Cover-Bild Verity
(141)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Ersterscheinung: 13.03.2020
  • ISBN: 9783423437288
Colleen Hoover

Verity

Der TikTok-Bestseller – ein Romantik-Thriller voller Emotionen. Mit exklusivem Epilog.
Katarina Ganslandt (Übersetzer)

»Voller aufwühlender Emotionen, düster, faszinierend und extrem süchtig machend.« TotallyBooked Blog
Ein unmoralisches Angebot. Eine unmögliche Liebe. Und ein Tagebuch, das Unvorstellbares enthüllt … 
Ein Romantik-Thriller voller Emotionen und Gänsehaut-Faktor.
Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die gefeierten Psychothriller von Starautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Diese ist seit einem Autounfall, der unmittelbar auf den Tod ihrer beiden Töchter folgte, nicht mehr ansprechbar und ein dauerhafter Pflegefall. Lowen akzeptiert – auch, weil sie sich zu Veritys Ehemann Jeremy hingezogen fühlt. Während ihrer Recherchen im Haus der Crawfords findet sie Veritys Tagebuch und darin offenbart sich Lowen Schreckliches …
Leidenschaftliche Gefühle, dunkle Atmosphäre und nervenzerreißende Spannung. 

»Warnung: Verity wird Ihr Herz nicht erweichen. Es wird Ihnen die Seele erstarren lassen.« Kindle Crack Book Reviews
Mit einem neuen Epilog, der alles verändert.

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2020

Gänsehaut pur!

0

Rezension zu Verity

Inhalt:

Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die gefeierten Psychothriller von Starautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. ...

Rezension zu Verity

Inhalt:

Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die gefeierten Psychothriller von Starautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Diese liegt seit einem Unfall, der unmittelbar auf den gewaltsamen Tod ihrer beiden Töchter folgte, im Koma.

Lowen akzeptiert – auch, weil sie sich zu Veritys Ehemann Jeremy hingezogen fühlt. Während ihrer Recherchen im Haus der Crawfords findet sie Veritys Tagebuch und darin offenbart sich Lowen Schreckliches …

Meine Meinung:

Cover:

Wow ich habe mich sowas von in dieses Cover verliebt. Es ist so wunderschön gestaltet, da es aussieht wie rosa Wolken. Dieses Cover zeigt genau das Gegenteil, worum es in der Geschichte überhaupt geht. Das Cover ist hell, freundlich und man erwartet vielleicht sogar eine Liebesgeschichte, aber die Geschichte an sich ist dunkel und düster.

Schreibstil:

Natürlich habe ich schon Bücher von Colleen Hoover gelesen und immer wider von ihrem tollen Schreibstil begeistert. Nun war Verity nicht das übliche Genre, wie sie sonst immer schreibt. Aber das hat der Autorin keinen Abbruch getan. Auch wenn es eher ein Thriller war statt den üblichen Liebesgeschichten, war die Geschichte richtig gut geschrieben. Es war so kompliziert und gut ausgedacht und dann ihr Schreibstil. Colleen Hoover hat so ein düsteres und fantastisches buch zum leben erweckt. Manchmal hatte man wirklich Gänsehaut, weil es so unglaubwürdig und erschreckend war. Sie at es so realistisch dargestellt.

Handlung:

Es geht um die junge Schriftstellerin Lowen, die durch den Tot ihrer Mutter weder Geld noch Wohnung hat. SO kommt es ihr gerade recht, dass sie ein Angebot von einer Agentur bekommt. Der Mann von der gefeierten Schriftstellerin Verity Crawford möchte, dass die Bücher von ihr von Lowen weitergeschrieben wird, da sie das durch einen Autounfall nicht mehr alleine machen kann. So kommt es, dass Lowen bei Jeremy und Verity einzieht um sich durch Veritys Notizen für die Bücher zu suchen. Aber statt dies zu machen, bekommt sie ein verstecktes Manuskript zur Autobiographie von Verity in die Hand und was darin steht sorgt dafür, das ihr Albtraum erstmal beginnt. Denn in dieser Familie gibt es viel mehr Geheimnisse, als je jemand ahnen konnte. Aber wer sagt die Wahrheit und wer verdreht diese?

Charaktere:

Lowen war zum Anfang ein sehr Menschenscheuer Charakter. Sie hat alles in jeden gemieden. Ich fand sie als Charakter im Allgemeinen sehr sympathisch, aber ich fand es doch schon seltsam, wie schnell sie Gefühle für Veritys Mann bekam und auch ganz zum Schluss im Epilog konnte ich ihre Handlungen zur Hälfte verstehn, aber auf der anderen Seite wieder nicht. Ich fand nur ihre Wandlung von Sozialscheu zur Familienmutter zu schnell, weil ein Mensch kann dies doch alles nicht so schnell ablegen und im allgemeinen hat man nicht viel über ihre Charakterwandlung mitbekommen.

Jeremy war ein sehr liebevoller Mensch, der sich gut um seine restliche Familie kümmerte, aber auch er war geheimnisvoll und man hat erst zum Schluss so manches über ihn erfahren, was man am Anfang gar nicht dachte. Diese Menschen hatten viele Leichen im Keller liegen, wenn man es so sagen kann. Auch bei ihm kam mir die Wende zu kurz. Wie schnell hat er sich in Lowen verliebt und das mit Verity?

Verity war ein sehr komplizierter Charakter. Man lernt sie nicht "persönlich" kennen, sondern nur durch ihre Briefe und dem Manuskript. was man aus dem Manuskript erfahren hat, war Verity ein schrecklicher Mensch, aber nach dem Brief zu urteilen, konnte man gar nicht mehr Zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden. Sie war ein sehr manipulativer Mensch, welcher schwer zu durchschauen war und man wusste nie, welche Aussagen war oder Falsch waren.

Crew ist ein sehr liebevoller Junge, aber ich fand er wurde schon als sehr reifer Charakter dargestellt, obwohl er grade einmal fünf Jahre als war. Dennoch tat mir sehr leid, was ihm in diesen jungen Jahren schon widerfahren ist, auch wenn man gar nicht genau weiß was ihm wirklich passiert ist, da Verity immer wieder neue Auflagen der angeblichen Wahrheit ans Licht brachte.

Fazit:

Wow, dieses Buch war wirklich anders. Es war gar nicht das was man von der Autorin gewohnt war, aber dennoch war es fantastisch. Sie kann dieses Genre wirklich sehr gut schreiben, denn man hatte immer wieder Gänsehaut, bei dem was von Verity geschrieben worden war. Es war manchmal erschreckend und verwirrend zugleich, besonders am Ende. Dennoch ist es wirklich sehr gut geschrieben worden, auch wenn ich ein wenig schade fand, dass die Geschichte der Charaktere drumherum nach ließ. Es wurde sich so auf Verity und ihre Geschichte konzentriert, was großartig geworden ist, dass die Liebesgeschichte und die Entwicklung der anderen Charaktere mir deutlich zu sehr im Hintergrund stand und es auch alles sehr schnell ging. Trotzdem alles in allem wieder ein sehr gelungenes Buch.

Große Leseempfehlung !

5 Sterne !

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2020

Schokierend und sehr fesselnd zugleich

0

Wow! Bisher habe ich immer einen großen Bogen um Colleen Hoovers Bücher gemacht. Liebesgeschichten sprechen mich schon lange nicht mehr an. Aber als eine Leserin so begeistert von dem Buch erzählte und ...

Wow! Bisher habe ich immer einen großen Bogen um Colleen Hoovers Bücher gemacht. Liebesgeschichten sprechen mich schon lange nicht mehr an. Aber als eine Leserin so begeistert von dem Buch erzählte und meinte, es ist ganz anders als ihre sonstigen, habe ich es doch ausprobiert. Und was soll ich sagen? Die Autorin hat mich voll umgehauen - begeistert und geschockt gleichermaßen. Der Plot ist so dermaßen spannend und packend, dass er einen nicht mehr loslässt, dass man ständig an dieses Buch denkt und sich darauf freut endlich wieder weiterlesen zu können.

