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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.06.2023

I’m not a fan

I’m a Fan
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Klappentext:
„„Ich stalke eine Frau im Internet, die mit demselben Mann schläft wie ich. Manchmal, wenn ich zu schnell auf eine ihrer neuen Storys geklickt habe, blockiere ich sie kurz, damit sie nicht ...

Klappentext:
„Ich stalke eine Frau im Internet, die mit demselben Mann schläft wie ich. Manchmal, wenn ich zu schnell auf eine ihrer neuen Storys geklickt habe, blockiere ich sie kurz, damit sie nicht merkt, dass ich geistesabwesend fünfzehnmal die Minute ihre Seite aktualisiere, während im Hintergrund auf meinem Laptop Netflix läuft."

Da ist „der Mann, mit dem ich zusammen sein will“. Er ist Künstler, älter. Von ihm verspricht sich die Erzählerin Zugang zu einer privilegierten Welt. Er jedoch ist verheiratet und kommt von einer Affäre nicht los: „die Frau, von der ich besessen bin“ inszeniert öffentlich ihr perfektes Leben. Je unerreichbarer es der Erzählerin erscheint, desto obsessiver stalkt sie die andere Frau in dieser modernen Dreiecksgeschichte. Doch wer braucht wen am Ende mehr? Der Fan das Objekt seiner Begierde oder andersherum?“


Fazit:
Ich habe weder Laura, die Protagonistin noch den Schreibstil oder die Handlung an sich verstanden. Alles wirkte ständig wirr und abstrus. Der Verlauf, die Zeitsprünge, der komplette Erzählfaden waren mir schlicht und ergreifend zu sprunghaft. Ich konnte mich nicht an die kurzen Kapitel und die plötzlich verschiedenen Zeitgebungen gewöhnen.

Die „Beziehung“ wirkte auf mich eigenartig, toxisch und überhaupt nicht normal. Die Beschreibungen zu der steigernden Begierde und dem krankhaften Stalking haben mich jedoch fasziniert aber auch gleichermaßen abgeschreckt. Das ist aber leider auch das Einzige was mir an diesem Buch gefallen hat.

Ist man auf der Suche nach einer recht modernen Lektüre, und hat Lust sich auf etwas Neues einzulassen, ist man hier höchstwahrscheinlich richtig. Man muss allerdings einiges interpretieren und sich auf ein mehr oder weniger offenes Ende einstellen können. Mein Ding war es leider überhaupt nicht.

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Veröffentlicht am 08.06.2023

Schwerfälliger Anfang

Der Club. Dabeisein ist tödlich
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Klappentext:

„Auf einer vergessenen Insel vor der britischen Küste herrscht seit kurzem der Gipfel des Luxus: Nur die wahrhaft Reichen, Schönen und Berühmten haben Zugang zum elitären Private Member Club ...

Klappentext:

„Auf einer vergessenen Insel vor der britischen Küste herrscht seit kurzem der Gipfel des Luxus: Nur die wahrhaft Reichen, Schönen und Berühmten haben Zugang zum elitären Private Member Club »Island Home«, wo sie geschützt vor neugierigen Augen ausgiebig feiern – und andere Dinge tun – können.

Um bei der drei Tage dauernden Eröffnungsparty des Clubs dabei zu sein, würde so mancher Prominente sein Leben geben. Und mindestens einer tut das auch: Als sich am dritten Abend alle im spektakulären Unterwasser-Restaurant versammeln, wird ein Land Rover gesichtet. Unter der Wasseroberfläche. Und mit einer Leiche darin …“





Fazit:

Ich hatte mich auf einen Thriller der besonderen Art eingestellt. Also mit vielen fiesen und perfiden Aktionen, hinterlästigen und arglistigen Szenen sowie einigen Background Infos, die man als „Normalo“ nicht kennt. 
Und ja, dieses Buch bietet das auch, aber meiner Meinung nach einfach viel zu spät. Der Anfang zog sich ungemein, ich kam einfach nicht in die Handlung rein, hatte Schwierigkeiten die Personen auseinanderzuhalten. Dennoch war ich froh, dass hier nur vier Charaktere eine eigene Perspektive gewähren. Und trotzdem hätte ich mir die Sätze weniger verschachtelt und eher lockerer gewünscht. Das Lesen fand ich deshalb ziemlich mühevoll.

Abschließend kann ich sagen, dass das Buch Durchhaltevermögen und ein wenig Motivation abverlangt, denn das letzte Drittel wird richtig spannend. Dranbleiben lohnt sich also, ich hätte mir das alles nur schon deutlich früher herbeigesehnt.

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Veröffentlicht am 02.06.2023

Ein echt guter Fang – ganz ohne Haken?

The Catch – Sie sagt, er sei perfekt. Doch ich weiß, dass er lügt ...
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Inhalt:
„Familienvater Ed freut sich, endlich den Verlobten seiner Tochter Abbie kennenzulernen. Auf den ersten Blick ist Ryan der perfekte Schwiegersohn. Doch irgendetwas stimmt nicht mit ihm, da ist ...

Inhalt:
„Familienvater Ed freut sich, endlich den Verlobten seiner Tochter Abbie kennenzulernen. Auf den ersten Blick ist Ryan der perfekte Schwiegersohn. Doch irgendetwas stimmt nicht mit ihm, da ist sich Ed sicher. Aus Angst, seine Tochter könnte in die Fänge eines Psychopathen geraten, beginnt Ed, Ryans vermeintlich dunkle Vergangenheit aufzudecken – während er seine eigene verbirgt. Doch je tiefer Ed gräbt, desto weniger glaubt ihm seine Familie, dass Ryan böse Absichten hat. Sie sind überzeugt, dass er der Richtige für Abbie ist. Ed sieht das anders. Denn er erkennt ein Monster, wenn er es sieht ...“


Schreibstil/Art:
Los geht’s mit der Vorstellung des Schwiegersohns – adrett, sympathisch, vornehm, zuvorkommend … fast schon perfekt. Doch Eds Bauchgefühl sagt ihm was anderes und so fängt die Suche nach den Ungereimtheiten an. Seine verzweifelten Nachforschungen werden immer drastischer. Diesen Moment nutzt der Autor und stiftet noch mehr Unruhe in dem er versucht falsche Fährten zu legen. Ich, als viellesender Thrillerfan, bin meinem Instinkt gefolgt und habe mich nicht täuschen lassen. Dieser Versuch ist dem Autor also leider misslungen. Ahnungslose Leser:innen werden wahrscheinlich aber auf ihre Kosten kommen und die Schwächen übersehen.
Zum Ende hin hätte ich mir einen überraschenden Twist gewünscht. Nichtsdestotrotz ließen sich die verschiedenen Perspektiven mühelos lesen.


Fazit:
Ein solider Thriller mit einem Ausgang, der mich leider nicht geflasht hat. Trotzdem mochte ich den Spannungsaufbau. Im Laufe des Buches entwickeln sich manche Wege zu einem Alptraum. Im Ganzen; gut aber nicht überragend.

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Veröffentlicht am 02.06.2023

Das Spielchen mit der Angst

Die Verborgenen
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Inhalt:
„Was wäre, wenn das Böse nicht von außen kommt, sondern längst mit dir unter einem Dach lebt?
Sven und Franziska Hoffmann haben alles, wovon sie einst träumten: eine wunderbare Tochter und ein ...

Inhalt:
„Was wäre, wenn das Böse nicht von außen kommt, sondern längst mit dir unter einem Dach lebt?
Sven und Franziska Hoffmann haben alles, wovon sie einst träumten: eine wunderbare Tochter und ein traumhaftes Haus an der Küste. Alles könnte perfekt sein. Doch dann dringt jemand heimlich in ihr Haus ein. Der ungebetene Gast bedient sich an ihrem Essen, stöbert in ihren Schränken und steht neben ihren Betten, wenn sie schlafen. Als dann noch Gegenstände verschwinden und fremde Fußspuren im Keller auftauchen, bezichtigen sich die Eheleute gegenseitig. Je merkwürdiger die Vorgänge in ihrem Haus werden, desto mehr bröckelt die makellose Fassade der perfekten Familie. Und genau das ist es, was der Eindringling will …“


Schreibstil/Art:
Einen Großteil des Thrillers machen die Perspektiven aus – diese sind äußerst gut platziert und aus Sicht der richtigen Person geschrieben. Zum einen kommt jede:r aus der Familie Hoffmann zu Wort. Das verschafft eine gute Übersicht, baut Nähe auf und sorgt dafür, dass man deren Handlungen und Gedanken immer vor den Augen hat (und meint, einen Schritt voraus zu sein).
Zum anderen gibt es die Kapitel mit der „Du“ Überschrift. Hier machte es den Anschein als würde der Leser seine Gedanken selbst preisgeben. Mich spornte es an weiter zu lesen und zu erfahren wer wirklich dahinter steckte. Die Auflösung ist definitiv gelungen. Die Sprache ist durchweg gefällig und süffig.

Der Spannungsaufbau ist am Anfang ziemlich stark. Im Mittelteil werden einige Geheimnisse gelüftet, die ich mir lieber später gewünscht hätte. Nichtsdestotrotz bleibt keine Frage offen.


Fazit:
Linus Geschke weiß wie man mit den Ängsten spielt, an den Nerven zerrt und an der Oberfläche kratzt. Doch um ehrlich zu sein war ich über die Auflösung etwas überrascht und bin mir nicht sicher ob der Klappentext zu viel verspricht. Trotzdem wirkte das Gelesene interessant, atmosphärisch und düster. So oder so: good Job!

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Veröffentlicht am 26.05.2023

Konnte mich nicht erreichen

Wir sehen uns gestern
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Inhalt:
„Morgen wird sie 40, und eigentlich ist Alice mit ihrem Leben recht zufrieden. Sie mag ihren Job, auch wenn es nicht ganz der ist, von dem sie geträumt hat, sie mag ihr kuschliges Apartment, sie ...

Inhalt:
„Morgen wird sie 40, und eigentlich ist Alice mit ihrem Leben recht zufrieden. Sie mag ihren Job, auch wenn es nicht ganz der ist, von dem sie geträumt hat, sie mag ihr kuschliges Apartment, sie kann seit Kindertagen auf ihre wunderbare beste Freundin zählen ... selbst ihr Beziehungsstatus ist ganz okay. Doch ihr Vater Leonard ist todkrank, und Alice fragt sich, ob das wirklich schon alles für sein Leben gewesen sein soll.

Als Alice am nächsten Morgen aufwacht, ist plötzlich alles anders. Es ist 1996, und Alice ist nicht etwa 40, sondern 16. Sie hat eine Menge zu verarbeiten, aber der größte Schock von allen ist ihr Dad: so lebenslustig, jung und charmant hat sie ihn noch nie erlebt. Ist ihre unverhoffte Reise in die Vergangenheit etwa die Chance, seine und ihre Zukunft völlig auf den Kopf zu stellen? Nur wie entscheidet sie dann, was für sie beide wirklich zählt?“


Schreibstil/Art:
Leider konnte mich die Autorin mit ihrem Stil nicht für sich gewinnen. Die Sätze waren mir oftmals zu verschachtelt und die vielen Straßennamen, Hausnummern, Kreuzungen, etc. ein Rätsel. Die ausführlichen Beschreibungen zu den Ortschaften hätte ich nicht gebraucht.

Womit ich nicht gerechnet hatte, ist, dass ich als Leserin so lange auf die eigentliche Handlung warten musste. Die Zeitreise hatte ich um ehrlich zu sein schon deutlich früher erwartet. Den Weg bis dahin fand ich stellenweise etwas zäh und die Schilderungen zu Alice' Privatleben ziemlich detailliert. Für mich spielte hierbei vieles eine zu große Nebenrolle.

Es gibt jedoch auch einige positive und schöne Momente. Auch die Flashbacks in die 90er Jahre haben mir gut gefallen.


Fazit:
Ich verstehe was die Autorin mit diesem Buch bewirken möchte/wollte, aber es konnte mich nicht erreichen. Ich konnte die Handlung nicht fassen, mich auch nicht mit Alice identifizieren und/oder die zähe Handlung nachvollziehen. Wirklich schade, denn meine Hoffnung war, dass dieses Buch voller Kraft, Weisheiten und Energie ist. In meinen Augen ist es leider nicht.

Die Vergleiche zu anderen Zeitreisefilmen, Büchern, etc. fand ich zwar angebracht aber es schien mir so, als hätte sich die Autorin selbst verraten und eine bestehende Idee kopiert hat. Ich habe mehr Spannung erwartet.

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