Profilbild von mariellebrm

mariellebrm

aktives Lesejury-Mitglied
offline

mariellebrm ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit mariellebrm über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2026

Leider enttäuschend

Paradise Beach
0

In „Paradies Beach“ geht es um Ava, die die Diagnose Endometriose erhält und sich einer Operation unterziehen muss. Durch den Eingriff verbringt sie viel Zeit allein in ihrer Wohnung und lauscht den Geräuschen ...

In „Paradies Beach“ geht es um Ava, die die Diagnose Endometriose erhält und sich einer Operation unterziehen muss. Durch den Eingriff verbringt sie viel Zeit allein in ihrer Wohnung und lauscht den Geräuschen des Wohnhauses. Dabei schwelgt sie in Erinnerungen an einen Sommer in ihrer Jugend, und man erfährt mehr über die Anfänge ihrer Erkrankung.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Da es keine klare, direkte Rede gibt, muss man sich zunächst daran gewöhnen. Durchaus außergewöhnlich, aber wenn man sich darauf einlässt, macht das Lesen Spaß.

Allerdings empfand ich die Geschichte insgesamt als eher träge. Zudem waren die Zeitsprünge für mich teilweise zu unklar, was es zusätzlich erschwert hat, der Handlung gut zu folgen.

Den Endometriose-Part habe ich mir intensiver und detaillierter vorgestellt. Was dieses Thema anbelangt, wurden meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Zusätzlich konnte ich mich mit der Protagonistin nicht identifizieren und hatte dadurch wirklich Probleme, im Buch voranzukommen. Ich weiß nicht, ob meine Erwartungen zu hoch waren oder ob der Klappentext zu sehr von der eigentlichen Geschichte abweicht, aber das Buch konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen.

Es hatte natürlich seine guten Aspekte, und dass das Thema Endometriose aufgegriffen wurde, finde ich sehr wichtig, da es dadurch mehr Präsenz erhält. Das Gesamtpaket hat mir persönlich jedoch leider nicht gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 28.03.2026

Gute Unterhaltung, wenig Tiefgang

Keeping it casual
1

In dem Roman „Keeping it casual“ geht es um Maxine, die zunächst eine gesundheitliche Diagnose erhält und dann auch noch feststellt, dass ihr langjähriger Freund sie betrügt. Sie meldet sich bei Tinder ...

In dem Roman „Keeping it casual“ geht es um Maxine, die zunächst eine gesundheitliche Diagnose erhält und dann auch noch feststellt, dass ihr langjähriger Freund sie betrügt. Sie meldet sich bei Tinder an und lernt überraschenderweise jemanden kennen. Die beiden fangen an, sich durch das Kochbuch ihres Ex-Freundes zu kochen und sich dabei besser kennenzulernen.

So schwer das Buch auf den ersten Blick klingt, so locker und leicht ist es jedoch geschrieben. Die Autorin erzählt mit Witz und einem leichten Schreibstil die Geschichte von Maxine und ihrem Leben. Man kommt super schnell durch das Buch, und durch die Chats und das Kochen blättert man von einem Kapitel zum nächsten.

Wer viel Tiefgang erwartet, ist hier an der falschen Adresse - es handelt sich um einen leichten Roman für zwischendurch. Einige Themen hätten meiner Meinung nach etwas ausführlicher ausgearbeitet werden können, dennoch hat mir die Geschichte gut gefallen. Ich lese zwischendurch gerne etwas Leichtes, und das hat das Buch definitiv erfüllt. Ich mochte Maxine als Protagonistin gerne.

Ein bisschen mehr Tiefe hätte mich zwar nicht gestört, dennoch fand ich das Buch als „Romcom“ super angenehm zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 25.11.2025

Was bedeutet Glück?

This isn't happiness
0

This Isn’t Happiness hat mich von Anfang an abgeholt - nicht durch große Dramen oder extreme Wendungen, sondern durch seine ehrlichen Töne und die sehr gut beobachteten zwischenmenschlichen Details. Besonders ...

This Isn’t Happiness hat mich von Anfang an abgeholt - nicht durch große Dramen oder extreme Wendungen, sondern durch seine ehrlichen Töne und die sehr gut beobachteten zwischenmenschlichen Details. Besonders Amy mochte ich unglaublich gern: eine Figur, die so viele Themen der Zwanzigerjahre widerspiegelt, dass man sich an vielen Stellen selbst wiederfinden kann.

Wie immer haben die Geschichten aus dem Pola Verlag etwas Besonderes an sich, und auch dieses Buch bildet da keine Ausnahme. Ohne große Dramen zeigt die Autorin, wie sich Gefühle verschieben, wie man sich verlieren kann und wie schwer es ist, aus festgefahrenen Mustern auszubrechen.

Trotz der eher ruhigen Struktur hat mich das Buch komplett in seinen Bann gezogen. Es ist augenöffnend, manchmal schmerzhaft ehrlich, manchmal überraschend witzig. Der Schreibstil ist leicht, humorvoll und macht das Lesen unglaublich angenehm - perfekt für zwischendurch, aber dennoch tief genug, um nachzuwirken.

Ich würde This Isn’t Happiness definitiv weiterempfehlen. Ein Buch, das nicht laut sein muss, um etwas zu sagen. Ein ruhiger, humorvoller und berührender Blick auf Liebe, Gewohnheit und die Frage, was Glück eigentlich bedeutet.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 30.07.2025

Rasanter Thriller mit kleineren Schwächen

Not Quite Dead Yet
1

Not quite Dead yet ist ein durchweg spannender Thriller, der einen sofort in die Handlung hineinzieht. Holly Jackson versteht es, eine dichte, mitreißende Atmosphäre zu schaffen und ihre Leser*innen mit ...

Not quite Dead yet ist ein durchweg spannender Thriller, der einen sofort in die Handlung hineinzieht. Holly Jackson versteht es, eine dichte, mitreißende Atmosphäre zu schaffen und ihre Leser*innen mit unerwarteten Wendungen immer wieder zu überraschen. Die Handlung bleibt bis zum Schluss temporeich und unvorhersehbar – man möchte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchlesen.

Die Hauptfigur überzeugt mit Cleverness, Entschlossenheit und einer ordentlichen Portion schwarzem Humor. Auch die Nebenfiguren bieten genug Konfliktpotenzial, um die Spannung konstant hochzuhalten.

An einigen Stellen wirkt die Geschichte allerdings etwas überzeichnet oder unrealistisch – hier hätte man sich gelegentlich mehr Glaubwürdigkeit gewünscht. Diese kleinen Schwächen trüben das Lesevergnügen aber nur minimal.

Insgesamt ein sehr unterhaltsamer Thriller, der mit cleverer Story, guter Figurenführung und viel Tempo überzeugt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 21.07.2025

Vielschichtig aber schwer greifbar

Hero
1

Ich hatte an dieses Buch bestimmte Erwartungen, da mich der Klappentext zur Selbstfindung sehr angesprochen hat. Ich habe mit einer zusammenhängenden, vielleicht sogar berührenden Geschichte über Selbstfindung, ...

Ich hatte an dieses Buch bestimmte Erwartungen, da mich der Klappentext zur Selbstfindung sehr angesprochen hat. Ich habe mit einer zusammenhängenden, vielleicht sogar berührenden Geschichte über Selbstfindung, Beziehungen und persönliches Wachstum gerechnet. Bekommen habe ich jedoch etwas anderes.

Schon zu Beginn fiel es mir schwer, in den Text hineinzufinden. Der Schreibstil war ungewohnt. Zwar gewöhnt man sich mit der Zeit daran, aber wirklich „in der Geschichte“ war ich nie. Emotional hat mich die Erzählweise leider eher auf Abstand gehalten.

Was sich durch das gesamte Buch zieht, sind häufige, teils sehr abrupte Themenwechsel. Für mich ergab sich daraus kein roter Faden. Viele Szenen oder Abschnitte wirkten wie lose Fragmente, die wenig miteinander verbunden sind. Das machte es für mich schwer, der Geschichte zu folgen oder eine tiefere Bedeutung hinter dem Ganzen zu erkennen.

Inhaltlich geht es zwar um Selbstreflexion und die Suche nach sich selbst, doch dieser Aspekt ging für mich unter – zu verworren waren die vielen kleinen Geschichten. Diese mögen für die Protagonistin Hero wichtig und prägend gewesen sein, aber für mich als Leserin waren sie mit der Zeit eher ermüdend. Es fühlte sich oft wie eine Aneinanderreihung von Ereignissen an, ohne echten erzählerischen Fortschritt.

Gleichzeitig muss man anerkennen, dass das Buch auf literarischer Ebene ambitioniert ist. Die Sprache und Struktur heben sich deutlich von typischen Jugendromanen ab. Wer literarisch anspruchsvollere, experimentelle Texte schätzt, könnte darin eine Stärke sehen. Auch thematisch ist Hero relevant: Das Buch übt Kritik am Patriarchat und thematisiert gesellschaftliche Zwänge und weibliche Selbstermächtigung – allerdings eher subtil und fragmentarisch als klar und stringent.

Für Leser*innen, die fragmentarisches Erzählen und experimentelle Formen mögen, wird dieses Buch interessant sein. Ich persönlich konnte weder emotional noch inhaltlich eintauchen und hatte mir vom Klappentext etwas anderes versprochen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl