Cover-Bild Der Ort in mir
12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Zeilengold Verlag
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 280
  • Ersterscheinung: 10.05.2019
  • ISBN: 9783946955245
Sarah Nierwitzki

Der Ort in mir

Das strenge Leben in der religiösen Gemeinde ist das einzige, das Leah kennt. Als ihr bester Freund Simon plötzlich an ihrem Arbeitsplatz auftaucht, ändert sich auf einen Schlag alles. Zusammen mit ihrem Bruder Aaron ist er vor einem Jahr aus der Gemeinde geflohen und kehrt nun zurück, um Leah zu enthüllen, dass ihr Leben ein Sumpf aus Lügen und Geheimnissen ist. Obwohl Leah weiß, dass es falsch ist, sich auf die Welt „da draußen“ einzulassen, kann sie ihrer Familie nicht mehr vertrauen. Sie folgt Simon in eine Welt, die ihr gleichzeitig fremd und voller Versuchungen ist. Je weiter sie ihr Weg führt, desto deutlicher erkennt sie, dass sie sich entscheiden muss: Ist ein Leben voller Musik und Freiheit es wert, ihre Familie und die Sicherheit der Gemeinde für immer aufzugeben?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2019

Wunderbarer Schreibstil mit einer tollen Geschichte!

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Meine Meinung:
Im Vorfeld hatte ich schon viel Positives über das Werk und auch die Autorin gehört, dementsprechend gespannt war ich. Das Cover gefällt mir wirklich ausgesprochen gut, mit den kleinen ...

Meine Meinung:
Im Vorfeld hatte ich schon viel Positives über das Werk und auch die Autorin gehört, dementsprechend gespannt war ich. Das Cover gefällt mir wirklich ausgesprochen gut, mit den kleinen Details passt es perfekt zu dem Buch. Vor allem, da Der Ort in mir ein ruhiges, leises Buch ist, harmoniert das eher zurückhaltende, aber umso schönere Cover sehr gut mit dem Inhalt.
Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Sarah Nierwitzki hat einen wundervollen, künstlerischen Schreibstil, der sich leicht und einfach lesen lässt, ohne wirklich einfach zu sein. Hinter jedem Wort, jedem Satz versteckt sich mehr, als man auf dem ersten Blick sieht. Ich empfehle euch, dieses Buch nicht nur nebenbei zu lesen, sondern euch wirklich Zeit dafür zu nehmen, damit man die vielen kleinen Metaphern und schönen Formulierungen die Aufmerksamkeit schenken kann, die sie verdienen.

„Ich kann nicht aufhören, daran zu denken, wie farblos ihre Augen damals gewesen sind, als sie gesagt hat: ‚Aber das sind ja nur Spinnereien‘, und wie in ihnen heute die Farbe der ganzen Welt liegt, während sie den Liedern lauscht und ich sie verstohlen aus den Augenwinkeln mustere.“
Der Ort in mir von Sarah Nierwitzki, S. 142

Mit den 260 Seiten ist es vergleichsweise dünn, es ist also gut möglich, es in kurzer Zeit zu lesen. Ein Vorteil der Länge ist, dass ich dadurch an keiner Stelle das Gefühl hatte, die Handlung würde sich in irgendeiner Art und Weise ziehen. Stattdessen sind die wenigen Zeitsprünge gut gewählt und das komplette Buch lässt sich flüssig in einem Rutsch lesen.
Der Ort in mir wird überwiegend aus der Sicht der Protagonistin Leah erzählt. Auffallend sind die schönen Kapitelköpfe, insgesamt ist das ganze Buch sehr hübsch gestaltet. Leah ist dem Leser schnell sehr nah, anders, als Simon, da dieser nur wenige Kapitel bekommt. Ich mochte zwar Simon sehr, aber in seinen Kapiteln konnte ich nie eine so große Bindung wie zu Leah aufbauen. Trotzdem ist er einfach liebenswert. Nach außen hin ist er ein bisschen draufgängerisch, hat Sinn für Humor und scheint lebensfroh, innen ist er aber sehr verletzlich.
Leah ist eine stille Protagonistin, was super zum Schreibstil der Autorin passt. Das Buch hat sie in leisen Tönen geschrieben, was zu den Themen, die sie hier behandelt, wirklich gut passt. Freiheit, Sicherheit, Mut. Ich sage jetzt nicht, wie das Buch ausgeht, aber jede Entwicklung, was die Gefühlswelten der Charaktere angeht, konnte ich sehr gut nachvollziehen. Ganz sanft wird einem das beigebracht und ich habe bisher noch nicht viel in die Richtung gelesen.
Mir fällt absolut kein Kritikpunkt ein, bis vielleicht auf die Tatsache, dass das Buch so leise ist, dass die eigenen Gedanken plötzlich ganz laut sein können.

Fazit:
Der Ort in mir ist ein Buch, das zum Lachen bringen, aber auch zu Tränen rühren kann. Wenn ihr nach einer schönen, realistischen, herzzerreißenden Geschichte sucht, seid ihr hier genau richtig.

Veröffentlicht am 26.08.2019

Ein wirklich schönes Buch!

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Erst vorgestern habe ich in einem Post bei Instagram gelesen, dass jemand nach „Feelgood-Büchern“ sucht, und da wusste ich direkt: So kann man „Der Ort in mir“ beschreiben.
Woanders hat eine Rezensentin ...

Erst vorgestern habe ich in einem Post bei Instagram gelesen, dass jemand nach „Feelgood-Büchern“ sucht, und da wusste ich direkt: So kann man „Der Ort in mir“ beschreiben.
Woanders hat eine Rezensentin außerdem angemerkt, wie gut der Autorin der Umgang mit dem Thema religiöse Gemeinden gelungen ist. Auch damit konnte ich mich direkt identifiezieren und dem zustimmen. Diese Gemeinde wird niemals so „das ist eine Sekte, das ist voll daneben“ beschrieben, sondern vielleicht nicht völlig wertfrei, aber so, wie es zu Leah und ihrer Perspektive passt. Das muss man erstmal schaffen!

Um ehrlich zu sein, hatte ich anfangs, obwohl ich schon einiges zum Buch gelesen hatte, eine schwere Geschichte erwartet, aber „Der Ort in mir“ ist trotz des stellenweise schweren Themas ziemlich leicht – beinahe schwerelos -, toll zu lesen und einfach eine süße Geschichte.

„Am Schönsten ist die Einsamkeit mit dir.“

Das ist ein Satz, der eine ziemlich schöne und große Rolle in Leahs und Simons Leben spielt. Er bedeutet viel für die Beziehung der beiden, die definitiv eine besondere ist. Ja, die beiden mögen einander, doch das spielt keine riiiiiiesige Rolle, wie es in beispielsweise „Wild Hearts“ (Es tut schon fast weh, die beiden Bücher miteinander zu vergleichen! ? xD) der Fall ist. Der Fokus liegt auf Leahs Reise, ihrem Weg. Da gehört Simon mit dazu, aber nicht NUR er.



Mein Fazit: „Der Ort in mir“ ist eine wahnsinnig tolle Geschichte, der ich mit Vergnügen 5 Sterne gebe. Das Thema der religiösen Gemeinde ist total interessant und ich bin dafür, dass man dieses Buch im Religionsunterricht liest.

Veröffentlicht am 16.06.2019

Manchmal muss man seinen sicheren Käfig verlassen um fliegen zu können

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Zum Inhalt:

Ein sicheres und geplantes Leben in der strengen Gemeinde ist alles, was Leah bisher kennt. Sie ist mit ihrem Bruder und ihrem Vater, dem Vorsitzenden, in der Gemeinde aufgewachsen. In dieser ...



Zum Inhalt:

Ein sicheres und geplantes Leben in der strengen Gemeinde ist alles, was Leah bisher kennt. Sie ist mit ihrem Bruder und ihrem Vater, dem Vorsitzenden, in der Gemeinde aufgewachsen. In dieser Gemeinde gilt nur das Leben dort, wer sich los sagt und außerhalb ein Leben aufbauen will, wird verstoßen und kann nicht mehr zurück. Vor einem Jahr haben Leahs Bruder und ihr bester Freund Simon der Gemeinde den Rücken gekehrt. Seit dem versucht Leah mit diesem Verlust zu leben und mimt das perfekte Mitglied. Doch plötzlich taucht Simon wieder in ihrem Leben auf. Er führt ihr vor Augen, dass die Gemeinde nicht das ist, für das Leah sie hält, denn auch Lügen und Geheimnisse gibt es an diesen, für Leah bisher doch sehr sicheren Ort. Ihr bester Freund will ihr die Welt „draußen“ zeigen und auch wenn Leah dieses „draußen“ fürchtet und sie die unsichtbare Kuppel verlassen muss, die über der Gemeinde hing und ihr ein Gefühl von Sicherheit gab, begleitet Leah Simon. Zu groß ist ihr Misstrauen in ihre Familie geworden.

Je weiter sie die Sicherheit hinter sich lässt merkt sie, dass sie sich bald entscheiden muss. Will sie weiter die Sicherheit, die durch die Lügen und Geheimnisse Kratzer abbekommen hat oder will sie ein Leben in Freiheit, voll von Musik und eine unbekannten Zukunft?


Und ich denke:

Auch dieses Buch von Sarah Nierwitzki hat mir gut gefallen. In ihrem Schreibstil spiegelt sich ein Teil ihre Persönlichkeit wieder, kurz, knackig und gleich bei der Sache. Sarah umschreibt nicht seitenlang Handlungen oder Geschehen, sie bringt es gleich auf den Punkt. Dies ist neben der guten Handlung auch ein Grund, weshalb einem hier als Leser nicht langweilig wird. Zusammen mit den Protagonisten wird man hier auf eine kleine Reise in den Norden von Deutschland genommen.

Wer hier aber auf einen schnulzigen, mit viel Herzschmerz und unendlichen Liebeskummer Roman wartet, wird vielleicht enttäuscht sein. Auch die Liebe spielt hier eine Rolle, aber nicht die Hauptrolle. Es geht hauptsächlich um Leah, die in Begleitung von Simon das sichere Nest der Gemeinde verlässt und Neues kennenlernt.

Die Charakter haben mir sehr gut gefallen. Sie sind unheimlich authentisch, nicht überdramatisiert, sie könnten einem so im wirklichen Leben auf der Straße begegnen. Genau dies machte es mir als Leserin leicht, ihre Handlungen nachzuvollziehen.

Leah erinnert mich an einen Vogel, den man über Jahre in einem Käfig gehalten und, der nun seine Flügel ausbreitet und auf den Schwingen der Musik die Welt entdeckt.

Simon selbst kommt mir ziemlich verloren vor. Er hatte es nie leicht aber statt feste Zukunftspläne hat er eher Träume und nicht den Mut diese zu verwirklichen. Für mich lebt er eher im Hier und Jetzt und hat Scheuklappen an, wenn es um die Zukunft geht. Dennoch ist er ein sehr sympathischer Charaktere.

Interessant fand ich auch den Vater von Leah, dieser Mann muss von Ängsten geplagt sein, dass er jeden verstoßt, der ein Leben außerhalb der Gemeinde in Erwägung zieht, selbst, wenn es um seinen eigenen Sohn geht. Er wirkt auf mich teilweise kalt aber auch ziemlich verloren. Ein Mann, der von seiner Angst gesteuert wird.

Dieses Buch werde ich sicher das ein oder andere Mal noch mal lesen, allein um mich daran zu erinnern, dass man einfach mal seine Komfortzone verlassen muss, um was zu erleben.


Veröffentlicht am 10.08.2019

ein wirklich tolles Buch

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Handlung
In dem Buch geht es um Leah, welche in einer religiösen Gemeinde lebt, welche einer Sekte ähnelt. Als eines Tages ihr ehemaliger bester Freund Simon bei ihr in der Arbeit vorbeischaut, verändert ...

Handlung
In dem Buch geht es um Leah, welche in einer religiösen Gemeinde lebt, welche einer Sekte ähnelt. Als eines Tages ihr ehemaliger bester Freund Simon bei ihr in der Arbeit vorbeischaut, verändert sich ihr Leben urplötzlich. Denn Simon und ihr Bruder Aaron sind bereit vor einem Jahr aus der Gemeinde ausgetreten und Simon überredet sie die Welt „draußen“ zu erkunden. Weg von ihrer Familie, von ihren Freunden und von den strengen Regeln der Gemeinde.
Charaktere
Leah ist anfangs ein sehr fügsamer Charakter. Sie befolgt die Regeln und lässt sich selbst unterdrücken. Sie stellt die Regeln nicht in Frage, da sie in der Gemeinde Sicherheit erhält. Während dem Verlauf der Handlung lernt man immer mehr ihre unterdrückte Persönlichkeit kennen und ihre Träume, die sie selbst vor sich verborgen hat.
Schreibstil
Sarah Nierwitzki hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Man kann das Buch sehr flüssig lesen, was dazu führt, dass man das Buch relativ schnell beenden hat. Das Buch wird größtenteils aus der Sicht von Leah erzählt. Es gibt 3-4 Kapitel aus der Sicht von Simon, was ich auch gut fand, da man auch so etwas über seine Gedanken und die Zeit nach dem Verlassen der Gemeinde erfahren konnte.
Meinung
Die Idee hinter dem Buch hat mich sehr angesprochen. Ein Mädchen, welches in einer sektenähnlichen Gemeinschaft lebt und daraus ausbricht. Leider habe ich mir darunter etwas anderes vorgestellt, wodurch ich die ersten paar Seiten ein bisschen enttäuscht war. Jedoch habe ich mich recht schnell von meiner eigenen „Handlung“ verabschiedet und war nun offener dem Buch gegenüber. Schlussendlich hat mir das Buch relativ gut gefallen. Die Entwicklung der Protagonistin hat mich echt erschaut und wollte immer mehr von der Geschichte lesen.

Fazit
Trotz meiner anfänglichen Skepsis hat mir das Buch gut gefallen. Es ist ein gutes Buch für zwischendurch. Ich hätte mir jedoch noch ein „längeres“ Ende gewünscht, da die Geschichte für mich zu abrupt geendet hat.

Veröffentlicht am 03.06.2019

Süße Story

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Eine sehr süße Geschichte und ein toller Auftakt des neuen Labels beim Zeilengold Verlag.

Leah ist ein süßer Charakter, vielleicht ein klein wenig naiv, aber sie macht eine erstaunliche Entwicklung durch. ...

Eine sehr süße Geschichte und ein toller Auftakt des neuen Labels beim Zeilengold Verlag.

Leah ist ein süßer Charakter, vielleicht ein klein wenig naiv, aber sie macht eine erstaunliche Entwicklung durch. Von der schüchternen, perfekten Tochter zu einer selbstbewussten jungen die Frau, die ihre Träume verfolgt. Es ist spannend diese Entwicklung mitzuerleben. Das Buch macht einen traurig, teilweise wütend, aber auch glücklich! Ich hatte wirklich eine tolle Zeit mit Leah und kann euch das Buch ans Herz legen ;)