Cover-Bild Hoch wie der Himmel
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10,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 01.09.2020
  • ISBN: 9783426526019
Julie Birkland

Hoch wie der Himmel

Roman
Ganz gleich, wie oft du sie verlierst – die Liebe findet ihren Weg zurück zu dir!
Große Gefühle in Norwegen: Teil 1 der neuen Liebesroman-Reihe rund um eine Arzt-Praxis im Küstenort Lillehamn
Als Ärztin nach Norwegen ans Meer – dieser Traum ist alles, was Annik nach dem Unfalltod ihres Mannes von ihrer großen Liebe geblieben ist. In dem beschaulichen Städtchen Lillehamn wagt sie mit ihrem kleinen Sohn Theo einen Neuanfang.
Zwischen tiefen Wäldern, der rauen See und einem endlos wirkenden Himmel wird Anniks Schmerz mit jedem Tag ein wenig erträglicher.
Wäre da nur nicht Krister Solberg, ihr wortkarger Boss. Annik ist sich sicher, dass der attraktive Chirurg sie nicht leiden kann. Doch unberührt lässt er sie nicht.
Krister allerdings hat seine ganz eigenen Gründe, der neuen Ärztin in seiner Praxis zunächst aus dem Weg zu gehen. Nur langsam finden die beiden zueinander. Aber was ist mit Kristers gefährlichem Geheimnis? Und kann Annik ihr Herz noch einmal einem Mann öffnen?
»Hoch wie der Himmel« ist der 1. Band der Liebesroman-Reihe »Northern Love« rund um die Familienpraxis der Geschwister Krister, Alva und Espen Solberg im zauberhaften Ort Lillehamn am Fjord.
Einfühlsam und wunderbar romantisch erzählt Julie Birkland von Menschen, die das Schicksal gebeutelt hat, und die eine zweite Chance für die Liebe bekommen.
Der 2. Liebesroman der Reihe »Northern Love«, »Tief wie das Meer«, erzählt Espens Geschichte.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2020

Erzählt von zweiten Chancen, der eigenen Stimme und sorgte bei mir außerdem für ganz schön viel Fernweh...

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Dieses Buch hat auf höchst mysteriöse Weise zu mir gefunden - es lag eines schönen Morgens einfach in meinem Briefkasten, ohne dass ich es gekauft, bestellt oder angefragt hätte. Ich habe extra in Social ...

Dieses Buch hat auf höchst mysteriöse Weise zu mir gefunden - es lag eines schönen Morgens einfach in meinem Briefkasten, ohne dass ich es gekauft, bestellt oder angefragt hätte. Ich habe extra in Social Media und meinen Mails nach der Geschichte gesucht, um sicherzugehen, dass ich nicht doch eine Rezianfrage rausgeschickt, oder zufällig bei einem Gewinnspiel gewonnen habe - aber Fehlanzeige. Auch wenn die Umstände, unter denen "Northern Love - Hoch wie der Himmel" zu mir gefunden haben wohl ein Geheimnis bleiben werden, will ich natürlich meine Meinung zur Geschichte mit euch teilen.

Das Cover mit den schräg geschnittenen Bildkacheln und dem roten, gemaserten Hintergrund, der an die Wand eine bunten Holzhäuschens denken lässt, gleicht einem "warum ich nach Norwegen reisen will"-Moodboard. Hohe Berge, lange Fjorde, bunte Häuser, malerische Gassen, süße Seehunde, nette Menschen und ein wildes, raues Klima - all das versprechen die Coverbilder und machten mir damit sofort Lust, meine Koffer zu packen. Der Titel verweist darauf, dass hier eine Liebesgeschichte erzählt wird, während der Untertitel auf Kristers spezielles Hobby hindeutet, von dem wir aber erst im Laufe der Geschichte erfahren. "Northern Love - Hoch wie der Himmel" ist der erste Teil einer dreibändigen Reihe, die sich um die Mitglieder einer kleinen Praxis im beschaulichen Lillehamn dreht. Im Auftaktband geht es um Krister und die aus Deutschland zugezogene Ärztin Annik, während Band 2 von Kristers Bruder Espen und der dritte Teil von seiner Schwester Alva handelt, welche wir beide schon kennenlernen.


"Er sah... sie an. Und zwar nicht mit seinem "Igitt, ein Käfer"-Blick. Sondern... wie wusste es nicht. Sie wusste nur, dass es ihr davon komisch im Bauch kribbelte, und ihr Mund irgendwie trocken wurde."


