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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2026

Sehr spannend!

Rabid
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Die Geschichte entwickelt schnell einen eigenen Sog und hat genau diese raue, dunkle Atmosphäre, die ich mir von einer Werwolf-Romantasy erhoffe. Es geht nicht nur um das Übernatürliche, sondern auch stark ...

Die Geschichte entwickelt schnell einen eigenen Sog und hat genau diese raue, dunkle Atmosphäre, die ich mir von einer Werwolf-Romantasy erhoffe. Es geht nicht nur um das Übernatürliche, sondern auch stark um innere Konflikte, Zugehörigkeit und Kontrolle über die eigene Bestie.

Seneca hat mir als Protagonistin richtig gut gefallen. Ihre Entwicklung wirkt nachvollziehbar und authentisch, gerade weil sie nicht von Anfang an alles im Griff hat. Sie zweifelt, sie kämpft und sie wächst an dem, was ihr passiert. Dieses Ringen mit der eigenen Natur ist für mich einer der stärksten Aspekte des Buches und hebt die Geschichte von vielen anderen Genrevertretern ab.

Der Schreibstil ist locker und direkt, wodurch sich das Buch sehr flüssig liest. Die Handlung hat ein gutes Tempo, auch wenn es zum Ende hin etwas schneller vorangeht als angenommen. Die Romance und die spicy Szenen sind deutlich vorhanden, stehen für mich aber nicht allein im Vordergrund, sondern fügen sich passend in die Geschichte ein. Wer mit Werwölfen und Dark Romantasy etwas anfangen kann, dürfte hier definitiv auf seine Kosten kommen.

Insgesamt ein intensiver, unterhaltsamer Genrevertreter mit einer starken Hauptfigur und einer düsteren Stimmung, die gut zur Geschichte passt. Für Fans von Werwolf-Romantasy eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Wenn alte Feinde zurückkehren

Oxen. Interregnum
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Für mich knüpft Oxen. Interregnum nahtlos an die vorherigen Bände an und fühlt sich genau so an, wie ich es von der Reihe erwarte. Die Geschichte setzt ohne große Umwege dort an, wo zuletzt aufgehört wurde, ...

Für mich knüpft Oxen. Interregnum nahtlos an die vorherigen Bände an und fühlt sich genau so an, wie ich es von der Reihe erwarte. Die Geschichte setzt ohne große Umwege dort an, wo zuletzt aufgehört wurde, und ich war schnell wieder mitten im Geschehen. Niels Oxen und Margarethe Franen müssen feststellen, dass der Danehof längst nicht so zerschlagen ist, wie sie gehofft hatten. Diese Erkenntnis gibt dem Buch von Beginn an eine bedrohliche Grundspannung.

Besonders gefallen hat mir die dichte Atmosphäre und das politische Geflecht, das Jens Henrik Jensen erneut aufspannt. Machtspiele, Intrigen und verdeckte Interessen ziehen sich durch die Handlung und machen deutlich, wie tief die Verbindungen reichen. Mehrere Handlungsstränge laufen parallel und wirken zunächst lose, fügen sich aber nach und nach zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Gerade dieser langsame Aufbau sorgt dafür, dass man als Leser aufmerksam bleibt.

Der Einstieg ist sehr rasant, fast atemlos, danach nimmt das Tempo stellenweise etwas raus. Das hat mich zwischendurch kurz ausgebremst, insgesamt fand ich es aber passend, da nicht jede Szene auf reiner Action beruhen muss. Oxen bleibt die Figur, die ich schätze: kantig, traumatisiert und trotzdem getrieben von einem starken Gerechtigkeitssinn. Auch das Zusammenspiel mit Margarethe funktioniert für mich wieder sehr gut.

Unterm Strich ist Oxen. Interregnum für mich eine gelungene Fortsetzung, die politisch, spannend und düster bleibt. Wer die Reihe kennt und mag, bekommt genau das, was er erwartet, und wird auch hier nicht enttäuscht.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Drei Generationen, ein Ort und die Frage nach dem eigenen Weg

Die Riesinnen
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Ich bin ohne große Erwartungen an Die Riesinnen herangegangen und wollte mich einfach auf die Geschichte einlassen. Genau das hat für mich sehr gut funktioniert, denn das Buch hat mich leise, aber nachhaltig ...

Ich bin ohne große Erwartungen an Die Riesinnen herangegangen und wollte mich einfach auf die Geschichte einlassen. Genau das hat für mich sehr gut funktioniert, denn das Buch hat mich leise, aber nachhaltig beeindruckt.

Erzählt wird die Geschichte von drei Frauen aus drei Generationen. Liese, ihre Tochter Cora und Enkelin Eva wachsen im fiktiven Schwarzwalddorf Wittenmoos auf, einem Ort, der zugleich Heimat und Begrenzung ist. Jede von ihnen trägt den Wunsch in sich, wegzugehen, frei zu sein, ein anderes Leben zu führen und doch bleibt jede auf ihre eigene Weise mit diesem Ort verbunden. Die Lebenswege der drei Frauen sind unterschiedlich, aber eng miteinander verwoben, geprägt von gesellschaftlichen Erwartungen, familiären Bindungen und dem Versuch, den eigenen Platz zu finden.

Besonders gelungen fand ich die Darstellung von Liese, deren Geschichte in den 60er-Jahren beginnt. Ihre Ehe, die Enge des Dorflebens und die fehlenden Alternativen machen spürbar, wie sehr sie sich arrangieren muss, um zu überleben. Auch Cora und Eva stehen vor eigenen Konflikten, die zwar moderner wirken, aber ebenso tief gehen. Das Buch zeigt sehr eindrücklich, dass sich Zeiten ändern, innere Kämpfe aber oft bleiben.

Der Schreibstil ist ruhig, stellenweise poetisch und sehr atmosphärisch. Wittenmoos und der Schwarzwald werden nicht nur als Kulisse beschrieben, sondern fast wie ein eigener Charakter behandelt. Der Wald, die Natur und die dörflichen Strukturen spiegeln die Gefühle der Figuren wider und geben der Geschichte eine besondere Tiefe. Trotz der ruhigen Erzählweise hatte das Buch für mich eine starke emotionale Wirkung.

Nicht jede Entwicklung konnte mich vollständig überzeugen und an manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht. Dennoch überwiegt für mich ganz klar der Eindruck einer berührenden, klugen Geschichte über Frauen, Generationen und das Spannungsfeld zwischen Gehen und Bleiben.

Die Riesinnen ist ein stilles, nachdenkliches Buch, das lange nachhallt und seine Stärke aus den Figuren und der Atmosphäre zieht. Für mich ein sehr gelungenes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Düstere Prüfungen, starke Atmosphäre, aber holprige Dynamik

The Ordeals
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The Ordeals ist eine düstere Dark-Academia-Fantasy, die mich vor allem mit ihrer Atmosphäre abgeholt hat. Killmarth als magisches College mit Prüfungen, Geheimnissen und einem leicht bedrohlichen Grundton ...

The Ordeals ist eine düstere Dark-Academia-Fantasy, die mich vor allem mit ihrer Atmosphäre abgeholt hat. Killmarth als magisches College mit Prüfungen, Geheimnissen und einem leicht bedrohlichen Grundton funktioniert richtig gut und erinnert stark an klassische Academy-Settings, ohne sich komplett wie eine Kopie anzufühlen. Die Mischung aus Magie, Illusionen sowie Werwölfen und Vampiren sorgt für ein stimmiges, wenn auch sehr volles Gesamtbild.

Im Mittelpunkt steht Sophie DeWinter, die unter der Kontrolle ihres Onkels lebt und durch einen magischen Vertrag an ihn gebunden ist. Ihr Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung ist nachvollziehbar und macht sie zunächst zu einer interessanten Protagonistin. Besonders am Anfang mochte ich ihre Cleverness und ihren Willen, sich aus ihrer Situation zu befreien. Mit Fortschreiten der Handlung wirkt sie jedoch stellenweise widersprüchlich in ihren Entscheidungen und Reaktionen, was es mir schwer gemacht hat, konstant mit ihr mitzufühlen.

Die Ordeals selbst gehören für mich zu den stärkeren Aspekten des Buches. Die Prüfungen sind spannend angelegt und geben der Geschichte Struktur, auch wenn sie gegen Ende etwas an Intensität verlieren. Das Academia-Gefühl bleibt insgesamt eher im Hintergrund, da der Fokus klar auf den Prüfungen liegt und weniger auf Unterricht oder Campusleben.

Die größte Schwäche des Buches ist für mich die Romance. Die Beziehung zwischen Sophie und Alden entwickelt sich sehr schnell und wirkt sprunghaft. Konflikte entstehen und lösen sich beinahe im gleichen Atemzug, wodurch die emotionale Tiefe auf der Strecke bleibt. Statt echter Entwicklung steht oft körperliche Nähe im Vordergrund, was auf Dauer etwas eintönig wirkt.

Auch beim Worldbuilding hätte ich mir mehr Klarheit gewünscht. Die Welt bleibt in ihren Grundlagen recht vage, und der Mix aus historischen Elementen und moderneren Aspekten fühlt sich nicht immer ganz rund an. Das reißt einen zwar nicht komplett aus der Geschichte, sorgt aber für ein leichtes Gefühl von Unschärfe.

Insgesamt ist The Ordeals ein unterhaltsamer, atmosphärischer Auftakt mit einer spannenden Grundidee, der aber vor allem bei Figurenentwicklung, Romance und Weltaufbau Luft nach oben hat. Wer Dark Academia, Prüfungen und romantasytypische Tropes mag, kann hier durchaus Spaß haben, sollte aber keine allzu große Tiefe erwarten.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Wo nichts ist, wie es scheint

Alchemy of Secrets
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"Damals im Grundstudium habe ich Folklore 517: Lokale Legenden und urbane Mythen gewählt. Dieser Kurs ist selbst so etwas wie eine lokale Legende." - S. 16

Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen, ...

"Damals im Grundstudium habe ich Folklore 517: Lokale Legenden und urbane Mythen gewählt. Dieser Kurs ist selbst so etwas wie eine lokale Legende." - S. 16

Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen, weil es mein erstes von Stephanie Garber war und wurde positiv überrascht. Die Geschichte hat mich sehr schnell in ihren Bann gezogen, vor allem durch die besondere Atmosphäre und dieses stetige Gefühl, nicht zu wissen, was real ist und wem man trauen kann. Genau dieses Spiel mit Wahrnehmung und Wahrheit hat für mich einen großen Reiz ausgemacht.

Im Mittelpunkt steht Holland, deren Suche nach Antworten sich wie eine Mischung aus magischem Rätsel und Mystery anfühlt. Mir hat gefallen, wie stark der Fokus auf dieser Suche lag und wie sich Hinweise, Mythen und Geheimnisse langsam zusammensetzen. Die magischen Elemente sind eher subtil, aber genau das hat für mich gut funktioniert, weil sie die Geschichte nicht überladen, sondern ständig im Hintergrund mitschwingen. Besonders spannend fand ich das Hin und Her zwischen den verschiedenen Figuren, bei dem ich immer wieder meine Meinung ändern musste.

Der Schreibstil liest sich flüssig und zieht einen schnell durch die Seiten. Auch wenn das Buch offiziell als New Adult vermarktet wird, hatte es für mich stellenweise noch einen sehr jugendlichen Ton (vor allem die Protagonistin). Das hat mich nicht komplett gestört, war aber etwas, das mir aufgefallen ist. Gegen Ende ging mir manches ein wenig zu schnell und ich hätte mir an einigen Stellen mehr Raum für Erklärungen gewünscht. Aus diesen Gründen sind es letztendlich keine 5 Sterne geworden, aber das Buch war nah dran.

Ich hatte eine richtig gute Zeit mit Alchemy of Secrets. Die Geschichte ist spannend, atmosphärisch und macht neugierig auf mehr, auch wenn sie für mich kein Highlight war. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher von der Autorin und bin froh darüber, dass ich Caraval noch ungelesen im Regal habe, denn damit werde ich zeitnah weitermachen.

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