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Veröffentlicht am 28.10.2020

Lesenswert besonders für Kenner der Seen

Land der Seen
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In seinem Reisebericht "Land der Seen" beschreibt der preisgekrönte Journalist Allan Casey die Seele Kanadas. Das Buch erscheint im Knesebeck Verlag.

Casey trifft auf Hüttenbewohner, Bootskapitäne, ...

In seinem Reisebericht "Land der Seen" beschreibt der preisgekrönte Journalist Allan Casey die Seele Kanadas. Das Buch erscheint im Knesebeck Verlag.

Casey trifft auf Hüttenbewohner, Bootskapitäne, Marathonschwimmer, Fischereimanager, Einsiedler und Touristen. Er beschreibt, was ihn an diesen Seenlandschaften fasziniert.

"Kanadische Seen haben Zauberkräfte. Schlägt ein bestimmter See einen in seinen Bann, fließt fortan sein Wasser durch seine Adern. Geschieht das in der Kindheit, ist man ein Leben lang geprägt - wie eine Kanadagans, die weiß, wie sie aus Texas den Weg zurück zu ihrem Brutgebiet findet." Zitat Seite 33

"Lakeland", wie dieses Buch im Original heißt, ist eine persönliche Erzählung Allan Caseys, in der er seinen Lesern das einfache Leben in der Natur und die Natur-Verbundenheit der Menschen im Land der Seen näher bringt.

Die Reise-Stationen sind: Emma Lake (Saskatchewan), Ajawaan Lake (Saskatchewan), Lake Winnipeg (Manitoba), Bras d’Or Lake (Nova Scotia), The Lakes of Gros Morne National Park (Neufundland), Lake Athabasca (Alberta-Saskatchewan), Lake Okanagan (British Columbia), Lake of the Woods (Ontario), Lake Nipissing (Ontario), Lac Saint-Jean (Quebec), Waterton Lakes National Park (Alberta).

Casey nimmt uns mit auf seine Reise, nächtigt in einfachen Hütten und fängt bildhaft beschreibend die besondere Vielfalt und Schönheit dieser Seenlandschaften ein und macht gleichzeitig auch die Schattenseiten und Nachteile einer übermäßigen menschlichen Einflussnahme deutlich. Die Schönheit der Natur, die rauhe Wildnis lockt zahlreiche Touristen an. Die Folge sind Ferienhausbebauung, Straßen für Besucher der Nationalparks und Zumüllung der Natur sind die negativen Seiten dieser wunderschönen Seenlandschaften.

Seine Kindheit verbrachte Allan Casey am Emma Lake in Saskatchewan, dorthin zieht es ihn immer wieder zurück und vor dort startete er auch seine einjährige Reise, die ihn von den Saphirseen oberhalb der Baumgrenze der Rocky Mountains bis zu den Seen im Westen Neufundlands führte. Dabei erleben wir den Wechsel der Jahreszeiten, die vielseitige Flora und Fauna, riskante Eisstraßen und vereiste Seen, sommerliche Schwimmwettbewerbe im Lac Saint-Jean, und außerdem persönliche naturnahe Erlebnisse mit unterschiedlichen Menschen, die Allan unterwegs getroffen hat.

Kanada hat mehr Seen als alle anderen Länder der Erde zusammen, fast acht Prozent seiner Landfläche sind mit rund zwei Millionen Seen bedeckt, davon sind 563 größer als 100 Quadratkilometer. Die Seen sind keine Badeseen, die wilden Naturseen liegen in unberührter Natur und bieten Wildtieren reichlich Lebensraum. In der Erzählung beschreibt der Autoren den Fischreichtum (Forellen, Lachse), es gibt Biber und Otter, Elche, Hirsche, Wölfe und eine vielfältige Vogelwelt. Doch bekannt ist der Norden Kanadas vor allem durch die Grizzlybären, die hier ihre angestammte Heimat haben.

Allan Caseys Erzählung fängt die besondere Vielfalt und Schönheit dieser Seenlandschaften ein. Er zeigt auch die Folgen und die Gefahr einer übermäßigen menschlichen Einflussnahme auf. Ferienbebauung, Straßen für Besucher der Nationalparks und Zumüllung der Natur sind die negativen Seiten dieser touristisch interessanten wunderschönen Seenlandschaften.

Man kann die einzelnen Kapitel/Reisestationen im Jahreswandel gut miterleben, auch erzählerisch ist der Stil sehr schön zu verfolgen. Allerdings ist das auf Dauer auch reichlich ernüchternd, wenn man die einzelnen Seen nicht kennt und den persönlichen Bezug zum Autor nicht herstellen kann. Die Aneinanderreihung der einzelnen Reiseberichte hätte zur Anschauung schön mit ein paar Fotos aufgelockert werden können. So wirkt das Ganze recht trocken erzählt und im Laufe der Reise verlor ich das Interesse an den einzelnen Stationen. Es ist mehr eine persönliche Niederschrift Allan Caseys Umweltphilosophie als ein Bericht über die Kultur und die Geschichte der Seen. Ich hatte erwartet, dass dieses Buch auch auf die besondere Geologie, die geographischen Gegebenheiten und die Anthropologie der Bewohner eingehen würde. Stattdessen war es mehr die persönliche Erfahrung mit menschlichen und tierischen Begegnungen.

Wer mehr über Land und Leute erfahren oder diese Gegend bereisen möchte, wird dank Allan Casey einige wissenswerte Einblicke gewinnen. Für mich war die Lektüre auf Dauer etwas ernüchternd.

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Veröffentlicht am 27.10.2020

Die Spannung wurde mit Wissen überfrachtet

Final Control
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Veit Etzolds neuer Thriller "Final Control" erscheint im Droemer Verlag.

Das Szenario dieses Thrillers ist folgendes: Die EU zerbricht, es droht ein europäischer Bürgerkrieg.

Tom Bayne ist App-Entwickler ...

Veit Etzolds neuer Thriller "Final Control" erscheint im Droemer Verlag.

Das Szenario dieses Thrillers ist folgendes: Die EU zerbricht, es droht ein europäischer Bürgerkrieg.

Tom Bayne ist App-Entwickler und sucht einen Investor für eine Medizin-App, der Milliardär Dairon Arakis hätte die nötigen Mittel. Doch Arakis ist ein Schurke und nimmt durch ein riesiges Hedge-Fonds-Konsortium Einfluss und ruiniert zahlreiche italienische Banken. Es droht ein Bürgerkrieg in Europa. Die europäischen Regierungen müssen reagieren, wäre Arakis Angebot einer chinesischen Sicherheitstechnologie die hilfreiche Lösung? Tom Bayne erkennt die Bedrohung durch Arakis, aber einem Darion Arakis stellt man sich lieber nicht in den Weg.

"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, hatte Lenin gesagt." Zitat Seite 81

Wenn man dieses Buch liest, wird man einem ständigen Wechsel von weltweiten Handlungsorten, unterschiedlichen Personen und Inhalten ausgesetzt. Die Bandbreite der politischen Themen umfasst die Globalisierung und Verflechtung der europäischen Finanzmärkte und gleichzeitig werfen wir einen Blick auf den digitalen Überwachungsapparat Chinas.

Der Plot entwickelt sich rasant aus verschiedenen Handlungssträngen, er hangelt sich quer durch die Welt: Hamburg, Rom, Washington /USA, Shenzhen/China, Brasilien und selbst der Vatikan werden zum Schauplatz in diesem Kampf um Einflussnahme und Ausbreitung der Wirtschaftsmacht. Immer wieder werden Informationen zu Wirtschaftsthemen eingestreut, die mir die enorme Recherchearbeit des Autors ständig vor Augen geführt haben. Auch die Rolle von Tom Bayne ist keine leichte, denn er führt die Fäden im Buch wieder zusammen. Vor dieser Informationsfülle und zahlreichen Charaktere verlor ich den roten Faden leider nur allzu leicht und durch die Wissensüberladung blieb der Lesespaß auf der Strecke.