Julie Birkland hat einen personalen Er-Erzähler gewählt, um abwechselnd aus der Sicht von Annik und Krister erzählen zu können, die beide mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen haben und eigentlich gar nicht auf der Suche nach der großen Liebe sind. Annik, eine alleinerziehende Ärztin, die mit ihrem Sohn im wunderschönen Norwegen einen Neuanfang wagt, nachdem ihr Mann in einem Autounfall ums Leben gekommen ist, will nur eins: ihr altes Leben hinter sich lassen und zusammen mit dem kleinen Theo, der seit dem Unfall nicht mehr spricht, zurück ins Leben finden. Krister hat zwar alles, was er braucht - einen guten Job als geachteter Chirurg, eine Wohnung wie aus dem Einrichtungskatalog und eine Familie, die sich um ihn sorgt -, muss aber dennoch im Wingsuit von Bergen springen, um sich wirklich lebendig zu fühlen. Erst als eine neue Ärztin in der Familienpraxis anfängt, wird sein Herz durcheinander gewirbelt - und leider auch sein Sprachzentrum. Doch wie soll er der jungen Frau zeigen, was er empfindet, wenn er in ihrer Anwesenheit kein einziges Wort herausbekommt...?


"Hallo Krister."
Er konnte über Fjorde springen.
Sprechen, ganz ruhig.
Und lächeln.
"Hi."


Von der ersten Seite an hat mich vor allem eins gepackt: das wunderschöne Setting der Geschichte. Die Autorin entführt in einen kleinen Kurzurlaub an der Küste Norwegens, der mir ein ums andere Mal einen Anflug von Fernweh verpasst hat. Romantische Nächte am Lagerfeuer, Wochenenden in Ferienhäusern, Besuche auf der Seehundstation, Moltebeerschnaps-Exzesse in der Dorfkneipe, Wanderungen hoch über dem Fjord und skandinavische "Sahneschnittchen" haben mein Kopfkino angeregt und mich trotz des drohenden Corona-Lockdowns mit auf Reisen genommen, wie es nur ein gutes Buch kann. Dass die Autorin das Land selbst liebt und es mehrmals bereist hat, anstatt ihre Geschichte auf den typischen Klischees aufzubauen, merkt man dabei jeder Seite an. Das Arztroman-Motiv, steht dabei stark im Hintergrund. Zwar begleiten wir Annik und Krister auch ab und an auf ihre Arbeit in die Praxis, oder lauschen Teambesprechungen zu Fällen, dies wird aber vorrangig genutzt, um die Liebesgeschichte voranzutreiben und die anfangs noch sehr angespannte Atmosphäre zwischen Annik und Krister zu verdeutlichen. Wer also Angst vor einem "Greys Anatomie trifft Schwarzwaldklinik in Norwegen"-Touch hatte, kann hiermit beruhigt sein.


"Du hast gefragt, was passiert ist, das mein blödes Sprachzentrum wieder einmal aussetzen lässt."
Sie nickte.
Ein Schritt.
Keine Reißleine, kein Notfallschirm.
Er atmete tief ein und ließ die Luft entweichen, bevor er den Stift erneut ansetze."
"DU".


Das zweite große Standbein der Geschichte neben dem starken Setting sind die beiden spannenden Protagonisten und ihre Beziehung zueinander. Auffällig ist zunächst, dass die beiden schon etwas älter sind und nicht mehr in das College-Berufseinsteiger-New Adult-Raster hineinpassen. Auch inhaltlich ist die Geschichte erwachsener als das durchschnittliche New-Adult-Drama. Zwar haben auch hier die Figuren mit Problemen zu kämpfen, die sind jedoch eher ernster und präsentieren sich als gut ausgearbeitete Konflikte anstatt von überzeichneten Krisen, die sich als einfache Missverständnisse abtun lassen können. Es geht hier um Verlust und zweite Chancen, die eigene Stimme und Probleme mit dieser, Sucht und Opfer, Verantwortung und Liebe. Neben Annik und Krister, die mir natürlich im Laufe der Geschichte sehr ans Herz gewachsen sind, gibt es noch eine Reihe liebenswürdiger Nebenprotagonisten, di wohl auch in den Folgebänden noch auftauchen werden. Den Zwillingen Espen und Alva wird ja noch jeweils ein eigener Band gewidmet, auch bei Anniks Sohn Theo, ihrer neue Freundin Hanne, deren Mann Tom und allerlei schrulliger Gestalten, die schon zum Lillehamner Inventar gehören, würde ich mich aber über ein Widersehen freuen.


"Du kannst nur leben oder vor dem Leben Angst haben. Beides gleichzeitig geht nicht."


Kritisieren kann man an der Geschichte wohl vor allem zwei Dinge. Erstens: sie ist recht vorhersehbar. Julie Birkland erzählt hier zwar eine sehr süße Liebesgeschichte, die jedoch nicht zum Pageturner wird. Die beiden kommen recht schnell zusammen und schon zu Beginn ist klar, welcher Teil von Kristers Leben wohl dafür sorgen wird, dass es später kriselt. Auch der Umgang mit vielen Themen ist zwar gut gemacht, jedoch nicht überwältigend tiefgründig, weshalb ich diese Geschichte alles in allem in die wenig spektakuläre Kategorie "Wohlfühlbuch" stecken würde. Der zweite Punkt ist die Länge, beziehungsweise die fehlende Länge. Ich hätte gerne noch mehr von Krister und Annik gelesen und gerade das Ende kam mir recht flott abgehakt vor. Zum Glück gibt es ja aber noch zwei weitere Bände, in denen wir vielleicht nochmal was von den beiden erfahren.


"Krister trat an die Kante, und sein Herz jagte Blut und Botenstoffe durch seine Adern, um dem bevorstehenden Tod zu begegnen. Jedes einzelne Mal. Jede Zelle schrie in Todesangst. Als das Atmen schwer wurde, lächelte Krister. Nicht dieses Mal, Tod, mein Freund. Nicht dieses Mal.
Er kippte nach vorn und flog."





Fazit:


"Northern Love -Hoch wie der Himmel" ist eine zuckersüße Liebesgeschichte einer jungen alleinerziehenden Mutter, die mit ihrem Sohn im wunderschönen Norwegen einen Neuanfang wagt, nachdem ihr Mann in einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Die Geschichte erzählt von zweiten Chancen, der eigenen Stimme und sorgte bei mir außerdem für ganz schön viel Fernweh..

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Veröffentlicht am 25.10.2020

Ein wundervolles Wohlfühlbuch, perfekt für einen gemütlichen Leseabend !

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Eindruck:
Ich liebe Wohlfühlbücher und vor allem in den ersten Zügen der gemütlichen, regnerischen und kälteren Jahreszeit, sind sie ein absolutes Muss auf meiner Leseliste. Aus diesem Grund bin ich auch ...

Eindruck:
Ich liebe Wohlfühlbücher und vor allem in den ersten Zügen der gemütlichen, regnerischen und kälteren Jahreszeit, sind sie ein absolutes Muss auf meiner Leseliste. Aus diesem Grund bin ich auch auf „Northern Love“ aufmerksam geworden, einem wundervollen Liebesroman, der im atemberaubend schönen Norwegen spielt. Dieses grandiose Setting und die damit einhergehende, wohlige Atmosphäre, werden schon mit dem Cover deutlich, das im gleichen Zuge auch den einzigartigen Charme der Kleinstadt versprüht. Ihr merkt schon, die Geschichte kann einfach nur wundervoll werden und ich kann euch auch schonmal vorwegnehmen: Ich wurde definitiv nicht enttäuscht !

Um ehrlich zu sein, ist mir der Einstieg in die Geschichte ziemlich schwergefallen. Woran es liegt ? Ich kann euch nur sagen, dass ich anfangs große Probleme mit dem Schreibstil oder besser gesagt mit der Erzählperspektive hatte. „Northern Love“ ist leider nicht aus der Ich-Perspektive, sondern in der 3. Person erzählt, was ich immer sehr ungern lese. Auch in diesem Fall konnte ich einsteigend nur wenige Dialoge zuordnen, wusste nur selten wer gerade spricht und konnte deshalb nur schwer in die Geschichte abtauchen. So plätscherte die Handlung so dahin, ich konnte nur mühsam einen Bezug zu den Charakteren aufbauen und das, obwohl Julie Birkland doch so wundervolle Landschaftsbeschreibungen einbaut, die mich eigentlich schon auf Anhieb hätten verzaubern sollen.

Mit der Zeit fiel es mir aber deutlich leichter in das Geschehen einzutauchen, ich habe endlich eine Beziehung zu den facettenreichen Charakteren aufgebaut und konnte mich langersehnt von dem bildhaften, malerischen und schlichtweg großartigen Schreibstil der Autorin mitreißen lassen. Julie Birkland hat das Talent, das Städtchen Lillehamn auf eine ganz wundervolle Art zu beschreiben. Sie arbeitet mit wahnsinnig viel Liebe im Detail und sorgt damit für einen absoluten Wohlfühlort, in den ich gerne noch einmal zurückkehre. Neben einem idyllischen Setting, erwartet den Leser auch ein toller Humor, der für viel Lesespaß und das ein oder andere Grinsen auf meinem Gesicht sorgte. Rechnen muss man aber auch mit traurigen und emotionalen Momenten, die mit Anniks schwerer Vergangenheit einhergehen.

Annik hat ihren geliebten Ehemann und den Vater ihres Sohnes Theo bei einem schweren Unfall verloren. Mit den Lasten dieses unerwarteten Abschiedes zieht sie nun, zusammen mit Theo, in das beschauliche Städtchen Lillehamn, wo sie als Ärztin für eine Familienpraxis arbeitet. Dort lernt sie nicht nur das Land, die Bewohner und das Kleinstädtchen selbst, sondern auch ihren attraktiven Chef Krister kennen, dessen Hass auf sie aber unergründlich zu sein scheint...
Mit Annik schafft Julie Birkland eine sympathische Protagonistin und gleichzeitig liebevolle Mutter, die man nur ins Herz schließen kann. Sie ist authentisch, echt und hat vor allem ihre Ecken, Kanten und Schwächen, die sie auch selbst erkennt und ständig daran arbeitet. Auch die Trauer um ihren Mann ist realistisch dargestellt, wodurch man als Leser einen angenehmen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt bekommt. Trotzdem muss ich sagen, dass es mir stellenweise schwer gefallen ist, ihre Handlungen nachzuvollziehen, da es viele Momente gibt, in denen ihr Sturkopf und ihre Naivität Überhand gewinnen.

Krister ist tatsächlich mein allerliebster Charakter der ganzen Geschichte und das nicht nur weil er mein Interesse mit seiner anfangs geheimnisvollen und etwas mysteriösen Art weckt. Besonders spannend ist in meinen Augen nämlich auch sein Stottern, das er neben seinem Päckchen mit sich trägt und das ihm oft Schwierigkeiten bereitet, sich mit anderen Menschen zu unterhalten. Diese Eigenschaft macht ihn für mich aber einzigartig, außergewöhnlich und zu einem greifbaren Charakter. Toll ist meiner Meinung nach auch seine Entwicklung, die er mit der Zeit durchlebt. So konnte ich ihn im Verlauf der Geschichte nicht nur viel besser nachvollziehen, da er dem Leser Einblicke hinter seine Fassade gibt. Er wächst auch über sich selbst hinaus und dieser Prozess ist ganz wundervoll mitzuverfolgen. Was ich auch unbedingt noch erwähnen muss, ist die Art und Weise wie er mit Anniks Sohn umgeht. Liebenswürdig und wahnsinnig einfühlsam, baut er eine spürbar intensive Verbindung zu Theo auf, die mein Herz noch immer höher schlagen lässt.

Auch die Nebencharaktere wie Alva und Espen, Kristers Geschwister, sowie die Mitarbeiter der Praxis, sorgen für ein großartiges Leseerlebnis und eine angenehme Atmosphäre. Genau wie die restlichen Bewohner Lillehams, sind sie Auslöser des familiären Feelings, das mit „Northern Love“ einhergeht. Zudem nehmen sie Annik und Theo herzlich und liebevoll in besagtem Kleinstädtchen auf und helfen ihnen in den unterschiedlichsten Situationen. Beispielsweise die Betreuung von Theo, der seit dem Tod seines Vaters nicht mehr spricht, wird oft von einem Bewohner übernommen, zu denen selbst ich schon eine freundschaftliche Beziehung aufbauen konnte.

