Leserunde zu "How To Kill a Guy in Ten Ways" von Eve Kellman

Ein düsterer und verzwickter Thriller
Cover-Bild How To Kill a Guy in Ten Ways
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Eve Kellman (Autor)

How To Kill a Guy in Ten Ways

Roman. Ein herrlich schwarzhumoriger Female-Revenge-Thriller

Angela Koonen (Übersetzer)

Dieses Buch gibt es in zwei Versionen: mit und ohne Farbschnitt. Sobald die Farbschnitt-Ausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus.

Millie Masters spielt mit dem Feuer

»Warst du auch schon einmal auf einem seltsamen Date? Kannst du den creepy Typen an der Bar nicht loswerden? Hast du Angst, auf dem Heimweg verfolgt zu werden? Dann melde dich bei M.« Nach einem schrecklichen Date zu viel hat Millie Masters eine Hotline für Frauen ins Leben gerufen, die nachts nicht mehr alleine nach Hause gehen wollen: Message M.

Nachdem Millies Schwester in einer Partynacht vergewaltigt wird, hat Millie außerdem noch ein anderes Ziel: Sie will den Täter finden. Denn sie weiß, dass viele Männer am nächsten Abend einfach weitermachen. Eines Nachts ist die Verlockung, das Recht in die eigene Hand zu nehmen, zu groß.

Denn M kann auch für Mord stehen ...

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 20.01.2025 - 09.02.2025
  2. Lesen 17.02.2025 - 09.03.2025
  3. Rezensieren 10.03.2025 - 23.03.2025

Bereits beendet

Schlagworte

Thriller Humorvoller Krimi Serienkiller Rache Female Revenge Female Rage weibliche Serienmörderin Schwester Rachethriller Serienkillerthriller Vergewaltigung Stalking

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 23.03.2025

Rache oder Gerechtigkeit?

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Millie hatte kein leichtes Leben. Es beginnt mit ihrem eigenen Vater, der ein Alkoholiker war und seine Frau schlug und auch Millie vor ihm nicht sicher war. Sie deutet an, dass er ihr erstes Opfer war... ...

Millie hatte kein leichtes Leben. Es beginnt mit ihrem eigenen Vater, der ein Alkoholiker war und seine Frau schlug und auch Millie vor ihm nicht sicher war. Sie deutet an, dass er ihr erstes Opfer war...

In der Zwischenzeit lernen wir sie persönlich besser kennen. Sie hat nach dem Schulabschluss keine Ambitionen gehegt und arbeitet daher demotiviert in einer Rahmenwerkstatt, wofür sie sich nicht begeistern kann. Action bietet ihr daher die Suche nach dem Täter... Millie erklärt, dass sie nach der Vergewaltigung ihrer kleinen Schwester, die danach das Haus nicht mehr verlassen will, auf Rachefeldzug zu gehen, bis ihr der richtige Täter ins Auge springt.... Dabei bietet Katie ihr kaum Hilfe, da sie nur wenige Anhaltspunkte liefert, mit denen Millie den Täter finden muss.

So beginnt ihr phänomenaler Feldzug, bei dem sie der Frauenwelt ein Stück mehr Gerechtigkeit bringt. Sie jagt Männern hinterher, die Frauen belästigen, filmen,... Immer mit dem Ziel eines Nachts den Vergewaltiger ihrer Schwester zu erwischen.

Der Roman ist absolut für Frauen zu empfehlen, die mit dem aktuellen Justizsystem ebenfalls nichts anfangen wollen, welches Täter schützt. Ist es Selbstjustiz oder Gerechtigkeit, was Millie durchzieht?

Der Roman ist zudem leicht zu lesen. Man fliegt förmlich durch die Seiten. Sehr spannend und mit einem richtig umwerfenden Ende.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

How to kill a guy in ten ways

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Eve Kellman erzählt in ihrem Debütroman "How to kill a gut in ten ways", der am 28.02.2025 im Lübbe-Verlag in deutscher Sprache erschienen ist, von Millies Art, Frauen vor Männern zu schützen.

Inhaltsangabe:
Die ...

Eve Kellman erzählt in ihrem Debütroman "How to kill a gut in ten ways", der am 28.02.2025 im Lübbe-Verlag in deutscher Sprache erschienen ist, von Millies Art, Frauen vor Männern zu schützen.

Inhaltsangabe:
Die Protagonistin Millie hat nach der Vergewaltigung ihrer Schwester eines zur Aufgabe gemacht: Sie will den Täter finden. In der Zwischenzeit erstellt sie eine Hotline für Frauen, die sie jederzeit rufen können, wenn sie sich von Männern bedrängt fühlen. Eines Nachts gerät alles aus den Fugen und Millie kann der Verlockung nicht widerstehen, für Recht zu sorgen.

