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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Hätte mehr Horror erwartet

REM
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Gestalterisch ist das Buch wirklich ein Highlight und erfüllt vollkommen meinen Anspruch an ein Horror-Buch. Das Cover ist sehr eindringlich, nimmt einen gefangen und ist auch haptisch wirklich sehr gut ...

Gestalterisch ist das Buch wirklich ein Highlight und erfüllt vollkommen meinen Anspruch an ein Horror-Buch. Das Cover ist sehr eindringlich, nimmt einen gefangen und ist auch haptisch wirklich sehr gut umgesetzt. Auch im Buch selbst sind einige düstere, skizzierte Illustrationen, welche Elemente aus den Alpträumen der Charaktere aufgreifen und die das Buch definitiv aufwerten.

Inhaltlich wurde ich in Bezug auf das Horror-Versprechen leider etwas enttäuscht. Vielleicht bin ich schon zu abgebrüht, aber ich hätte definitiv Gänsehautmomente und eine richtig dichte, düstere Atmosphäre erwartet. Leider konnte mich die Geschichte dahingehend nicht so richtig packen.

Die Idee an sich ist richtig spannend. Insgesamt finde ich Träume interessant und in diesem Bereich die Phantasie spielen zu lassen ist definitiv eine coole Idee, auch wenn das Buch hier noch etwas tiefer hätte einsteigen können.

Der Roman lässt sich super schnell weg lesen. Er ist nicht sehr lang und wechselnde Perspektiven, der eingängige Schreibstil und die immer kürzer werdenden Kapitel sorgen für ordentlich Tempo. Die Story an sich hat mir gefallen, auch wenn sie am Ende vielleicht etwas überdreht.

Ich würde sagen für Horror-Anfänger, die bisher wenig Kontakt mit „bösen Thrillern oder Horror“ hatten, könnte REM vielleicht ein guter Einstieg sein. Für echte Fans von Grauen, Thrill und Nervenkitzel dürfte es eher enttäuschend sein.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Gelungener Auftakt

Eden Hall
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Bei diesem ersten Teil einer Kinder-Fantasysaga kommt man nicht daran vorbei, über die liebevolle Aufmachung zu sprechen. Das Buch kommt als hochwertiges Hardcover mit zahlreichen Illustrationen - teilweise ...

Bei diesem ersten Teil einer Kinder-Fantasysaga kommt man nicht daran vorbei, über die liebevolle Aufmachung zu sprechen. Das Buch kommt als hochwertiges Hardcover mit zahlreichen Illustrationen - teilweise skizziert, teilweise als vollseitige Farbillustrationen.

Besonders die Skizzen und die Charakterporträts haben mir sehr gut gefallen, da sie einen guten Bezug zu den inhaltlichen Steam Punk Elementen herstellen. Die Charaktere sind insgesamt sehr detailliert und individuell ausgearbeitet und schon anhand der Porträts kann man Eigenschaften und Verhalten erahnen.

Peter Turner ist ein liebenswerter, schlauer und mutiger Protagonist, der das Herz am rechten Fleck hat und mit seinen alten und neu gewonnen Freunden eine tolle Truppe bildet. Das Abenteuer beginnt langsam und nimmt dann mehr und mehr an Fahrt auf. Es gilt Gefahren zu überwinden, Aufgaben zu bewältigen und Geheimnisse zu lüften. Damit bietet das Buch alles, was ein spannendes Abenteuer für junge Leser braucht. Das Ende macht schon direkt Lust auf mehr.

Wer mag, kann auf der Webseite zum Buch auf einer digitalen und musikalisch hinterlegten Karte noch tiefer in die Welt Wellvern eintauchen, was ich auch für eine sehr schöne Idee halte.

Ich empfehle das Buch gerne an Leser weiter, die Abenteuergeschichten und Geheimnisse mögen und vielleicht die Faszination von Peter für verrückte Erfindungen und Maschinen teilen.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Interessante Charaktere

Giftiger Grund
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In diesem Thriller bringt der Autor ein paar ganz besondere Charaktere zusammen. Eine Insta Influencerin mit einem Faible für lost places, einen ehemaligen Strafgefangenen und ein kleines Mädchen, das ...

In diesem Thriller bringt der Autor ein paar ganz besondere Charaktere zusammen. Eine Insta Influencerin mit einem Faible für lost places, einen ehemaligen Strafgefangenen und ein kleines Mädchen, das jede Nacht ins Freie flüchtet. Die jeweiligen Schicksale der drei und wie diese so unterschiedlichen Menschen in einer verlassenen Gegend aufeinander treffen wird sehr schön erzählt.

In Bezug auf den Thriller kommt das Buch erst sehr spät in Schwung, lebt aber von der besonderen Stimmung und Atmosphäre.