Sowohl die Liebesgeschichte, als auch die allgemeine Handlung in dem Auftakt der neuen Wohlfühlreihe, konnten mich wirklich überzeugen. Besonders gut gefallen hat mir hier das Thema Sprachbarriere, das auf vielen unterschiedlichen Ebenen angesprochen wurde. Seien es Krister mit seiner „Sprachstörung“, Annik mit ihrem anfangs eher mauen Norwegisch oder Theo mit seiner Stummheit. All diese Handlungsstränge wurden gelungen miteinander verknüpft und sind toll mit in das Geschehen eingeflochten. Zudem konnte mich auch das im Klappentext angedeutete Geheimnis von Krister wirklich überraschen, da es etwas Neues, unheimlich kreatives und spannendes zugleich ist. Auch die Liebesgeschichte konnte mich ,wie schon erwähnt, von sich überzeugen, da das Knistern und die enorme Anziehungskraft zwischen den beiden Protagonisten schon von Anfang an zu spüren waren. Insgesamt kommt „Northern Love“ also ohne unnötiges Drama, gängige Klischees oder übertriebenen Kitsch aus. Im Gegenteil, denn den Leser erwartet eine stimmungsvolle, romantische Geschichte, mit ordentlich Tiefgang und einer guten Portion Humor. Mich konnte besonders der große Wohlfühlfaktor abholen, weshalb ich mich schon wahnsinnig auf die Fortsetzung freue !

Fazit:
Eine unterhaltsame Geschichte, mit enormem Wohlfühlfaktor, die sich perfekt für die kalte und gemütliche Jahreszeit eignet. Nach einem etwas holprigen Einstieg, konnten mich sowohl die Charaktere, als auch die Handlung von sich überzeugen und bis auf wenige, kleine Schwächen, kann ich meine Leseempfehlung definitiv aussprechen !
4/5🌟

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Veröffentlicht am 12.10.2020

Wohlfühlbuch

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Das Cover vermittelt ein ganz tolles Feeling und spiegelt die Schönheit Norwegens wieder, ebenso wie der Inhalt des Buches.

Handlung: Annik und ihr kleiner Sohn Theo ziehen nach Norwegen, um einen Neuanfang ...

Das Cover vermittelt ein ganz tolles Feeling und spiegelt die Schönheit Norwegens wieder, ebenso wie der Inhalt des Buches.

Handlung: Annik und ihr kleiner Sohn Theo ziehen nach Norwegen, um einen Neuanfang zu wagen. Nach dem Tod ihres Mannes braucht Annik einen Tapetenwechsel. Vor allem der Start in der neuen Praxis fällt ihr nicht leicht. Besonders weil ihr neuer Kollege unglaublich attraktiv ist und sie anscheinend nicht leiden kann. Doch was steckt wirklich dahinter?

Meinung: Das Buch war eine langersehnte Neuerscheinung dieses Jahr und hat mir wirklich gut gefallen, ein totales Wohlfühlbuch. Der Einstieg viel mir leider nicht ganz so leicht, fast an die 100 Seiten hab ich gebraucht um richtig abtauchen zu können. Der Start plätscherte so vor sich hin und hat es mir wirklich schwer gemacht. Doch kaum kommt Krister ins Spiel, läuft die Story wie am Schnürchen. Ich mochte die Szenen zwischen den Protagonisten und vor allem Kristers "Schwäche" sehr. Er war mir total sympathisch und ich habe sehr gerne aus seiner Sicht gelesen. Anniks Entscheidungen waren mir leider nicht immer nachvollziehbar. Manchmal hat mich ihre Art etwas genervt. Das Tempo der Liebesgeschichte und das Norwegen drumherum haben mir gefallen. Noch ein kleiner Kritikpunkt: die Emotionen. Trotz des großen Verlustes, kam Anniks Trauer nicht bei mir an.

FAZIT: Eine schöne langsame Liebesgeschichte mit einem großen Einblick in das schöne Norwegen. Obwohl mich die Geschichte zu Beginn gar nicht packen konnte, wurde das Ruder doch noch rumgerissen und hat mir ab der Hälfte richtig Spaß gemacht. Ein tolles Wohlfühlbuch für Zwischendurch.

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Veröffentlicht am 11.10.2020

Ein Neuanfang in Norwegen und eine neue Liebe?

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Annik hat ihren Mann und Vater ihres fünfjährigen Sohnes Theo verloren. Mit einem Jobangebot als Ärztin für eine Familienpraxis in Norwegen im Gepäck ziehen sie und ihr Sohn von Hamburg in das beschauchliche ...

