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Veröffentlicht am 12.05.2026

Es ist nie zu spät, an die Verwirklichung seiner Träume zu glauben

Zeit für meine Träume
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In ihrem Buch „Zeit für meine Träume“ zeigt Tessa Randau auf, dass es möglich ist, wieder Vertrauen zum Leben zu gewinnen, wie es auch im Untertitel heißt. Die Autorin erzählt novellenartig von einer zukunftsweisenden ...

In ihrem Buch „Zeit für meine Träume“ zeigt Tessa Randau auf, dass es möglich ist, wieder Vertrauen zum Leben zu gewinnen, wie es auch im Untertitel heißt. Die Autorin erzählt novellenartig von einer zukunftsweisenden Begegnung im Leben einer unbenannten 38-jährigen Frau, deren Ehemann sich erst vor Kurzem von ihr getrennt hat, weil er mit seiner neuen Freundin ein Kind erwartet. Besonders schwer lastet diese Situation auf ihr, da sie gemeinsam seit einiger Zeit einen bislang noch unerfüllten Kinderwunsch hegten. Von Enttäuschung geprägt, zieht sie sich weitestgehend aus ihrem sozialen Umfeld zurück, auch um ihrem Exmann nicht zu begegnen.
Als sie eines Tages die ältere Lotte trifft, die mit schweren Einkaufstaschen überfordert wirkt, bietet sie spontan ihre Hilfe an und trägt die Einkäufe zu ihr nach Hause. Dort lernt sie Lottes Mitbewohnende Anita und Jochen kennen. Die Seniorinnen und der Senior sind allesamt über siebzig Jahre alt, Jochen steht sogar kurz vor seinem 80. Geburtstag. Trotz persönlicher Schicksalsschläge und gesundheitlicher Beschwerden sind sie gutgelaunt und verströmen Lebensfreude. Sie unterstützen gegenseitig mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und gönnen sich manche kulinarische Freude. Der jüngeren Frau zeigen sie, dass Familie nicht immer auf Blutsbande beruht, sondern auch auf Zusammenhalt und Vertrauen basieren kann.
Tessa Randaus Protagonistin bleibt so wie in den vorigen Büchern der Autorin namenlos und erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive. Dadurch fällt es leicht, sich in ihre Gedanken- und Gefühlswelt hineinzuversetzen. Die Handlung ist gut nachvollziehbar, emotional berührend und lebensnah. Der Autorin gelingt es zu zeigen, dass Freundschaft neue Kraft vermitteln kann, selbst nach schweren Enttäuschungen.
Tessa Randaus Buch „Zeit für meine Träume – Wie ich lernte, dem Leben wieder zu vertrauen“ ist eine bewegende und ermutigende Erzählung über zweite Chancen im Leben. Sie vermittelt die Botschaft, dass es nie zu spät ist, an die Verwirklichung seiner Träume zu glauben. Sehr gerne empfehle ich die Novelle weiter.

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Geschickte Verbindung von Historie und Fiktion

Ein Ort, der bleibt
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In der türkischen Bezeichnung des Botanischen Gartens Istanbul ist der Name des Gründers Alfred Heilbronn erhalten geblieben. Neben einem Handlungszweig, der in der Gegenwart spielt, reist Sandra Lüpkes ...

In der türkischen Bezeichnung des Botanischen Gartens Istanbul ist der Name des Gründers Alfred Heilbronn erhalten geblieben. Neben einem Handlungszweig, der in der Gegenwart spielt, reist Sandra Lüpkes in ihrem Roman „Ein Ort, der bleibt“ in der Zeitgeschichte zurück in die 1930er und 1940er Jahre, als der Garten angelegt und zu Bedeutung gekommen ist.

Neben dem Botanischen Garten stehen drei Frauen im Mittelpunkt der Handlung. Eine von ihnen ist Magda Heilbronn, Jahrgang 1889 und Ehefrau des Gründers. Obwohl sie nach der Geburt ihrer Kinder promovierte und einen Doktortitel in Philosophie erwarb, wurde ihr der erhoffte Lehrauftrag an der Universität ihres Wohnortes Münster verwehrt. Sie drängt ihren Mann, der Einladung zu folgen, ein Botanisches Institut in Istanbul aufzubauen.

