Cover-Bild Der Kuss der Lüge
Band 1 der Reihe "Die Chroniken der Verbliebenen"
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ONE
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 560
  • Ersterscheinung: 16.02.2017
  • ISBN: 9783846600368
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Mary E. Pearson

Der Kuss der Lüge

Die Chroniken der Verbliebenen. Band 1
Barbara Imgrund (Übersetzer)

Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2017

Zu wenig Fantasy und Action für einen Fantasy-Roman

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"Was soll ich ausrichten..."
Ich hörte nicht mehr, was er danach noch sagte, denn die trappelnden Pferdehufe stampften alle ausgesprochenen und unausgesprochenen Argumente in Grund und Boden. Einer Entscheidung ...

"Was soll ich ausrichten..."
Ich hörte nicht mehr, was er danach noch sagte, denn die trappelnden Pferdehufe stampften alle ausgesprochenen und unausgesprochenen Argumente in Grund und Boden. Einer Entscheidung folgend, die nie mehr ungeschehen zu machen war, die tausend Träume beendete und einen einzigen gebar, galoppierte ich mit Pauline an meiner Seite auf die Deckung des Waldes zu. Ich sah nicht ein einziges Mal zurück.
--

INHALT:
Um den Frieden zwischen ihrem und dem angrenzenden Königreich zu sichern, soll die junge Lia einen ihr vollkommen unbekannten Mann heiraten - was ihr gar nicht gefällt. Kurzentschlossen flieht sie daher in ein Hafenstädtchen weit entfernt von ihrer Heimat, wo sie von nun an als Aushilfe in einem Gasthaus arbeitet. Sie ist das harte Leben nicht gewöhnt, aber alles ist ihr lieber als diese Hochzeit aus Pflicht statt aus Liebe. Eines Tages kehren in der Gaststätte zwei Männer ein: Gutaussehend, hilfsbereit, einer düster, einer freundlich. Lia fühlt sich zu beiden hingezogen. Was sie nicht weiß: Einer ist der Prinz, den sie nicht heiraten wollte. Und der andere ein Attentäter, gekommen, um sie zu töten...

MEINE MEINUNG:
Mit dem von der Autorin erschaffenen Königreich Morrighan ist "Der Kuss der Liebe" eigentlich High Fantasy: Länder, die miteinander im Clinch liegen, Reisen zu weit entfernten Orten, eine epische Liebe - das alles sind Markenzeichen des Genres. Im Deutschen wird das Ganze allerdings als Romantasy angepriesen. Hätte ich das mal vorher gewusst! Erzählt wird die Geschichte größtenteils aus der Ich-Perspektive von Lia, ab und zu kommen auch der Prinz und der Attentäter zu Wort. Die Autorin versucht sich hier in einem Verwirrspiel, welcher der Männer nun wer ist, das manchen nerven könnte. Der Schreibstil ist vor allem in den Dialogen oft plump, die Beschreibungen sind zu Anfang sehr poetisch, später eher eintönig. Einzig die Hintergründe des Königreichs sind interessant zu lesen.

Es gibt 17-jährige, die ein gewisses Verantwortungsbewusstsein haben und es gibt andere völlig ohne ein Gefühl dafür. Lia gehört zu Letzteren. Natürlich ist sie jung und will sich nicht bevormunden lassen, weshalb sie durch ihre Flucht in gewisser Weise für sich einsteht - trotzdem hätte ihr klar sein können, was für Konsequenzen ihr Handeln haben wird. Sie verhält sich oft sehr unbedacht und kopflos, denn obwohl sie nicht gefunden werden will, posaunt sie ihre Stellung mehr oder weniger offen heraus. Sie ist mutig, aber leider nicht besonders schlau. Das zeigt sich auch ein wenig in ihrer Männerwahl. Dadurch, dass man von den beiden Kerlen lange nicht weiß, wer wer ist, ist es schwer, sie zu charakterisieren. Um ehrlich zu sein, waren mir die Unterschiede nicht einmal besonders klar, außer dass Rafe geheimnisvoller zu sein scheint. Die Grenzen zwischen ihnen verschwimmen, für niemanden habe ich wirklich Sympathien gehegt. Die einzigen wirklich überzeugenden Figuren sind die Gasthof-Besitzerin Berdi und die Vagabundin Dihara, beide wirklich starke Frauen voller Wissen und Hilfsbereitschaft.

