Leider enttäuschend
Paradise BeachIn „Paradies Beach“ geht es um Ava, die die Diagnose Endometriose erhält und sich einer Operation unterziehen muss. Durch den Eingriff verbringt sie viel Zeit allein in ihrer Wohnung und lauscht den Geräuschen ...
In „Paradies Beach“ geht es um Ava, die die Diagnose Endometriose erhält und sich einer Operation unterziehen muss. Durch den Eingriff verbringt sie viel Zeit allein in ihrer Wohnung und lauscht den Geräuschen des Wohnhauses. Dabei schwelgt sie in Erinnerungen an einen Sommer in ihrer Jugend, und man erfährt mehr über die Anfänge ihrer Erkrankung.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Da es keine klare, direkte Rede gibt, muss man sich zunächst daran gewöhnen. Durchaus außergewöhnlich, aber wenn man sich darauf einlässt, macht das Lesen Spaß.
Allerdings empfand ich die Geschichte insgesamt als eher träge. Zudem waren die Zeitsprünge für mich teilweise zu unklar, was es zusätzlich erschwert hat, der Handlung gut zu folgen.
Den Endometriose-Part habe ich mir intensiver und detaillierter vorgestellt. Was dieses Thema anbelangt, wurden meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Zusätzlich konnte ich mich mit der Protagonistin nicht identifizieren und hatte dadurch wirklich Probleme, im Buch voranzukommen. Ich weiß nicht, ob meine Erwartungen zu hoch waren oder ob der Klappentext zu sehr von der eigentlichen Geschichte abweicht, aber das Buch konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen.
Es hatte natürlich seine guten Aspekte, und dass das Thema Endometriose aufgegriffen wurde, finde ich sehr wichtig, da es dadurch mehr Präsenz erhält. Das Gesamtpaket hat mir persönlich jedoch leider nicht gefallen.