Etwa zur gleichen Zeit strebt auch die einige Jahre jüngere, in Istanbul lebende Mehpare Basarman eine Habilitation an. Später wird sie zur geschätzten Assistentin von Alfred Heilbronn. Mit großer Sachkenntnis beschreibt die Autorin das Sammeln, Züchten und Pflegen von Pflanzen. Dabei wird spürbar, mit wie viel Begeisterung die Botanikinnen sich ihrer Aufgabe widmen.

Während Magda und Mehpare historische Persönlichkeiten sind ist Imke, die dritte Protagonistin des Romans, eine fiktive Figur. Eine befristete Anstellung als Stadtplanerin führt sie in der heutigen Zeit von Münster nach Istanbul. Dort arbeitet sie an einem Gutachten mit, das über die Zukunft des Botanischen Gartens entscheiden soll. Durch Imkes Perspektive greift Sandra Lüpke zudem die Situation von Frauen in der Türkei auf.

Dank ihrer sorgfältigen Recherche lässt Sandra Lüpkes sowohl die Zeit als auch die Schauplätze lebendig werden. Sie verdeutlicht die zunehmenden Repressalien, die jüdische Wissenschaftler in Deutschland nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten hinzunehmen hatten und lenkt damit den Blick auf ein wenig bekanntes Kapitel der Geschichte. Es werden Magdas Sorgen angesichts des Aufbruchs in ein fremdes Land mit einer anderen Kultur deutlich. Gleichzeitig zeigt die Autorin, wie schwierig es für Mehpare ist, sich in einem von Männern dominierten Wissenschaftsbetrieb zu behaupten, obwohl in der noch jungen Republik offiziell eine Gleichstellung angestrebt wurde.

In ihrem Roman „Ein Ort, der bleibt“ erzählt Sandra Lüpkes von einer heute kaum bekannten Episode der Geschichte: der Emigration deutsch-jüdischer Wissenschaftler
innen in die Türkei während der Zeit des Nationalsozialismus. Gleichzeitig thematisiert sie auch die Fragen nach Zugehörigkeit sowie den Platz der Frau in der Gesellschaft. Geschickt verbindet die Autorin historische Fakten mit fiktionalen Elementen und verbindet Vergangenheit und Gegenwart auf überzeugende Weise. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Hebt das Problem vieler Frauen der zunehmenden Unsichtbarkeit im Alter hervor

Mit anderen Augen
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Die Australierin Jane Tara greift in ihrem Roman „Mit anderen Augen“ auf metaphorische Weise das Thema der gesellschaftlichen Sichtbarkeit von Frauen auf. Die 52-jährige Protagonistin Tilda bemerkt zunehmend ...

Die Australierin Jane Tara greift in ihrem Roman „Mit anderen Augen“ auf metaphorische Weise das Thema der gesellschaftlichen Sichtbarkeit von Frauen auf. Die 52-jährige Protagonistin Tilda bemerkt zunehmend verzweifelt, dass ein Körperteil nach dem anderen verschwindet, wobei sie zwar noch die Teile spüren, aber nicht mehr sehen kann.

Tilda lebt allein in einem Haus mit Sicht auf das Meer. Vor fünf Jahren hat sie sich von ihrem Ehemann getrennt mit dem sie zwei erwachsene Töchter hat, zu denen sie enge Kontakte pflegt. Sie ist Fotografin und hat gemeinsam mit einer ihrer Freundinnen ein Unternehmen für Artikel mit Motivationssprüchen gegründet. Es ist nicht alles so, wie sie es sich in ihrem Leben erträumt hat, aber sie kommt gut zurecht.

Als sie an einem Morgen feststellt, dass ihr rechter kleiner Finger verschwunden ist, beginnt sie nach den Ursachen zu suchen. Nach und nach werden weitere Körperteile unsichtbar und zunehmend wird es schwierig, das vor anderen zu verbergen. Ein Arztbesuch liefert ihr eine Diagnose, aber keine Hoffnung. Doch Tilda weigert sich, ihr Schicksal einfach hinzunehmen.

Ich finde es eine gelungene Idee, wie die Autorin das Thema der Wahrnehmung von Frauen in der Öffentlichkeit umsetzt. Sie schildert nicht nur das Schicksal einer Einzelperson, sondern zeigt zunächst, dass weit mehr Personen betroffen sind, als anzunehmen war. Tilda schließt sich einer Selbsthilfegruppe an, in der sie sich jedoch unwohl fühlt, weil sie dort keinen Lichtblick in Bezug auf ihre Krankheit erhält.

