Cover-Bild Die sechs Kraniche (Die sechs Kraniche 1)
Band 1 der Reihe "Die sechs Kraniche"
(112)
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Carlsen
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 18.03.2022
  • ISBN: 9783551584557
Elizabeth Lim

Die sechs Kraniche (Die sechs Kraniche 1)

Birgit Schmitz (Übersetzer)

***  SPIEGEL- und NYT-Bestseller-Autorin!  ***

Prinzessin Shiori hat ihre verbotenen magischen Kräfte bisher sorgfältig verborgen. Doch am Morgen ihrer arrangierten Hochzeit verliert sie die Kontrolle über ihre Magie. Ihre Stiefmutter Raikama wittert in ihr eine gefährliche Konkurrentin. Sie verbannt die Prinzessin, verwandelt ihre Brüder in Kraniche und belegt Shiori mit einem Fluch: Sobald ein Wort über ihre Lippen kommt, wird ein Bruder sterben. Auf der Suche nach den Kranichen entdeckt Shiori eine Verschwörung mit dem Ziel, den Thron zu übernehmen. Um das zu verhindern, braucht sie ausgerechnet die Hilfe ihres unbekannten Bräutigams – und sie ist auf alles gefasst, aber nicht darauf, sich zu verlieben ...

»Dieses Buch ist reine Magie!«
Kristin Cashore, Spiegel- und NYT-Bestseller-Autorin (»Die Beschenkte«)

»MAGISCH, SPANNEND und WUNDERSCHÖN!«
LizzyNet

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2022

Eine magische Welt voller Abenteuer und Zueinanderfinden

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Worum geht es:
Prinzessin Shiori hat ihre verbotenen magischen Kräfte bisher sorgfältig verborgen. Doch am Morgen ihrer arrangierten Hochzeit verliert sie die Kontrolle über ihre Magie. Ihre Stiefmutter ...

Worum geht es:
Prinzessin Shiori hat ihre verbotenen magischen Kräfte bisher sorgfältig verborgen. Doch am Morgen ihrer arrangierten Hochzeit verliert sie die Kontrolle über ihre Magie. Ihre Stiefmutter Raikama wittert in ihr eine gefährliche Konkurrentin. Sie verbannt die Prinzessin, verwandelt ihre Brüder in Kraniche und belegt Shiori mit einem Fluch: Sobald ein Wort über ihre Lippen kommt, wird ein Bruder sterben. Auf der Suche nach den Kranichen entdeckt Shiori eine Verschwörung mit dem Ziel, den Thron zu übernehmen. Um das zu verhindern, braucht sie ausgerechnet die Hilfe ihres unbekannten Bräutigams – und sie ist auf alles gefasst, aber nicht darauf, sich zu verlieben ...

Meine Meinung:

Achtung Spoiler!

Vorneweg, meine Meinung zum Cover, Schreibstil und Inhalt ist ziemlich eindeutig. Ich bin begeistert, überzeugt und finde es geradezu magisch. Das Cover mit seinen Goldtönen und den Details und den Kranichen find ich einfach wunderschön. Auch wenn es ergehen das englische nicht ankommt, ist es ein würdiges Cover, und einfach wunderschön. Elizabeth Lims Schreibstil hat mich auch diesmal nicht enttäuscht. Sie kann einfach gefühlvoll, magisch und spannend schreiben. Am besten gefallen hat mir, dass sie Atmosphäre und Landschaften so real wiedergeben kann, dass ich zeitweise dachte die Hitze oder Kälte, die Schwielen an Shioris Händen oder die Verzweiflung real zu spüren. Sie erschafft eine magische Welt, die einfach fesselt.
Der Inhalt und die Charaktere konnten mich überzeugen, mein allergrößtes Manko wäre, dass ich finde, dass der Buchrückentext nicht mit dem Inhalt übereinstimmt, sondern ganz andere Tatsachen wiedergibt. Da haben ich mich zwischendurch sehr gestört und aus der Handlung gebracht gefühlt. Zum ersten stimmt es nicht, dass am Morgen ihrer Hochzeit sie die Kontrolle über ihre bisher verborgenen magischen Kräfte verliert, denn sie findet es wichtiger, ihrem magisch erschaffenen Papiervogel hinterherzurennen und im See fast zu ertrinken wo sie von einem Drache gerettet wird. Im Klappentext wird zweitens dargestellt, dass aus diesem angeblichen Kontrollverlust ihre Stiefmutter in ihr eine Konkurrentin sieht und sie und ihre Brüder verflucht. Diese Konsequenz des Fluches ist meiner Meinung nach nicht so ganz richtig, da Shiori ja nicht ihre Kontrolle verliert. Der Fluch wird in einem ganz anderen Zusammenhang ausgesprochen als der Klappentext vermittelt. Das wären so meine zwei Gründe, aber jeder kann das ja anders interpretieren.
Ansonsten hat mir die Handlung sehr gut gefallen, ich dachte erst, es sei ein Retelling von die Sechs Schwäne, weil es ja durchaus Parallelen gibt, aber dem war nicht so. Und abgesehen von meinem Irrtum hat mir alles sehr gut gefallen. Die Handlung war spannend, sehr spannend, am Ende ein wenig Hals über Kopf und ein wenig hektisch, aber auch einfühlsam, verzweifelt, reuevoll, liebevoll und lustig. Ich habe mich in die Handlung und die Charakter verliebt.
Shiori ist ein mutiger Charakter, der vielleicht ein wenig verwöhnt scheint, aber sie ist jemand, der reflektieren kann und für ihre Familie alles tun würde, auch wenn sie Anfang an ein schlechtes Bild gehabt haben tut. Sie kann verzeihen und dass auch sich und ist trotz ihres Trotz und ihrer Vorlauten Art liebevoll und fürsorglich. Ihre Brüder sind klasse, wenn auch noch ein wenig durchsichtig, ich denke im zweiten Teil wird es mehr Kontent von ihnen geben, aber sie stehen hinter ihrer Schwester und finden wieder zueinander.
Takkan weist einfach ein Goldstück. Er ist eher der künstlerische nachdenkliche Typ, der aber trotzdem mit dem Schwert umgehen kann und unglaublich mutig, aber auch frech und witzig ist. Shiori und Takkan passen sehr gut zusammen.
Die Wendungen der anderen Charaktere hat man erwähnen können, aber waren doch ein wenig überraschend. Das Ende mit Shioris Stiefmutter war herzzerreißend und liebevoll.


Fazit.
Eine Geschichte voller Intrigen, Spannung, Liebe und Einsichten. Ein Mädchen dass auf einer Reise zu sich selbst, ihrer Liebe und das Zusammen mit ihren Brüdern findet. Elizabeth Lims Geschichte ist magisch. Ich kann sie nur jedem empfehlen, der märchenhafte und spannende Geschichte mag.
Das Buch bekommt von mir 4,25 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 08.04.2022

Ein magisches Märchen

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Elizabeth Lim ist eine Zauberin der Worte. Ihr Schreibstil ist einfach magisch, er entführt die LeserInnen regelrecht in eine andere Welt. Eine Welt voller Gefühle, voller Abenteuer und voller Zauber.

Auch ...

Elizabeth Lim ist eine Zauberin der Worte. Ihr Schreibstil ist einfach magisch, er entführt die LeserInnen regelrecht in eine andere Welt. Eine Welt voller Gefühle, voller Abenteuer und voller Zauber.

Auch in ‚Die Sechs Kraniche‘ war jede Seite ein kleines Meisterwerk für sich. An keiner einzigen Stelle fühlte sich das Buch langwierig an, auf jede Aktion folgte eine neue und es war teilweise sehr schwer, mit dem Lesen aufzuhören.

Leider wurde mir schon schnell bewusst, dass ich Shiori als Protagonistin nicht wirklich einen Platz in meinem Herzen schenken kann. Viele ihrer Handlungen und Gedanken waren für mich persönlich unbegründet und kindisch - darunter auch ihr ausgeprägter Hass auf ihren Verlobten, den sie nicht einmal getroffen hat. Beinahe das gesamte Buch über hatte ich das Gefühl, ihre Rebellion gegen die Heirat (und somit die Regeln und Traditionen ihres Landes) sollten sie stark und unabhängig wirken lassen - für mich persönlich hat sie genau das Gegenteil bewirkt. Es hat mir mehr und mehr das Gefühl gegeben, dass ‚Die Sechs Kraniche‘ ein Kinderbuch ist - und kein Jugendbuch. Dazu trug sicher auch Kiki bei, die zwar eine wichtige Rolle gespielt hat, mich im Allgemeinen aber mehr an eine Art ‚imaginäre Freundin‘ der Protagonistin erinnert hat.

