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Ich weiß gar nicht so genau, wie ich auf das Buch gekommen bin, denn obwohl das Cover perfekt zum Buch passt, hätte ich es durch die Schlichtheit auch schnell übersehen können, zumal ich nicht oft durch ...
Ich weiß gar nicht so genau, wie ich auf das Buch gekommen bin, denn obwohl das Cover perfekt zum Buch passt, hätte ich es durch die Schlichtheit auch schnell übersehen können, zumal ich nicht oft durch die Young Adult Abteilung stöbere. Aber da ich viel gutes über Kathleens vorherige Bücher gehört habe musste ich es einfach lesen und habe es nicht bereut.
Die Geschichte ist wirklich intensiv, erschreckend realitätsnah und bewegend.
Sie beginnt mit einem Unfall, bei den ein junges Mädchen stirbt und drei Jugendliche verletzt werden. Unter anderem Emory, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Sie ist das jüngste von drei Kindern. Die Schüchterne, das Mädchen, das funktioniert, das sich unsichtbar fühlt und für das neben ihrer perfekten Schwester und ihrem Süchtigen Bruder nichts außer die Reste übrig bleiben. Joey hat ein Drogenproblem und weil seine Eltern, Arzt und Anwältin, wenige Zeit haben wälzen sie die Verantwortung für sein Cleanbleiben auf Emory ab.
Man spürt die Ohnmacht, Angst und Verzweiflung, die Emory als liebende Schwester eines Abhängigen empfindet. Sie liebt ihren Bruder, will das es gesund wird, aber sie will auch leben, eine eigene Stimme entwickeln, sie selbst sein und nicht die Person die ihre Eltern aus ihr machen wollen. Sie hat ihre eigenen Probleme, die neben dem "Problemkind" einfach nicht gesehen werden, also versucht die sie Leere in sich anders zu füllen.
𝗭𝗶𝘁𝗮𝘁: "𝗪𝗶𝗿 𝘀𝗶𝗻𝗱 𝘀𝗰𝗵𝘄𝗮𝗰𝗵, 𝘄𝗲𝗶𝗹 𝘄𝗶𝗿 𝗟𝗼̈𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗲𝗲𝗹𝗲 𝗵𝗮𝗯𝗲𝗻, 𝗱𝗶𝗲 𝘄𝗶𝗿 𝗺𝗶𝘁 𝗗𝗿𝗼𝗴𝗲𝗻 𝗳𝘂̈𝗹𝗹𝗲𝗻." [...] 𝗩𝗶𝗲𝗹𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗯𝗲𝗻𝘂𝘁𝘇𝘁 𝗷𝗲𝗱𝗲𝗿 𝗲𝘁𝘄𝗮𝘀 𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝗲𝘀, 𝘂𝗺 𝗱𝗶𝗲 𝗟𝗲𝗲𝗿𝗲 𝘇𝘂 𝗳𝘂̈𝗹𝗹𝗲𝗻. 𝗕𝗶𝘀 𝗲𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗺𝗲𝗵𝗿 𝗱𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗴𝗲𝗵𝘁, 𝗱𝗮𝘀𝘀 𝗺𝗮𝗻 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝗹𝗲𝗲𝗿 𝗳𝘂̈𝗵𝗹𝘁, 𝘀𝗼𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻 𝗻𝘂𝗿 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝗱𝗮𝗿𝘂𝗺, 𝗲𝘁𝘄𝗮𝘀 𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝗲𝘀 𝘇𝘂 𝘀𝘁𝗶𝗹𝗹𝗲𝗻.
Man beobachtet Joey dabei wie er kämpft, wie er versucht besser zu werden, sich an die Regeln zu halten und "normal" zu sein. Man muss tatenlos dabei zusehen, wie er unter der Last der Erwartungen, der Verteilungen und seinem eigenen schlechten Selbstbild immer weiter in weiter in die Knie geht. Als Leser verzweifelt man zusammen mit Emory und verbricht fast an der Angst um ihn. Immer wieder haben mich ihrer Emotionen eingeholt, als wären sie meine Eigenen. Ich wollte einfach nur, dass alles gut wird.