Wer wie ich den Fehler begeht High Fantasy zu erwarten, wird wahrscheinlich ebenso enttäuscht werden. Von einem Roman dieses Genres erwarte ich vor allem eines: Fantasy. Tatsächlich ist aber auf 550 von 560 Seiten keine Spur von Magie oder auch nur irgendetwas Phantastischem zu finden. Es passiert einen Großteil des Buches über einfach nichts. Lia flieht auf unglaubwürdig problemlose Weise und verbringt dann ein Drittel des Romans damit zu kellnern und mal mit dem einen Mann zu flirten, mal mit dem anderen. Die Liebesgeschichte drängt sich damit so stark in den Vordergrund, dass alles andere untergeht. Es geht nichts voran, es werden keine Fragen beantwortet und Action kann man schon gar nicht erwarten. Erst auf den letzten 150 Seiten geschieht etwas und Lia scheint sogar ein leichtes Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln, aber selbst in dieser gefährlichen Situation lässt es sich die Autorin nicht nehmen, das Liebes-Dreieck weiter anzuheizen. Bis zum Schluss gibt es keine Antworten, stattdessen endet dieser Band mit einem Cliffhanger. Das lässt zwar Spannung aufkommen - befriedigt aber in keinster Weise.


FAZIT:
"Der Kuss der Lüge" ist Romantasy in seiner liebestollsten Ausführung. Das Drumherum mit dem Königreich und der ominösen Gabe der sogenannten Ersten Tochter hätte nicht sein müssen, denn Mary E. Pearson führt diese Ideen sowieso nicht weiter aus, sondern konzentriert sich auf die Liebesgeschichte. Ich hatte mir wenigstens einen Hauch Fantasy versprochen, wurde aber bitter enttäuscht. Sehr, sehr knappe 2 Punkte.

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Veröffentlicht am 23.02.2017

Ein mittelmäßiges Jugendbuch, dessen Hype ich leider nicht nachvollziehen kann

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„Der Kuss der Lüge“ von Mary E. Pearson ist ein Fantasy-Märchen, dass die Geschichte der 17jährigen Prinzessin Lia erzählt. Dies ist der erste Teil von „Die Chroniken der Verbliebenen“, der in den USA ...

„Der Kuss der Lüge“ von Mary E. Pearson ist ein Fantasy-Märchen, dass die Geschichte der 17jährigen Prinzessin Lia erzählt. Dies ist der erste Teil von „Die Chroniken der Verbliebenen“, der in den USA bereits einen großen Hype ausgelöst hat. Erschienen ist das Buch im Februar 2017 im One-Verlag von Bastei Lübbe.

Lia ist 17 als sie als Erste Tochter einen Prinzen aus dem Königreich Dalbreck heiraten soll, den sie noch nie zuvor gesehen hat. Von den Traditionen und Pflichten ihrer Heimat erdrückt und genervt, beschließt sie am Tag ihrer Hochzeit zu fliehen und in einer kleinen Stadt an der Küste namens Terravin ein neues Leben zu beginnen. Dort fängt sie an in einer Taverne zu arbeiten. Schon bald tauchen zwei junge Männer auf, die um ihrer Aufmerksamkeit buhlen. Was sie nicht weiß: Einer wurde geschickt um sie zu töten und der andere ist der Prinz, den sie heiraten sollte.

ACHTUNG! Diese Rezensionen enthält auch kleinere Spoiler.