Ich kann lediglich schreiben, was mich begeistet hat, denn ich habe keinen einzigen Kritikpunkt. Der Beginn ist bereits schockierend und katapultiert den Leser sofort in die Geschichte und in Lowens Leben. Aus der Ich-Perspektive heraus erfährt man sehr viel über sie und wird in ihren Gedanken und Gefühlen mitgenommen. Aus ihrer Sichtweise schildert Colleen Hoover die Geschehnisse im Haus von Verity und ihrer Familie. Einen großen Teil nimmt auch Veritys Manuskript ein, das Lowen im Arbeitszimmer der Autorin entdeckt und nicht mehr loslässt. Genauso wie Lowen ist man als Leser neugierig auf das Manuskript und möchte immer wieder darin lesen. Dieser Inhalt ist schockierend und verstörend. Gepaart mit den Ereignissen im Haus ergibt es einen Pageturner.

Nicht nur dir Handlung, auch der Schreibstil ist ein besonders gelungener Aspekt. Wie die Autorin die Liebe und anderen Gefühle der Figuren beschreibt, zeigt, dass sie schon einige Erfahrung auf dem Gebiet hat. Die Emotionen sind sehr authentisch und nachvollziehbar, werden lebendig, sodass man sie auch als Leser spüren kann. Dadurch wird man in einem reißenden Sog komplett in die Handlung gezogen. Das Ende ist wie das Buch: schockierend, überraschend und aufwühlend. Ich mag es.

Fazit

Dieses Buch ist zu einem Jahreshighlight geworden. Durch den mitreißenden Plot, den schockierenden Momenten und dem lebendigen Schreibstil hat mich die Autorin komplett begeistern können. Wenn sie mal wieder ein Buch schreiben sollte, dass keine Liebesgeschichte beinhaltet, werde ich es auf jeden Fall lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2020

Lässt mich gleichzeitig fasziniert und verstört zurück...

0

Auch wenn ich ein großer Fan von Colleen Hoovers Geschichten bin und beinahe alle gelesen habe, hatte ich nicht viel von "Verity" erwartet, weil es die Leserschaft als wirkliches Schock-Buch angepriesen ...

Auch wenn ich ein großer Fan von Colleen Hoovers Geschichten bin und beinahe alle gelesen habe, hatte ich nicht viel von "Verity" erwartet, weil es die Leserschaft als wirkliches Schock-Buch angepriesen hat und mich nicht mehr viel schockieren kann. Mittlerweile habe ich ein gutes Gespür für Wendungen und kann häufig den Verlauf von Geschichten vorhersagen. Auch bei diesem Roman dachte ich nach wenigen Seiten, ich hätte die Story durchschaut. Doch da habe ich meine Rechnung ohne die Autorin gemacht....

Das Cover ist mit den rosafarbenen Wolken, dem babyblauen Himmel, dem Schwarm winzig klein wirkender Wolken und dem großen, hervorstechenden Titel der Inbegriff einer nichtssagenden Coverschönheit, wie man sie mittlerweile genreübergreifend immer häufiger findet. Versteht mich nicht falsch - ich mag die Gestaltung wirklich sehr - aber angesichts der Abgründe, die die Autorin hier offenlegt, hätte ich etwas erwartet, was weniger "Liebesgeschichte" schreit. Letztendlich ist es aber wohl genau der Schrecken hinter der schönen Verpackung, welcher das Buch so spannend macht und gerade weil man von der Queen of Hearts keine Psychothriller-ähnliche Geschichte erwarten würde, erwischt die Dunkelheit zwischen den Seiten einen so eiskalt. Dass der Titel, der gleichzeitig Name der Frau ist, die Dreh- und Angelpunkt der Geschichte darstellt, und durch die Bedeutung - nämlich ironischerweise "Wahrheit" - den Hauptkonflikt vorwegnimmt, finde ich einfach nur genial.


Erster Satz: "Erst höre ich das Geräusch seines berstenden Schädels, dann spritzt mir sein Blut entgegen."


Schon der Beginn des ersten Kapitels wird alle verstören, die hier ganz dem Cover zufolge eine seichte Liebesgeschichte erwarten. Als hätte die Autorin es darauf angelegt, gleich ein Statement zu setzen und schon aus dem ersten Satz möglichst viel Schockpotential herauszuholen, starten wir mit einem blutigen Unfall auf den Straßen Manhattans ins Geschehen. Wen das abschrecken sollte, dem sein versichert: genau in diesem Stil geht die Geschichte auch weiter. Dass Lowen ihren neuen Auftraggeber Jeremy ausgerechnet mit der Gehirnmasse eines Unfallopfers bespritzt kennenlernt, scheint zwar ein denkbar schlechtes Omen zu sein, ist aber nichts im Vergleich zu dem Schrecken, der auf sie zu kommt, als sie das Angebot, die Thrillerreihe seiner verunglückten Frau Verity weiterzuschreiben, annimmt und in das Haus einer Familie zieht, die einiges durchmachen musste. Bald schon zweifelt die Jungautorin daran, dass die Crawfords einfach nur unglückliche Chroniker sind. Ist es ein Zufall, dass beide Töchter Harper und Chastin kurz hintereinander verunglückt sind und auch Verity nach einem Unfall nicht mehr ansprechbar ist, oder steckt etwas anderes hinter den Unglücksfällen? Neugierig geworden liest sie Veritys Autobiografie, die sie in einer Kiste in ihrem Arbeitszimmer findet und dabei entdeckt sie eine dunkle Wahrheit. Eine Wahrheit, die ihr neues Glück als erfolgreiche Autorin und ihre Liebe zu Jeremy zerstören wird...


"Die meisten Leute, die nach New York kommen, legen es darauf an, entdeckt zu werden. Wir Übrigen kommen hierher, um uns zu verstecken."



Leider kann ich euch nicht viel über den Verlauf der Handlung erzählen, weil ich sonst Wichtiges vorwegnehmen müsste. Fest steht nur, dass diese Geschichte ganz anders aufgezogen ist, als die emotionalen Liebesromane, die wir sonst von Colleen Hoover kennen. Hier entblößt die Autorin Abgründe, verdreht Wahrheiten, lockt auf falsche Fährten und zeigt keinerlei Erbarmen, sodass wir bald das Gefühle bekommen, einen waschechten Psychothriller vor uns zu haben. Auch wenn wir vor allem Lowens Gedanken und Gefühle aus der Ich-Perspektive verfolgen und durch sie als neugierige Eindringling in die Welt der Crawfords eintauchen, bekommen wir durch eingeschobene Kapitel aus Veritys Autobiografie, die wir parallel zu Lowen lesen können, eine weitere interessante Perspektive präsentiert. Dass diese Kapitel es ganz schön in sich haben, wird bald nicht nur Lowen klar und wir erleben, wie Lowens Sicht auf die Dinge durch einige wenige Worte komplett auf den Kopf gestellt wird. Besonders spannend ist, dass Colleen Hoover mit Lowens Reaktionen auf Veritys Kapitel meine eigenen Reaktionen als Leser erstaunlich treffsicher vorhergesagt und ins Buch miteinfließen lassen hat, sodass die Geschichte auf gruselige Art und Weise die Erzählgrenzen immer wieder durchbricht.

Auch wenn auf der reinen Handlungsebene nicht viel passiert - eigentlich durchstöbert Lowen nur Veritys Arbeitszimmer, isst mit Jeremy zu Abend und liest ab und an ein Kapitel aus Veritys Manuskript - steigt die Spannung mit jedem Kapitel mehr an. Ein beinahe leeres Geisterhaus, eine gruselige geistig abwesende Frau und ein dunkles Geheimnis, das Stück für Stück gelüftet wird - Colleen Hoover weiß ganz genau, wie sie den Leser durch geschickt platzierte Häppchen, neue Wendungen und schockierende Geheimnissen bei Stange halten muss und so ist es kein Wunder, dass ich den Roman an einem Mittag verschlungen habe. Die Autorin trifft mit ihrer gezielten Verwendung der Neugierde, der Sensationsgeilheit und der Faszination für menschliche Abgründe des Lesers voll ins Schwarze. Sobald man mit dem Lesen begonnen hat, will man unbedingt hinter die Wahrheit kommen und verspürt genau wie Verity auch eine krankhafte Neugier und Faszination für Veritys Abgründe, in die wir Kapitel für Kapitel tiefer hinabsteigen...


