Cover-Bild A Touch of Darkness
Band 1 der Reihe "Hades&Persephone"
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: LYX
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Romance
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 27.05.2022
  • ISBN: 9783736317758
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Scarlett St. Clair

A Touch of Darkness

Silvia Gleißner (Übersetzer)

Für sein Reich würde er alles tun. Doch für Persephone ist er sogar bereit, die Unterwelt aufzugeben

Persephone ist die Göttin des Frühlings, doch ihre Magie hat sich bis heute nicht gezeigt. Sie wählt daher den Weg einer Sterblichen, zieht für ihr Studium nach New Athens und hat endlich das Gefühl, in ihrem neuen Leben angekommen zu sein. Aber auf einer Party im Nevernight, dem angesagtesten Club der Stadt, begegnet sie dem geheimnisvollen Hades und verliert eine Wette gegen ihn. Ohne es zu wissen, hat sie einen schier unerfüllbaren Vertrag mit dem Gott der Unterwelt geschlossen: Sie muss Leben in seinem Reich erschaffen oder sie verliert ihre Freiheit für immer! Dabei steht sogar noch weit mehr auf dem Spiel, denn Hades hat längst auch von ihrem Herz Besitz ergriffen ...

" A TOUCH OF DARKNESS hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Diese Geschichte ist absolut sexy, berauschend und mitreißend. Heiliger Hades, ich brauche mehr davon!" AVA REED , SPIEGEL -Bestseller-Autorin

Band 1 der mitreißenden HADES&PERSEPHONE -Trilogie von Bestseller-Autorin Scarlett St. Clair

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.06.2022

Eine Priese Trash-TV

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„A Touch of Darkness“ ist auf jeden Fall ein Buch, auf dessen Erscheinen ich mich schon seit seiner Ankündigung gefreut habe. Die riesige Vorfreude hat sich dann auch mit den hohen Erwartungen gepaart, ...

„A Touch of Darkness“ ist auf jeden Fall ein Buch, auf dessen Erscheinen ich mich schon seit seiner Ankündigung gefreut habe. Die riesige Vorfreude hat sich dann auch mit den hohen Erwartungen gepaart, denn ich habe (vermutlich wie jeder andere auch) den Hype um das Buch aus dem englischsprachigen Raum mitbekommen. Vorweg: für mich hat es meine hohen Erwartungen nicht erfüllen können und persönlich kann ich den Hype nicht verstehen. Ich kann mir aber vorstellen, warum viele Leute das Buch mögen werden oder es mögen.

First Things first:
Das Cover ist echt ein Eyecatcher und wunderschön. Es erinnert von der Farbgebung her an den dunklen und geheimnisvollen Hades und von den Schnörkeln und den Blumen her an Persephone - wobei diese auch Hades angedichtet werden könnten. Immerhin sehen sie aus wie Narzissen. Außerdem ist es nahe beim englischen Cover geblieben, was mir sehr gut gefällt. Äußerlich passt es also schon mal sehr gut zur Geschichte oder zumindest zu den beiden Protagonisten.

Der Einstieg in die Geschichte fiel leicht und hat durch die Neuinterpretation der griechischen Mythologie sehr schnell neugierig auf mehr gemacht. Man hat gemerkt, wie liebevoll sich die Autorin die Welt überlegt und aufgebaut hat. Die Neuinterpretation war zwar spannend und kreative ausgedacht, der Fokus lag allerdings nicht auf den fantastischen Elementen der Geschichte, was ich sehr schade finde, denn hier hätte die Story großes Potential gehabt.
New Athens war dennoch ein schönes Setting, in das die Protagonistin die Leserinnen langsam einführt.

