Ein Fall für August Emmerich - Kriminalroman - Bestes Lesevergnügen von der Meisterin des historischen Kriminalromans!
August Emmerich ermittelt wieder!
Wien in den Nachwehen des Ersten Weltkriegs: Als ein prominenter Politiker ermordet wird, kann sich Inspektor August Emmerich nicht an den Ermittlungen beteiligen, sondern soll sich stattdessen um eine Schauspielerin kümmern, die um ihr Leben fürchtet. Doch der Fall entpuppt sich als nicht so nebensächlich wie es scheint, und schon bald stecken Emmerich und sein Assistent mitten in einem perfiden Mordkomplott – und ihnen bleibt nicht viel Zeit, um die Fäden zu entwirren ...
Mord auf Wienerischem Pflaster – August Emmerich ermittelt:
Band 1: Der zweite Reiter
Band 2: Die rote Frau
Band 3: Der dunkle Bote
Band 4: Das schwarze Band
Alle Bände sind eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.
August Emmerich wird in seiner Kriminalabteilubg 'Leib und Leben' einfach nicht gesehen. Vor allem seit sein ehemaliger Chef nun einen höheren Rang inne hat. Er und sein Assistent Winter werden für die ...
August Emmerich wird in seiner Kriminalabteilubg 'Leib und Leben' einfach nicht gesehen. Vor allem seit sein ehemaliger Chef nun einen höheren Rang inne hat. Er und sein Assistent Winter werden für die niederen Arbeiten in der Abteilung missbraucht.
Da Emmerich sehr arm ist, lebt er in einem Armenhaus für Männer. Plötzlich wird ein Kamerad von ihm wegen eines Mordes verhaftet. Keiner kann sich vorstellen, dass Peppi den Fürst umgebracht hat. Denn dieser hat ihm als Kriegsversehrten Prothesen verschafft und war ihm wohl gesonnen. Doch alle Indizien sprechen gegen Peppi. August Emmerich beginnt zu ermitteln und findet auf seinem Weg noch mehr Tote. Er muss für sich erstmal prüfen, wem er trauen kann, denn er legt sich mit sehr mächtigen Männern an.
Weiterhin begleitet uns auch die private Geschichte von August und Luise.
Ein wunderbarer Krimi, der absolut spannend und lesenswert ist!
Nach ihrem gelösten 1. Fall haben Emmerich und Winter es endlich in die Abteilung „Leib und Leben“ geschafft. Aber leichter wird es dank Standesdünkel und Überheblichkeit durch die hier Arbeitenden für ...
Nach ihrem gelösten 1. Fall haben Emmerich und Winter es endlich in die Abteilung „Leib und Leben“ geschafft. Aber leichter wird es dank Standesdünkel und Überheblichkeit durch die hier Arbeitenden für sie nicht. Als die Neuen dürfen sie nur Berichte abtippen und müssen Sticheleien über sich ergehen lassen. Während seiner und Winters Ermittlungen setzt Emmerich alles daran seine Fähigkeiten zu beweisen. Er schreckt auch nicht davor zurück seine Kompetenzen zu überschreiten.
Glaubhaft werden wieder die Lebensumstände in Wien nach dem 1. Weltkrieges vermittelt. Schonungslos beschreibt Alex Beer die extremen Gegensätze des Überflusses an Nahrungsmitteln und Waren des täglichen Gebrauchs in der Filmbranche und den schwierigen Lebensbedingungen der „kleinen Leute“. Zu verfolgen unter welchen Widrigkeiten Emmerich/Winter ermitteln müssen, macht Spaß, lässt einen aber auch nicht kalt, wenn z. B. die Zustände im Obdachlosenheim geschildert werden.
Für mich ist dieser HistoKrimi eine geniale Fortsetzung zu „Der zweite Reiter“ in dem die Hauptfiguren weiter an Profil gewinnen und auch die Nebenfiguren gut gezeichnet sind. Ich kann den Roman nur wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 Sterne.
Auch Die rote Frau hat mit wieder viel Freude beim Lesen bereitet.
Emmerich und Winter begleitet man einfach gerne durch das Wien der 20er Jahre.
Alex Beer beschreibt die Szenen so lebendig, dass man sich ...
Auch Die rote Frau hat mit wieder viel Freude beim Lesen bereitet.
Emmerich und Winter begleitet man einfach gerne durch das Wien der 20er Jahre.
Alex Beer beschreibt die Szenen so lebendig, dass man sich sofort in die Situationen versetzt fühlt. In spannenden Momenten liest man automatisch schneller, während alltägliche Dinge gemächlich erzählt werden. Das Buch bietet die perfekte Mischung aus beidem.
„Die Reichen und Mächtigen haben es sich schon immer richten können. Das war bereits in der Monarchie so und wird in der Republik auch nicht anders werden. Von wegen schöne neue Welt.“
Inhalt
Trotz der ...
„Die Reichen und Mächtigen haben es sich schon immer richten können. Das war bereits in der Monarchie so und wird in der Republik auch nicht anders werden. Von wegen schöne neue Welt.“
Inhalt
Trotz der Tatsache das es Rayonsinspektor August Emmerich nun in die Abteilung „Leib und Leben“ geschafft hat und eigentlich mit Mordfällen betraut werden müsste, hält man ihn an der kurzen Leine, denn seine zielgerichtete, ungewöhnliche Vorgehensweise ist so manchem Kollegen ein Dorn im Auge. Aus diesem Grund sieht er sich eher mit Lappalien konfrontiert, die er abarbeiten muss, um seinen erkämpften Posten zu erhalten.
Andererseits ermittelt die gesamte Abteilung an einem heiklen Mordfall, bei dem ein Gönner der Armen kaltblütig ermordet wurde. Als nun vorzeitig ein armer Obdachloser als Täter dingfest gemacht wurde, den Emmerich aus der Armenunterkunft persönlich kennt, gibt es für den Inspektor nur einen Weg: der Verurteilte ist unschuldig. Allerdings werden die Hebel, die zu dessen Freilassung notwendig wären, einfach nicht bedient. Ungeachtet der Etikette und des Dienstweges, macht sich Emmerich zusammen mit seinem Kollegen Winter auf die Suche nach dem wahren Mörder und sticht damit direkt in ein Nest aus Korruption und dunklen Machenschaften, bei dem die Reichen und Mächtigen der jungen Republik ihre Schäfchen schnell ins Trockene bringen möchten …
Meinung
Dies ist der zweite Band aus der Reihe um Inspektor August Emmerich, der es im Wien des Jahres 1920 abermals mit einem heimtückischen Verbrechen zu tun bekommt. Nachdem ist bereits nach der Lektüre des ersten Bandes absolut begeistert war, wollte ich nun unbedingt die Fortsetzung lesen und abermals freut sich mein Leserherz, ob der spannenden, unterhaltsamen Krimilektüre, die den Zeitgeist gekonnt einfängt und einen sympathischen, wenn auch äußerst sperrigen Hauptprotagonisten auf die Verbrecherwelt loslässt. Für mich ist klar, diese Reihe lese ich ambitioniert weiter, die Folgebände sind schon bestellt.
Tatsächlich gibt es zwei wesentliche Punkte, die mich hier überzeugen: zum einen ist es die Einbettung der Handlung in ein von Hunger, Armut und Korruption geprägtes Großstadtleben, welches ein stimmiges, wenn auch trauriges Hintergrundszenario bietet. Angefangen bei den Kriegsversehrten, hin zu Glücksspiel und Prostitution, über die katastrophalen Wohn- und Lebensumstände der einfachen Bevölkerung bis hin zu den Sympathisanten der Monarchie, die den verlorenen Krieg als eine Schmach empfinden und schon jetzt zu den Wegbereitern der kommenden Jahrzehnte werden. Dieser historische Aspekt ist absolut gelungen und zieht sich wie der rote Faden durch die eigentliche Kriminalhandlung.
Der zweite ausschlaggebende Punkt ist das Ermittlerduo Emmerich/Winter, die so gar nicht zu den anderen Aktenträgern passen und trotz ihrer vielen Unterschiede ein vortreffliches Team abgeben: während der junge Ferdinand, etwas naiv und sehr unbeleckt daherkommt, aber das Herz am rechten Fleck hat, agiert der ältere Emmerich absolut nach seinem Bauchgefühl und folgt seiner oftmals halsbrecherischen, dem Gesetz nur unzureichend verpflichteten Lebenseinstellung. Doch genau diese Zusammenarbeit scheint es zu brauchen, um die wirklich kniffligen Fälle zu lösen. Und so gelingt es den beiden, sich trotz aller Widerstände einen Namen zu machen, denn wer Erfolge vorweisen kann, rückt in der Hierarchie des Polizeiapparates nach oben.
Fazit
Auch Band 2 der Reihe ist mir wieder die volle Punktzahl wert und ich lese gleich weiter mit „Der dunkle Bote“. Vielleicht erfährt man nun noch etwas mehr vom aus dem Ruder gelaufenen Privatleben des Inspektors, der seine Geliebte an ihren zurückgekehrten Mann verloren hat und darunter ebenso leidet, wie unter der Tatsache, dass die Gerechtigkeit nicht siegen könnte. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die einen spannenden Mix aus Krimi, Gesellschaftsstudie und Unterhaltungsliteratur mögen.
Im zweiten Fall des Rayoninspektors August Emmerich und seines Assistenten Ferdinand Winter bei der Abteilung Leib und Leben sind wir wieder im Wien der Nachkriegszeit (1920) und Mangel herrscht noch ...
Im zweiten Fall des Rayoninspektors August Emmerich und seines Assistenten Ferdinand Winter bei der Abteilung Leib und Leben sind wir wieder im Wien der Nachkriegszeit (1920) und Mangel herrscht noch allerorten.
Inzwischen in der Abteilung Leib und Leben angekommen, wird Emmerich von den Kollegen von den wirklichen Fällen ausgeschlossen, er und Winter werden zu niedriger Büroarbeit verdonnert. Emmerich wäre nicht er, ließe er sich von den Ermittlungen abhalten. Zumal er mitbekommt, dass seine Kollegen in einem Mordfall schnell einen Schuldigen aufgetan haben und nicht im Traum dran denken, auch nur an dessen Unschuld zu rütteln. Emmerich wird genauestens beobachtet. Die Krüppelbrigade werden er und Winter von Brühl, seinem unmittelbar Vorgesetzten, genannt.
Der Stadtrat Fürst ist ermordet worden und der schwer Kriegsversehrte Peppi wird von Brühl alsbald in den Kerker geworfen. In Oberinspektor Gonska haben Emmerich und Winter einen Fürsprecher, der ihnen ein paar Tage verdeckte Ermittlungen gewährt. Gerechtigkeit für Peppi! Wird es ihnen gelingen, seine Unschuld zu beweisen?
Wieder bin ich mit Emmerich unterwegs. Wenn der an eine Sache glaubt, lässt er sich von niemandem aufhalten. Er greift schon mal zu nicht ganz astreinen Methoden, wenn er so nicht weiterkommt. Nicht ganz gesetzeskonform, aber auch nicht direkt daneben. Anders als seine selbstgefälligen Kollegen von Leib und Leben will er, dass der Richtige hinter Schloss und Riegel kommt. Bei seinen Kollegen hat er schon manchmal den Verdacht, dass sie in erster Linie einen Fall abschließen wollen.
Er ist schon ein Unikum, kennt er doch die Nöte der kleinen Leute ganz genau. Ein Kommissar, mit allen Wassern gewaschen, aber immer auf der richtigen Seite, so habe ich ihn schon im ersten Band kennen- und schätzen gelernt. Ecken und Kanten, das hat er, aber auch ein großes Herz. Die Autorin versetzt einen direkt in diese Zeit nach dem ersten Weltkrieg. Da ist nichts mit den goldenen Zwanziger Jahren, die Wirklichkeit der Kriegsheimkehrer, der Kriegsversehrten, wird hier gut transportiert.
Alex Beer sagt im Nachwort: „Das Kernthema des Buches ist der Krieg gegen die Minderwertigen. Die meisten von uns verknüpfen diesen Terminus mit der Zeit des Nationalsozialismus, in Wahrheit ist die Idee der Volksgesundheit aber viel älter – bereits die Spartaner im antiken Griechenland betrieben eine strenge Auslese.“
Die historische Reihe um August Emmerich ist ein Lesegenuss, den man sich unbedingt gönnen sollte.