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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2025

James Bond lässt grüßen

Kälter
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Während der „stummen“ Monate gibt es nur zwei Polizisten auf Amrum. Es passiert nichts, wenn die Gäste die Insel verlassen haben. Falls dann doch mal Verstärkung benötigt wird, sind die Kollegen vom Festland ...

Während der „stummen“ Monate gibt es nur zwei Polizisten auf Amrum. Es passiert nichts, wenn die Gäste die Insel verlassen haben. Falls dann doch mal Verstärkung benötigt wird, sind die Kollegen vom Festland rasch vor Ort. Das galt immer, bis ein Einheimischer ermordet wird. Niemand weiß warum aber Luzy und Jörgen ahnen bald, worum es geht. Sie ma„chen sich auf die Suche nach den Mördern und geraten in eine Falle. Nur Luzy weiß, er die Täter sind und warum sie die Insel gerade jetzt besuchten.

„Kälter“ ist ein Agententhriller, der seinen Namen verdient hat. Die Hauptperson Luzy wird immer wieder mit Gefahren konfrontiert, die kaum zu bewältigen sind. Für mich waren die Darstellungen rund um den Mauerfall gelungen. Versetzten sie mich doch in die Zeit um 1989 und ja, das freudige Gefühl konnte ich erneut wahrnehmen. Luzy ist eine Agentin, die für meine Begriffe zu rigoros agiert. Sie meistert sämtliche gefährlichen Situationen mit Bravour und todesmutig. Das war mir zuweilen dann doch zu viel „James Bond“.

Mein erstes Buch von Andreas Pflüger hat mich gut unterhalten. Spannend war es allemal und die historischen Fakten fand ich interessant.

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Konnte mich nicht überzeugen

No Way Home
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Terry ist Assistenzarzt im 3. Jahr. Dass er ausgerechnet jetzt, bei einer Visite, angerufen wird, ärgert ihn. Schließlich ist es sein privates Handy und diese Nummer haben nur sehr wenige Menschen. Es ...

Terry ist Assistenzarzt im 3. Jahr. Dass er ausgerechnet jetzt, bei einer Visite, angerufen wird, ärgert ihn. Schließlich ist es sein privates Handy und diese Nummer haben nur sehr wenige Menschen. Es meldet sich die Nachbarin seiner Mutter. Was sie ihm mitzuteilen hat, lässt ihn fast kollabieren. Zum Glück nur fast. Denn er muss einen adipösen Mann reanimieren.

"No Way Home" beschreibt, wie ein junger Mann mit dem plötzlichen Tod seiner Mutter zurechtkommt. Als einziger Sohn ist er nicht nur Alleinerbe, er muss sich auch um das Haus und den Hund der Verstorbenen kümmern. Während er noch über den Verlust nachdenkt, begegnet er einer jungen Frau, die ihn sofort in seinen Bann zieht. Es beginnt eine turbulente Zeit für ihn.

Mein erstes Buch, das ich von T.C. Boyle las konnte mich nicht überzeugen. Zu viele Längen gab es und ich empfand das Lesen anstrengend. Auch blieben zu fiele Fragen offen und der Schluss zu nebulös.

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Perfekte Unterhaltung

Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat
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Wie ist das, wenn drei Generationen gemeinsam einen Ausflug machen? Marc Uwe Kling zeigt es in dem Hörbuch "Der Tag an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat". Nicht immer ganz ernst zu nehmen, jedoch sehr ...

Wie ist das, wenn drei Generationen gemeinsam einen Ausflug machen? Marc Uwe Kling zeigt es in dem Hörbuch "Der Tag an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat". Nicht immer ganz ernst zu nehmen, jedoch sehr nah an der Realität. So empfinde ich das.

Dieses Hörbuch konnte mich nicht nur bestens unterhalten. Ich amüsierte mich köstlich und konnte für eine Stunde meine Sorgen vergessen. So sollte es eigentlich immer sein.

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Ein Highlight meines Lesejahrs 2025

Hans Christian Andersen
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Es gibt tatsächlich noch Menschen, die nicht wissen, wer Hans Christian Andersen ist. Dabei haben wir ihm die schönsten Märchen zu verdanken. Besonders auf der Insel Fünen begegnet er den Menschen oft. ...

Es gibt tatsächlich noch Menschen, die nicht wissen, wer Hans Christian Andersen ist. Dabei haben wir ihm die schönsten Märchen zu verdanken. Besonders auf der Insel Fünen begegnet er den Menschen oft. In Form von Standbildern. Ich denke, dass die Dänen stolz auf diesen prominenten Landsmann sind. Und das zurecht.

„Hans Christian Andersen“ ist ein Buch, das ich sehr gerne las. Die Autorin berichtet, wie es dazu kam, dass der junge Christian die Chance für eine gute Schulbildung bekam. Und nicht nur das. Er nutzte sie auch. Seine Reisen dokumentiert er selbst in seinen Tagebüchern und viele Erlebnisse sind in den Märchen wiederzufinden. Er beobachtete seine Mitmenschen zwar sehr genau, stellte aber niemanden bloß.

Geschichten wie „Des Kaisers neue Kleider“ oder „Die Schneekönigin“ sind so viel mehr als „nur“ Märchen. Sie stellen Menschen in ihren Stärken und Schwächen dar oder sind schlicht Erfahrungen des Autors, die er als Geschichte niederschrieb. Immerhin waren es 156 solcher Erzählungen, die bis heute nichts an Aktualität verloren haben.

Das Buch ist für mich ein Highlight des Lesejahres 2025. Die Ausdrucksweise der Autorin konnte mich fesseln und ich habe viel über das Leben des berühmten Sohnes Dänemarks gelernt.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Der Bürgerkrieg in Spanien brachte unendliches Leid

Die verschwundenen Jahre
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Sie sind unzertrennlich. Auch wenn aus dem drei- eigentlich rasch ein vierblättriges Kleeblatt werden sollte. So denkt jedenfalls Clara. Sie ist so glücklich mit ihrem Daniel. Dabei vergisst sie nicht, ...

Sie sind unzertrennlich. Auch wenn aus dem drei- eigentlich rasch ein vierblättriges Kleeblatt werden sollte. So denkt jedenfalls Clara. Sie ist so glücklich mit ihrem Daniel. Dabei vergisst sie nicht, wie sehr Fernando leidet, wenn er dieses Glück sieht. Als über Nacht ein Bürgerkrieg das Land Spanien spaltet, gerät das Kleeblatt zwischen die Fronten. Niemand konnte sich vorstellen, welche Folgen dieser erbitterte und harte Kampf haben würde.

"Die verschwundenen Jahre" wurde auf zwei Zeitebenen geschrieben. Das ist einmal die Vergangenheit während des Bürgerkrieges und zudem die Gegenwart. Hier berichtet die 102jährige Großmutter Clara ihrer Enkelin von ihren Erfahrungen und den Traumata, die bis in die Gegenwart hineinwirken.

Bisher habe ich kein Buch gelesen, das mir die Ära Franco so anschaulich darstellte. Aus dem Grund bin ich der Autorin Astrid Töpfner wirklich dankbar, denn die Historie Spaniens gehört zur Geschichte Europas und ist wichtig. Nur durch Aufklärung können wir lernen und uns dem Erstarken des Faschismus entgegenstellen.

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