Cover und Klappentext:
Das Cover ist optisch ansprechend und kreativ gestaltet. Die Farben harmonieren gut, da es sich um Komplementärfarben handelt. Meines Erachtens lässt die Covergestaltung viel Interpretationsspielraum, sodass man dazu geneigt ist, den Roman zu kaufen oder sich zumindest den Klappentext durchzulesen. Das Cover passt insgesamt sehr gut zur Handlung. Je mehr man liest, desto deutlicher werden die einzelnen Elemente.

Erzähl- und Schreibstil:
Eve Kellmann hat einen erfrischenden Erzähl- und Schreibstil. Sie schreibt ziemlich eindrücklich, was man in der Beschreibung der Ortschaften und Vorgängen sehen kann. Außerdem ist die Ich-Perspektive sehr treffend gewählt. Man hat als Leser das Gefühl, die Handlungen hautnah mitzuerleben, wie wenn Millie ihre Geschichte persönlich erzählen würde. Was mich etwas gestört hat, sind verschiedene Rechtschreibfehler. Der Lesefluss wird insgesamt nicht dadurch gestört, aber sie sind auffällig.

Handlung:
Der Einstieg in die Geschichte ist durch den Prolog sehr gut gelungen. Schon der erste Satz zieht schnell in den Bann der Lektüre. Allerdings habe ich persönlich nach dem Prolog einige Zeit gebraucht, um vollends in die Geschichte verwickelt zu werden. Gut umgesetzt finde ich die Spannungskurven. Sie sind abwechslungsreich und an den richtigen Stellen entweder absteigend oder aufsteigend, sodass man insgesamt eher weiterlesen will.
Für eine Art Krimi-Roman finde ich einige Handlungen der Protagonistin, die ich an dieser Stelle nicht nennen möchte, etwas an den Haaren herbeigezogen, vor allem im letzten Drittel der Geschichte. Trotzdem wird die Handlung kohärent und stringent erzählt.

Charaktere:
Die Charaktere finde ich ziemlich authentisch. Mit Millie habe ich nicht so sympathisieren können, es hat mich aber nicht gestört. Das lag eher an ihren Handlungen und ihre Sichtweise auf moralische Fragestellungen. Ihre beste Freundin Nina ist dagegen super sympathisch. Sie ist eine gute Freundin, die stark zu Millie hält: im Guten wie im Schlechten. Am authentischsten beschrieben wurde meines Erachtens Millies Schwester, die nun mit den Konsequenzen der Vergewaltigung zu leben hat. Es ist einleuchtend beschrieben, warum sie auf gewisse Weise reagiert und lebt.

Insgesamt finde ich, dass "How to kill a gut in ten ways" ein solider Debütroman ist. Die Ich-Perspektive ist sehr treffend gewählt und man möchte gerne Millies Geschichte erfahren.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Packender Krimi voller Obsession, Rache und schwarzem Humor!

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"How To Kill a Guy in Ten Ways" von Eve Kellman ist als Taschenbuch bei Lübbe erschienen und bietet 384 Seiten feinstes Lesevergnügen zwischen seinen toll designten Buchdeckeln und dem pinkfarbenen Farbschnitt!

Millie ...

"How To Kill a Guy in Ten Ways" von Eve Kellman ist als Taschenbuch bei Lübbe erschienen und bietet 384 Seiten feinstes Lesevergnügen zwischen seinen toll designten Buchdeckeln und dem pinkfarbenen Farbschnitt!

Millie Masters betreibt abends und an den Wochenenden Message M, eine Hotline für in Bedrängnis geratene Mädchen und Frauen. Ihre Schwester Katie wurde in der letzten Silvesternacht vergewaltigt und verfällt seitdem immer mehr, hat ihr Studium abgebrochen und verlässt das Haus nicht mehr. Und weil Millie sie seinerzeit nicht beschützen konnte, versucht sie jetzt, eine Art Wiedergutmachung zu betreiben, indem sie anderen Frauen beisteht und diese aus misslichen Lagen befreit. Doch eines Tages läuft eine Hilfsaktion ganz gewaltig aus dem Ruder...Außerdem ist es Millies Ziel, den Vergewaltiger ihrer Schwester zu finden und die Tat zu rächen.

Na das war mal eine ganz andere Art von Spannung! Millies Hotline ist an sich schon recht spannend, aber noch aufregender war es für mich, mitzuverfolgen, welche Eigendynamik Millies eigene Aktivitäten entwickeln und sie von einem Mord in den nächsten gerät. Hat sie anfangs noch arge Gewissensbisse und ständige Panik, dass man ihr auf die Spur kommt, wird das Ganze immer mehr zur Besessenheit und ihre innere Stimme wird dabei immer leiser...

Eve Kellman hat einen mitreißenden und kreativen Schreibstil, der mich total gepackt hat.
Aufgrund der Entwicklung überwiegt im Plot irgendwann eher der vor Bissigkeit triefende schwarze Humor, da die Spannungskomponente zwar erhalten bleibt, aber nicht immer realistisch anmutet und ausgesprochen pointiert dargestellt wird. So wird beispielsweise wenig auf Fingerabdrücke, DNA usw. geachtet und die Ermittlungsarbeit bleibt ziemlich im Hintergrund, aber genau so soll es hier sein.

Die Autorin hat eher einen Blick in menschliche Abgründe gegeben und ich habe mich im Verlauf der Story häufig gefragt, wozu ein Jeder von uns fähig ist...

Die Charaktere sind facettenreich und sehr interessant angelegt! Die meisten der Männer kommen hier gar nicht gut weg, aber auch die Protagonistin ist nicht unbedingt mega sympathisch. Am Besten hat mir Millies beste Freundin Nina gefallen, die bewiesen hat, dass weit mehr in ihr steckt, als es zunächst scheint...

Wendungsreich, voll von schwarzem Humor, originell und überspitzt, am Ende sehr überraschend. Mega unterhaltsam, bisweilen schockierend, mitleiderregend und spannend hinsichtlich der Frage, wann man Millie auf die Spur kommt bzw. ob sie vielleicht doch irgendwie unerkannt bleibt.
Manche Schilderungen sind unglaublich detailliert, wer empfindlich ist könnte hier getriggert werden hinsichtlich Mißbrauch und Brutalität.

Freundschaft ist stärker als alles Andere - kann aber auch von Nachteil sein, wenn jemand Anderes Dich zu gut kennt…oder?!
Unbedingt lesen, wenn Du mitfiebern, Dich überraschen lassen und das herausfinden willst...!

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Veröffentlicht am 11.03.2025

How to kill a guy in ten ways… Der Name steht für den Inhalt.

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Millie die perfekte Antiheldin beschützt Frauen vor gewalttätigen Männern. Aus dem reinen Schutz wir eine Mordserie als "Racheengel" bei der sie nicht nur auf der guten Seite steht. Die Protagonistin ...

Millie die perfekte Antiheldin beschützt Frauen vor gewalttätigen Männern. Aus dem reinen Schutz wir eine Mordserie als "Racheengel" bei der sie nicht nur auf der guten Seite steht. Die Protagonistin nimmt einen sehr für sich ein, obwohl sie auch moralisch falsche Dinge tut, kann man ihr das teilweise nicht krumm nehmen. Die Geschichte ist super aufgebaut, sie liest sich wahnsinnig schnell, man kann das Buch auch kaum aus der Hand legen, da die Spannungsbögen sehr gut gemacht wurden. Fazit: Kann ich nur weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Schwarz - schräg - düster

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„How To Kill a Guy in Ten Ways“ ist das Debüt der in Großbritannien lebenden Autorin, Lektorin und Dozentin und Eve Kellman.

Message M. ist eine Hotline für Frauen, die sich in der Nacht nicht trauen ...

„How To Kill a Guy in Ten Ways“ ist das Debüt der in Großbritannien lebenden Autorin, Lektorin und Dozentin und Eve Kellman.

Message M. ist eine Hotline für Frauen, die sich in der Nacht nicht trauen alleine nach Hause zu gehen, die Millie Masters ins Leben gerufen hat. Ihr ist die Sicherheit anderer Frauen sehr wichtig und sie ist bereit entsprechenden Einsatz zu bringen. Nachdem ihre Schwester vergewaltigt wird, sieht sie rot und will Rache. Sie muss den Täter finden und Gerechtigkeit walten lassen.

Millie ist keine einfache Protagonistin. So richtig sympathisch wurde sie mir nicht, aber irgendwie mochte ich ihren Einsatz für andere Frauen und ihre Impulsivität - zumindest zu Beginn. Nach und nach driftet sie immer weiter ab, verrennt sich und schießt weit über das Ziel hinaus.

Die Ereignisse werden aus der Ich-Perspektive von Millie erzählt, wodurch sich ihr Handeln nachvollziehen lässt, wobei Selbstjustiz und Mord natürlich nie eine Lösung sind.

Es gibt einige überraschende Wendungen und erschreckende Erlebnisse in Millies Vergangenheit, die im Verlauf der Handlung aufgedeckt werden.
Der Schreibstil von Eve Kellman liest sich leicht, locker und ist amüsant, wenn man schwarzen Humor und Zynismus mag. Einige Stellen gehen allerdings schon sehr unter die Haut.

Ich habe das Buch gerne gelesen und bin beeindruckt, wie es der Autorin gelungen ist, mich dazu zubringen mit ihrer abgedrehten Protagonistin so mitzufühlen, dass ich nicht wollte, dass jemand Millie auf die Schliche kommt.

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