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Veröffentlicht am 21.11.2022

Emotionale Geschichte mit Liebe zur Musik

Lonely Heart
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Die Again-Reihe von der Autorin konnte mich überzeugen. Auch die Save-Reihe habe ich gerne gelesen. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass es neuen Lesestoff von Mona Kasten gab. Ich war neugierig darauf, ...

Die Again-Reihe von der Autorin konnte mich überzeugen. Auch die Save-Reihe habe ich gerne gelesen. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass es neuen Lesestoff von Mona Kasten gab. Ich war neugierig darauf, ob mich die angedeutete Rockstar-Lovestory auch überzeugen kann.

In der Geschichte geht es um Rosie, die schon seit Jugendtagen eine Webradio-Show hat und Interviews mit angesagten Bands und Musikern führt. Eines Tages bekommt sie die Möglichkeit ihre Lieblingsband Scarlett Luck, die sie schon seit ihren Anfangstagen verfolgt, zu interviewen. Leider verläuft das Interview nicht wie geplant und Rosie muss danach einige Anfeindungen über sich ergehen lassen, online wie auch in der realen Welt. Scarlett Luck kann sich dem nicht entziehen und so treffen sie wieder aufeinander, vor allem Rosie auf Adam. Rosie erkennt ihn im etwas, was sie tief bewegt und auch an sie selbst erinnert.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht, da der Schreibstil einfühlsam und emotional gehalten war. Ich konnte mich gut in die Handlungen hineinversetzen und die Gefühle der Charaktere wurden darüber transportiert. Außerdem erfährt man durch die beiden Erzahlweisen mehr über Rosie und Adam. Das hat mir gut gefallen und brachte mir die Charaktere noch näher. So waren sie mir sehr sympathisch.

Man merkt schnell, dass Rosie und Adam etwas verarbeiten müssen, was in ihrer Vergangenheit vorgefallen ist. Doch genau kommt man nicht dahinter, was es ist. Die Autorin hält damit hinter dem Berg, um die Spannung zu steigern. Jedoch bringt das die Charaktere zusammen und sie erkennen den Schmerz des anderen wieder. So konnten sie aneinander mehr und mehr verstehen. Das wurde gut herübergebracht und authentisch dargestellt.

Die Liebesgeschichte ist eher ruhig gehalten, da sich die Protagonisten durch das Musikerleben von Adam nicht wirklich sehen können. Aber dennoch nimmt man durch die Chatnachrichten ihre Annäherung wahr, von Freundschaft bishin zu intensiven Gefühlen. So kommt man den beiden trotzdem ziemlich nahe und ich konnte das emotionale Band zwischen den beiden spüren.

Die Autorin baut außerdem Themen mit ein, die berühren und auch aktuell sind. Hier geht es um Cybermobbing und auch psychische Erkrankungen. Ich konnte oftmals mit den Protagonisten mitfühlen und ihr Leid verstehen. So wurde auch einiges an Tiefe in die Geschichte eingebaut.

Die anderen Bandmitglieder lernt man als Nebencharaktere auch etwas kennen. Sie wurden vielfältig gestaltet und geben als Band ein gutes Team ab. Aber auch anderen Charaktere tragen zu aufregenden Szenen bei.
Es passiert somit auch noch einiges Drumherum, was die Geschichte lebendig macht. Rosie muss für ihre Zukunft kämpfen und Adam holt seine Vergangenheit wieder ein, was zudem aufregend gestaltet wurde.
Dadurch endet das Buch mitreißend und emotional. Jetzt bin ich noch mehr gespannt, was mit Adam passiert ist und wie es mit ihm und Rosie weitergeht.

Fazit:
Es ist eine emotionale Geschichte mit Liebe zur Musik, die mich an die Seiten fesseln konnte. Man fiebert mit Rosie und Adam mit. Außerdem werden ernste Themen angesprochen, die authentisch und zeitgemäß dargestellt wurden. Ich konnte mich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen. Es ist zwar eine leichte Rockstargeschichte, aber dennoch ging es auch in die Tiefe und man konnte das Emotionale spüren. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, um mehr von Rosie und Adam zu bekommen.

Bewertung: 5- / 5

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Veröffentlicht am 16.11.2022

Magische und fantastische Welt, jedoch etwas zu langatmig

The Other Side of the Sky – Die Göttin und der Prinz
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Die Geschichte klang einfach mit den unterschiedlichen Welten aufregend. Ich war neugierig darauf, wie diese mit Nimh und North verwoben sind.

Als North mit seinen selbstgebauten Himmelsgleiter aus der ...