"Die jetzt folgenden Seiten werden teilweise so widerwärtig und bitter schmecken, dass ihr sie ausspucken möchtet, aber ihr werdet sie dennoch schlucken. Die Wörter werden zu einem Teil von euch werden, einem Teil eures Innersten, und dieser Prozess wird schmerzhaft sein. Und doch weiß ich, dass ihr sie euch - meiner großzügigen Warnung zum Trotz - weiter einverleiben werdet, weil ihr nun mal seid, was ihr seid.
Menschen.
Neugierig."


Auch hier schaffte Colleen Hoovers Schreibstil wieder, dass ich in einem Wechselbad der Gefühle gefangen war. Diesmal waren es jedoch keine Verliebtheit, Bewunderung, Enttäuschung, Sehnsucht oder andere hübsche Gefühle, wie bei ihren Liebesromanen zuvor. Stattdessen war ich abwechselnd angeekelt, entsetzt, schockiert, zutiefst traurig und gleichzeitig wütend auf die Geschichte, die Protagonisten und die Autorin, die uns treuen Lesern so etwas antut. Teilweise sehr explizite Szenen in vulgärer Sprache wechselten sich mit einfühlsamen Emotionsbeschreibungen ab, sodass ich ständig zwischen Ekel, Fassungslosigkeit, Mitgefühl und Bewunderung für Colleen Hoover schwankte. Diese Geschichte ist spannend, emotional, verstörend, brutal und noch vieles mehr - mir fallen noch endlos viele Adjektive zum Beschreiben ein, am besten trifft es jedoch "krass". Durch die beklemmende Situation Lowens im Haus der Crawfords, die vielen Geheimnisse und auch ihre eigene Altlasten, die sie nicht gerade zu einer Sonnenschein-Protagonistin machen, ist die Atmosphäre Großteils düster. Teilweise setzt die Autorin jedoch auch sehr subtile aber wirkungsvolle Horrorelemente ein, die die brodelnde Atmosphäre weiter einheizen.

An einer Stelle lässt Colleen Hoover ihre Protagonistin und gefeierte Psychothriller-Autorin Verity Crawford selbst schreiben, der Autor habe seine Aufgabe gut gemacht, wenn der Leser nach dem Lesen ein unbehagliches Gefühl von Abneigung gegenüber den Protagonisten empfindet - und genau das hat Frau Hoover hier geschafft. Immer wieder wollte ich das Buch weglegen und nicht mehr weiterlesen, weil ich vor allem von Veritys Kapiteln genau wie Lowen emotional sehr mitgenommen wurde. Gleichzeitig mag man Lowen und Jeremy, auch wenn sie absolut keine Identifikationsfiguren oder Sympathieträger sind, wie Colleens andere Protagonisten. Während Lowen unsicher, zynisch und alles andere als emotional gefestigt ist, kann man als Leser Jeremy bis zum Schluss nicht zu 100% trauen, auch wenn er auf den ersten Blick wie der perfekte Ehemann und liebevolle Vorzeigevater erscheint. Deshalb bleibt auch die sich entwickelnde Liebesgeschichte der Beiden sehr im Hintergrund - auch der Autorin schien klar zu sein, dass man sich noch nicht auf die Beiden einlassen kann, solange man noch nicht weiß, was tatsächlich in dem großen, dunklen Haus der Crawfords vor sich geht.


"An dem Ort, an den ich mit euch gehen werde, ist kein Licht. Und das war meine letzte Warnung.
Dunkelheit voraus."