Die Vorgänge sind alle brisant, hochaktuell und heiße Eisen. Die Datenüberwachung geht uns alle an, was den Spannungseffekt ordentlich hoch hält. Gefesselt liest man diese Themen, weiß von den Sicherheitslücken in der digitalen Welt und fragt sich, wie weit die Chinesen auf die europäische Wirtschaft übergreifen werden und wie weit die digitale Überwachung in Europa gehen wird.

Die Erzählweise und politische Themenbreite sind vielfältig und anspruchsvoll, die Handlung geht vor lauter Informationen aber immer wieder verloren.

Ein erschreckend realitisch wirkendes Szenario, das nachdenklich macht und hauptsächlich für Politthriller-Fans ein ganz heißer Tipp ist.

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Veröffentlicht am 26.10.2020

Ein schöner Lese-Adventskalender darüber, wie man Freude schenkt

Schnauze, jetzt rieselt's Geschenke
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"Schnauze, jetzt rieselt's Geschenke" aus dem cbj Verlag ist der 5. Band und eine Adventskalendergeschichte von Karen Christine Angemayer, illustriert von Annette Swoboda.

Auch Katzendame Soja möchte ...

"Schnauze, jetzt rieselt's Geschenke" aus dem cbj Verlag ist der 5. Band und eine Adventskalendergeschichte von Karen Christine Angemayer, illustriert von Annette Swoboda.

Auch Katzendame Soja möchte im Advent Geburtstag feiern. Warum sollten das eigentlich nur Menschen und das Christkind Geburtstag können? Also plant sie ihren und Brunos Geburtstag im Advent, schliesslich ist diese Zeit etwas ganz besonderes. Aber welche Art von Feier soll es geben, was ist ein passende Geschenk für Bruno? Auch der fragt sich, worüber sich Soja wohl freuen würden.

Für Soja und Bruno beginnen aufregende Adventstage, denn sie möchten auch mal Geburtstag feiern und legen den Termin in den Advent. Doch was schenkt man sich gegenseitig und worüber freut sich der andere? Wahre Freude zu bereiten ist nicht einfach, das merken die beiden Freunde schnell.


Dieses Buch ist ein Lese-Adventskalender, indem die kleinen Leser täglich eine kurze Geschichte von einer Doppelseite erwartet. Die einzelnen Adventstage müssen erst geöffnet werden, die Seiten sind durch Perforierung verschlossen. Besonders Kindern macht das Öffnen großen Spaß, ich empfehle dafür ein Lineal, damit die Seiten keinen Schaden nehmen.


In dieser Geschichte erlebt man Bruno und Soja, beide haben ihren eigenen Charakter und sie werden mit ihren unterschiedlichen Vorlieben und Gewohnheiten sehr liebevoll gezeichnet.
Mal die Welt aus der Sicht der Tiere zu sehen, ist der besondere Effekt dieser Geschichte.
Die Geschichten könnten allerdings etwas weihnachtlicher sein, denn es ist ja ein Adventskalender. Mir fehlte die eigentliche Weihnachtsvorfreude, die hier scheinbar einfach auf die Geburtstage der Tiere appliziert wurde.

Die Illustrationen haben mir gut gefallen, mehrfarbig wie auf dem Cover wären sie aber schöner und effektvoller gewesen.

Der Anfang des Adventskalenders ist humorvoll und doch lässt die Neugier und die spannende Wirkung der Geschichten im Laufe des Buches etwas nach.

Irgendwie wird das Buch mehr oder weniger auf die unterschiedlichen Vorlieben und Wünsche von Hund und Katze gelenkt, aber 'nur' Wünsche allein ergeben noch keinen tieferen Sinn.