Gefallen hat mir, dass das Hörbuch gleich von mehreren Sprechern eingelesen wurde. So hat jede Perspektive auch ihre eigene Stimme erhalten und alle empfand ich beim Hören als sehr angenehm. Der Charakter und die jeweilige Lebenssituation der Personen wurde gut transportiert.

Insgesamt eine gelungene Geschichte, auch wenn es für Fans von rasanten Thrillern vielleicht etwas mehr Spannung und Thrill sein dürfte.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Sehr berührende Geschichte

Ein weites Leben
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Dieses tolle Buch hat mich vom ersten Kapitel an in seinen Bann gezogen. Die vielen interessanten und gut ausgearbeiteten Charaktere haben es mir besonders angetan. Vor allem die sehr berührende und tragische ...

Dieses tolle Buch hat mich vom ersten Kapitel an in seinen Bann gezogen. Die vielen interessanten und gut ausgearbeiteten Charaktere haben es mir besonders angetan. Vor allem die sehr berührende und tragische Lebensgeschichte des jungen Matt lässt einen nicht los und bis zum Ende mitfiebern. Aber auch die lebhafte Beschreibung des harten Lebens auf einer australischen Schaffarm und des Bergbaus in den 1950er und den folgenden Jahren waren sehr bereichernd.

Alleine die bildhafte Beschreibung der Landschaft und der unvorstellbaren Weite Australiens sowie die schiere Größe der Farmen waren sehr beeindruckend. Das Leben der Menschen zu der damaligen Zeit mit all den gesellschaftlichen Zwängen und Vorbehalten wurde schön aufgezeigt. Aber auch das der Farmer, die Bedeutung der Wolle für Australien und der Abbau von Mineralien und Gestein aus den Böden - wie zum Beispiel in den australischen Asbest-Minen - fand ich wahnsinnig interessant und mit dem heutigen Wissen auch etwas beängstigend.

Die Autorin hat recht viel mit Zeitsprüngen gearbeitet, die teilweise in den Text eingearbeitet wurden - mir hat das keine Schwierigkeiten gemacht, aber man muss sich darauf einlassen. Ich mag solche Rückblenden immer sehr gerne, da sie mir einen tieferen Einblick in das Leben der Charaktere ermöglichen. Insgesamt hat sie einen tollen Stil und erzählt, dem Setting angemessen, sehr unaufgeregt und mit Ruhe.

Dennoch ist das Buch von Anfang bis Ende sehr spannend. Es hat mich auch mit seiner Authentizität sehr begeistert, denn ich hatte wirklich das Gefühl, ein wahres Leben mit all seiner Tragik aber auch Hoffnung zu verfolgen. Dazu gehörte auch, dass einige Wendungen und Entwicklungen mich wirklich überrascht haben.

Von meiner Seite gibt es hier auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Authentisch und einfühlsam

Vergiss nicht zu tanzen, Hanna
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Diese Familiengeschichte spielt in einem kleinen Dorf nahe der damaligen Stadt Berlinchen im heutigen Polen. Wir begleiten Protagonistin Hanna und ihre Familie von ihrer Einschulung 1939 bis zum Kriegsende.

Erzählt ...

Diese Familiengeschichte spielt in einem kleinen Dorf nahe der damaligen Stadt Berlinchen im heutigen Polen. Wir begleiten Protagonistin Hanna und ihre Familie von ihrer Einschulung 1939 bis zum Kriegsende.

Erzählt wird sehr authentisch aus kindlicher Sicht. Die Unwissenheit in Bezug auf viele vor allem politische Dinge sowie die zum Teil kindliche Naivität von Hanna kommen sehr gut rüber und ermöglichen mal einen etwas anderen Blick auf die Wirren des zweiten Weltkriegs.

Der Roman legt sehr viel Wert auf die Schilderung des Alltags der Menschen - Feldarbeit, Schule, Kirche und die Situation zwischen Parteimitgliedern und solchen, die sich eher raushalten wollen. Sehr deutlich wird auch, wie sich der Krieg und die Propaganda in die Familien geschlichen und dort Schaden angerichtet hat.

Und bei all dem geht es insbesondere um Beziehungen. Davon hat Hanna ein paar ganz besondere - zu ihrem Freund Martin, zu ihrer Schwester und zu ihrem Großvater, der meine liebste Nebenfigur in diesem Roman ist. Ein starker und sehr liebevoller Mann, der für seine Überzeugungen einsteht und Hanna ein wichtiger Mentor ist.

Der Roman wird langsam erzählt und lässt das Dorfleben vor dem inneren Auge sehr lebendig werden. Das Ende fand ich vor diesem Hintergrund leider etwas zu schnell abgehandelt. Auch hier hätte man sich dann konsequenterweise noch etwas mehr Zeit lassen können.

Insgesamt ist es aber ein wirklich schöner Roman, bei dem einem die Charaktere sehr ans Herz wachsen.

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