Cover-Bild Der kleine Strickladen in den Highlands
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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 08.11.2019
  • ISBN: 9783745700442
Susanne Oswald

Der kleine Strickladen in den Highlands

Ein Familienroman. Mit kreativen Strickanleitungen
Eisige Winde fegen über den Loch Lomond, und die Hügel der Highlands glühen in den Farben des Herbstes. Erst seit Kurzem weiß Maighread, dass in dieser zauberhaften Landschaft ihre Wurzeln liegen, denn hier lebt ihre Großmutter. Vielleicht ist ein Ausflug in die Vergangenheit ihrer Familie genau die Ablenkung, die sie nach der Trennung von ihrem Freund braucht. Allerdings ist Maighreads Großmutter vorerst alles andere als begeistert vom Auftauchen ihrer Enkelin. Aber Maighread hat genug zu tun, schließlich hat der gemütliche Wollladen in dem kleinen Ort am Loch Lomond ihren heimlichen Traum von solch einem Strickparadies geweckt. Vielleicht ist es genau diese Leidenschaft für das Handarbeiten, die Maighread und ihre Großmutter näher zusammenbringt.

»Herzerwärmend und unterhaltsam.« The Knitter

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2019

Wohlfühlatmosphäre

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Handlung:

Maighreads Leben stellt sich komplett auf den Kopf, als sich ihr Freund von ihr trennt, sowohl privat als auch beruflich, und ihre Mutter ihr offenbart, dass ihre Großeltern nicht tot sind, ...

Handlung:

Maighreads Leben stellt sich komplett auf den Kopf, als sich ihr Freund von ihr trennt, sowohl privat als auch beruflich, und ihre Mutter ihr offenbart, dass ihre Großeltern nicht tot sind, wie sie es ihr sonst immer erzählt hat. So beschließt sie zu ihren Großeltern in die Highlands zu fahren, um ihre Wurzeln kennen zu lernen und gleichzeitig Abstand zu bekommen. Auf der Fahrt dorthin bleibt ihr Auto liegen und so trifft sie zum ersten Mal auf Joshua. Er lebt im selben Ort wie ihre Großmutter und nimmt sie für die erste Nacht bei sich auf. Dort erfährt sie vom Tod ihres Großvaters und ihre Großmutter schlägt ihr am nächsten Tag die Tür vor der Nase zu. Doch Maighread gibt nicht auf und taucht noch häufiger bei ihrer Großmutter auf. Dabei fühlt sie sich in dem kleinen Dorf immer heimischer, findet eine neue Freundin, bei der sie einzieht, fängt wieder an zu Stricken und auch zwischen ihr und Joshua knistert es. Wird sie auch eine Beziehung zu ihrer Großmutter aufbauen können? Und was ist früher zwischen ihrer Mutter und ihren Großeltern geschehen, dass es zum Bruch zwischen ihnen gekommen ist?

Meine Meinung:

Das Buch wird hauptsächlich aus Maighreads Sicht geschrieben, aber es gibt auch ein paar Kapitel aus Joshuas Sicht und sogar ein paar Einsichten in die Gedankenwelt von Maighreads Großmutter Elisabeth. Das gefiel mir gut, weil ich es bei Liebesgeschichten mag, wenn aus beiden Sichten berichtet wird, und zum anderen machte es mir Elisabeth direkt sympathischer. Insgesamt war der Schreibstil angenehm und unkompliziert.

Maighread und Joshua gefielen mir als Protagonisten auch gut, weil beide sehr sympathisch und vor allem bodenständig sind. Beiden geht es nicht darum, im Job viel Geld zu verdienen, sondern dass sie ihren Leidenschaften nachgehen können. Bei ihr ist es die Strickerei und bei ihm der Naturschutz und die Schafzucht. Ich fand sehr toll, dass beide zwar direkt ein bisschen Herzklopfen verspüren, aber die Beziehung zwischen ihnen nicht überstürzt wird. Die beiden sind ein gutes Team, auch zusammen mit anderen Charakteren. Besonders gefiel mir Joshuas Haushälterin Eilidh, die für alle auch eine mütterliche Freundin ist, und Claire, eine alte Freundin von Joshua, die Maighread bei sich aufnimmt. Ich habe die gemeinsamen Szenen genossen.