𝗭𝗶𝘁𝗮𝘁: "𝗗𝘂 𝗸𝗮𝗻𝗻𝘀𝘁 𝗶𝗵𝗻 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗿𝗲𝗽𝗮𝗿𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻, 𝘄𝗲𝗶𝗹 𝗲𝗿 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗸𝗮𝗽𝘂𝘁𝘁 𝗶𝘀𝘁. 𝗘𝗿 𝗶𝘀𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗳𝗮𝗰𝗵 𝗝𝗼𝗲𝘆. 𝗘𝗿 𝗵𝗮𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗞𝗿𝗮𝗻𝗸𝗵𝗲𝗶𝘁. 𝗨𝗻𝗱 𝗱𝗶𝗲 𝗲𝗿𝗳𝗼𝗿𝗱𝗲𝗿𝘁 𝗕𝗲𝗵𝗮𝗻𝗱𝗹𝘂𝗻𝗴 𝘂𝗻𝗱 𝗣𝗳𝗹𝗲𝗴𝗲, 𝗴𝗲𝗻𝗮𝘂 𝘄𝗶𝗲 𝗞𝗿𝗲𝗯𝘀.
Die Elter fliehen in ihre ach so wichtige Arbeit, verschließen die Augen vor der Realität und versagen in meinen Augen auf ganzer Linie. Vor allem die Mutter hat mich im Laufe der Geschichte durch verschiedene Emotionen gejagt. Auf der einen Seite konnte ich sie verstehen, die Ohnmacht und Angst, die auch sie spürt. Auf der anderen Seite wollte ich sie die meiste Zeit über schütteln und anschreien, dass sie ein großer Teil des Problems ist, dass sie endlich die Augen öffnen und ihre Kinder einfach nur lieben soll. Ich war dankbar für ihrer Entwicklung während der Geschichte und das sie doch mehr als die Anwältin mit dem perfekten Image ist.
Auch die anderen Charaktere, vor allem Emorys neue Freunde und eine vergessene alte Freundin, passen perfekt in die Geschichte, weil sie so unperfekt sind, wie aus dem wahren Leben. Sie sind ein kleiner Lichtblick in dieser Geschichte.
Fazit
Eine bewegende Geschichte, die dem Leser die ungeschönte Realität vor Augen führt, die zeigt wie viele Abhängigkeiten entstehen und wie der Umkreis davon beeinflusst wird. Für mich ein wirklich wichtiges Buch, nicht nur für Jugendliche, mit dem mich die Autorin voll und ganz überzeugen konnte.
𝗭𝗶𝘁𝗮𝘁: 𝗠𝗮𝗻𝗰𝗵𝗺𝗮𝗹 𝘇𝗲𝗿𝗳𝗮̈𝗹𝗹𝘁 𝗱𝗲𝗶𝗻 𝗟𝗲𝗯𝗲𝗻 𝘇𝘂 𝗔𝘀𝗰𝗵𝗲, 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝘂 𝘀𝗶𝗲𝗯𝘀𝘁 𝘀𝗶𝗲 𝗱𝘂𝗿𝗰𝗵 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗮𝗿𝘁𝗲𝘀𝘁 𝗱𝗮𝗿𝗮𝘂𝗳, 𝗱𝗮𝘀𝘀 𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗰𝗵𝗺𝗲𝗿𝘇 𝘃𝗲𝗿𝗴𝗲𝗵𝘁, 𝘀𝘂𝗰𝗵𝘀𝘁 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗻 𝗧𝗿𝘂̈𝗺𝗺𝗲𝗿𝗻 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗥𝗲𝘀𝘁𝗲𝗻, 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗲𝘁𝘄𝗮𝘀, 𝗱𝗮𝘀 𝗱𝘂 𝗿𝗲𝘁𝘁𝗲𝗻 𝗸𝗮𝗻𝗻𝘀𝘁, 𝗼𝗯𝘄𝗼𝗵𝗹 𝗮𝗹𝗹𝗲𝘀, 𝘄𝗮𝘀 𝗱𝘂 𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝘀𝘁, 𝗹𝗮̈𝗻𝗴𝘀𝘁 𝗱𝗮 𝗶𝘀𝘁, 𝗶𝗻 𝗱𝗶𝗿 𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁. 𝗨𝗻𝗱 𝗻𝗲𝗯𝗲𝗻 𝗱𝗶𝗿, 𝗵𝗼𝗳𝗳𝗲𝗻𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵, 𝗶𝗻 𝗙𝗼𝗿𝗺 𝗲𝗶𝗻𝗲𝘀 𝗹𝗶𝗲𝗯𝗲𝗻 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻.
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