Aber genug der negativen Aspekte. ‚Die Sechs Kraniche‘ hatte auch jede Menge toller Charaktere, die mich überzeugen konnten: Takkan zum Beispiel. Wenn Elizabeth Lim neben dem Schreiben eines versteht, dann wie man Bookboyfriends zaubert. Denn Takkan ist genau der perfekte Bookboyfriend und ich bin absolut verliebt in ihn! Und auch die Szenen mit Megari waren absolut herzerwärmend zu lesen.
Dann ist da noch Raikama, deren wahre Absichten erst am Ende erklärt werden. Und obwohl ich vieles davon schon geahnt habe, mochte ich ihre Geschichte sehr. Genauso wie ihren komplexen Charakter.
Shioris Brüder haben mir auch sehr gefallen. Viele von ihnen waren zwar nur oberflächlich charakterisiert, aber so wirkten sie alle ein wenig wie eins: die Stärke hinter Shiroi, ihr absoluter Rückhalt.

Wie schon erwähnt war auch die Handlung wahnsinnig interessant und mir hat es sehr gut gefallen, dass man sehr viele Teile der Welt kennengelernt hat. Trotz der Länge des Buches hat Shiori eine sehr lange Reise hinter sich gebracht. Eine, die die LeserInnen fest im Bann hält. Eine, die voller Magie und Märchen ist.

Alles in allem war das Buch für mich etwas zu jung. Sicherlich hätte es mir unendlich gut gefallen, hätte ich es vor zehn Jahren gelesen. So war es zwar ein gutes, spannendes Buch, allerdings auch eines, das mich manchmal die Augenbrauen zusammenziehen lassen hat! :)

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Eine schöne, märchenhafte, atmosphärische Geschichte mit ein paar Schwächen...

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"Ein Kleid aus Seide und Sternen" war ein absolutes Highlight für mich, deswegen war es natürlich offensichtlich, dass ich auch Elizabeth Lims neue Geschichte lesen muss.
Ein "grausamer" Fluch, ein dunkles ...

"Ein Kleid aus Seide und Sternen" war ein absolutes Highlight für mich, deswegen war es natürlich offensichtlich, dass ich auch Elizabeth Lims neue Geschichte lesen muss.
Ein "grausamer" Fluch, ein dunkles Geheimnis, Intrigen, Drachen und eine kaiserliche Familie treffen aufeinander, verschmelzen miteinander und erschaffen diese schöne Geschichte in einem asiatisch angehauchten Setting, Mythologie und Charakteren, die sich weiterentwickeln können.
"Die sechs Kraniche" hat wieder einen unglaublich märchenhaften, atmosphärischen Schreibstil, sodass ich sehr gerne in die Geschichte eingetaucht bin.
Sehr schade, dass es für mich letztendlich nicht mit "Ein Kleid aus Seide und Sternen" mithalten konnte. Mein hauptsächlicher Kritikpunkt bezieht sich auf die Umsetzung. Besonders am Anfang werden sehr viele Zeitsprünge und -raffungen verwendet, sodass ich nicht wirklich eine Verbindung zu Shioris Entwicklung aufbauen konnte und dadurch Komplexität, Tiefgründigkeit und Plastizität in meinen Augen verloren gegangen sind. An sich die Grundidee und den Schreibstil mochte ich gerne, genauso wie die Charaktere. Manche wirkten ein wenig blass, aber Shiori, Takkan, Seryu und Raikama waren gut ausgearbeitet. Ein paar Sachen liegen noch im Dunkeln, aber ich freue mich darauf, mehr zu erfahren, besonders über Seryu. Shiori macht von allen die größte Entwicklung durch. Am Anfang verwöhnt, neunmalklug und verzogen, wird sie zu einer jungen Frau, die genau darüber nachdenkt, wie sie handeln kann/soll, mutig ist und weiß, was sie will. Bei ihren Brüdern ist das scheinbar noch nicht so angekommen, aber sie haben ja noch einen Band um sich an diesen Gedanken zu gewöhnen.
Handlungstechnisch ist es eher eine ruhige Geschichte, die sich manchmal auch ziehen kann, aber wer allgemein gerne Märchen liest, ist hier auf jeden Fall richtig aufgehoben.

