Aufbau, Inhalt und Umsetzung nicht überzeugend
How to Talk to YourselfIch mag es sehr, wenn Sachbücher nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch ansprechend gestaltet sind. Die auffällige Farbkombination aus Grün und Rosa hat bei „How to Talk to Yourself“ sofort meine Aufmerksamkeit ...
Ich mag es sehr, wenn Sachbücher nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch ansprechend gestaltet sind. Die auffällige Farbkombination aus Grün und Rosa hat bei „How to Talk to Yourself“ sofort meine Aufmerksamkeit geweckt. Im Dussmann ist mir das Buch direkt ins Auge gefallen. Gestaltungstechnisch also definitiv ein Hingucker.
Inhaltlich hatte ich mir jedoch etwas anderes erhofft =( Die Kapitelüberschriften machen neugierig und versprechen inspirierende Denkanstöße rund um Selbstgespräche, Selbstwert und innere Haltung. Beim Lesen wurde ich allerdings zunehmend ernüchtert. Für mein Empfinden besteht das Buch aus sehr langen Fließtexten, die den Zugang eher erschweren als erleichtern. Gerade bei einem Ratgeber hätte ich mir eine klarere Struktur, mehr Auflockerung und vielleicht auch prägnantere Impulse gewünscht.
Auch der Ton des Buches hat mich leider nicht ganz abgeholt. Ro Mitchell schreibt sehr persönlich – stellenweise wirkt das Buch mehr wie eine autobiografische Lebensgeschichte als wie ein strukturierter Ratgeber. Das ist sicherlich Geschmackssache, doch für mich hat das dazu geführt, dass der eigentliche Mehrwert des Themas etwas in den Hintergrund gerückt ist.
Positiv hervorheben möchte ich dennoch, dass mich das Buch daran erinnert hat, mich selbst wieder stärker zu priorisieren, mir Fehler zu verzeihen und nicht jedes Scheitern als persönliches Versagen zu bewerten. Diese Impulse waren ein schöner Reminder. Allerdings hatte ich nicht das Gefühl, wirklich neue Perspektiven oder nachhaltige Werkzeuge für mein Denken mitzunehmen.
Insgesamt ist „How to Talk to Yourself“ für mich ein gut gemeinter Ratgeber mit wichtigen Ansätzen, der jedoch in Aufbau, Inhalt und Umsetzung nicht überzeugt.