Die Geschichte klang einfach mit den unterschiedlichen Welten aufregend. Ich war neugierig darauf, wie diese mit Nimh und North verwoben sind.

Als North mit seinen selbstgebauten Himmelsgleiter aus der Himmelsstadt Alciel abstürzt, trifft er auf Nimh und die Gefahren, die in dieser Welt lauern. North möchte einen Weg finden, wieder zurück in den Himmel zu kommen. Jedoch gibt es sowas wie Wissenschaft und Technik in dieser Welt nicht, sondern die Menschen glauben eher an Magie und Prophezeiungen. Nimh als wiedergeborene Göttin glaubt daran, dass North der gefallene Stern aus der Prophezeiung ist und somit ihre Welt retten kann.

Durch die beiden Erzählperspektiven aus der Sicht von Nimh und North lernt man die beiden Welten gut kennen. Es wurde alles sehr detailreich und bildhaft geschildert.
Ich kam zwar gut voran in der Geschichte, aber dennoch war manches auch zu ausführlich beschrieben und die Autorinnen verloren sich in den Details ihrer geschaffenen Welt. So ging auch manchmal die Spannung etwas verloren.

Nimh hat in ihren jungen Jahren ein schweres Schicksal zu tragen. Schon als Kind wurde ihr auferlegt, dass sie die wiedergeborene Göttin ist. Sie darf nicht berührt werden, um ihre Göttlichkeit nicht zu verlieren. Dadurch ist es schwer für sie, wirklich enge Kontakte zu knüpfen. Außerdem lastet schwer auf ihr, dass ihre Göttlichkeit noch nicht zum Vorschein gekommen ist. Dadurch ist ihr Leben auch von Misstrauen und Selbstzweifel geprägt, aber dennoch ist der Glaube an die Magie groß.
Norht dagegen ist der Prinz in der Himmelsstadt und glaubt an wissenschaftliche und technische Neuerungen. Für ihn ist es eher schwer in einer Welt voller Magie zurechtzukommen. Dennoch stellt er sich selbstbewusst und neugierig dieser Welt.
North und Nimh lernen sich einander immer mehr kennen und kommen dahinter, dass ihre Schicksale und Welten unweigerlich miteinander verbunden sind. Nimh ist nicht die starke Heldin, wie man anfangs denkt. Sie muss eher viel einstecken, um sich in dieser Welt zu beweisen. Mit North an ihrer Seite kommt sie mehr aus sich heraus. Die Entwicklung hat mir gut gefallen.

Die geschaffenen Welten fand ich gelungen und hatten Potenzial für eine spannende und magische Geschichte. Jedoch wurde ich durch die ausführlichen und detailhaften Erläuterungen nicht so an die Geschichte gefesselt und sie kam mir teilweise etwas zu langatmig vor. Allerdings überwog wiederum meine Neugierde, wie ihre Schicksale miteinander verbunden sind und ob es North schafft in seine Himmelswelt zurückzukehren.

Der Verlauf der Geschichte war dennoch ideenreich gestaltet. So bekam man einiges an magischen und fantasievollen Szenen geboten. Außerdem ergaben sich auch Ereignisse, die aufregend und spannend dargestellt wurden, gerade in Bezug auf die früheren Götter und ihrer verbotenen Handlung. Dennoch fehlte mir ab und zu die Nähe zu den Charakteren, da sie sich die Autorinnen in anderen Details verloren.
Die Geschichte hat durchaus Potenzial für mehr. Daher hoffe ich, dass ich in der Fortsetzung mehr davon bekommen kann. Denn die Geschichte endet aufregend. Dort kommt noch viel zum Vorschein und welche Intrigen gesponnen wurden. Ab da nahm die Geschichte nochmals richtig an Fahrt auf und macht neugierig auf die Fortsetzung. Außerdem möchte ich noch mehr über Norths Welt erfahren, wo sich nun sicherlich neue Kämpfe und Gefahren ergeben.

Fazit:
Ein magischer Auftakt, wo man einen wunderbaren Weltenentwurf geboten bekommt. Die Idee hinter diesen beiden Welten, die irgendwie miteinander verwoben, hat mir sehr gut gefallen. Jedoch verlierten sich die Autorinnen manchmal zu sehr in den Details und dadurch wirkte die Geschichte an manchen Stellen etwas langatmig. Dennoch war ich immer wieder neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte, der durchaus ideenreich gestaltet wurde. North und Nimh machen eine gute Entwicklung durch. Dennoch entfaltete sich das Potenzial der Geschichte erst zum Ende, was aufregend gestaltet wurde und sich dadurch Stoff für eine spannende Fortsetzung bietet.