Vorweg muss ich dazu sagen, dass ich dieses Buch nur lesen wollte, da es mir in den letzten Wochen auf so vielen Blogs begegnet ist, die alle sehnsüchtig auf den Erscheinungstermin dieses Buches gewartet haben. In den USA ist der erste Band bereits 2014 erschienen und hat dort einen Hype ausgelöst. Ich kann mich diesem Hype nicht anschließen, für mich war das Buch ok, mehr aber auch nicht.
Der Schreibstil lässt sich gut lesen und so bin ich beim Lesen auch recht zügig vorangekommen, aber irgendwie konnte mich die Geschichte dennoch oftmals nicht erreichen. Ich habe beim Lesen keinen Zauber verspürt und ja Prinzessin Lia hört irgendwelche Stimmen in ihrem Kopf, die nicht wirklich deutbar sind, aber wirklich spannend oder mystisch fand ich das lange Zeit nicht.
Mit Pauline flieht sie an ihrem Hochzeitstag von zu Hause und kommt unbehelligt und ohne große Hindernisse in Terravin an, wo sie ein neues Leben beginnen will. Die Einzigen, die sie recht schnell aufspüren sind ein Attentäter, der sie töten soll und der Prinz, den sie heiraten sollte. Ansonsten kann sie so ziemlich unbehelligt in ihrer neuen Heimat leben. Das finde ich persönlich ein bisschen komisch, wenn man bedenkt, wie leicht die beiden ersten Personen sie aufgespürt haben. Was dann noch viel komischer ist, beide fühlen sich gleich zu Prinzessin Lia hingezogen und umgekehrt ist es genauso.
Der Zauber dieser Liebesgeschichte hat sich mir absolut gar nicht erschlossen. Ich verstehe überhaupt nicht, was sie an den beiden so toll findet. Am ehesten kann ich noch den Prinzen verstehen, der von ihrem Mut und ihrer Ehrlichkeit beeindruckt ist. Beim Attentäter hört das Ganze aber schon wieder auf. Er wurde ausgeschickt, um sie zu töten und dann guckt er sie an, redet kurz mir ihr, verliebt sich in sie und beschließt wochenlang zu warten, bis er dann doch endlich seinen Auftrag ausführen will???? Das hätte ihm doch klar sein müssen, dass das umso schwieriger wird, je länger er wartet und mal ganz ehrlich, ein ausgebildeter Mörder, lässt sich doch nicht so leicht von seinem Ziel abbringen…
Ich habe in anderen Rezensionen auch ganz viel über das Rätselraten gelesen, wer denn nun der Attentäter und wer der Prinz ist. Für mich war schon klar, wer wer ist, als sich beide vor der Schenke getroffen haben. In meinen Augen, war da gar keine andere Zuordnung möglich. Deswegen trägt dieser Punkt bei mir natürlich auch nicht so wirklich zur Spannung des Buches bei.
Es fängt recht vielversprechend an, dann passiert wirklich 50% des Buches kaum was und man erfährt nur etwas über das Leben in Terravin, bis dann, man mag es kaum glauben, ab 60% endlich wieder Schwung in die Geschichte kommt. Ab dann wird die Geschichte wieder interessant und spannend. Die Längen sind hier immer noch vorhanden, aber deutlich kürzer. Man lernt noch etwas mehr von der Welt kennen, in der Lia lebt, man erfährt etwas über die Vergangenheit dieser Welt und auch die Gabe wird näher beleuchtet. Die Beziehungen zwischen den Personen konnten mich mehr erreichen. Ich empfand die Protagonisten als weniger nervig. Wäre das Buch die ganze Zeit so gewesen, würde meine Meinung zu dem Buch deutlich positiver ausfallen.
Zum Schluss hat es die Geschichte tatsächlich noch geschafft, das Bedürfnis in mir zu wecken die Geschichte möglicherweise weiter zu lesen. Hier werde ich mir aber sicher vorher einige Rezensionen zu durchlesen. Sollte der Nachfolger ähnliche Längen aufweisen, habe ich keine Lust mich da durch zu quälen.