Annik hat ihren Mann und Vater ihres fünfjährigen Sohnes Theo verloren. Mit einem Jobangebot als Ärztin für eine Familienpraxis in Norwegen im Gepäck ziehen sie und ihr Sohn von Hamburg in das beschauchliche Städtchen Lillehamn. Nach und nach leben sie sich dort ein, lernen Land und Leute kennen – nur ihr neuer Chef Krister scheint etwas gegen Annik zu haben.

In »Northern Love – Hoch wie der Himmel« schreibt Julie Birkland über Annik, die mit ihrem Sohn Theo nach Norwegen geht. Nach dem Unfalltod von Anniks Mann ist alles anders für die beiden und nicht unbedingt einfach, doch die Autorin beschreibt eine Person, die mir jederzeit nachvollziehbar und verständlich gehandelt hat. Annik ist eine liebevolle Mutter, die immer für Theo da ist, und starke Frau, die aber auch ihre Schwächen erkennt und daran arbeiten kann. Über Krister erfährt der Leser mehr als Annik weiß, da die Geschichte abwechselnd aus beiden Perspektiven geschrieben ist. Das hat mir gut gefallen, da es beide sehr nahbar gemacht hat. Theo ist ein unheimlich süßes Kind mit dem ein oder anderen Trotzanfall, der aber jedes Mal durchaus begründet war. Er spricht nicht und bekommt hier unerwartet Hilfe in Lillehamn.
Die Nebencharaktere Alva und Espen, Kristers Geschwister, haben die Geschichte schön ergänzt, ebenso wie die Mitarbeiter der Arztpraxis, in der Annik arbeitet, sowie viele der erwähnten Bewohner Lillehamns. Auch die Beschreibungen von Norwegens Landschaft waren stimmig und gut gewählt und haben ein malerisches Bild vor meinem inneren Auge auftauchen lassen.
Die Sprachbarriere wurde zwar thematisiert und gerade anfangs auch schön wie nebenbei eingeflochten, trotzdem ist mir nicht ganz klar gewesen, wann genau Annik jetzt eigentlich Norwegisch gelernt hat. Gewundert hat mich auch, dass so viele der Charaktere Deutsch konnten, aber ich nehme mal an, dass das nicht unrealistisch, sondern von der Autorin recherchiert ist (oder sogar auf eigenen Erfahrungen basiert?).
Das im Klappentext erwähnte gefährliche Geheimnis von Krister hat mich überrascht und empfand ich als kreativ, da es mal was anderes war als irgendwelche dunklen Familiengeschichten oder so. Auch konnte ich Kristers Beweggründe gut nachvollziehen, da entsprechende Szenen aus seiner Sicht geschrieben waren, auch wenn mir das Geheimnis an sich nicht geheuer war. Insofern klarer Pluspunkt für die Wahl von zwei Perspektiven und den Schreibstil der Autorin. Außerdem kommt das Buch ohne unnötig übertriebenes Drama aus und bietet stattdessen stimmungsvolle, romantische aber auch traurige Szenen und eine in sich stimmige Handlung. Zum Ende hin blieb mir ein Detail ungeklärt, was aber der gesamten Handlung keinen Abbruch tut.

Fazit:
Abschließend kann ich sagen, dass mir »Northern Love – Hoch wie der Himmel« gut gefallen hat. Es ließ sich flüssig lesen, hat sympathische Charaktere und behandelt nachvollziehbar und stimmig Themen wie Liebe, Tod, Ängste und zweite Chancen. Ein paar Kleinigkeiten blieben für mich jedoch zum Ende ungeklärt, sodass ich 4 Sterne für diese nette Lektüre vergebe.

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Veröffentlicht am 10.10.2020

Annik & Krister- Stimmungsvoller (Schicksals) Liebesroman vor skandinavischer Kulisse

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Die verwitwete Ärztin Annik beschließt ihre Heimat zu verlassen, Hamburg den Rücken zu kehren und zusammen mit ihrem kleinen Sohn Theo nach Norwegen zu gehen. Dort will sie, in Zukunft, in einer Gemeinschaftspraxis ...