Bewertung: 3+ / 5

Vielen Dank an den dtv-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Veröffentlicht am 12.11.2022

Faszinierend und magisch

The Lost Crown, Band 1: Wer die Nacht malt (Epische Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau)
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Bisher hatte ich noch kein Buch von der Autorin gelesen. Da ich aber schon viel positives zu ihren Büchern gehört habe und der Klappentext einfach super klang, war ich neugierig auf die Geschichte. Daher ...

Bisher hatte ich noch kein Buch von der Autorin gelesen. Da ich aber schon viel positives zu ihren Büchern gehört habe und der Klappentext einfach super klang, war ich neugierig auf die Geschichte. Daher habe ich mich gefreut, dass ich mit an der Leserunde teilnehmen durfte.

Ich konnte mich gut in die Geschichte hineinfinden, in der es um Kaya geht, die als Schmiedin anstelle ihres Vaters von Amisa nach Eshrian reist. Mit dabei ist ihr bester Freund Nevan, der Pferdeheiler ist. Auf den Weg dorthin werden sie überfallen und entführt. Der Anführer der Räuber, Mirulay, wird jedoch verwundet und Kaya kann ihn mit ihrer Gabe, die sie immer in Amisa unterdrücken musste, heilen. In Eshrian und mit Mirulay kommt sie mehr und mehr hinter das Geheimnis ihrer Gabe. Aber auch Mirulay hat seinen eigenen Kampf zu bestreiten.

Kaya fand ich gleich sympathisch und mir hat ihre Gabe gut gefallen. Sie versucht zu helfen, aber sagt auch, was sie denkt. Außerdem kommt mehr über ihre Gabe zum Vorschein und dadurch ist bei ihr eine gute Entwicklung zu sehen.
Von Mirualay erfährt man nach und nach mehr, da der Handlungsstrang aus seiner Vergangenheit vieles offenbart. Man merkt, dass er schon vieles durchmachen musste und für ihn alles auch nicht so leicht ist, was in der Welt vor sich geht. Dadurch wirkte er auch schon etwas reifer, aber auch etwas unnahbar, andererseits auch wieder anziehend.

Der Weltenaufbau konnte mich überzeugen. Außerdem sind die Städte auch kulturell unterschiedlich. Das wurde auch schön in der Geschichte hervorgebracht und hat mir gut gefallen.

Der Schreibstil in der Geschichte war locker gehalten. Manchmal bin ich zwar über ein paar Ausdrücke oder Sätze gestolpert, aber es ergab sich ansonsten ein stimmiger Lesefluss. Außerdem war die bildliche Sprache schön zu lesen. Ich konnte mir die Orte gut vor Augen führen.

Mit der Zeit nähern sich Kaya und Miru immer mehr an. Dennoch spielen sich auch widersprüchliche Gefühle bei ihnen ein. Das macht es an manchen Stellen reizend, aber manchmal waren mir dann die Emotionen doch zu wenig und ich konnte die Gefühle zwischen ihnen nicht immer spüren. Manches wurde dann aber auch wieder intensiv hervorgebracht und man konnte in den Situationen mitfühlen.

Insgesamt haben mir die magischen Gaben, von denen man immer mehr erfährt, gefallen. Die Magie zu malen finde ich sehr interessant und macht die Geschichte faszinierend. Aber auch die verschiedenen Völker und Wesen sind spannend gestaltet. Dadurch ergeben sich ereignisreiche und auch gefährliche Situationen. Diese wurde insgesamt sehr gut dargestellt.

Die Geschichte hat mir zum Ende hin nochmals sehr gut gefallen. Es werden einige Dinge noch mehr hervorgeholt und man bekommt noch einiges zu den Charakten offenbart, was auch noch einmal für eine überraschende Wendung sorgte.

Fazit:
Der Auftakt der Dilogie hat mir insgesamt gut gefallen. Die Idee Magie zu malen fand ich sehr interessant und faszinierend. Die Protagonisten Kaya und Miru waren mir sympathisch und mir hat die Annäherung zwischen ihnen gefallen. Jedoch konnte ich nicht immer die Emotionen an den richtigen Stellen zwischen ihnen spüren. Die verschiedenen Handlungsstränge, in dem man auch mehr über Mirulay erfährt, haben mir gut gefallen. Am Ende wurde die Geschichte nochmals intensiver und überraschender. Daher kann man auch schon neugierig auf die Fortsetzung sein, wie es mit Kaya und Miru weitergeht.

Bewertung: 4/5

Vielen Dank an Lovelybooks und Ravensburger Buchverlag für das Leserundenexemplar.