Dichte Thriller-Atmosphäre, schwierige Protagonisten, ein fesselnder Schreibstil, sehr heftige Szenen und ein undurchsichtiger Plotaufbau - all das schätze ich an "Verity", was mich aber zu einem wirklichen Fan der Geschichte gemacht hat, war das Ende. Denn dieses beinhaltet eine 180 Grad Wendung, die man der Geschichte nicht zugetraut hätte, die jedoch schockiert zurück lässt. Das Ende ist frustrierend offen, faszinierend mehrdeutig und hassenswert unbefriedigend, weshalb es sicherlich auch nicht allen Lesern gefallen wird. Mit viel Spielraum für Interpretationen und großem Schockpotential hat es meiner Meinung nach jedoch der sowieso schon ungewöhnlichen Geschichte eine Krone aufgesetzt und diesen Roman zu meinem ersten echten Jahreshighlight 2020 werden lassen.

Meine Rezension beenden will ich mit einem Zitat, das Lowen über Veritys Manuskript schreibt, aber auch meine Erfahrung mit "Verity" ziemlich genau auf den Punkt bringt:

"So entsetzlich ich das finde, was sie schreibt, kann ich doch nicht aufhören, es zu lesen. Es ist wie ein schreckliches Zugunglück, von dem man den Blick nicht abwenden kann."




Fazit:


"Verity" ist düster, vielschichtig, schockieren, spannend, emotional und lässt mich gleichzeitig fasziniert und verstört zurück. Colleen Hoover Autorin trifft mit ihrer gezielten Verwendung der Neugierde, der Sensationsgeilheit und der Faszination für menschliche Abgründe des Lesers voll ins Schwarze und hat hier eine beeindruckende Thriller-Romanze geschrieben, die ich sobald nicht mehr vergessen werde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.05.2020

Was für ein krasses Buch

0

Ich liebe Psychothriller und dieses Buch ist einfach ein wahnsinnig gutes Paradebeispiel.

Es bietet so viel Spannung, Überraschung und das Ende ist einfach unglaublich überwältigend, man weiß überhaupt ...

Ich liebe Psychothriller und dieses Buch ist einfach ein wahnsinnig gutes Paradebeispiel.

Es bietet so viel Spannung, Überraschung und das Ende ist einfach unglaublich überwältigend, man weiß überhaupt nicht mehr, was man denken soll. Ich habe noch keinen anderen Roman von Hoover gelesen, aber eigentlich ist wohl im Liebesgenre unterwegs - beeindruckend, dass sie dann so einen tollen Thriller hinbekommt. Das Cover ist ein kluger Schachzug, ich habe einen harmlosen romantischen Roman erwartet und wurde aus den Socken gehauen.

Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet, man kann sich in jeden einzelnen hineinversetzen. Irgendwann war ich an einem Punkt, an dem ich einfach keinem vertrauen konnte und alles hätte passieren können. Das Buch stellt einen auf den Kopf und es lässt sich einfach nicht mehr aus der Hand legen.

Ihr seht, ich kann einfach nicht anders als schwärmen und viel mehr gibt es dazu auch nicht sagen als: LEST ES!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2020

Nervenkitzel pur

1

Klappentext:

Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die gefeierten Psychothriller von Starautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Diese ist seit ...

Klappentext:

Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die gefeierten Psychothriller von Starautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Diese ist seit einem Autounfall, der unmittelbar auf den Tod ihrer beiden Töchter folgte, nicht mehr ansprechbar und ein dauerhafter Pflegefall.
Lowen akzeptiert - auch, weil sie sich zu Veritys Ehemann Jeremy hingezogen fühlt. Während ihrer Recherchen im Haus der Crawfords findet sie Veritys Tagebuch und darin offenbart sich Lowen Schreckliches ...

Rezension:

Das Buch hat mich fertig gemacht und in ein echtes Gefühlschaos gestürzt. Direkt der Anfang des Buches hat mich geschockt zurück gelassen. Mit so einem Einstieg hätte ich niemals gerechnet. Aber das war ja noch nicht alles, es wurde immer skurriler. Ich bin eine echt ängstliche Person, wenn es um die Psyche geht, weswegen ich das Buch echt nicht hätte Abends lesen sollen. Meine Theorien haben sich immer wieder geändert. Einen Teil des Buches habe ich mir schon gedacht, das richtige Ende hat mich aber umgehauen.
Das war mein erstes Buch das ich von Colleen Hoover gelesen habe und ich fand es wirklich super gut! Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen ⭐.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere