Cover-Bild Nur einen Horizont entfernt

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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 27.04.2017
  • ISBN: 9783596521401
Lori Nelson Spielman

Nur einen Horizont entfernt

Roman
Andrea Fischer (Übersetzer)

›Nur einen Horizont entfernt‹ ist nach ›Morgen kommt ein neuer Himmel‹ der zweite große Bestseller von Lori Nelson Spielman. Berührend und ergreifend – ein Roman über das Verzeihen, ein Roman, der Hoffnung macht, ein Roman, der Vergebung schenkt.

Mit zittrigen Fingern öffnet die TV-Moderatorin Hannah Farr einen Brief. Der Absender ist eine ehemalige Schulfreundin, die sie jahrelang gemobbt hat. Die Frau bittet sie nun um Vergebung. Dem Brief beigelegt sind zwei kleine runde Steine und eine Anleitung. Einen Stein soll sie als Zeichen dafür zurücksenden, dass sie ihrer früheren Klassenkameradin vergibt. Den anderen soll sie an jemanden schicken, den sie selbst um Verzeihung bitten möchte. Hannah weiß sofort, wer das sein könnte: ihre Mutter. Aber soll sie wirklich zurück zu den schmerzhaften Ereignissen von damals und die Auseinandersetzung mit dem Menschen suchen, der sie am besten kennt? Denn Hannah hat etwas getan, das das Leben ihrer Mutter für immer verändert hat …

Manchmal ist es etwas winzig Kleines, das uns Großes tun lässt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2020

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

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Die erfolgreiche TV-Moderatorin Hannah Farr liest einen Artikel, in dem über eine ehemalige Klassenkameradin berichtet wird, die mit "Vergebungs-Steinen" gerade für Aufsehen sorgt. Es geht darum, dass ...

Die erfolgreiche TV-Moderatorin Hannah Farr liest einen Artikel, in dem über eine ehemalige Klassenkameradin berichtet wird, die mit "Vergebungs-Steinen" gerade für Aufsehen sorgt. Es geht darum, dass sie Briefe an Leute verschickt hat, in denen sie um Verzeihung bittet und diesen Briefen zwei Steine und eine Anleitung beigelegt hat. Der eine Stein soll an sie zurückgeschickt werden, wenn die betreffende Person ihre Entschuldigung annimmt und ihr verzeihen kann. Der zweite Stein soll an jemanden weitergeschickt werden, den der Empfänger des Briefs selber um Verzeihung bitten möchte. Der Artikel erinnert Hannah Farr daran, dass sie von dieser ehemaligen Klassenkameradin bereits vor zwei Jahren so einen Brief bekommen hat, da Hannah damals von ihr gemobbt wurde. Soll Hannah den Brief zurückschicken und den zweiten Stein dafür nutzen, wieder mit ihrer Mutter Kontakt aufzunehmen? Als Hannah sich näher mit den Vergebungs-Steinen befasst, beginnt ihr bisher so erfolgreiches und geordnetes Leben aus den Fugen zu geraten... 

Der Schreibstil von Lori Nelson Spielman ist äußerst angenehm lesbar. Sie versteht es wieder hervorragend, vom ersten Moment an eine Wohlfühl-Atmosphäre zu erzeugen, die auf diesen Roman über das Verzeihen einstimmt. Allerdings dauert es ein wenig, bis die Handlung Fahrt aufnimmt. Zunächst betrachtet man die Hauptprotagonistin Hannah nämlich etwas distanziert und mag kaum glauben, wie naiv sie ist. Manchmal gerät man in Versuchung, sie zu schütteln und dazu aufzufordern, endlich die Augen zu öffnen, damit sie begreift, was um sie herum vorgeht. Deshalb plätschert die Handlung anfangs eher gemächlich vor sich hin. 

Doch nachdem diese Startschwierigkeiten überwunden sind, gerät man in den Sog der Ereignisse und fiebert mit Hannah mit. Denn die kleinen Steine sorgen dafür, dass ihr Leben gehörig durcheinandergewirbelt wird. Lori Nelson Spielman gelingt es die Geschichte so einfühlsam zu vermitteln, dass man zum Nachdenken angeregt wird. 

Ein Roman über Vergebung und das Verzeihen, der allerdings eher gemächlich startet und deshalb nicht ganz so überzeugt, wie andere Bücher aus der Feder der Autorin. 

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.10.2019

Vergeben und Vergessen`

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Vergebung und Reue sind wieder im Trend. So scheint es zumindest, als die Versöhnungssteine der Autorin Fiona Knowles zum Phänomen werden. Auch Hannah gehört zu den Empfängern solcher Steine. Fiona machte ...

Vergebung und Reue sind wieder im Trend. So scheint es zumindest, als die Versöhnungssteine der Autorin Fiona Knowles zum Phänomen werden. Auch Hannah gehört zu den Empfängern solcher Steine. Fiona machte Hannahs Leben in der gemeinsamen Schulzeit zur Hölle und bittet nun, Jahre später um Vergebung. Mit dem Zurückschicken eines Steines vergibt man dem Absender seine Verfehlung, den zweiten Stein soll man an jemanden schicken, den man selbst um Verzeihung bitten möchte.
Schnell wird klar, dass die Vergebung ihrer Mutter nach jahrelangem Kontaktverlust naheliegt. Doch kann man alles verzeihen? Sollte man die Vergangenheit wieder aufrütteln und in alten Wunden bohren?

Einfühlsam und echt nimmt uns Lory Nelson Süielman mit auf eine Reise zwischen Verletzungen und Vergebung. Zwischen Liebe und Hass und zwischen Wahrheit und Lüge.
Anfangs ist mir nicht ganz klar, wo die Geschichte hinführen soll? Geht es um Liebe? Geht es um Familie? Geht es um Erfolg? Doch schnell wird klar, dass Hannahs Geschichte mehr zu bieten hat, als seichte Unterhaltung. In das Phänomen der Erinnerungssteine eingebettet geht es um ein Familiendrama, um Wahrnehmung, um Verlust und Verdrängung.
Hannah ist mir auf Anhieb sympathisch. Gespickt mit Charme und Witz, aber auch einer gewissen Verletzlichkeit wirkt sie wie das Mädchen von Nebenein. Ein Mädchen mit Träumen und Wünschen, aber auch Problemen und Ängsten. Man muss sie einfach mögen. Man möchte sie auf ihrem Weg begleiten und ihr helfen ihr Leben ins Reine zu bringen.
Stimmungsvoll und wechselhaft gleiten wir durch die Story, treffen auf Freud und Leid und allerlei Nebencharaktere, die der Suppe die richtige Würze verleihen und mehr oder weniger großen Einfluss auf Hannahs Entscheidungen nehmen.

Dieses Buch lässt einen irgendwie innehalten. Lässt einen überlegen, wem man vielleicht selber einmal Unrecht getan hat und wen man gegebenenfalls um Verzeihung bitten müsste. Es zeigt aber, dass es nie zu spät ist, über seinen Schatten zu springen, dass nicht jede Entschuldigung angenommen werden muss und dass es manchmal besser ist mit der Ungewissheit zu leben, anstatt alles zu ergründen.

Veröffentlicht am 02.02.2019

Von der Kunst, sich selbst und seinen Mitmenschen zu vergeben

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„Nur einen Horizont entfernt“ von Lori Nelson Spielman hatte ich schon eine Weile ungelesen zu Hause liegen. Eigentlich hatte ich nun nur zu diesem Buch gegriffen, da ich ziemlich viel zu tun hatte und ...

„Nur einen Horizont entfernt“ von Lori Nelson Spielman hatte ich schon eine Weile ungelesen zu Hause liegen. Eigentlich hatte ich nun nur zu diesem Buch gegriffen, da ich ziemlich viel zu tun hatte und dachte, es wäre hier nicht so schlimm, wenn ich wenig Zeit zum Lesen habe.
Falsch gedacht! Vom ersten Kapitel an hat mich „Nur einen Horizont entfernt“ so sehr gefesselt, dass ich versucht habe, so viele Gelegenheiten wie möglich zu schaffen, um darin zu lesen.

Protagonistin Hannah war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie arbeitet als TV-Moderatorin, steht jedoch mit beiden Beinen fest auf dem Boden und ruht sich nicht auf ihrem Promi Status aus. Ihr größter Wunsch ist es, endlich einen Heiratsantrag von ihrem Lebensgefährte Michael zu bekommen, doch dieser ziert sich. Zu ihrer Mutter hat Hannah seit sie ein Teenager war keinen Kontakt. Dieser Verlust und die Umstände, die dazu geführt haben, schmerzen sie sehr. Als ihre ehemalige Schulkameradin Fiona mit einem Buch zum Thema Versöhnung berühmt wird, kochen in Hannah alte Emotionen wieder hoch. Das Mobbing in der Schule, durch Fiona, das Zerwürfnis ihrer Eltern und die Abwesenheit ihrer Mutter.
Angetrieben durch liebevolle Freunde begibt sich Hannah auf eine Reise in die Vergangenheit. Dabei lernt sie allerhand über sich selbst, ihre Mitmenschen und macht sogar neue Bekanntschaften.

Wie bereits erwähnt, empfand ich Hannah als sehr sympathisch. Sie ist in der Lage, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren und kann somit ihre Vergangenheit neu bewerten.
Das Hauptthema dieses Romans ist Vergebung / Versöhnung. Dabei gelingt es der Autorin, eine Geschichte zu kreieren, die ohne viel Kitsch auskommt.
Am Ende ist nicht alles in regenbogenfarben aber Hannah lernt, das Verhalten ihrer Mitmenschen sowie ihre eigene Rolle, in dem was passiert ist, zu akzeptieren und hinter sich zu lassen.

Einen Stern Abzug gebe ich, da mir das Ende ein wenig zu offen war. Ich hätte mir einen runderen Abschluss gewünscht und konnte nicht ganz nachvollziehen, warum sich Hannah für die Ungewissheit entschieden hat.

Davon abgesehen habe ich diesen Roman sehr gemocht. Lori Nelson Spielmans Schreibstil ist so fesselnd und lebendig, dass man sehr leicht in die Geschichte eintauchen kann. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Romane von ihr lesen!

Veröffentlicht am 30.01.2019

etwas zuviel des Guten

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Mit zittrigen Fingern öffnet die TV-Moderatorin Hannah Farr einen Brief. Der Absender ist eine ehemalige Schulfreundin, die sie jahrelang gemobbt hat. Die Frau bittet sie nun um Vergebung. Dem ...

Mit zittrigen Fingern öffnet die TV-Moderatorin Hannah Farr einen Brief. Der Absender ist eine ehemalige Schulfreundin, die sie jahrelang gemobbt hat. Die Frau bittet sie nun um Vergebung. Dem Brief beigelegt sind zwei kleine runde Steine und eine Anleitung. Einen Stein soll sie als Zeichen dafür zurücksenden, dass sie ihrer früheren Klassenkameradin vergibt. Den anderen soll sie an jemanden schicken, den sie selbst um Verzeihung bitten möchte. Hannah weiß sofort, wer das sein könnte: ihre Mutter. Aber soll sie wirklich zurück zu den schmerzhaften Ereignissen von damals und die Auseinandersetzung mit dem Menschen suchen, der sie am besten kennt? Denn Hannah hat etwas getan, das das Leben ihrer Mutter für immer verändert hat...
Die Idee ist gut aber für mich ist es von allem etwas zuviel. Es ist zu ergreifend, zu liebevoll, zu demütig und auch zu selbstzerfleischend.
Irgendwie wirkt es wie amerikanisches Fernsehen wenn es ungefiltert über unseren Bildschirm läuft. Es ist grell etwas mehr Zurückhaltung hätte den Charakteren gut getan.

Veröffentlicht am 24.10.2018

Nur einen Horizont entfernt

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Inhalt:
Mit zittrigen Fingern öffnet die TV-Moderatorin Hannah Farr einen Brief. Der Absender ist eine ehemalige Schulfreundin, die sie jahrelang gemobbt hat. Die Frau bittet sie nun um Vergebung. Dem ...

Inhalt:
Mit zittrigen Fingern öffnet die TV-Moderatorin Hannah Farr einen Brief. Der Absender ist eine ehemalige Schulfreundin, die sie jahrelang gemobbt hat. Die Frau bittet sie nun um Vergebung. Dem Brief beigelegt sind zwei kleine runde Steine und eine Anleitung. Einen Stein soll sie als Zeichen dafür zurücksenden, dass sie ihrer früheren Klassenkameradin vergibt. Den anderen soll sie an
jemanden schicken, den sie selbst um Verzeihung bitten möchte. Hannah weiß sofort, wer das sein könnte: ihre Mutter. Aber soll sie wirklich zurück zu den schmerzhaften Ereignissen von damals und die Auseinandersetzung mit dem Menschen suchen, der sie am besten kennt? Denn Hannah hat etwas getan, das das Leben ihrer Mutter für immer verändert hat …

Meinung:
Hannah hat ein scheinbar perfektes Leben. Sie ist eine angesagte TV Moderatorin, die Leute lieben sie, ihre Show ist angesagt. Sie hat den Bügermeister zum Freund, eine tolle Wohnung und ein paar sehr wenige gute, Freunde. Perfekt, oder?
Aber eines Tages kommen zwei Versöhnungsteine für sie an und seit dem ist nicht mehr alles so wie es war. Langsam geht alles den Berg hinunter, ihre perfekte Fassade bröckelt und am Ende ist sie nicht nur ihren Freund los, sondern auch den Job und ihre Fangemeinde. Aber es gibt auch etwas gutes am ganzen.

Der Schreibstil ist wirklich fesselnd, ich habe es fast in einem Rutsch durchgelesen.
Ich habe mit Hannah mit geweint, war sauer auf ihre Kollegin, und fieberte mit wie es weiter geht. Und schließlich wollte ich unbedingt raus finden, was es mit diesen Versöhnungssteinen auf sich hat.
gibt es sie wirklich? Funktioniert es oder sollte man es liebser sein lassen? Ich würde am liebsten auch gleich damit anfangen.
Wir erleben eine Entwicklung mit den Charakteren mit, nicht nur mit der Hauptfigur, sondern auch mit den anderen. Und lernen viel über Versöhnung und Verzeihen und auch, das es nicht immer gut ist, alles zu erzählen und zu beichten.
Das Ende fand ich wirklich toll und das Buch bleibt noch lange in meiner Erinnerung.