Fazit: Die Geschichte und die Welt hat durchaus Potenzial, dass leider durch die extremen Längen deutlich geschmälert wird. Es fiel mir nicht leicht, das Buch bis zum Ende zu lesen, aber ab 60% konnte mich das Buch durchaus überzeugen. Ich vergebe 2,5 Sterne, die ich aufgrund der extremen Längen allerdings abrunde.

Veröffentlicht am 03.01.2018

So schön das Cover ist, der Inhalt ist grauenhaft.

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Allgemeines
Titel: Kuss der Lüge - Die Chroniken der Verbliebenen Band 1
Autor: Mary E. Pearson
Preis: 18 Euro
Verlag: One Verlag (Bastei Lübbe)
Format: Hardcover
Seitenzahl: 560
ISBN: 9783846600368


Klappentext
Ein ...

Allgemeines
Titel: Kuss der Lüge - Die Chroniken der Verbliebenen Band 1
Autor: Mary E. Pearson
Preis: 18 Euro
Verlag: One Verlag (Bastei Lübbe)
Format: Hardcover
Seitenzahl: 560
ISBN: 9783846600368


Klappentext
Ein Befehl und das Licht gehorcht. Ein Wink von ihr, und Sonne, Mond und Sterne fallen auf die Knie und erheben sich wieder. Sie ist Lia, Königstochter von Morrighan. Am Tag ihrer Hochzeit entflieht sie ihrem goldenen Käfig und lässt ihr bisheriges Leben hinter sich.
Weit entfernt von Morrighan heuert Lia in einer Taverne an. Dort lernt sie eines Abends zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen. Und ahnt nicht, dass sie längst in größter Gefahr schwebt...


Inhalt
Prinzessin Arabella, kurz genannt Lia, soll einen Prinzen heiraten, den sie noch nie gesehen hat, nur um ein Bündnis zwischen zwei reichen zu beschließen, sodass beide Länder mächtiger sind und eine Chance gegen die Barbaren aus einem weit entfernten Land haben. Doch Lia hat andere Pläne. Zusammen mit Pauline, einer Angestellten, flieht sie in einen kleinen Ort am Hafen, wo sie in einer Taverne als Schankmädchen arbeitet. Eines Tages kommen Rafe und Kaden an. Sie leben fortan in der Taverne, ohne einen wirklichen Grund zu haben in das kleine Dorf zu kommen. Was sie nicht weiß, einer ist ein Attentäter und soll sie umbringen, einer ist der Prinz, den sie heiraten sollte. Lia fühlt sich zu beiden hingezogen, allerdings ist sie in Gefahr. Zudem wäre da noch die Gabe, von der es nur Legenden gibt, allerdings scheint sie bei Lia nicht vorhanden zu sein, obwohl sie die erstgeborene Tochter ist.


Meine Meinung
An diesem Buch gibt es drei gute Dinge. Das Cover, das Leseband und die letzten 70 Seiten. Das Cover ist wirklich wunderschön und erregt sofort die Aufmerksamkeit. Der Klappentext klang unglaublich gut und hat mich sofort gefesselt. Allerdings...es war überhaupt ganz furchtbar. Lia war eine grauenvolle Protagonistin, die irgendwie perfekt sein sollte, aber es nicht war. Sie hat Dinge getan, die nicht richtig waren, aber es anscheinend doch waren. Es ist eben vollkommen normal seine einzige Freundin anzulügen und das bei Dingen, die man seiner Freundin defintiv sagen sollte. Sie war zwar selbstbewusst, was mir durchaus gefallen hat, aber sie wur einfach zu perfekt dargestellt und es hat mich nur genervt, dass alle ihre Entscheidungen, egal wie dumm sie waren, anscheinend trotzdem irgendwie funktioniert haben. Ich meine, wenn ich einem überdimensional großen Tiger sage er solle gehen, wird er das sicher tun.
Handlung war schon mal gar nicht vorhanden. Es passierte wirklich gar nichts, was in irgendeiner Weise interessant oder von Nutzen war. Sie lebte einfach vor sich hin, fand beide Typen toll und sobald einer irgendwie nicht erreichbar war, ließ sie es zu dass der andere ihr näher kam. Was sie zugelassen hat, es aber natürlich überhaupt nicht wollte. Ich hasse Dreiecksbeziehungen, ich habe das Gefühl, das wird auf etwas wie Twilight hinauslaufen.
Zudem wurde die Frage wer der Attentäter und wer der Prinz ist schon in der Mitte geklärt, sodass ab da wirklich jegliche Spannung raus war. Nicht mal das Geheimnis mit der Gabe und allem was dazugehörte war wirklich spannend, auch das Ende nicht. Es interessiert mich wirklich gar nicht was in den Folgebänden passiert, meiner Meinung kann man das Buch in drei weiteren Sätzen komplett beenden.

Wie bereits gesagt gab es keine Handlung und wenn es welche gab, dann hat sich das extrem gezogen. Vor allem Kapitel, die aus Lias Sicht erzählt wurden, was die meisten waren. Die Perspektiven der beiden Männer waren wirklich cool.
Allerdings, das gebe ich zu, die letzten 70 Seiten waren wirklich interessant und gut. Ich hatte sogar einmal Tränen in den Augen, aber...das war's eben auch. Ich verstehe kein bisschen warum man Lia liebt, sie nervt nur, ist viel zu perfekt und toll, dabei ist sie häufig einfach nur stolz, dumm und falsch.

Die Folgebände sind es nicht wert, dass ich dafür Geld ausgebe. Falls ich sie jemals lesen sollte (normalerweise beende ich Reihen immer), dann leihe ich sie mir irgendwo.


Kurze Übersicht
+ die letzten 70 Seiten waren spanned
+ es gab eine Stelle, die mich sogar zu Tränen gerührt hat
+ Das Cover sieht wirklich toll aus
+ es gibt ein Leseband

- Lia ist eine nervige, zu perfekte Protagonistin
- es gibt auf fast 500 Seiten kaum Handlung
- wenn es Handlung gibt zieht sie sich ewig in die Länge
- Dreiecksbeziehung
- Die Frage wer wer ist wurde viel zu früh geklärt, sodass gar keine Spannung mehr vorhanden war


Fazit
Das Buch ist absolut keine Leseempfehlung. Die Idee ist sehr gut, die Umsetzung nur schrecklich. Der Schreibstil hat mich gar nicht angesprochen. Es bekommt nett gemeinte 1,5/5 Sterne und wird sofort verkauft. Das Buch will ich nie wieder sehen.

Veröffentlicht am 30.12.2021

Abgebrochen

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Bei knapp 50 Prozent abgebrochen. Ich hatte das Buch so lange in meinem Regal stehen, habe mich so darauf gefreut es endlich zu lesen, aber bis jetzt ist nichts hängen geblieben, dass ich es abgebrochen ...

Bei knapp 50 Prozent abgebrochen. Ich hatte das Buch so lange in meinem Regal stehen, habe mich so darauf gefreut es endlich zu lesen, aber bis jetzt ist nichts hängen geblieben, dass ich es abgebrochen habe und das mache ich wirklich in den seltensten Fällen.
Ich wollte das Buch so unbedingt lieben, aber der Funken ist einfach nicht übergesprungen. Vielleicht werde ich der Spin-off Reihe noch eine Chance geben.
Leider kann ich weder was positives noch etwas über den Inhalt sagen, deswegen wars nichts für mich.

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Veröffentlicht am 26.02.2017

Ich bin unglaublich enttäuscht.

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ICH VERSTEHE ES NICHT. (Wirklich nicht.) Ich stehe verbittert, wütend, verwirrt und enttäuscht in der Ecke, während alle anderen über dieses Buch schwärmen.