Ich habe wirklich die ganze Zeit gerätselt, was in Maighreads Familie in der Vergangenheit vorgefallen ist, dass der Kontakt zwischen Tochter und Eltern komplett abbrechen konnte. Mit dieser Auflösung hätte ich dann auch niemals gerechnet. Ich musste ein bisschen mit allen Familienmitgliedern mitleiden, weil ich am Ende auch alle Seiten verstehen konnten.

Am meisten konnte mich das Buch aber mit seiner Wohlfühlatmosphäre begeistern. Die Umgebung mit den Highlands und den Schafen wurde toll geschrieben. Mein Herz haben sofort die Hunde gestohlen, sowohl die beiden von Joshua als auch Molly, Maighreads Vierbeiner.

Allerdings ist auf wenigen Seiten manchmal auch so vieles passiert, dass es leider teilweise oberflächlich bleibt. Vor allem in den letzten Kapiteln überstürzen sich die Ereignisse, die wirklich Potenzial hatten, sodass die Gefühle nicht ganz bei mir angekommen sind. So war das Ende für mich etwas lieblos.

Fazit: 3,25/5 Sternen
Es ist eine süße kurzweilige Geschichte mit einer Wohlfühlatmosphäre, der aber teilweise der Tiefgang fehlte.

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Veröffentlicht am 10.12.2019

Unterhaltsamer Wohlfühlroman mit schönem Setting

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Für Maighread läuft es im Leben im Moment nicht gerade rund. Ihr Freund trennt sich von ihr und damit verbunden verliert sie auch ihren Job im Marketing und ihr Zuhause. Sie sucht Zuflucht bei ihrer Mutter. ...

Für Maighread läuft es im Leben im Moment nicht gerade rund. Ihr Freund trennt sich von ihr und damit verbunden verliert sie auch ihren Job im Marketing und ihr Zuhause. Sie sucht Zuflucht bei ihrer Mutter. Doch dann findet sie durch Zufall heraus, dass ihre Großeltern mütterlicherseits gar nicht gestorben sind, wie ihre Mutter immer behauptet hat. Hartnäckig fragt sie weiter nach und ihre Mutter erzählt ihr, dass die Großeltern in einem kleinen Ort am Loch Lomond in den schottischen Highlands leben.
Da Maighread sowieso gerade nicht weiß, wie ihr Leben weiter gehen soll, macht sie sich gegen den Willen ihrer Mutter auf den Weg nach Callwell, um nach ihren Großeltern zu suchen und diese endlich kennenzulernen.
Doch Maighread findet dort in den Highlands noch viel mehr…

Wir begleiten also Maighread auf dem Weg ins Ungewisse, denn sie hat keine Vorstellung, was sie dort erwartet.
Aber ihre Sorgen sind zunächst unbegründet, denn sie trifft auf nette Menschen. Gleich bei ihrer Ankunft lernt sie Joshua kennen, in dessen Schafherde sie durch eine Autopanne gerät und der ihr aus der Patsche hilft. Er bietet ihr nicht nur Hilfe mit dem Auto sondern auch eine Übernachtungsmöglichkeit in seinem Zuhause, Callwell Castle, an, wo Maighread auf die herzliche Haushälterin Eilidh trifft.
Auch Joshuas gute Freundin Chloe wird für Maighread schnell zur Freundin und sie kann sogar bei ihr zur Untermiete wohnen.
Eilidh kann Maighread die Suche nach ihren Großeltern ersparen, denn in dem kleinen Ort kennt man sich. Allerdings muss sie ihr auch die traurige Mitteilung machen, dass der Großvater nicht mehr lebt.
Doch Maighreads erste Kontaktversuche mit ihrer Großmutter sind nicht erfolgreich, denn die Großmutter Elisabeth lehnt jeden Kontakt ab.
Doch Maighread gibt nicht auf.