Persephone selbst lernen die Leser
innen als sympathische junge Frau kennen, die mit dem Ziel, Journalistin zu werden, in der Menschenmetropole New Athens studiert. Hinter der Fassade der „normalen“ Studentin verbirgt sie allerdings ihr großes Geheimnis! Sie hat praktisch eine geheime Identität und ist die Tochter einer Göttin. Das bedeutet für sie, dass sie sehr vorsichtig ist/sein muss, denn niemand weiß, dass Demeter eine Tochter hat. Und wenn es nach Demeter geht, sollte das auch so sein. Nichtsdestotrotz oder gerade viel mehr deswegen, liebt Persephone ihr normales Leben und genießt die Freiheiten die ihr dieses bietet, in vollen Zügen. Das kein Gott und keine Göttin von ihr weiß, sorgt dafür, dass sich die junge Frau von den Göttern fern halten soll, allen voran von Hades…
Wie es der Zufall oder eher das Schicksal so will, begegnet sie aber gerade ihm beim Besuch seines Nachtclubs und muss später entsetzt feststellen, dass sie einen Pakt mit dem Gott der Unterwelt eingegangen ist. Hier fragt sich die Leserschaft übrigens auch, wie es dazu gekommen ist, denn die Wette, mit der die ganze Handlung steht und fällt kommt aus dem nichts und passiert einfach. Ihr wird kein wirklicher Handlungsraum gegeben, was etwas irritierend ist, denn wenn diese nicht wäre, würde das Buch schon nach zwei Kapiteln und 40 Seiten enden…
Das größte Manko, das Persephone auch immer wieder an sich feststellt ist, dass sie über keinerlei Magie verfügt. Das sorgt dafür, dass sie im besonderen Maße von ihrer Mutter abhängig ist, der sie selten widerspricht und der sie gerade einmal das Studium in New Athens aus den Rippen hat schneiden können. Dieser Charakterzug ist verständlich (gerade die Abhängigkeit kann man sehr gut nachvollziehen - kennt man ja von sich aus finanzieller Sicht sicher auch) aber steht dennoch etwas im Widerspruch zu ihrem Berufswunsch und ihrer Art den Mund auch mal auszumachen und Kontra zu geben. Sie hat per se ihre ganz eigene Meinung und Prinzipien, die sie auch ausspricht und für die sie einsteht. Doch nicht nur bei ihrer Mutter ist Persephone wie ausgewechselt, sondern auch was Hades angeht. Sie verhält sich an vielen Stellen wie eine Fahne im Wind und das sorgt dafür, dass man viele Handlungen, Entscheidungen oder Gedankengänge nicht so wirklich nachvollziehen kann. Das hat für mich auch dazu geführt, dass ich die Entwicklung der Liebesgeschichte nur so semi-authentisch fand. es ging letztlich mehr um Leidenschaft - und was für eine - als um wahre tiefe Gefühle. So ist ihr Verhalten auch am Ende des Buches bezüglich Hades m.M.n. nicht authentisch oder nachvollziehbar.
Letztlich kann man sie aber als bodenständige Frohnatur charakterisieren, die keiner fliege etwas zu Leide tun könnte, aber dennoch in der Lage ist auch mal die Krallen auszufahren und ihren eigenen Wert (wenn es nicht um Magie und Götter geht) kennt. Sie lernt viel über sich selbst und entdeckt eine völlig neue Seite an sich. Ihrer Mutter gegenüber ist sie unterwürfig und voller furcht. Sie sehnt sich letztlich nur nach ihrer Liebe, doch auch das ändert sich.

Hades lernt man als verschlossenen, geheimnisvollen und grausamen Gott kennen - dies ist zumindest das Bild, dass die Gesellschaft von ihm hat und er pflegt dieses Bild auch auf gewisse Art und Weise. Nachdem man das Buch allerdings gelesen hat, weiß man, dass Hades ein zutiefst missverstandener, wenn auch mächtiger, Charakter ist. Was sein Reich betrifft, ist er liebevoll und möchte nur das Beste für alle, allerdings ist er auch ein bisschen ignorant (z.B. wenn es um die Seelen und den Asphodeliengrund und seine Seelen geht) - letztlich ist aber auch dieses Verhalten Selbstgeißlung. Wenn es um Persephone geht, ist er sehr besitzergreifend und beschützerisch - genau das, was man von dem Stereotyp Mann erwartet. Das ist nicht mal unbedingt negativ gemeint, aber eben nichts neues. Was ich als durchaus negativ empfunden habe, wwaren die Kosenamen, die Hades von Anfang an für Persephone verwendet hat. Ab einem bestimmten Zeitpunkt in einer Beziehung ist das kein Ding, aber von Anfang an und dann auch recht schmierig von der Art her? Gar nicht mein Fall, überhaupt nicht. Das hat ihn leider auch unsympathisch und unattraktiv gemacht. Was mir allerdings gut gefallen hat, war seine Charakterentwicklung im Laufe des Buches, das er sich geöffnet hat und sogar menschliche Aktivitäten vorgenommen hat. Ein kleines Highlight waren außerdem die ersten Kapitel aus seiner Sicht, am Ende des Buches.

Neben den Protagonisten wurde die Handlung von einer Handvoll Nebencharakteren getragen, die man im Laufe der Geschichte auch alle (mehr oder weniger) ins Herz geschlossen hat. Immerhin wären sich Hades und Persephone viellicht nie begegnet, wenn Lexa ihre beste Freundin nie ins Nevernight geschleppt hätte. Denn persephones beste Freundin war wortwörtlich der Stein des Anstoßes für die ganze Handlung. Leider erfährt man nur sehr wenig über sie, denn sie taucht immer nur dann auf, wenn sie für den Plot gebraucht wird. Das ist sehr schade, denn sie hätte großes Potential und verdient mehr als nur gelegentliches auftauchen. Genauso verhält es sich mit ihrem Freund Jaison, der im wahrsten Sinne des Wortes out of nowhere kommt…
Die wohl nervigste Rolle von allen weiblichen Figuren nimmt m.M.n. Minthe ein, die Assistentin von Hades. Sie war von Sekunde eins an unsympathisch und trotzdem nicht der schlimmste Charakter von allen. Das mit der Minze war übrigens mein ganz persönliches Highlight (if u know, u know).

Im Nevernight begegnet man auch Adonis, der später ein Arbeitskollege von Persephone sein soll. Mit ihm hat es ziemlich gut angefangen. Er ist vom Sein her absolut „drüber“ und vielleicht etwas too much, aber polarisierende Charaktere sind ja per se nicht schlecht. Leider hat er sich aber nach der ersten Begegnung im Club immer weiter ins negative entwickelt, sodass er am ende des Buches ein echter Antagonist war. Selten habe ich einen so ekeligen, schmierigen und übergriffigen Charakter erlebt. Ich denke, er ist definitiv die Umbridge des Buches.
Nach dem ende kann man aber auf jeden Fall gespannt sein, ob und wie er in Band zwei auftauchen und agieren wird.

Persephones Mutter, Demeter, ist eine Antagonistin „der ersten Stunde“. Gerne hätte ich mehr über sie erfahren und auch über ihren Hass auf Hades. Liegt es wirklich nur an den Mooren und ihren Prophezeiungen oder steckt da noch mehr dahinter? Hier wären mehr Infos schön gewesen, aber vielleicht kommt das ja im nächsten Teil. Aber auch Demeter betreffend, gab es einige Handlungsstränge, die unlogisch waren. Zum Beispiel die Szene auf dem Maskenball, in der einige Persephone erkennen, aber Demeter bemerkt ihre eigene Tochter nicht…

Durch die Wette mit Hades verbringt Persephone sehr viel Zeit in der Unterwelt, die den Leser*innen wunderschön beschrieben wird und nicht nur so ist, wie man sich das vorstellt. In ihrer Zeit dort lernt sie unweigerlich Hekate kenne, eine Göttin, mit der sie langsam aber sicher eine Freundschaft knüpft. Diese Freundschaft ist sehr authentisch und wunderschön. Die Szenen zwischen den beiden Göttinnen gehören zu meinen liebsten des ganzen Buches und die Atmosphäre zwischen den beiden war herrlich authentisch. Ab Minute eins an waren sie auf einer Wellenlänge. Die Entwicklung zwischen den beiden war so authentisch und Hektar für mich eine der greifbarsten Figuren überhaupt, weil man, im Gegensatz zu Lexa, auch wirklich etwas über sie erfahren hat.