Insgesamt eine ruhige Geschichte, die nicht ganz meine Erwartungen erfüllen konnte, aber ich hatte durchaus Spaß und freue mich auf den 2. Band. Ich vergebe 3,5/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.04.2022

Magisch und Märchenhaft

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Allein die Aufmachung ist schon wunderschön, angefangen beim Cover im asiatischen Stil, über den edlen Goldschnitt bis hin zur Landkarte im Einband. Dieses Buch in den Händen zu halten, macht schon direkt ...

Allein die Aufmachung ist schon wunderschön, angefangen beim Cover im asiatischen Stil, über den edlen Goldschnitt bis hin zur Landkarte im Einband. Dieses Buch in den Händen zu halten, macht schon direkt Lust sofort loszulesen.

Der Klappentext erinnert mich an ein Märchen und das asiatische Setting verspricht viel Mythisches und Mystisches, Traditionelles und Geheimnisvolles. Alles was mein Fantasy-Fan-Herz höher schlagen lässt. Denn ich liebe Märchen und ich lese es sehr gerne, wenn diese neu interpretiert werden oder Anleihen daraus in Fantasy-Büchern zu erkennen sind.

Hier ist es nun Shiori, die mit einem Fluch belegt, auf eine Reise geschickt wird, die einiges von ihr abverlangt und sie zu einer starken und mutigen jungen Frau werden lässt.
Um sich und ihre Brüder von dem Fluch zu befreien, muss sie Überzeugungen über Board werfen und Demut beweisen. Zum Glück bekommt sie Unterstützung von einer kleinen zauberhaften Freundin und von recht unerwarteter Seite.

Ein Fluch, eine Stiefmutter, magische Gegenstände, Drachen und Dämonen; natürlich darf ein Prinz hier nicht fehlen.

Man fühlt sich direkt reinversetzt in eine zauberhafte Märchenwelt mit asiatisch- mystischem Flair.
Und doch hält das Buch einige Überraschungen parat, die der Geschichte die ein oder andere unerwartete Wendung geben. Da bleibt es auch für diejenigen, die sich an ein bekanntes Märchen erinnert fühlen, spannend.
Elizabeth Lim hat hier eine sehr ideenreiche Geschichte erzählt, bei der ich immer das Gefühl hatte, hinter alldem steckt ein größeres Geheimnis und die Puzzelteile fügen sich langsam zusammen.

Dennoch war es ein kleines Wechselbad, denn während einige Szenen sehr ausführlich beschrieben sind und mich voll und ganz mitgenommen haben, überspringt die Autorin an anderer Stelle Gegebenheiten, die ich gerne genauer gewusst hätte.
Manche Enthüllung, die ich sehr bedeutsam fand, wird ziemlich flott abgehandelt, was mich ein bisschen enttäuscht hat.
Da hat mich dann kurzzeitig der Lesefluss und auch die Leselust verlassen.

So geht es mir auch mit den Charakteren. Während ich mir von vielen ein sehr gutes Bild machen konnte, kommen andere leider etwas fad und blass daher. Leider auch einer der Protagonisten, den ich irgendwie nicht zu fassen bekam.

Aber da hoffe ich auf Band 2 und dass er hier im ersten Band einfach noch nicht seine Qualitäten zeigen durfte um Band 2 zu rocken.

Denn trotz dieser Schwächen, ist die Story einfach wie gemacht für Märchenliebhaber und sie hat mich vor allem wegen der schönen Kulisse und des ganzen Settings verzaubert.
Durch spannende Wendungen macht Elisabeth Lim die Märchenvorlage zu ihrer eigenen Geschichte, denn nicht alles ist so, wie es auf den ersten Blick scheint.
Und das macht das Buch in jedem Fall lesenswert.