Plot: In 'Kuss der Lüge' geht es um Prinzessin ...

ICH VERSTEHE ES NICHT. (Wirklich nicht.) Ich stehe verbittert, wütend, verwirrt und enttäuscht in der Ecke, während alle anderen über dieses Buch schwärmen.

Plot: In 'Kuss der Lüge' geht es um Prinzessin Lia, die verheiratet werden soll. Weil sie das aber nicht möchte, flieht sie an ihrem Hochzeitstag mit ihrer 'Freundin/Zofe' Pauline in ein kleines Dorf. Dort arbeitet sie im Gegenzug für Unterkunft und Versorgung in der Taverne. Zwei Männer (einer ein Kopfgeldjäger, der sie töten soll, der andere der Prinz, den sie heiraten sollte) werden ihr hinterhergeschickt, um sie ausfindig zu machen. Ab da an passiert erstmal nicht viel. Lia arbeitet, lernt die beiden Männer kennen, arbeitet, verknallt sich, arbeitet, lügt Pauline an, arbeitet, küsst einen von beiden, geht auf ein 'Date', arbeitet, Yada yada yada. Dann kommt der berühmte 'Plottwist' von dem ich schon gehört hatte und der Standort wird gewechselt (endlich!). Ein klitzekleines bisschen an Magie taucht auf (endlich!) und sie 'muss' ein wenig Zeit mit dem Mann verbringen, der der Kopfgeldjäger ist. Dann noch ein bisschen dies das und ein offenes Ende, das Lust auf mehr machen soll.

Charaktere: Die Hauptcharaktere sind Lia, Pauline, Kaden und Rafe. Vielleicht sollte ich mal damit anfangen: ich mochte niemanden von ihnen. Lia (pseudo-Powerfrau) handelt unlogisch und undurchdacht. (Geht draußen Baden anstatt in ihrem Zimmer, obwohl ihr ganzer Rücken voll mit ihrem 'Hochzeitstattoo' ist und das ja gesehen werden könnte, lässt sich anmerken, dass sie ein Talent für Sprachen hat und mehr als nur eine Sprache beherrscht, obwohl sie eigentlich nur ein einfaches Barmädchen/Kellnerin sein soll, trifft sich alleine mitten in der Nacht mit jemanden, der ihr eine Nachricht zukommen lassen hat, obwohl sie nicht weiß wer das ist UND sie erzählt niemandem, dass sie geht, redet mit zwei wildfremden Typen, die zufälligerweise andauernd in ihrer Nähe sind und hat noch nicht einmal eine Vorgeschichte, sodass sie zu Stille greift, wenn jemand ihr Fragen stellt - um nur einige zu nennen.) Ich konnte ihr Verhalten nicht verstehen, abgesehen davon, dass sie naiv und dämlich handelt, sind ihre Gedankengänge oft auch sehr selbstsüchtig. Ich kann verstehen, dass sie nicht in eine Heirat gezwungen werden möchte, aber sie ist nicht die einzige, die Opfer bringen muss. Sie hätte damit für Frieden sorgen können zwischen den beiden Ländern (oder einen ersten Schritt in die richtige Richtung machen können). Und immer, wenn sie darüber im Roman gesprochen hat, war es eher ein 'Ich will keinen hässlichen, alten Mann mit Falten heiraten' anstatt 'Ich finde es unmenschlich, dass ich dazu gezwungen werde eine politische Heirat einzugehen nur weil ich als erste Tochter geboren wurde'. Pauline ist die typische 'beste Freundin' vom Hauptcharakter. Sie befürwortet alle Entscheidungen, die Lia trifft, kritisiert sie nie, ist verliebt in einen Scheißkerl, ist weder besonders witzig noch besonders schlau, wird genutzt um Lia in gefährlichen Situationen zu beeinflussen, ist eigentlich nur ein Druckmittel. Kaden und Rafe, die beide klare Intentionen haben, als sie ihre Reise starten, vergessen all das augenblicklich als sie Lia kennenlernen. Was? Ich soll Lia zurückbringen? Nö, sie lieber ersteinmal kennenlernen. Was? Ich soll Lia umbringen? Nö, lieber erst einmal kennenlernen. Mal davon abgesehen, dass ich rein gar nicht nachvollziehen kann, was sie an Lia so toll finden, ist das das Gegenteil von Pflichtbewusstsein (was den beiden ja ach-so-wichtig ist). (Anscheinend.)

KUSS DER LÜGE ist ein Paradebeispiel für 'Große Enttäuschung', weil da (trotz 0815-Plot) viel Potenzial drin steckte und ich mir unter 'Fantasyepos' sehr (sehr) viel mehr Magie und FANTASY vorgestellt habe. Dass ich das Buch schlecht fand, hat wenig (bis überhaupt nicht) mit dem Schreibstil zu tun - der war nämlich okay und an Stellen sogar ganz schön. Nein, das Problem waren die Charaktere, die Entwicklung und die Geschwindigkeit der Geschichte. Es war langweilig, langatmig und uninteressant. Es ist zu viel NICHTS und zu wenig ETWAS passiert. Die interessanten Aspekte (Bücher-stehlen, Magie, Sprachen lernen) sind zu kurz gekommen und die unwichtigen (kellnern, waschen, Wäsche aufhängen, Beeren pflücken) wurden ausgeschlachtet und immer wieder ellenlang beschrieben. Die Romanze war der Hauptfokus, während die Elemente, die für mich Fantasy zu Fantasy machen, total außen vor gelassen wurden. Dann kam das Verhalten der Charaktere hinzu (besonders Lia), sodass ich desöfteren mit den Augen rollen musste und mir am liebsten gegen den Kopf geschlagen hätte. Die Geschichte entwickelt sich genau wie ich es mir gedacht habe (nur langsamer als erwartet), es gibt keine Überraschungen, Twist oder Turns - ich wusste auch den Plottwist (wer, wer ist) schon nach 30% der Story, obwohl es erst an der 65% Grenze aufgelöst wurde. Und damit wurde mir auch noch das Mysterium und das Überraschungs-element weggenommen. Hinzu kommt, dass es an Stellen unrealistisch ist. (Besonders die Flucht.) UND ES IST SO LANG.

Ich habe keinerlei Verbindung zu irgendeinem Charakter aufgebaut. Ich fand auch die Interaktionen zwischen den einzelnen Charakteren sehr medioker und klischeehaft. Keine Chemie, keine tiefe Bindung. Nichts. Höchstens Anziehung wurde deutlich zwischen Lia und Rafe/Kaden. (Jedoch keine Liebe. Oder tiefe Gefühle.) Ich weiß nicht, wie sich etwas Echtes zwischen den aufgebaut haben kann. Liebe basierend auf Lügen, ein paar Blicken, Vorurteilen und dem Bild, das sie vom jeweils anderen haben (auch wenn das völlig falsch ist), ist für mich keine Liebe. Und ich sitze da nur und denke LERNT EUCH ERSTMAL RICHTIG KENNEN, BITTE. Ich wünschte, ich hätte die Geschichte genießen können, aber das war nicht so. Dieses Buch hat mich unheimlich frustriert. Und ich könnte weinen gerade, weil ich es LIEBEN MÖCHTE. (Oder wenigstens mögen.) Ich muss zugeben, dass das Buch die letzten 120 Seiten hin zum Ende besser wurde, aber wenn ich die ersten 400 Seiten gehasst habe, ist das nicht genug, um das wieder gut zu machen. (Ich habe so viel vermisst. Interessante Weltdarstellung hat auch gefehlt.) Ich bin ein Ball aus Stress und Trauer, der sich ins Bett gekuschelt hat, um Fernsehen zu gucken und das Buch wieder zu vergessen.

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