Die Begegnung mit einem Mann in einem Café, zu dem sich bald eine Nähe entwickelt, sowie ihre Töchter, ihre Freundinnen und ihr Beruf geben ihr den Rückhalt nach Möglichkeiten zu suchen, ob sich die Unsichtbarkeit überwinden lässt. Dazu muss sie aber auch die Ursachen für ihre Erkrankung erkennen. Eine Therapeutin begleitet sie auf einem gefühlsmäßig schmerzhaften Weg in die Vergangenheit: In welchen Situationen ist sie gerne unauffällig geblieben? Welche Wünsche hat sie zum vermeintlichen Wohl anderer zurückgestellt? Und welche Erwartungen hat sie eigentlich noch an ihre Zukunft? Ein Langzeit-Automatismus der Gedanken begleitet Tilda dabei, wie jeden von uns, auf ihrer Suche nach Selbsterkenntnis.

Jedes Kapitel ist mit einem motivierenden Spruch, meist von einer bekannten Persönlichkeit, überschrieben. Obwohl Jane Tara dem Thema auch eine amüsante Seite abgewinnt und sie vor allem in Dialogen ausspielt, verliert sie nie die Ernsthaftigkeit. Auf dem Weg der Selbstfindung kommt der Meditation eine besondere Rolle zu, aber auch gegenseitige Unterstützung im weiteren eigenen Umfeld.

Ein Hauch magischer Realismus fließt in Jane Taras Roman „Mit anderen Augen“ ein, um das Problem vieler Frauen hervorzuheben, mit zunehmendem Alter gesellschaftlich immer weniger wahrgenommen zu werden. Die Entwicklung der Protagonistin Tilda kann anderen dabei helfen, ähnliche Probleme zu reflektieren und über ein zufriedenes Selbstbild zu mehr Präsenz zu finden. Sehr gerne empfehle ich dieses bewegende und nachhallende Buch weiter.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Warmherziger Roman gelungen, der trotz aller Sorgen und Herausforderungen ein Gefühl von Zuversicht vermittel

Heimatsommer
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Acht Jahre nach dem letzten Band der Maierhofen-Reihe hat Petra Durst-Benning mit „Heimatliebe“ erneut einen Roman geschrieben, der in der Gegenwart spielt. Die Handlung ist in der etwa dreizehnhundert ...

Acht Jahre nach dem letzten Band der Maierhofen-Reihe hat Petra Durst-Benning mit „Heimatliebe“ erneut einen Roman geschrieben, der in der Gegenwart spielt. Die Handlung ist in der etwa dreizehnhundert Einwohner umfassenden, fiktiven Kleinstadt Goldberg angesiedelt. Der Ort liegt im Baden-Württembergischen Remstal und ist von Weinbergen umgeben, die oft innerhalb der Familie über Generationen hinweg bewirtschaftet werden.

Die im Elsass geborene Agnes ist inzwischen 67 Jahre alt. Als junge Frau kam sie als Beiköchin ins Schwabenland, verliebte sich dort in einen angehenden Arzt und gründete mit ihm eine Familie. Noch immer kümmert sie sich um den Weinberg, den ihr Schwiegervater sehr geliebt hat. Ihr Sohn Jean-Claude lernte zunächst Winzer, entschied sich dann jedoch für den Beruf des Kochs. Er liebt seine Freiheit und zieht seitdem von einem Job zum nächsten um die Welt.

Bei einem seiner seltenen Heimatbesuche erfährt Jean-Claude, dass viele Winzer im Ort wegen der zunehmend schwierigen wirtschaftlichen Lage aufgeben. Als die Stelle des Kellermeisters frei wird, setzen die Goldberger ihre Hoffnung darauf, dass Jean-Claude diese Aufgabe übernimmt. Aber ist er bereit, seine Ungebundenheit für den wenig lukrativ erscheinenden Job aufzugeben?