Neben der Freundschaft mit Hekate waren auch die Szenen im Asphodeliengrund ein echtes Highlight. Generell haben mir die Sequenzen in der Unterwelt immer sehr gut gefallen - sie nehmen auch den größten Teil des Buches ein.
Die Liebesgeschichte zwischen Hades und Persephone ging mir allerdings viel zu schnell. Angefangen bei der Wette, der nicht genügend Raum eingestanden wurde. I mean, wie ist sie überhaupt zustande gekommen?! Sie war praktisch der erste Wendepunkt der Story und letztlich auch der Auslöser für jede weitere Handlung und wurde trotzdem einfach nur schnell abgehandelt. Das ganze Potential einer guten Enemies-to-Lovers Geschichte wurde meiner Meinung nach nicht voll ausgeschöpft, was man besser hätte machen können.

Auch der Umgang mit sensiblen Themen, wie k.O.-Tropfen, wurde unglücklich gelöst und diente augenscheinlich nur dazu richtig tiefe Gräben zwischen die Figuren zu reißen. Daneben gab es leider viele auffällige Plotholes, die das Lesevergnügen geschmälert haben. Einige von ihnen könnten sicherlich in Band zwei gefixt werden. Vorausgesetzt sie waren überhaupt beabsichtigt…

Alles in allem lässt sich sagen, dass die Story von der Tension zwischen den beiden Protagonisten lebt. Es ist ein unfassbar heißes Buch voller spicy Szenen. Da liegt der Fokus drauf und wenn man das weiß, dann wird man sicher auch nicht enttäuscht. Was man von dem Buch auf keinen Fall erwarten darf ist ein toller und epischer High-Fantasy Roman oder generell ein Buch, bei dem das Hauptaugenmerk auf der fantastischen Welt liegt.
Es liest sich schnell und gut und fällt für mich aber definitiv unter die Kategorie Crash-TV der Bücherwelt, was keinesfalls böse gemeint ist. 
Ob ich band zwei lese, weiß ich noch nicht, denn einerseits konnte es mich nicht so wirklich packen, ich konnte mich mit den Figuren nicht identifizieren oder sonstiges, andererseits ist es wirklich amüsanter, leichter Lesestoff, den man auch als solchen behandeln sollte.

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Veröffentlicht am 13.06.2022

Hades und Persephone Part I

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Persephone, Göttin des Frühlings und Tochter der Göttin Demeter, lebt versteckt unter den Sterblichen von New Athens und besucht die dortige Universität. Nachdem sich ihre Kräfte bisher noch nicht gezeigt ...

Persephone, Göttin des Frühlings und Tochter der Göttin Demeter, lebt versteckt unter den Sterblichen von New Athens und besucht die dortige Universität. Nachdem sich ihre Kräfte bisher noch nicht gezeigt haben, muss sie auf die Magie ihrer Mutter zurückgreifen, die ihr Leben fast vollständig diktiert. In einem Anflug von Rebellion begibt sich Persephone in Hades berüchtigten Club, in denen er um die Seelen der Menschen feilscht und verliert eine Wette gegen ihn. Um ihren Vertrag mit Hades zu erfüllen, muss Persephone Leben in der Unterwelt erschaffen, was ohne Magie unmöglich erscheint. Doch Persephone erkennt schnell, dass bei dieser Wette nicht nur ihre Freiheit, sondern auch ihr Herz auf dem Spiel steht.

Ich liebe Geschichten, in denen die griechische Mythologie als Grundlage dient. Der Krieg der Götter auf Erden, der letztlich zum Aufbau neuer Städte geführt hat, fand ich sehr spannend. Auch, dass die Götter in diesen Städten eigene Unternehmen, Clubs und Restaurants verwalten ist sehr originell. So besitzt natürlich auch Hades, der Gott der Unterwelt seinen eigenen Club, in welchem er seine Geschäfte abwickelt. Wie zunächst anzunehmen war, wird der Gott der Unterwelt als unnahbar, dunkel und abgründig vorgestellt. Bei näherer Betrachtung treten jedoch immer mehr Seiten hervor, die ihn sehr sympathisch wirken lassen, auch wenn die Aura der Macht natürlich nie ganz verschwindet. Persephone hingegen wurden bisher alle Entscheidungen von dem Wunsch nach Freiheit diktiert und ihrer Liebe zu den Sterblichen, während ihre Mutter Demeter sie größtenteils unterdrückt. Die Beiden sind sehr unterschiedliche Charaktere, die jedoch erstaunlich gut harmonieren. Besonders hervorgehoben wird die Leidenschaft und Anziehung zwischen Hades und Persephone. Nachdem in der ersten Hälfte des Buches die Beziehung der beiden langsam Fahrt aufnimmt, betrachtet die zweite Hälfte des Buches hauptsächlich das Sexleben der Beiden und entbehrt für meine Begriffe jeglicher weiteren Handlung. Auch die Art und Weise wie diese Begegnungen erzählerisch dargestellt werden, fand ich fast ein wenig geschmacklos. Da ich mir ein Fantasybuch und keinen Erotikroman gekauft habe, hatte ich deutlich andere Vorstellungen von der Geschichte. Die Story wirkt zudem in sich ziemlich abgeschlossen, weshalb mir nicht klar ist, was in den nächsten beiden angekündigten Bänden passieren soll, wo die eigentliche Handlung im ersten Band bereits auf ein Minimum reduziert wurde.

Nach einem vielversprechenden Anfang verliert sich die Geschichte in der „Leidenschaft“ der Protagonisten. Ich habe mir deutlich mehr substanziellere Handlung versprochen, weshalb ich leider nur 3 Sterne für das Buch vergeben kann.

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Veröffentlicht am 13.06.2022

Eine gute Geschichte für zwischen durch.

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Das Cover des Buchs ist meiner Meinung nach passend zum Buch gestaltet, da es die beiden Protagonisten auf ihre eigene Art und weise widerspiegelt. Auch die einzelnen Kapitel sind mit Bildern von Blumen ...

Das Cover des Buchs ist meiner Meinung nach passend zum Buch gestaltet, da es die beiden Protagonisten auf ihre eigene Art und weise widerspiegelt. Auch die einzelnen Kapitel sind mit Bildern von Blumen geschmückt, was nochmal eine besondere Verbindung der Protagonisten zeigt.
Aber kommen wir lieber zum Inhalt. In dem Buch geht es um Persephone, welche eine unbekannte Göttin ist und unter den Menschen lebt, was zum Missfallen ihrer Mutter ist. Ihre Mutter möchte nämlich lieber, dass sie in ihren Gewächshäusern ist. Als Persephone jedoch einen Job bekommt, welchen sie neben ihrem Studium machen kann, möchten sie und ihre Freundin zusammen in den Club von Hades gehen, wo sie diesen auch kennenlernt.
Und da kommen wir schon zum ersten Punkt. Die Nebencharaktere sind zwar alle schön und gut, doch sind sie meist nur da, wenn sie für die Handlung wirklich gebraucht werden, nur um kurz darauf direkt wieder liegen gelassen zu werden. Ich hätte es da um einiges schöner gefunden, wenn man nicht nur die Hauptstory mit bekommen hätte, sondern auch das was die Nebencharaktere erleben. Denn aufgrund der Story müssten auch diese mehrere Sachen erlebt haben, um überhaupt an den nächsten Punkt anzukommen.
Dasselbe war eigentlich auch mit der Wette, welcher der Klappentext schon andeutet, diese ist eher am Anfang zu finden und im weiteren verlauf nur ein kleiner Begleiter ohne noch wirklich mehr Inhalt zu bieten.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, auch wenn für ein paar Sätze mehrere Anläufe benötigt habe, da ich es nicht mehr gewohnt bin ein Buch in der dritten Person zu lesen, da immer mehr Autoren auf die Ich Perspektive zurückgreifen. Jedoch ist eine andere Perspektive eine willkommene Abwechslung.
Die beiden Protagonisten, welche beide an Götter der Griechischen Mythologie angelehnt sind, wirken auf mich sehr unterschiedlich. Hardis wirkt auf mich wie ein Mann, welcher fest im Leben steht und nach außen hin eher keine Gefühle zulässt, während Persephone eher wie ein Teenager wirkt, welcher gegen seine Mutter rebelliert. Generell hatte ich jedoch auch im weiteren Verlauf der Handlung des Öfteren Probleme Persephones Entscheidungen nachvollziehen zu können, da es in ihren Kopf doch ein recht großes durcheinander gab und sie ihre Meinung recht schnell gewechselt hat.
Auch fehlten zwischen durch die Gespräche zwischen den beiden Protagonisten, welche einen Vermutlich mehr in die Geschichte hätten abtauchen lassen.
Was mir jedoch gut gefallen hat ist, dass in dem Buch nicht nur Hades als Gott eingebunden wurde sondern auch noch weitere Griechische Götter.

Allen in einen würde ich sagen, dass es sich bei dem Buch eher um eine Geschichte Handelt, welche man schnell weg lesen kann. Man sollte dabei jedoch nicht anfangen über gewisse Dinge genauer nachzudenken, da diese dann doch einige Ungereimtheiten bieten. Zudem hätte das Buch gerne mehr über die Nebencharaktere informieren können. Auch frage ich mich etwas, wie es in den weiteren teilen weitergeht, da der Band in sich abgeschlossen ist.

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Veröffentlicht am 12.06.2022

Ein Hauch von Göttern

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Was hätte man aus der schönen Grundidee - griechische Götter in einem Urban Setting - alles herausholen können. Zudem eine moderne Nacherzählung des Mythos, in dem Persephone von Hades in die Unterwelt ...

Was hätte man aus der schönen Grundidee - griechische Götter in einem Urban Setting - alles herausholen können. Zudem eine moderne Nacherzählung des Mythos, in dem Persephone von Hades in die Unterwelt entführt wird. Leider dient aber aber alles im Grunde nur dazu, erotische Begegnungen zwischen den beiden explizit darzustellen. Was sie zueinander zieht außer schiere Lust wurde für mich kaum plausibel. Und was will der schon seit Aönen existierende Hades ausgerechnet mit der unreifen Persephone? Wie kommt es überhaupt dazu, dass Persephone wirklich noch sehr jung ist und die anderen Götter anscheinend schon ewig leben? Nicht die einzige Ungereimtheit, auf die ich hier gestoßen bin.

Das Worlbuilding, das so viel Potenzial geboten hätte, ist eigentlich nur angedeutet und nicht ausgearbeitet, halt eine Kulisse zu den Sexszenen. Persephone macht eine kleine Entwicklung durch im Laufe des Buches, wobei sie sich zwar gegen ihre Mutter behauptet, aber im Grunde dafür nun stattdessen nach Hades richtet.

So schön fand ich die Idee, dass die Götter hier Hörner tragen. Leider blieben die Hörner aber bloß ein Accessoire. Nebenfiguren tauchen auf, wenn sie benötigt werden. Manchmal ist unvermittelt etwas Zeit vergangen und ich habe gestaunt, was sich inzwischen anscheinend ereignet hat. Verschiedene mythologische Figuren werden eingeflochten, aber dabei so oberflächlich geschildert, dass es mich enttäuscht hat.

Das Buch kommt eigentlich zu einem runden Abschluss und hätte für mich nicht Anlass zum geplanten Mehrteiler geboten.

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Veröffentlicht am 11.06.2022

Sehr hohe Erwartungen, die leider nicht wirklich erfüllt wurden...

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Oh mann, ich weiß echt immer noch nicht, was ich zu diesem Buch schreiben soll…
Fangen wir also erstmal wieder mit den etwas allgemeineren Dingen an. Das Cover ist wunderschön und passt PERFEKT zum Inhalt ...

Oh mann, ich weiß echt immer noch nicht, was ich zu diesem Buch schreiben soll…
Fangen wir also erstmal wieder mit den etwas allgemeineren Dingen an. Das Cover ist wunderschön und passt PERFEKT zum Inhalt des Buches, was - wie ihr eventuelle wisst - mir immer sehr wichtig ist. Im Verlauf der Handlung werden all die Symbole und Gegenstände, die ihr auch auf dem Cover seht, erklärt. Auch die Atmosphäre, die kreiert wird (etwas düster, geheimnisvoll, irgendwie auch luxuriös) passt einfach so so gut.
Auch der Schreibstil der Autorin war gut (nicht atemberaubend, aber auch nicht schlecht). Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und es war sehr leicht geschrieben, wodurch man auch mit dem Buch sehr schnell fertig war.

Kommen wir nun zu den Charakteren und der Handlung. Obwohl ich das Buch jetzt schon vor einigen Wochen beendet habe, weiß ich noch immer nicht wirklich, wie ich meine Gefühle und Gedanken in Worte fassen kann. Dafür denke ich, dass es auch einer Erklärung meinerseits bedarf. Ich habe schon so soo viele Meinungen zu diesem Buch gehört, denn ich hatte schon vorher sehr lange überlegt, es mir auf Englisch zu holen, da ich überall nur Gutes darüber gelesen habe. Aus diesem Grund waren meine Erwartungen auch sehr hoch. Es hat ja auch von den allgemeinen Informationen echt gut geklungen: ich bin ein riesiger Fan der Griechischen Mythologie und fand das Konzept des Buches sehr erfrischend und neu, dennoch irgendwie vertraut. Dies war wahrscheinlich wieder mal mein Fehler - ich muss echt aufhören, immer so hohe Erwartungen zu haben.
Persephone war mir zu Beginn noch sehr sympathisch, wurde dann mit dem Verlauf der Handlung jedoch immer verwirrender. Ich mochte sie zum Schluss immer noch, nur halt nicht mehr so sehr, wie zu Beginn. Für mich muss sie charakterlich außerdem noch eine sehr große Entwicklung durchmachen und ich hoffe, dass dem in den nächsten Bänden auch so sein wird.
Hades mochte ich von Beginn an sehr gerne, was ich auch bis zum Ende des Buches so durchgezogen hat. Er war es auch, der ziemlich nah an all den Beschreibungen der Griechischen Mythologie war, was mir sehr gefallen hat.
Auch ein paar der anderen Charaktere fand ich ganz interessant, zu diesen möchte ich jedoch hier nicht ehr verraten, da ich euch diesbezüglich selber überraschen lassen sollt.

Mein Problem war glaube ich, dass ich mit einer völlig anderen Vorstellung und gänzlich anderen Erwartungen an dieses Buch rangegangenen bin. Ich hatte mich auf ein Buch gefreut, in welchem es um die Griechische Mythologie in einer etwas abgewandelten Form beziehungsweise eines stark abgewandelten Settings geht. Bekommen habe ich ein Buch, indem dieser Aspekt eher nebensächlich war, dafür der Smut (mit fällt gerade leider nicht die Deutsche Übersetzung ein) die Hauptrolle gespielt hat. Ich wusste vorher bereits, dass es einige dieser Szenen geben wird, aber dass diese so komplett ohne Zusammenhang reingeworfen wurden und dieser Drang auch zu 90% der Handlung im Vordergrund stand, hat mich schon etwas enttäuscht. Allgemein hätte sich die Beziehung zwischen den beiden ruhig etwas Zeit lassen können, aber das ist wahrscheinlich einfach mein persönlicher Geschmack.
Aber auch die Griechische Mythologie fand ich hier sehr verworren und verwirrend dargestellt (ja, ich weiß, dass dem auch so ist, aber ich meine das hier auf eine andere Weise). Zum einen wurde gesagt, dass all diese Taten und Geschehnisse bereits in der Vergangenheit schon einmal passiert sind, andererseits ist die Handlung teilweise eine komplette Wiederholung von Dingen, die dementsprechend in der Vergangenheit schonmal passiert sind, gewesen. Die Timeline hat somit keinen Sinn für mich ergeben und ich weiß auch jetzt noch nicht, in welchen Kontext ich die Geschehnisse bringen soll.

Versteht mich nicht falsch, das Buch war okay und ich werde wahrscheinlich trotzdem noch die anderen Bände lesen, aber alles in allem konnte es mich nicht so vom Hocker reißen, wie ich es anfangs dachte. Liegt das an mir und meinen schon vorher existierenden hohen Erwartungen? Definitiv, aber das kann ich leider nicht mehr ändern. Ich würde das Buch trotzdem all denen empfehlen, die gerne Bücher mit mehreren spicy Szenen lesen und die einfach mal ein Buch für zwischendurch suchen. Aus diesem Grund gebe ich 3/5 Sternen und hoffe, dass die nächsten Bände komplexer und einfach besser werden.

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