Ganz am Ende ist Sojas Rezept für das beste Geschenk der Welt zu finden, dieses greift die Weihnachtsbotschaft perfekt auf. Davon hätte ich mir im Buch mehr gewünscht. Die eigentliche Weihnachtsfreude kommt leider zu kurz.

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Veröffentlicht am 24.10.2020

Köstliche Herbstküche mit Soulfood-Gerichten aus fernen Ländern

Currys - Die besten Rezepte - mit Fleisch, Fisch, vegetarisch oder vegan. Aus Indien, Thailand, Pakistan, Malaysia und Japan
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Das Kochbuch "Currys - Die besten Rezepte" von Isabelle Guerre erscheint im Bassermann Verlag.

Currys stammen ursprünglich aus dem asiatische Küche Indiens und Thailands. Die aromatischen Gerichte sind ...

Das Kochbuch "Currys - Die besten Rezepte" von Isabelle Guerre erscheint im Bassermann Verlag.

Currys stammen ursprünglich aus dem asiatische Küche Indiens und Thailands. Die aromatischen Gerichte sind aus der Wohlfühlküche gar nicht mehr wegzudenken, sie haben viel Sauce und Gemüse und man kann sie vegetarisch oder auch mit Fisch, Geflügel, Meeresfrüchten oder Fleisch zubereiten. Viele Gewürze sorgen für Aroma und Kokosmilch für die sämige Konsistenz der Sauce.

Currys sind der Inbegriff der asiatischen Küche, in Indien versteht man darunter spezielle Gewürzmischungen, die aus frischen oder gerösteten Gewürzen bestehen. Wenn man nichts anderes zur Hand hat, kann man aber auch das bei uns gängige Supermarkt-Currypulver verwenden,

Thai-Currys bestehen aus Gewürzpasten mit Chili, Ingwer, Knoblauch, Zwiebeln, Kräuter und Kokosmilch. Die Pasten sind in verschiedenen Farben erhältlich, die grüne Paste ist am schärfsten, gefolgt von der roten Variante oder der milden gelben. Man sollte sich langsam herantasten und lieber noch etwas nachwürzen, ansonsten kann es doch sehr scharf werden.

Beim Kochen gibt es eigentlich nicht viel zu beachten, der Garpunkt von Gemüse, Fisch oder Fleisch muss stimmen, ansonsten sind hier der Kreativität des Kochs keine Grenzen gesetzt. Vorteilshaft ist auch die Zubereitung in nur einem Topf, wenn man von einer Beilage mal absieht.

Supereinfache Rezepte mit Abbildungen aller Zutaten und kurzen Anleitungstexten und ansprechende Fotos von fertigen Curry wecken den Appetit und lassen sich einfach nachkochen.

Zur Auswahl stehen in diesem Buch 32 Rezepte, die nach Geflügel, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten und Gemüse geordnet sind.

CHICKEN-CURRY vietnamesische Art (mit Zitronengras)

ROTES THAI-CURRY mit Garnelen und Kokos

COLOMBO - kreolisches Curry (Karibik-Feeling pur)

GRÜNES THAI-CURRY mit Weißfisch

GELBES THAI-CURRY mit Garnelen und Mango

LAMMCURRY indische Art (genau wie beim Inder)

LINSEN-DAHL mit Gewürzen (auch als Beilage gut)

KÜRBISCURRY sri-lankische Art (ein wenig wie Kürbissuppe, nur mit Stücken)

ZUCCHINISUPPE mit Curry und Frischkäse (lecker)

TIKKA-MASALA nut Tofu (sättigendes Veggie-Curry)

Ganz hinten im Buch findet sich unter "Meine kleine Einkaufsliste", sozusagen die Übersicht der genauen Zutaten für die jeweiligen Rezepte. Einfach mit dem Handy abfotografieren und Einkaufen.

Die Auswahl bietet für jeden Geschmack und für jede Ernährungsform das passende Rezept und die Zubereitung überfordert niemanden. Praktischer Richtwert ist die Angabe der erforderlichen Zeit für die Vorbereitung und die Garzeit. Die Rezepte sind alle für 4 Personen ausgelegt.

Wer aus diesem Buch kocht, kann sich ganz einfach die Küche ferner Länder nach Hause holen. Wir reisen im Kochtopf nach Indien, Thailand, Pakistan, Malaysia und Japan. Die Rezepte reichen von würzig-scharf, über cremig-aromatisch bis hin zu exotisch, fruchtig und verführerisch. Currys wärmen durch die Gewürze, eignen sich also ganz wunderbar für den Herbst!

Leckere und vielseitige Currys aus fernen Ländern, die echte Wohlfühlgerichte für den Herbst sind.

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Veröffentlicht am 22.10.2020

Sehr weihnachtliche Krimiunterhaltung, aber leider wenig Spannung

Leise rieselt der Tod
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Der Weihnachtskrimi "Leise rieselt der Tod" von Uli Aechtner erscheint im Emons Verlag.

Ausgerechnet vor Weihnachten ist Jenny wieder Single. Alleine möchte sie das Fest aber nicht verbringen und schildert ...

Der Weihnachtskrimi "Leise rieselt der Tod" von Uli Aechtner erscheint im Emons Verlag.

Ausgerechnet vor Weihnachten ist Jenny wieder Single. Alleine möchte sie das Fest aber nicht verbringen und schildert Tom, ihrem guten Freund aus alten Tagen ihre Lage. Tom lädt sie kurzerhand zu sich ein, er ist Landarzt und steckt noch mitten im Umzug, ihm ist auch nach ruhigen Feiertagen. Beide hoffen auf ein paar entspannende Tage, aber dann kündigt Toms Familie ihren Besuch an und Jenny findet eine tote Frau im Weihnachtsmannkostüm. Von Ruhe kann jetzt keine Rede mehr sein und um Toms Unschuld zu beweisen, ermittelt Jenny und besucht sogar einen Flirtkurs.

Dieser Krimi hat 25 Kapitel, man könnte ihn also als Adventsgeschichte lesen. Außerdem verbreitet er mit weihnachtlichen Vorbereitungen und der Bäckerei von Stollen und Gebäck auch die nötige Stimmung. Ein paar Rezepte gibt es im Anhang.

Für Jenny ist Weihnachten gerettet, als ihr Freund Tom sie zu sich einlädt. Beide kommen gut miteinander aus und doch verläuft das Weihnachtsfest anders als erwartet. Denn als ein Mord geschieht, erwacht Jennys detektivische Ader und sie steckt ihre Nase in die Nachforschungen und landet in einem Weihnachtsflirtkurs für einsame Singles.

Der Erzählstil ist leicht und locker, mit etwas Humor gewürzt, sodass man das Buch schnell durchgelesen hat. Im Vordergrund steht die sich anbahnende Liebesgeschichte, dazu der Flirtkurs und die Weihnachtszeit und schon ist die Unterhaltung perfekt. Nur der Krimifall hätte gerne etwas spannender sein können. Leider hatte ich von Anfang an einen Täterverdacht, der sich am Ende dann bewahrheitete. Auch wenn die Auflösung dann sehr logisch abgewickelt wurde, fehlte mir der Überraschungseffekt.

Bei den Figuren geht es bunt zu, wir lernen die sympathische und umtriebige Jenny kennen, die Toms Unschuld beweisen möchte und für ihn am Herd steht, um den weihnachtlichen Traditions-Stollen zu backen. Toms Familie wirkt absolut normal und menschlich, denn sie wurde mit den typischen Streitpunkten versehen, die man in vielen Familien kennt. Die Tote hat so einige Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen. Und Kater Casanova schleicht sich katzenartig immer wieder ins Bild.

Wer gerne leichte Krimis mit weihnachtlicher Atmosphäre liest, ist mit diesem Buch gut beraten.

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