Petra Durst-Benning versteht es, die gut recherchierten Sorgen der Weinbranche glaubwürdig in die Handlung einzuflechten. Dabei erfährt man nicht nur von steigenden Kosten und Personalmangel, sondern erhält auch Kenntnisse über Weinanbau und -erzeugung. Besonders gelungen ist die Darstellung des Gemeinschaftsgefühls in Goldberg. Die Autorin bringt die Gefühle der handelnden Personen zum Ausdruck, die zwar zusammen nach Lösungen suchen, sich aber auch bewusst sind, dass ihr Anliegen scheitern kann. Einige erfolgversprechende, zeitgemäße Ideen werden in Goldberg umgesetzt, die sich durchaus auch auf andere Regionen übertragen lassen, um den heimischen Tourismus zu stärken. Es sind eine Vielzahl von Personen an den Events und Aktionen beteiligt, die jedoch aufgrund der guten Struktur der Handlung übersichtlich bleiben.

Die Geschichte spielt überwiegend in der Gegenwart, führt aber gelegentlich auch zu den Erinnerungen von Agnes in die 1980er Jahre zurück. Zu dieser Zeit lernt sie nicht nur ihren späteren Ehemann kennen, sondern auch ihre beste Freundin Helene. Deren Tochter Fleur ist bereits vor drei Jahren wieder nach Goldberg gezogen und versucht, vor den Einheimischen ein Geheimnis zu verbergen. Die Tochter von Agnes wiederum ist seit Kindertagen ihre Freundin und inzwischen Landrätin, wodurch man ebenfalls einiges von den Anforderungen dieses Berufs erfährt. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz und das nicht nur bei den jüngeren Figuren.

Mit „Heimatsommer“ ist Petra Durst-Benning ein warmherziger Roman gelungen, der trotz aller Sorgen und Herausforderungen ein Gefühl von Zuversicht vermittelt. Der respektvolle Umgang der Figuren miteinander und ihr gemeinsames Engagement für neue Ideen sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Gleichzeitig regt die Geschichte zum Nachdenken über die Probleme touristisch geprägter Regionen an. Ich fühlte mich bestens unterhalten und vergebe sehr gerne eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Thematische Vielfalt über Japan in opulenter Aufmachung

JAPAN – Kultur, Landschaft, Menschen & ein Leben mit Ikigai
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Das bei der Edition Michael Fischer erschienene Buch „Japan – Kultur, Landschaft, Menschen und ein Leben mit Ikigai“ verfügt über ein ansprechendes, von Silvia Keller gestaltetes Cover. Die haptischen ...

Das bei der Edition Michael Fischer erschienene Buch „Japan – Kultur, Landschaft, Menschen und ein Leben mit Ikigai“ verfügt über ein ansprechendes, von Silvia Keller gestaltetes Cover. Die haptischen Elemente auf dem vorderen Einband, das Leseband sowie der sehenswerte Farbschnitt machen es zu einem besonderen Erleben. Beim Aufschlagen leuchtet dem Lesenden auf dem vorderen Vorsatz ein Schwarm Kois entgegen, während auf dem hinteren Vorsatz ein üppig blühender Zweig eines Kirschbaums zu sehen ist.

Das Buch ist reichhaltig ausgestattet mit großartigen Fotografien sehr unterschiedlicher Art, die manchmal über zwei Doppelseiten hinweg ihre Wirkung entfalten. Der Inhalt ist aufgegliedert in die vier Jahreszeiten. Zu jeder werden typische Feste und Bräuche vorgestellt sowie Hinweise darauf gegeben, wann und wo die Natur besonders eindrucksvoll ist. Man erhält Informationen über die interessantesten Sehenswürdigkeiten und erfährt einiges über Ess- und Trinkgewohnheiten.

Ergänzt wird jeder Zeitabschnitt durch zwei Rezepte der japanischen Küche, die Tanja Dusy zusammengetragen hat. Zusätzlich finden sich einige Hinweise, welches Verhalten in Japan gerne gesehen wird und was als unhöflich gilt. Am Ende jeden Kapitels gibt Kristin Funk, die Redakteurin des Buchs, Anregungen dazu, ein Stück japanischer Lebensart auch zu Hause zu genießen.

„Japan – Kultur, Landschaft, Menschen und ein Leben mit Ikigai“ überzeugt nicht nur durch eine opulente Gestaltung, sondern auch durch die thematische Vielfalt. Es eignet sich sowohl als mentale Einstimmung als auch als praktische Vorbereitung auf eine Reise ins Land der aufgehenden Sonne. Nicht zuletzt ist es ebenfalls ein geschmackvolles Geschenk. Gerne empfehle ich es weiter.

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