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Veröffentlicht am 08.11.2022

Spannend, komplex und bildgewaltig

Das Reich der Vampire
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Von Jay Krsitoff habe ich bereits die Lotuskrieg-Reihe gelesen und war sehr begeistert von seiner Art zu schreiben. Daher konnte ich auch nicht an den Auftaktband seiner neuen Reihe vorbei. Da es in diesem ...


Von Jay Krsitoff habe ich bereits die Lotuskrieg-Reihe gelesen und war sehr begeistert von seiner Art zu schreiben. Daher konnte ich auch nicht an den Auftaktband seiner neuen Reihe vorbei. Da es in diesem um Vampire geht, war es sowieso ein Muss. Die Aufmachung des Buches sowie das Innenleben mit der Karte und den Illustrationen gefallen mir auch richtig gut. Aber das Buch mit seinen über 1.000 Seiten stellte mich trotzdem vor eine Herausforderung.

Der Einstieg in die Geschichte fiel nicht ganz so leicht, da ich die gewählte Erzählform so nicht erwartet hätte. Die Geschichte gleicht eher einen Interview und ich musste mich erst einmal in die Welt hineinfinden. Der Protagonist Gabriel, der in Gefangenschaft ist, erzählt seine Geschichte einem Geschichtenschreiber. So begibt man sich auf verschiedene Zeitebenen seines Lebens. Dabei gibt es verschiedene Handlungsstränge. Er erzählt davon, wie er zum Orden der Silberwächter kam und was er dort erlebt hat, aber auch wie sich der Kampf mit den Ewigen König gestaltet hat. Dabei spielt auch eine Rolle, den Vampiren die Welt nicht zu überlassen und somit den Untergang der Welt zu verhindern.

Auf den verschiedenen Stationen lernt man Gabriel gut kennen. Zunächst eher unbedeutend sticht der er später aus den Orden der Silberwächter hervor. Er kann sich schlecht an Regeln halten, aber dennoch scheut er nicht den Kampf mit den Vampiren. Dabei lauern bei ihm auch ungeahnte Kräfte, die ihm behilflich sind. Aber dabei muss er den Ursprung seiner Linie auf die Spur kommen. Gabriel ist ein sehr interessanter Charakter und hat mir mit seiner Art sehr gefallen.
Aber auch andere Charaktere machen die Geschichte spannend. Manche Charaktere, die man anfangs noch nicht wirklich mag, können dann doch noch überraschen und gewinnen an Sympathie. Somit sind die Charaktere auch vielfältig und abwechslungsreich gezeichnet.

Jay Kristoff konnte sehr schön die düstere Stimmung in dieser tristen Vampirwelt hervorholen und auch die Auswegslosigkeit in manchen Situationen. Die Vampirwelt ist zudem bildgewaltig und einnehmend gestaltet.
Ingesamt ist der Schreibstil komplex und detailreich ausgestattet. Somit muss man teilweise aufmerksam und konzentriert lesen. Manches ist vielleicht auch etwas zu ausführlich dargestellt, aber dennoch gibt es auch einen spannenden Lesefluss. So fiebert man oft mit Gabriel mit und bekommt das gesamte Ausmaß der düsteren Atmosphäre zu spüren.
Aber auch die Sprache von Jay Kristoff ist in dieser Geschichte derber und ordinär, aber dennoch passend für die Charaktere. Dabei entstehen auch unterhaltsame und fast schon humorvolle Dialoge.

Wenn man sich erst einmal in die Welt hineingefunden hat, bekommt man eine aufregende, aber auch brutale Vampirwelt geboten. Jay Kristoff schreckt daher auch nicht vor einigen Verlusten zurück. Die verschiedenen Handlungsstränge machen die Geschichte zu einem großen Ganzen, sind irgendwie miteinander verwoben, aber dennoch bekommt man noch nicht das ganze Ausmaß geboten. Denn aus Gabriels Leben fehlen noch einige Stationen, die auch auf eine ereignisreiche Fortsetzung hoffen lassen.

Fazit:
Als ich mich in dieser düsteren und tristen Vampirwelt zurechtgefunden hatte, konnte ich mit den Protagonist Gabriel mitfiebern. Er ist ein sehr interessanter Charakter, der mir mit seiner Art gefallen hat, auch wenn sie eher derb ist. Man begleitet ihn auf verschiedenen Stationen seines Leben. So ergeben sich verschiedene und spannende Handlungsstränge. Manches wurde vielleicht auch zu ausführlich dargestellt. Die Vampirwelt ist komplex und bildgewaltig dargestellt. Dennoch erfährt man noch nicht das ganze Ausmaß der Geschichte. Daher freue ich mich schon auf eine ereignisreiche Fortsetzung.