Maighreads große Leidenschaft ist das Stricken. Aus feinster Wolle stellt sie wunderschöne Kleidungsstücke her und sie träumt von einem eigenen Strick- bzw. Wolladen, in dem sie nicht nur ausgewählte hochwertige Wolle sondern auch ihre eigenen Kreationen verkaufen könnte.
In Callwell gibt es einen kleinen Wollladen, der aber ständig geschlossen ist. Sie würde sich dort gerne um einen Job bewerben, aber zuerst muss sie herausfinden, wem der Laden gehört.

Es war so schön mitzuerleben, wie sich Maighread in Callwell einlebt und schnell zu hause fühlt. Mit Joshua, Chloe und Eilidh hat sie nette Menschen um sich, die sie unterstützen und ihr zu Freunden werden.
Sie alle haben ihre Geschichten und Erlebnisse. Deshalb werden die einzelnen Kapitel auch jeweils wechselnd aus der Sicht einzelner Protagonisten erzählt, was man an der Kapitelüberschrift leicht erkennen kann. Das ermöglicht den Blick auf die Ereignisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln und macht die Geschichte noch interessanter.
Es gibt etliche Überraschungen und einige Twists, die der Geschichte eine gewisse Spannung verleihen. Gegen Ende ist einiges etwas vorhersehbar und manches geht dann auch etwas zu schnell und einfach, aber das hat mein Lesevergnügen nicht gestört.

Das Setting der schottischen Highlands rund um den Loch Lomond war wunderschön und bildhaft beschrieben und macht große Lust, sich die Highlands selbst einmal anzuschauen. Auch die Atmosphäre und die Lebensweise der Schotten sind gut bei mir angekommen und das nicht nur durch die bekannten Highland Games.

Die Figuren sind alle liebevoll gezeichnet und agieren glaubhaft und authentisch. Es hat Freude gemacht, sie alle kennenzulernen und zu erleben, welchen Anteil sie an der Geschichte haben.

Strickfans werden sich oft in dieser Geschichte wiederfinden, denn es geht häufig um diese Handarbeit. Aber nicht nur das Stricken sondern auch die Wolle und deren Produktion werden thematisiert. Und wer durch viele Strickszenen Lust bekommt, selbst mal wieder die Nadeln zur Hand zu nehmen, wird sich über drei Strickanleitung für Maighreads Seelenwärmer, einen Schal und Stulpen am Ende des Buchs freuen.

Insgesamt ist Maighreads Geschichte ein unterhaltsamer Wohlfühlroman mit schönem Setting, der mich mit einem wohligen Gefühl zurück gelassen hat!


Fazit: 4 von 5 Sternen


© fanti2412.blogspot.com

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Veröffentlicht am 09.12.2019

Ein neues Leben in den Highlands

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Durch Zufall erfährt Maighread, dass ihre totgeglaubten Großeltern noch leben. Nach einem Streit mit ihrer Mutter macht sie sich auf zum Loch Lomond, wo ihre Großeltern leben. Ihre Großmutter ist zunächst ...

Durch Zufall erfährt Maighread, dass ihre totgeglaubten Großeltern noch leben. Nach einem Streit mit ihrer Mutter macht sie sich auf zum Loch Lomond, wo ihre Großeltern leben. Ihre Großmutter ist zunächst nicht sehr erfreut über ihr Auftauchen, doch die anderen Bewohner des kleinen Ortes nehmen sie direkt in ihrer Mitte auf. Kann Maighread es schaffen, das Herz ihrer Großmutter für sich zu gewinnen und vielleicht ihren Traum von einem eigenen Strickladen zu erfüllen?

Die Landschaftsbeschreibungen sind zauberhaft, so dass man direkt mit Maighread rund um den Loch Lomond unterwegs ist. Ihre Ankunft in dem kleinen Ort in den Highlands ist direkt mal dramatisch, doch zum Glück ist der Schäfer Joshua zur Stelle, um sie aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Maighreads Aufenthalt ist schön zu lesen, wenn die Geschichte auch sehr vorhersehbar ist. Die Abneigung der Großmutter und die aufkeimenden Gefühle zwischen Joshua und Maighread bieten viel schönen Lesestoff.