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Veröffentlicht am 15.03.2022

Ein Märchen, das etwas unter seinen Längen leidet

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3,5 Sterne | Pluspunkte: Charakterentwicklung, märchenhafter Erzählstil | Minuspunkte: auftretende Längen

Was soll ich sagen – irgendwie hatte ich mir von „Die Sechs Kraniche“ mehr erhofft. Dabei war ...

3,5 Sterne | Pluspunkte: Charakterentwicklung, märchenhafter Erzählstil | Minuspunkte: auftretende Längen

Was soll ich sagen – irgendwie hatte ich mir von „Die Sechs Kraniche“ mehr erhofft. Dabei war es nicht schlecht, definitiv nicht. Es hatte in meinen Augen viele starke Punkte, aber eben auch welche, die es mir schwer gemacht haben. Bevor ich genauer darauf eingehe, hier was zum Inhalt:

In Kiata ist Magie verboten, weshalb Prinzessin Shiori ihre Kräfte immer versteckt hat. Doch ein einziger Fehltritt verändert alles: Shioris Stiefmutter verbannt sie, verwandelt ihre Brüder in Kraniche und belegt sie mit einem Fluch, der besagt, dass bei jedem Laut, der Shioris Lippen verlässt, einer von ihnen stirbt. Verzweifelt macht sich Shiori auf die Suche nach einer Möglichkeit, den Fluch zu brechen und ihre Heimat zu beschützen.

Elizabeth Lim hat einen Schreibstil, der sich sehen lassen kann. Mit ihren wohlgesetzten Worten hat sie für mich eine magische und märchenhafte Atmosphäre geschaffen, die wahrlich einzigartig war, ohne kompliziert zu werden. Am Anfang war ich skeptisch, wie man ein ganzes Buch mit einer Protagonistin füllen soll, die selbst nicht sprechen darf, aber tatsächlich hat mich das nicht einmal gestört. Shiori führte wunderbare innere Monologe, die ihre Gedanken und Gefühle greifbar machten. Auch kam die Kommunikation mit der Außenwelt durch Kiki, einen magischen Papierkranich, den man wohl ohne Umschweife als heimlichen Star des Buchs beschreiben kann, nicht zu kurz. Es hat mich wirklich beeindruckt, wie nachvollziehbar und gelungen Elizabeth Lim diesen Teil der Geschichte umgesetzt hat.
So weit so gut: Ein interessanter Grundplot, ein magischer Schreibstil und die herausragende Umsetzung eines Punkts, dem ich zunächst skeptisch gegenüberstand. Wo zur Hölle sind dann die fehlenden 1,5 Sterne hin?! Ich verrate es euch angepinnt in den Kommentaren:
Sie sind den Längen zum Opfer gefallen. Denn auch, wenn mir die Geschichte an sich wirklich Spaß gemacht hat, hatte sie für mich viel zu wenig Tempo. Ich kam in keinen Sog, musste mich stellenweise wirklich aufraffen weiterzulesen. Mir fehlten einfach der nennenswerte Spannungsbogen und das Gefühl, von der Geschichte mitgerissen zu werden. Stattdessen dümpelte ich eher durch die Seiten, wartete sehnsüchtig darauf, endlich final überzeugt zu werden und zum epischen Teil der bisher schönen Erzählung zu kommen. Leider hat der für mich nicht eingesetzt. Es gab einzelne Szenen, die dahingehend stärker waren, aber meist waren sie schnell wieder vorbei. Auch waren die Plot Twists in meinen Augen an sich zwar gut gewählt, aber irgendwie zu lasch umgesetzt. Auch bei ihnen hatte ich schlichtweg das Gefühl, dass ihr Effekt so schnell wieder unter den Tisch gefallen ist.
Zum Abschluss kann ich nur sagen, dass ich das Buch wirklich nicht schlecht fand – vielleicht habe ich nur mit etwas anderem, etwas mehr gerechnet. Vielleicht war es nicht ganz der richtige Zeitpunkt. So oder so freue ich mich aber auf Band 2, auch wenn der Auftakt für mich Schwächen hatte.