Die verwitwete Ärztin Annik beschließt ihre Heimat zu verlassen, Hamburg den Rücken zu kehren und zusammen mit ihrem kleinen Sohn Theo nach Norwegen zu gehen. Dort will sie, in Zukunft, in einer Gemeinschaftspraxis arbeiten die von drei Geschwistern geführt wird. Annik ist es nämlich leid, dass sie in Hamburg immer den mitleidigen Blicken von Freunden und Verwandten ausgesetzt ist und hofft vor allem, dass sich ihr Sohn Theo, dort von dem traumatischem Unfall der seinem Vater das Leben kostete, wieder erholen wird. Denn Theo hat seitdem kein Wort mehr gesprochen.
Begleitet wird Annik von ihrer Schwester, die ihr in den ersten Wochen helfen will sich in Norwegen einzuleben und die sich um den kleinen Theo kümmern möchte, während Annik arbeiten geht.

Unterwegs fällt ihr ein attraktiver, aber äußerst wortkarger Mann auf, der ihr und Theo in einer äußerst brenzlichen Situation beisteht. Aber er wird auch Zeuge, wie Annik ihren Sohn lautstark zurechtweist. Ein Verhalten, das die junge Mutter, sogleich bereut.
Doch viel Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, bleibt ihr nicht. Am Ziel ihrer Reise angekommen, muss die junge Mutter feststellen dass sie ein wunderschönes neues Zuhause erwartet und auch die neuen Kollegen, Espen und Alva, sind überaus sympathisch. Doch der älteste der drei Geschwister, Krister Solberg, entpuppt sich als harte Nuss. In ihm erkennt Annik den Fremden von der Fähre wieder. Krister begegnet ihr zurückhaltend und reserviert. Dr. Frost, wie er von den Angestellten der Praxis scherzhaft genannt wird, scheint sie nicht zu mögen. Zumindest glaubt Annik das. Doch warum nur klopft ihr Herz in seiner Nähe verräterisch schnell? Das Krister ein Handicap hat unter dem er leidet, ahnt sie nicht…

Es war zunächst das wunderschöne Romancover, das mich aufmerksam werden ließ, auf Julie Birklands zeitgenössischen Liebesroman „Hoch wie der Himmel“. Als ich, nach dem Lesen des Klappentextes, dazu erfuhr dass die Autorin für ihren Roman als Setting das malerische Norwegen erwählt hat, konnte ich, die eine Schwäche hat für skandinavische Männer und Musik, nicht mehr wirklich widerstehen.
Die Autorin hat eine angenehme, leb- und bildhafte Art zu erzählen und man kann sich gut in ihre Romanfiguren hineindenken. Wobei ich allerdings auch ehrlich zugeben muss, dass ich mich ein wenig schwerer mit Annik getan habe. Ich fand einfach, dass sie ein bisschen blasser blieb als Krister und ich hätte mir gewünscht, dass man als Leser noch ein wenig mehr in ihr Seelenleben hineingezogen worden wäre. Ihre Trauer wird zwar thematisiert, doch eigentlich nur am Rande und ich fand, dass sich diverse Schwierigkeiten ein wenig zu unspektakulär und schnell in Wohlgefallen auflösten. ( Trauer/ Theos Trauma, seine Gewöhnung an Krister etc) Was ich ebenfalls seltsam fand, war, dass Annik scheinbar gar keine Sprachprobleme zu haben schien. Daher habe ich auch einen Punkt bei meiner Bewertung abgezogen.

Nichtsdestotrotz ist der erste Teil der „Northern Love“ Reihe dennoch ein schöner, stimmungsvoller Liebesschmöker, der seine Leser nicht nur ins skandinavische Gefilde entführt, sondern auch eine süße Liebesgeschichte beinhaltet. Ich fand zudem, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist dem Leser eine plausible Auflösung anzubieten, die realistisch wirkte. Die Autorin hat dazu einige stimmungsvolle Liebesszenen eingebaut, die Liebesromanleser die es etwas erotischer mögen, ebenfalls zufrieden stellen wird. Und es ist einfach schön zu lesen, wie die beiden voneinander lernen. Während Annik Risiken verständlicherweise scheut, ist Krister, schon allein wegen seines Hobbys, ein echter Adrenalinjunkie.
Im zweiten Band der Reihe, wird dann übrigens Espen im Fokus des Geschehens stehen, der in diesem Band als lebhafter Frauenheld beschrieben wurde und auf dessen Geschichte ich bereits sehr gespannt bin.

Kurz gefasst: Annik & Krister- Stimmungsvoller (Schicksals) Liebesroman vor skandinavischer Kulisse.

Northern Love Reihe:

1. Teil: Hoch wie der Himmel
2. Teil: Tief wie das Meer
3. Teil: noch kein Titel bekannt /erscheint März 2021

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