Mir hat Maighreads Geschichte gut gefallen, auch wenn ich sie sehr vorhersehbar fand. Auch die Fakten über die Gegend fand ich zu ungeschickt eingebunden, so dass sie sich nicht so richtig in die Geschichte eingefügt haben. Trotzdem viel Interessantes dabei, das ich direkt mal gegoogelt habe, um überrascht zu werden.

Insgesamt eine schöne Liebesgeschichte in traumhafter Umgebung – sympathische Protagonisten und eine schöne Liebesgeschichte, die leider am Ende eine Klippe zu viel zu bewältigen hatte. Trotzdem gute 3 Sterne!

Veröffentlicht am 08.12.2019

bestrickender Wohlfühlroman

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* "Wo ist das?" fragte sie und spürte ein ahnungsvolles Zittern in ihrer Stimme. Eine merkwürdige Unruhe hatte sie erfasst. "Wer sind die beiden?" *

Bei Maighread läuft grade gar nichts rund. Ihr Freund ...

* "Wo ist das?" fragte sie und spürte ein ahnungsvolles Zittern in ihrer Stimme. Eine merkwürdige Unruhe hatte sie erfasst. "Wer sind die beiden?" *

Bei Maighread läuft grade gar nichts rund. Ihr Freund hat sich von ihr getrennt und ihren Job ist sie auch los. Da erfährt sie durch einen Zufall, dass die Großeltern gar nicht verstorben sind, sondern ihre Mutter den Kontakt vor Jahrzehnten vehement abgebrochen hat. Sie packt kurzerhand ihre Sachen und fährt nach Loch Lomand in die Highlands. Doch die Annäherung gestaltet sich schwieriger als erwartet. Ablenkung und Trost findet sie im Stricken und den neugefundenen Freunden, Chloe und Joshua.

Ein absoluter Wohlfühlroman um Neuanfänge, Familie, Wolle und Stricken, vor einer traumhaften schottischen Kulisse, in den man versinkt. Einfach herrlich. Allein die obligatorische Liebesgeschichte konnte nicht ganz so überzeugen.

Die Autorin hat mit Maighread eine weibliche Hauptprotagonistin geschaffen, die, obwohl sie es noch nicht weiss, mehr als bereit für einen kompletten Neuanfang ist. In einer neuen Umgebung und mit neuen Freunden, findet sie zu sich selbst und dabei auch heraus, was ihre Träume sind.

Die Geschichte besticht durch ihre wunderschöne und sehr lebendig beschriebene Umgebung und die spürbare Liebe zu Wolle und Stricken. Selbst als Nicht- oder Gelegenheitsstrickerin packt einen das Wollfieber. Im Anhang befinden sich dafür auch gleich ein paar Anleitungen.

Die Familiengeschichte ist spannend und emotional, dagegen fällt die Liebesgeschichte, wie gesagt, ein wenig ab - für mich hätte da auch erstmal eine tiefe Freundschaft gereicht.

Fazit: Ein toller Wohlfühlroman, perfekt zum einkuscheln und abschalten an trüben Wintertagen.

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Veröffentlicht am 05.12.2019

Der kleine Strickladen in den Highlands

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Handlung:
Innerhalb von kurzer Zeit hat sich Maighreads Leben komplett geändert. Ihr Freund hat sich getrennt, sie hst ihren Job verloren und erfährt kurz darauf, dass ihre Mutter sie jahrelang belogen ...

Handlung:
Innerhalb von kurzer Zeit hat sich Maighreads Leben komplett geändert. Ihr Freund hat sich getrennt, sie hst ihren Job verloren und erfährt kurz darauf, dass ihre Mutter sie jahrelang belogen hat. Maighreads Großmutter ist nicht vor ihrer Geburt gestorben, sondern lebt noch immer in den Highlands. Kurz entschlossen reist die junge Frau genau dorthin, um nicht nur die Großmutter kennenzulernen, sondern auch um einen Blick auf den Herkunftsort ihrer Mutter zu werfen.
Doch schon ihre Ankunft in Callwell läuft nicht so, wie gedacht. Dazu will ihre Großmutter Elisabeth nichts von ihr wissen.
Gleichzeitig findet Maighread aber auch sich selbst, lernt mit Chloe und Joshua neue Freunde kennen und entdeckt eine neue berufliche Möglichkeit. Dabei wird sie von einem Strickladen inspiriert, der für Maighread dem Paradies gleichgestellt ist...

