Wenn der Staat über dein Leben bestimmt
Es handelt sich um den zweiten Band der Reihe Schattenfrauen, der die Familiengeschichte einer Familie von 1960 bis in die heutige Zeit zum Thema hat.
Jeder Band ist unabhängig voneinander zu lesen, denn ...
Es handelt sich um den zweiten Band der Reihe Schattenfrauen, der die Familiengeschichte einer Familie von 1960 bis in die heutige Zeit zum Thema hat.
Jeder Band ist unabhängig voneinander zu lesen, denn jeder Band widmet sich einer anderen Schwester der Familie,
Nachdem es im ersten Band um Marlies ging, widmet sich der zweite Teil im Vergangenheitsstrang um das Leben von Ruth in der DDR.
Nur im Gegenwartserzählstrang wird die Geschichte von Lena ( der Enkelin von Marlies ) weitergeführt, aber auch den kann man gut verstehen ohne den Vorgängerband zu kennen.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, sodass ich wieder direkt im Geschehen war.
Mir gefällt die Aufteilung der Erzählstränge in zwei Zeitebenen sehr gut.
Wobei auch in diesem Band mich der Erzählstrang der Vergangenheit wieder deutlich mehr berührt hat.
Die Autorin hat die damaligen Begebenheiten gut recherchiert und man ist im Nachheinein immer noch entsetzt zu lesen, wie ein Staat in das Leben seiner Einwohner eingreift.
Ruth als Protagonistin finde ich sehr interessant und ich konnte ihre Gedanken oft gut nachvollziehen.
Die Beschreibung der Natur ist wunderbar bildhaft, sodass man sich die Gegebenheiten sehr gut vorstellen kann und alles vor Augen hat.
Ich habe mit der Entwicklung mit gefiebert und war gespannt wie sich alles entwickeln wird.
Die Geschichte hat mich voll und ganz in Ihren Bann gezogen und emotional auch sehr berührt.
Ich fand den zweiten Teil sogar noch stärker als Band eins.
Einen kleinen Abzug in der Sternewertung gibt es von mir, weil mich der Gegenwartserzählstrang nicht wirklich abgeholt hat, dafür der Vergangheitsstrang umso mehr.
Wer sich auch für dunkle Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen.