Cover-Bild Der Sandmann

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 576
  • Ersterscheinung: 16.04.2015
  • ISBN: 9783404172092
Lars Kepler

Der Sandmann

Kriminalroman. Joona Linna, Bd. 4
Paul Berf (Übersetzer)

Jurek Walter sitzt seit Jahren in Isolationshaft. Niemand darf ohne Aufsicht seine Zelle betreten. Dem Serienmörder wird zugetraut, auch hinter Gittern noch schreckliches Unheil anzurichten. Als eines seiner letzten Opfer nach Jahren lebendig wieder auftaucht, steht für Kommissar Joona Linna fest, dass der Mörder einen Komplizen haben muss. Der Fall wird neu aufgerollt, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: Die Schwester des geretteten Mannes war damals auch entführt worden − und ist womöglich noch am Leben! Um ihren Aufenthaltsort zu erfahren, bittet Joona seine Kollegin Saga Bauer, sich in die Psychiatrie einweisen zu lassen. Jemand muss das Vertrauen des Serienmörders gewinnen ...

Hochspannung pur!

Monatelang Platz 1 der schwedischen Bestsellerliste

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2018

Spannende skandinavische Unterhaltung in bewährter Manier

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spannend und unglaublich brutal, aber nichtsdestotrotz streckenweise ein wenig langatmig.

Mögen Sie Joona Linna? Den Finnen inmitten von Schweden, auf dem eine schwere Vergangenheit lastet, der sich nahtlos ...

spannend und unglaublich brutal, aber nichtsdestotrotz streckenweise ein wenig langatmig.

Mögen Sie Joona Linna? Den Finnen inmitten von Schweden, auf dem eine schwere Vergangenheit lastet, der sich nahtlos in die schwermütige bis depressive skandinavische Ermittlerschar einreiht und in seiner Vielschichtigkeit und der ihn umgebenden Atmosphäre einem Wallander kaum nachsteht?

Nun, hier ist er wieder in seinem mittlerweile bereits vierten Fall, einem besonders tragischen: Personen verschwinden auf nicht nachvollziehbare Art und Weise. Nach Jahrzehnten taucht ein junger Mann - ein Kind noch, als er verschwand - wieder auf und können sich an nichts, aber auch gar nichts erinnern. Außer, dass es eben der Sandmann war, der sie gefangengehalten hat. Sie - das sind er und seine Schwester, die offenbar noch lebte, als ihm die Flucht gelang. Wo ist da der Zusammenhang, wo der rote Faden, wo kann die Kriminalpolizei, die im Übrigen selbst bereits zum Opfer geworden ist und weiter bedroht wird, eingreifen? Und eigentlich sitzt der Schuldige doch bereits seit Jahren im Gefängnis - oder etwa nicht? Es geht darum, ein möglicherweise noch lebendes Entführungsopfer vor einem weiteren, möglicherweise jahrzehntelangen drohenden Aufenthalt auf engstem Raum, in vollkommener Isolation, zu bewahren - denn das sind die Informationen, die man aus dem Flüchtling herauskitzeln kann. Bei den Ermittlungen nimmt Saga, Joona Linnas schöne und eigensinnige Kollegin, eine Schlüsselrolle ein. Der Fall ist voll mit auf brutalste Weise erledigten Leichen und aus meiner Sicht teilweise sinnlosem Gemetzel. Trotz des eigentlich guten Konstrukts war es mir des Guten bzw. des gar nicht Guten, sondern extem Blutigen eindeutig zuviel.

Ein nur teilweise spannender, da doch in vielerlei Aspekten voraussehbarer Thriller mit einem trotzdem sehr überraschenden Cliffhanger-artigen Ende, der zumindest mit den ersten beiden Fällen des Autorenpaares Kepler nicht ganz mithalten kann. Es ist wirklich nur was für Liebhaber der skandinavischen Melancholie, denn nicht nur Joona Linna, sondern auch seine Kollegin Saga sind wahre Prachtexemplare, wenn es um den Typus des düsteren, in seiner eigenen Vergangenheit gefangenen Ermittlers geht. Leser, die auch in der Krimi- und Thrillerliteratur nach fröhlicher Leichtigkeit streben, sollten lieber gleich zu einer anderen Lektüre greifen, denn hier waltet die Traurigkeit bzw. wütet das Grauen - die Psyche des Lesers sollte daher recht stabil sein.

Veröffentlicht am 07.02.2018

Ein neuer Fall für Kommissar Joona Linna

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Auf der Jagd nach einem Serienmörder stößt Kommissar Linna auf den in der Psychiatrie inhaftierten Jurek Walter. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als eine Kollegin in die Psychiatrie einzuschleusen, ...

Auf der Jagd nach einem Serienmörder stößt Kommissar Linna auf den in der Psychiatrie inhaftierten Jurek Walter. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als eine Kollegin in die Psychiatrie einzuschleusen, um.so an das Wissen Jureks zu gelangen. Somit beginnt der Wettlauf gegen die Zeit, denn ab dem ersten Tag befindet sich die Kollegin in unermesslicher Gefahr. Der Leser bleibt bis zur letzten Minute gefesselt, ein durchweg spannender Krimi.

Veröffentlicht am 10.12.2017

Gelungener Schwedenkrimi

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Jurek Walter sitzt seit Jahren in Isolationshaft, weil er als schlimmster Serienmörder Schwedens gilt. Plötzlich taucht eines seiner Opfer auf – lebend! Wie kann das sein? War er etwa nicht der Täter? ...

Jurek Walter sitzt seit Jahren in Isolationshaft, weil er als schlimmster Serienmörder Schwedens gilt. Plötzlich taucht eines seiner Opfer auf – lebend! Wie kann das sein? War er etwa nicht der Täter? Was steckt dahinter? Gibt es einen Mittäter? Und leben vielleicht noch weitere Opfer und warten nur auf Rettung? Fragen über Fragen, denen sich Kommissar Joona Linna und sein Team stellen…

Es handelt sich um den vierten Teil einer Reihe, aber ich kam auch so gut ins Geschehen rein und hatte keinerlei Verständnisprobleme, möglicherweise wäre es aber noch einen Tick interessanter gewesen, wenn mir die Protagonisten vorher schon bekannt gewesen wären und ich so mehr Interesse an ihrem Werdegang gehabt hätte. So bestand eine gewisse Distanz, die sich während des gesamten Lesens nichts auflöste. Trotzdem empfand ich das Buch sehr spannend, zumindest nach den ersten ca. 70 Seiten, die mir noch etwas zu sprunghaft, fast schon wirr erschienen. Trotzdem gab ich dem Buch eine Chance und das war auch gut so, denn es wurde deutlich besser lesbar und interessant! Der Fall an sich war sehr spannend, teils actionreich und recht dramatisch. Mit der Auflösung war ich sehr zufrieden, obwohl ich in der Richtung schon was erwartet hatte, wurde ich doch in Details noch überrascht und bin unter dem Strich sehr zufrieden, sodass ich den recht typischen Schwedenkrimi gerne empfehle.

Veröffentlicht am 01.06.2017

Jonna Linna - ein guter Ermittler

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Vorab zum Autor: Lars Kepler war für mich die Thriller-Entdeckung der letzten Jahre. Da ich mittlerweile weniger davon lesen und eher in nordische Gefilde abgerutscht bin, ist Kepler wirklich spitze. Ich ...

Vorab zum Autor: Lars Kepler war für mich die Thriller-Entdeckung der letzten Jahre. Da ich mittlerweile weniger davon lesen und eher in nordische Gefilde abgerutscht bin, ist Kepler wirklich spitze. Ich bin jetzt beunruhigt, ob dieses der letzte Band über Joona Linna ist, da ich widersprüchliches gelesen habe. Wer mehr weiß: Immer her mit der Info!

Edit: Ich sehe gerade, es steht „Kriminalroman“ auf dem Buch. Nun ja, für mich sind es eher Thriller ?

Joona schließt mit manchen Fällen schneller ab, als mit anderen. Aber warum mag er es nicht, wenn er recht hat und ein junger Mann auftaucht, der 13 Jahre als verschwunden galt? Ein alter Fall muss wieder aufgerollt werden und die Zeit rennt, denn die Schwester des Mannes sitzt noch in der Falle . . .



Die Protagonisten

Joona ist mein Lieblingsermittler und ich hoffe, er ermittelt noch einige Bücher lang. Seine Lebens- und Leidensgeschichte wird zwar auch thematisiert, aber in den richtigen Dosen. Es hat vier Bücher gebraucht bis ich gewisse Rätsel in seinem Leben verstanden habe und es sind noch nicht alle aufgeklärt.

Manchmal wirkt Joona etwas zu schlau, denn er hat oft Recht. Andere Polizisten handeln falsch und Joona hat vorher natürlich, um das Richtige gebeten. Wenn es mich zu sehr nervt schaue ich darüber hinweg, denn der Fall ist dann meistens sehr spannend.

Es gibt auch ein Wiedersehen mit Joonas Freundin, die ich schon immer sehr mochte. Ansonsten bekommen einige Polizisten mehr Redezeit und auch einige Randfiguren. Aber das Autorengespann Lars Kepler hat nur zwei Protagonisten richtig ausgebaut mit allem Schnickschnack Jonna und Jurek Walter, den Inhaftierten. Mir reicht es völlig, denn so kann ich mich auf das wesentliche konzentrieren und muss nicht die Biografien von etlichen anderen Randpersonen lesen und ertragen ?



Kulisse

Joonas Welt Gemisch mit etwa Russland. Wobei ich die Russland Episode zwar schlüssig finde (für alles gibt es einen Grund), aber gebraucht hätte ich sie nicht. Die Autoren halten sich auch eher nicht Beschreibungen der Umwelt auf. Wenn es um einen Tatort geht, werden zwei oder drei Sätze darüber gesagt, aber meist sind es Joonas Gedanken, die mehr zu meiner Vorstellung beitragen.



Handlung

13 Jahre lang sind zwei Kinder verschwunden, dann taucht ein junger Mann plötzlich wieder auf. Joona vergisst seine Fälle nie, aber der Fall mit Jurek Walter hat ihn nie wieder losgelassen. Jetzt ist es an der Zeit, dass Joona endlich den Komplizen findet, den er schon immer hinter allem vermutet hat. Das wird gar nicht so einfach, denn der Ermittler hat viele Opfer erbringen müssen, um Jurek damals ins Gefängnis zubringen. Er muss sich erneut dem Mörder und seiner Vergangenheit stellen.

Sehr gut gefallen hat mir die Erzählperspektive, die zwar auktorial ist, aber das Vergangene erzählt. Ich erfahre während des Lesens den ganzen Fall, fühle ich aber nie gelangweilt, denn in der Gegenwart geht es natürlich auch weiter. Außerdem haben sie Autorin einen Schreibstil ohne viele Schnörkel, erzählen, was erzählt werden muss und bauen schwarze Flecken ein, bei denen der Leser sofort mehr wissen will.

Die Anspielungen auf den Sandmann sind schlüssig und lösen sich mit der Zeit auch auf. Ob ich das ganze Buch danach benannt hätte, ist glaube ich eine gute Frage. Es ist ein kryptischer Titel, ein anderer hätte es vielleicht auch getan.

Das Ende endet böse, denn es gibt einen gewaltigen Cliffhanger, das nur vorab. Mehr verrate ich natürlich nicht. Gesagt sei noch, dass es gut ist, die Reihe von Anfang an zu lesen, das Joonas Leben ein Puzzle ist, dass nur langsam zusammengesetzt wird. Wer wirklich wissen möchte, was alles dazu beigetragen hat, wer er ist und warum er so ist, fängt mit dem Hypnotiseur an. Das erste Buch von den Keplers ist auch das blutigste der Reihe ?



Die Gestaltung


Seit vier Bänden sehen die Bücher alle ähnlich aus und das ist toll! Zusammen sehen sie spitze aus und auch wenn der Inhalt zählt, ich mag es wenn ein Besucher erkennen kann, dass es sich um eine Reihe bzw. einen Ermittler handelt.



Die Bewertung

Joona hat mich mal wieder überrascht und glücklich gemacht. Ich war mitgerissen vom Täter, habe mich über ein Wiedersehen mit Jonna gefreut und sogar gelitten. Der Thriller ist an sich nicht wirklich blutig, strahlt aber eine große geistige Qual aus.

Veröffentlicht am 13.02.2017

Der Sandmann

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Der Sandmann ist ein spannender, gut geschriebener, und mit vielen interessanten besetzten Personen, guter Roman. Es ist alles drin was ein guter Krimi/Thriller braucht. Mit Hauptpersonen, aber auch Nebenpersonen ...

Der Sandmann ist ein spannender, gut geschriebener, und mit vielen interessanten besetzten Personen, guter Roman. Es ist alles drin was ein guter Krimi/Thriller braucht. Mit Hauptpersonen, aber auch Nebenpersonen die dieses abrunden.
Mich persönlich beeindruckt am meisten die Polizist Saga als Figur, da sie verletzlich, zerbrechlich ist, und gleichzeitig stark. Sie riskiert sehr viel, um einer jungen Frau zu helfen, und mit dazu beizutragen, dass diese frei kommen kann.
Das Buch liest sich leicht, und flüssig, die Handlung stockt nur am Anfang etwas, da immer zwischen den verschiedenen Personen, die beteiligt sind..hin und her erzählt wird!
Ich kann es empfehlen - es ist nicht nur für Krimifans, die sich gerne in die düstere Winterzeit hineinversetzen lassen...