderburg, um seinen Traum ein Stück näher zu kommen. Um ein Raubritter zu werden muss er aber erstmal sich als Knappe beweisen, dazu muss er sich einige Prüfungen stellen.
Man begleitet Knrips auf seine Abenteuer zur Schauderburg, dort angekommen ist der Ritter so gar nicht begeistert von dem kleinen Jungen vor seiner Türe. Da er weder Lust noch Zeit hat den Babysitter für Knips zu spielen, aber Raubein lässt sich was einfallen. Knirps soll sich einer großen Herausforderung stellen und dann würde er vielleicht… aber mehr möchte ich hier auch nicht verraten.
Das Buch eignet sich sehr gut zum Vorlesen, man kann es gut Kinder ab 5 Jahren vorlesen. Für Erstleser finde ich es schwierig, da ich es zu viel finde auf einer Seite, sowas kippt bei Kindern immer schnell. Die Schriftgröße hingegen ist ok, aber vielleicht kann man so ab 8 oder 9 Jahre Die Kids das lesen lassen. Aber Vorsicht, denn nach dem 3. Kapitel wird es etwas schwieriger, da dort die Geschichte bzw. der Teil von Michael Ende endet und Wieland Freund weiterschreibt und er doch ein wenig anders alles formuliert.

Veröffentlicht am 23.02.2019

Die rundum gelungene Vollendung eines Michael-Ende-Fragments

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Es erfordert Mut, das Romanfragment eines weltbekannten Autors zu vollenden. Der Verlag Thienemann, dem die ersten drei Kapitel Michael Endes (1929 - 1995) zu diesem Buch vorlagen, hat mit dem Kinderbuchautor ...

Es erfordert Mut, das Romanfragment eines weltbekannten Autors zu vollenden. Der Verlag Thienemann, dem die ersten drei Kapitel Michael Endes (1929 - 1995) zu diesem Buch vorlagen, hat mit dem Kinderbuchautor Wieland Freund eine hervorragende Wahl getroffen. Herausgekommen ist mit "Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe" ein wunderschönes, zeitloses, fantasievolles Vorlesebuch für Kinder ab sechs Jahren, das für Zuhörer und Vorlesern gleichermaßen eine große Freude ist. Einen Bruch habe ich nicht bemerkt, vielmehr werden alle Möglichkeiten der ersten Kapitel konsequent genutzt und die Handlung stimmig weitergeführt. Selbst die neu hinzugekommenen Figuren sind in den Anfangskapiteln bereits als Marionetten vorhanden.

Was wird aus einem Jungen, der nicht weiß, was Angst ist, und der den Unterschied zwischen Gut und Böse nicht kennt? Er kann nicht erwachsen werden, das ist heute so, und das war auch im finsteren Mittelalter so, zu der Zeit, in der die Geschichte spielt. Hastrubel Anaximander Chrysostomos Dick, genannt Knirps, beschließt deshalb, sich vom berüchtigten Raubritter Rodrigo Raubein das Fürchten lehren zu lassen. Eines Nachts reißt er aus dem Wagen seiner braven Puppenspieler-Eltern aus. Er ahnt nicht, dass Rodrigo Raubein keineswegs der ist, als der er scheinen will, denn: „Er hatte das Aussehen eines bösen Fleischerhundes und die Seele eines Gänseblümchens.“ Als Knirps in der Schauderburg auf dem Haarzuberg im Bangwald ankommt und Rodigo Raubein um eine Anstellung als Knappe bittet, hat der Gemüse und Kakteen züchtende Raubritter wider Willen Angst um seine sorgsam gepflegte Tarnung und schickt ihn erst einmal in die weite Welt, wo er als Probe seiner Fähigkeiten ein gefährliches Verbrechen begehen soll. Wild entschlossen zieht Knirps los...

Aus diesen drei hinterlassenen Ende-Kapiteln hat Wieland Freund – sozusagen als Geschenk zu Michael Endes 90. Geburtstag – eine spannende Abenteuergeschichte gemacht mit einem ängstlichen Puppenspieler-Elternpaar, einer pfiffigen Prinzessin, einem melancholischen König, einem bitterbösen, machtgierigen Zauberer, einem einfältigen Drachen und natürlich den beiden Protagonisten. Ein kluger Papagei namens Sokrates begleitet das Geschehen und versucht, aus einem alten Geschichtenbuch den Fortgang des Abenteuers zu entnehmen, um Knirps an einer späteren Stelle der Handlung abzupassen, eine erzähltechnisch ausgesprochen witzige Idee. Daneben gibt es eine zweite Ebene, in der es um Wahrheit und Lüge, Mut und Angst und darum geht, wie man zu einem selbstbestimmten Leben gelangen kann: "Aber es ist eben gar nicht so einfach, zu tun, was man will. Oft braucht man lange, um es herauszufinden, und manchmal braucht man dazu auch ein bisschen Glück".

Regina Kehls Illustrationen sind farbenprächtig und passen gut zu diesem klassisch anmutenden Text. Leider finden sich kleinere Ungenauigkeiten, die es gerade in einem Kinderbuch nicht geben sollte, beispielsweise sind die Augen von Knirps laut Text blau, nicht braun, und die Prinzessin trägt eigentlich ein silbernes Diadem, keine goldene Krone.

Ein wundervolles Vorlesebuch und eine uneingeschränkte (Vor-)Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 06.02.2019

Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe

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Knirps, der eigentlich Hastrubel Anaximander Chrysostomos heißt und bisher braves Kind seiner Eltern gewesen ist, hat mächtige Träume: Ein Raubritter möchte er werden, genauso gefürchtet wie sein Vorbild ...

Knirps, der eigentlich Hastrubel Anaximander Chrysostomos heißt und bisher braves Kind seiner Eltern gewesen ist, hat mächtige Träume: Ein Raubritter möchte er werden, genauso gefürchtet wie sein Vorbild der berüchtigte Rodrigo Raubein. Er will frei sein und Abenteuer erleben und glaubt, dass er das mit Mama und Papa Dick, ihres Zeichens biedere Puppenspieler, auf keinen Fall kann. Sie sind einfach zu verschieden. Während Knirps sich vor nichts fürchtet, fürchten seine Eltern sich vor fast allem. Und während Knirps alles verändern will, wollen die Dicks, dass alles so bleibt, wie es ist.

Eines Tages hat Knirps genug, und da er keine Angst kennt, macht er sich auf den Weg, um Seeungeheuer zu reiten, Eisriesen unter den Tisch zu trinken und mit dem Teufel Karten zu spielen.

Das Ziel seiner Reise: die Schauderburg auf dem Haarzuberg im Bangewald. Doch hier erwartet Knirps eine Überraschung. Raubritter Rodrigo Raubein, dessen Namen die Menschen nur hinter vorgehaltener Hand und in flüsterndem Ton aussprechen, weil schon seine Erwähnung als gefährlich gilt, scheint so gar nicht angetan von der Absicht des Jungen, sein Knappe werden zu wollen.

Was Knirps nicht ahnt, Rodrigo Raubein ist alles andere als das, was die Leute glauben oder vielmehr, was er sie glauben machen will. Denn in Wahrheit kann der Ritter keiner Fliege etwas zuleide tun, ja ist ein sehr ängstlicher Mensch und in der Seele zart wie ein Gänseblümchen. Er züchtet Kakteen, versorgt sich mit den Früchten aus seinem Gemüsegarten und möchte bloß von den Menschen in Ruhe gelassen werden. Deshalb veranstaltet er den ganzen Zinnober mit düsteren Gruselgeschichten und den entsprechenden Hinweisen und Skeletten rund um seine Schauderburg.

Obwohl er ihn eigentlich sympathisch findet, will er Knirps bald wieder loswerden. Und so erhält Knirps den Auftrag, alleine und ohne fremde Hilfe eine möglichst gefährliche Untat zu begehen, um sich als Knappe eines Raubritters würdig zu erweisen. Knirps wäre nicht Knirps, wenn er nicht genau das in Angriff nehmen würde...


„Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe“ stammt aus der Ideenschmiede von Michael Ende. Drei Kapitel seiner Geschichte hat er vor seinem Tod geschrieben. Nach vielen Jahren wurde sie Wieland Freund in gelungener Art und Weise mit viel Schwung, Kreativität und einen schelmischen Stil, der dem des verstorbenen Autors ähnelt, ohne diesen zu imitieren, zu Ende erzählt.

Die Geschichte ist, obwohl immer wieder betont wird, dass sie im finsteren, ja kohlpechrabendusteren Mittelalter spielt, in ihrem Kern farbenfroh und sprachlich ausdrucks- und stimmungsvoll, für Kinder und Erwachsene gleichermaßen anregend.

Genauso stellen sich die Figuren dar, nicht nur was ihre Charakterisierung betrifft, sondern gleichermaßen die bildgemäße Umsetzung. Es gelingt der Illustratorin Regina Kehn, ihre Zeichnungen der Vorlage anzupassen, ohne dass diese immer punktgenau zu treffen. Vielmehr bewegen sie sich in einem Spielraum, die die eigene Vorstellung anregen. Zudem verpasst Regina Kehn einigen Szenen eine witzige oder gar moderne Note, wenn beispielsweise Basecap, Reithelme und Erste-Hilfe-Tasche ihren Einsatz finden. Daher sind sowohl beim Lesen als auch Anschauen der Bilder Spaß und Augenzwinkern gesichert.

Knirps als eine der Hauptfiguren ist kein wirklicher Held, weil er keine Angst kennt. Er begreift im Verlauf des Geschehens, dass erst derjenige mutig ist, der Angst hat und seine Angst überwindet. „Sie lehrt ihn, die guten von den bösen Taten zu unterscheiden… Um böse zu sein, braucht man keinen Mut. Mut braucht man nur für das Gute.“ (Seite 162)

Natürlich existiert auch ein richtiger Schurke in der Geschichte, und der machthungrige Zauberer Rabanus Rochus darf seine Biestigkeit ordentlich ausleben. Ach ja, einen Gehilfen, den bösartigen und ein wenig tumben Drachen Wak, gibt es außerdem.

Nicht vergessen seien der weise Medicus Padrubel und dann noch Filipa Annegunde Rosa, eine Prinzessin aus Überzeugung, immer und mit jeder Faser ihres Herzens. Sie kann nichts so schnell erschüttern, und sie lässt nichts gefallen. Aber Flip ist auch eine Prinzessin mit vielen klugen Ideen und Überlegungen. „Wer lügt, sagt mit Absicht die Unwahrheit über etwas, das in Wirklichkeit ganz anders ist. Wer eine Geschichte erzählt, sagt hingegen die Wahrheit, selbst wenn er die Wirklichkeit dabei ein bisschen verdreht. Er sagt auf eine komplizierte Weise die Wahrheit. Obwohl er es manchmal selber nicht weiß.“ (Seite 97)

Sokrates muss ebenfalls noch erwähnt werden. Was wäre die Geschichte ohne den fast hundertjährigen sprechenden Papageien, der immer wieder nachdenklich die Ereignisse begutachtet.

Sie alle bilden eine vielfältige, lebensfrohe (ausgenommen vielleicht der melancholische König Kilian der Letzte, der den Frohsinn erst wieder lernen muss) und schillernde Figurentruppe, in der letzten Endes jeder seinen Platz findet. Bis auf Rabanus Rochus. Gerechterweise.

Veröffentlicht am 05.02.2019

Ein wunderschönes Vorlesebuch!

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Meine Meinung


Was für ein Abenteuer! Knirps ist seinen Eltern ausgebüxt um bei Rodrigo Raubein ein Knappe zu werden. Dieser ist ein berüchtigter Raubritter. Und Knirps will alles von ihm lernen, um ...

Meine Meinung


Was für ein Abenteuer! Knirps ist seinen Eltern ausgebüxt um bei Rodrigo Raubein ein Knappe zu werden. Dieser ist ein berüchtigter Raubritter. Und Knirps will alles von ihm lernen, um später selbst einmal ein Raubritter zu werden. Als er dann Nachts endlich bei dessen Burg ankommt, muss er vor dem verschlossenem Tor bis zum nächsten Morgen warten. Allerdings hat Rodrigo Raubein überhaupt kein Interesse daran, einen Knappen auszubilden. Denn in Wirklichkeit ist er gar kein richtiger Raubritter! Zurückgezogen lebt er allein in seiner zugigen Burg ein beschauliches Leben. All die Geschichten, die sich um ihn ranken, sind erfunden und wurden von den Menschen in der Gegend weiter ausgeschmückt.

Und das soll auch so bleiben! Dumm nur, dass Knirps einen Dickschädel hat und sich nicht abwimmeln lässt. Und so beginnt ein spannendes Abenteuer!


Rodrigo Raubein und Knirps sind zwei Figuren, die aus der Feder von Michael Ende stammen. Wer jemals ein Buch von ihm gelesen hat, weiß, wie vielschichtig und liebevoll er seine Charaktere beschreibt. Das trifft auch auf diese beiden zu. Leider hat er nur die ersten drei Kapitel geschrieben. Nun hat nach über 20 Jahren Wieland Freund die Geschichte vollendet. Ganz im Sinne und Stil von Michael Ende hat er dieses wunderbare Buch beendet. Er hat mich bereits mit " Wecke niemals einen Schrat " begeistert. Daher war ich sehr gespannt, auf dieses Buch. Ich liebe die Geschichten von Michael Ende. Er hat mich bereits als Kind sehr mit seinen Büchern in den Bann gezogen. Anfangs war ich etwas skeptisch, was dieses Buch anging. Aber was soll ich sagen?

Wieland Freund hat es geschafft, die Geschichte im Stil von Michael Ende fortzusetzen und zu beenden. Herausgekommen ist dabei ein wunderbarer Schatz, der liebevoll illustriert wurden, und der für spannende und unterhaltsame Vorlesestunden sorgt. Meine Lieblingsfiguren sind Rodrigo und Sokrates. Rodrigo hat sein Herz auf dem rechten Fleck. Und Sokrates ist einfach nur witzig! Ein Papagei, der sagt, wo es lang geht!

Auch Knirps und Flip sind einfach wunderbar! Zwei Figuren, mit denen sich die jungen Leser sehr gut identifizieren können. Und dazu zähle ich auch die Eltern von Knirps, die doch so ganz anders sind, als ihr Sohnemann.

Die Geschichte selbst ist spannend und steckt voller Überraschungen. Es eignet sich sowohl zum Vorlesen, als auch zum selber lesen für etwas fortgeschrittene junge Leser.

Auch die Aufmachung des Buches ist wunderschön! Das Cover ist sehr farbenfroh und verspricht tolle Bilder zu den einzelnen Kapiteln. Insgesamt ist dieses Buch ein kleiner Schatz, den man immer wieder gerne in die Hand nimmt!


Dem Thienemann Verlag möchte ich ein dickes Dankeschön aussprechen für das Rezensionsexemplar, das sie mir zur Verfügung gestellt haben. Vielen lieben Dank, dass ich dieses wunderschöne Buch rezensieren durfte!