Bewertung: 4 / 5

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Veröffentlicht am 31.10.2022

Düstere, atmosphärische und besonders Märchenadaption

Die Schneekönigin - Kristalle aus Eis und Blut
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Von der Autorin konnte mich bereits die Palace- und Wayfarer-Saga begeistern. Daher habe ich mich auch schon auf das neueste Werk der Autorin gefreut. Es klang einfach düster und märchenhaft.

In der Geschichte ...

Von der Autorin konnte mich bereits die Palace- und Wayfarer-Saga begeistern. Daher habe ich mich auch schon auf das neueste Werk der Autorin gefreut. Es klang einfach düster und märchenhaft.

In der Geschichte geht es um Greta, die hoch im Norden mit ihrem Mann Kay, ihrem Sohn Unik sowie ihrer Schwester Ida lebt. Abgeschnitten vom Festland sind sie darauf angewiesen, dass der See gefriert, um wichtige Dinge aus der Stadt zu bekommen. Zu Ehren der Schneekönigin halten sie jedes Jahr eine Mitwinterprozession ab. Als jedoch Gretas Sohn erkrankt und das Eis immer dünner wird, macht sich Greta auf in den Wald zum Palast der Schneekönigin. Dabei muss sie einige Prüfungen bestehen. Aber gelingt es ihr ihren Sohn rechtzeitig zu retten?

Durch den poetischen, atmosphärischen und einnehmenden Schreibstil bin ich gut in die Geschichte hineingekommen. Aber auch bildlich konnte ich mir alles sehr gut vorstellen. Man wird durch eine eisige und düstere Landschaft geführt, die ich immer wieder spüren konnte.

Greta versucht als Burgherrin die Traditionen beizubehalten und auch ihre kleine Familie und ihre Gemeinschaft zu beschützen. Daher muss sie auch oft Entscheidungen treffen und muss immer stark sein. Aber auch mutig, um ihre Familie zusammenzuhalten. Das hat mir gefallen an ihr.
Auch die anderen Charaktere sind gut und nachvollziehbar gezeichnet, auch wenn man dann nicht so viel von ihnen mitbekommt. Bei manchen zweifelt man auch etwas, da die Autorin einen dabei ein wenig hinters Licht führt, was somit noch einmal eine Überraschung bereithält.

Die Märchenadaption der Schneekönigin hat mir gut gefallen. Die Idee sowie die Ableitung von diesem Märchen konnte mich überzeugen. Man wird in eine düstere Atmosphäre geführt. Aber auch ein Portion Fantasy wird mit eingebaut, vor allem als Greta sich auf den Weg zum Palast macht. Es lauern einige Gefahren, die durch die einzelnen Prüfungen dargestellt werden.
Anfangs zog sich die Geschichte vielleicht noch etwas bzw. war eher ruhig gehalten, aber dann wurde es zunehmend spannender. Der Verlauf der Handlung wurde aufregend, einfallsreich und vielversprechend gestaltet. Außerdem wusste ich oft nicht, ob die Schneekönigin nur ein Mythos ist und wirklich freundlich gesinnt ist oder doch die Böse ist, wie sie immer dargestellt wird.

Bei einem Punkt war dann die Geschichte ein wenig vorhersehbar, was aber dem Verlauf keinen Abbruch getan hat. Zum Ende wurde es dahingehend auch nochmals spannend, da ich mir dann nicht so richtig vorstellen konnte, wie die Geschichte tatsächlich endet. Hier wurde ich sogar nochmals überrascht, was die Märchenadaption hierbei besonders macht. Außerdem kann man es auch schon als episch bezeichnen, was zudem C.E. Bernards Werke immer wieder ausmachen. Sie schafft es immer wieder mich in eine düstere, einnehmende und fast schon poetische und traumhafte Welt hineinziehen und mit etwas Besonderem enden zu lassen.

Fazit:
Es ist eine fantasievolle Märchenadaptionen, die eine eisige und düstere Atmosphäre bietet. Mit der Protagonistin Greta, die viel Mut zeigt, um ihre Familie zu beschützen, macht man sich auf einen gefährlichen Weg zum Palast der Schneekönigin auf. Auch der poetische, atmosphärische und bildhafte Schreibstil trägt zu einem guten Lesefluss bei. Der Verlauf der Geschichte war anfangs eher ruhig gehalten, wurde aber zunehmend spannender, zwar auch etwas vorhersehbar, aber am Ende konnte man auch noch einmal überrascht werden.

Bewertung: 4+ / 5

Vielen Dank an die Penhaligon-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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