Meinung:
Der Roman besitzt ein leichtes, lockeres Cover, gezeigt wird ein gemütlicher Strickladen, welcher sehr einladend wirkt. Es ist insgesamt farbenfroh gestaltet, dabei ist es aber auch leicht verblasst, sodass das ganze Bild nicht zu überladen wirkt. Durch das Fenster erhascht man einen Blick auf eine schöne kleine Winterlandschaft, die dem Bild zusätzlich noch mehr Gemütlichkeit verleiht. Insgesamt ein stimmiges Bild, es ist ganz hübsch gestaltet, aber auch nichts besonderes.

Auch hier handelt es sich wieder um ein Buch, welches ich in einer Verlagsvorschau gesehen hatte und danach unbedingt lesen wollte. Es erschien mir wunderbar weihnachtlich obwohl in der Inhaltsangabe mit keinem Wort erwähnt wird, dass zu dieser Jahreszeit die folgende Handlung stattfindet. Irgendwie verströmten die Worte eine Gemütlichkeit, die mir richtig gut gefallen hat. Und auch die Geschichte klang für mich direkt interessant und hatte einiges an Potenzial, auf welches ich sehr gespannt war.

Da der Strickladen schon im Titel auftaucht, sowie das ganze Cover darauf ausgelegt ist, war ich überrascht, wie wenig Handlung sich am Ende darum dreht. Durchweg ist zwar viel vom stricken, sowie von verschiedenen Garnen die Rede, aber der Laden direkt spielt nur eine kleine Rolle. Selten gibt es Erwähnungen dazu und erst am Ende wird das große Rätsel darum gelöst. Für mich war das trotzdem zu wenig und so ganz passend finde ich den Titel daher nicht.

Mir hat die Schreibweise von der ersten bis zur letzten Seite gut gefallen. Diese war recht einfach und locker gehalten, was ein schnelles Lesen ermöglicht hat. Es gibt einige Szenen, die ernsthaft gehalten sind und viel Tiefgang besitzen, die auch wirklich etwas nachdenklich gemacht haben. Der Großteil der Handlung beherbergte jedoch lockere Szenen, in denen viel Unbeschwertheit und Fröhlichkeit herrscht.

Es gibt eine Unterteilung in drei verschiedene Sichtweisen. Ich glaube, dass die meisten Kapitel von Maighread handeln, der Hauptprotagonistin des Buches. Dazu gibt es noch einige aus der Sicht von Joshua und Elisabeth, Maighreads Großmutter. Eigentlich finde ich die Idee wirklich gut und ich bin immer ein großer Fan von dieser Erzählsituation. Meist kommt so weniger Langeweile herein, man kann sich einen besseren Blick auf die Charaktere machen und die Handlung gestaltet sich abwechslungsreicher. An sich hat das auch auf dieses Buch gepasst. Die Protagonisten wurden nicht unbedingt lebendiger dadurch, doch es hat mich besonders gestört, dass die einzelnen Kapitel von den jeweiligen Personen keinen richtigen Wiedererkennungswert hatten. Wenn ich am vor jedem Kapitel nicht den Namen des Charakters gelesen hätte, aus dessen Sicht die folgenden Ereignisse beschrieben werden, wäre es mir nicht möglich gewesen Unterschiede festzustellen. Ich glaube, hier hätte mir ein Ich-Erzähler geholfen...

Im Grunde hat mich die Geschichte mit genau einer Wendung überrascht. Diese trat fast am Ende ein und kam wirklich unerwartet. Aber auch hier hatte ich schnell einen Gedanken gefasst, wie dieses Dilemma aufgelöst wird und genau so kam es auch. Ich bin mit einer gewissen Erwartungshaltung gestartet, hatte schnell einige Ideen, wie die Geschichte enden könnte und dies traf am Ende auch so ein.
Meist war es so, dass den Charakteren entweder nur gute oder nur schlechte Dinge widerfahren sind. Dazu werden die Probleme schnell gelöst und für alles war sofort eine Lösung da. Leider wirkten die Ereignisse dadurch etwas konstruiert und nicht willkürlich. Und so ging der realitätsbezug verloren.

Ganz wunderbar geschildert wurde das Setting. Ein jeder Ort wurde mit vielen Details ausgeschmückt und wirkte dadurch lebendig und greifbar. Es zeigte sich deutlich, dass die Autorin selbst gerade vor Augen sieht, was sie beschreibt.
Ich fand es etwas schade, dass Callwell Castle nicht öfter vorkommt, ich denke, dass es sich dabei um einen tollen Handlungsort handelt, wo einige Ereignisse hätten stattfinden könnten. Ich dachte tatsächlich, dass mehr von der Handlung dort stattfindet, ist es doch das erste Gebäude, welches Maighread in den Highlands betritt und auch weil es der Wohnort von Joshua ist.

Wenn ich spontan einen Lieblingscharakter wählen müsste, würde meine Wahl wahrscheinlich auf Eilidh fallen. Sie tritt zwar recht selten auf, einige Zeit wird sie gar nicht erwähnt, aber man merkt, dass sie die gute Seele von Callwell Castle und ein ganz besonderer Mensch ist. Sie war mir von Anfang an sympathisch, besitzt eine wunderbar mütterliche Art und tritt vollkommen bodenständig auf. Ich hätte mir gewünscht, dass sie öfter auftritt und man etwas mehr von ihr erfährt. Immerhin steht sie Joshua sehr nahe und nimmt in seinem Leben eine große Rolle ein.
Mit Maighread bin ich ziemlich kritisch umgegangen. Ich weiß selbst nicht weshalb. Aussagen oder Aktionen habe ich immer sehr schnell bewertet und dabei kam sie nicht immer gut weg. Eigentlich ist sie ja ein guter Charakter, ist freundlich und aufrichtig. Doch Maighread ist mir etwas zu naiv und gutgläubig. Hier kam Maighread auch entgegen, dass jeder der Menschen aus Callwell ihr gegenüber sehr positiv aufgetreten ist und es im Grunde keinen „schlechten“ oder negativen Charakter im Buch gibt.
Ein Charakterzug, der mir an Maighread richtig gut gefallen hat ist ihre Sturheit. Sie gibt bei einer bestimmten Sache, trotz Niederlagen nicht auf und das hat mir imponiert.
Joshua wird als typischer Highlander dargestellt. Dazu ist er gutaussehend, sportlich, freundlich, … Insgesamt ein sympathischer Kerl, der aber leider keine Schwächen hat. Weder Schwächen noch einen negativen Charakterzug. Daher wirkte Joshua auf mich zu stereotyp.

Fazit:
Für zwischendurch war die Geschichte wirklich optimal. Ich hatte das Buch aus zeitlichen Gründen fast eine Woche nicht in der Hand gehabt und hatte nach dieser Pause absolut keine Probleme, wieder in die Handlung zu finden. Wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, wäre das Buch wahrscheinlich innerhalb von zwei-drei Tagen ausgelesen gewesen.
Die Geschichte war wirklich nett, sie hat mich unterhalten und mit den Highlands wurde ein wunderschöner Handlungsort gewählt, der zum träumen eingeladen hat. Dazu war die Schreibweise richtig angenehm und hatte ein konstant gutes Niveau.
Nicht so überzeugen konnten mich die Charaktere. Sie wirkten nicht so lebendig und authentisch, wie ich es mir gewünscht hätte und kamen etwas zu blass daher. Ein jeder bräuchte noch ein besonderes Merkmal, welches ihn auszeichnet und einen Wiedererkennungswert verleiht.

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