Leserunde zu "Let's Split Up" von Bill Wood

Nervenzerreißender YA-Thriller
Cover-Bild Let's Split Up - Ein verfluchtes Haus. Vier Freunde. Eine verhängnisvolle Entscheidung.
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Bill Wood (Autor)

Let's Split Up - Ein verfluchtes Haus. Vier Freunde. Eine verhängnisvolle Entscheidung.

Nervenzerreißender YA-Thriller von BookToker Bill Wood

Angeblich wird das alte Herrenhaus am Stadtrand von einem Geist heimgesucht. Dem Geist eines Mannes, der dort vor Hunderten von Jahren ermordet wurde und nun auf Rache aus ist! Als ein Influencer und seine Freundin in dem Horrorhaus für Social Media filmen wollen, kommen auch sie ums Leben, und die Gerüchteküche brodelt erneut hoch. Die befreundeten Jugendlichen Cam, Jonesy, Amber und Buffy beginnen, Nachforschungen anzustellen - und wagen es schließlich sogar, das verfluchte Haus zu betreten. Drinnen teilen sie sich auf, um schneller Beweise zu finden. Doch war das wirklich eine gute Idee?

Dieses Buch gibt es in zwei Versionen: mit und ohne Farbschnitt. Sobald die Farbschnitt-Ausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus.

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 18.08.2025 - 07.09.2025
  2. Lesen 15.09.2025 - 28.09.2025
  3. Rezensieren 29.09.2025 - 12.10.2025

Bereits beendet

Schlagworte

LGBTQIA+ BookTok Haunted House Found Family Friends to Lovers Secret Crush Hobby-Ermittlungen Jugendkrimi YA Thriller Mord Spannung Young Adult Horror Spuk Verfluchtes Haus Grusel Scary Suspense Scooby Doo 90s 90er Diversität Queer TikTok made me buy it Aktion KulturPass KulturPass Junge Erwachsene

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 01.10.2025

Gute Prämisse mit enttäuschendem Ende

3

Jeder, der schon einmal einen düsteren Kriminal-, Horror-, oder anderweitig gruseligen Film gesehen hat weiß, dass Aufteilen eine echt blöde Idee ist. Eigentlich zumindest … Aber warum sollten wir es nicht ...

Jeder, der schon einmal einen düsteren Kriminal-, Horror-, oder anderweitig gruseligen Film gesehen hat weiß, dass Aufteilen eine echt blöde Idee ist. Eigentlich zumindest … Aber warum sollten wir es nicht trotzdem wagen … in einem Spukhaus? Genau. Klasse Idee. Und um zu sehen wie es dazu kommt und danach weitergeht habe ich mich dazu entschlossen das Buch zu lesen. Die Prämisse klingt gut, nur missfällt es mir, dass man nicht ganz ab der Hälfte des Buchs erraten kann, wer der Mörder ist; leider auch ohne weiteren Twist.

Es geht um das alte Herrenhaus Carrington Manor, in dem es seit dem Tod von Robert Carrington angeblich spukt. Im Prolog entschließen sich zwei Jugendliche der örtlichen High School dazu, das Spukhaus unter die Lupe zu nehmen und sterben bei diesem Vorhaben unter tragischen und mysteriösen Umständen. Der Schreibstil rund um das Herrenhaus ist atmosphärisch und für einen Young Adult-Roman angemessen; die Dialoge sind kurz und einfach gehalten. Dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven, wobei es sich hierbei um die von Cam, Jonesy und Amber handelt, um Buffy mysteriöser zu halten, erzählt wird gefiel mir. Sympathisch ist die selbst-kritische Ironie wenn im Buch von Horror-Filmen gesprochen wird. Das Buch liest sich locker und zügig. Zu Beginn spannend und unterhaltsam, gegen Ende war aber leider alles zu banal.

Cam, Jonesy und Amber als alte Freundesgruppe beschließen zusammen mit der neu zugezogenen Buffy eine Ermittlung in den Mordfällen zu starten, da die örtliche Polizei natürlich zur Inkompetenz neigt. Dennoch betreten die vier das Herrenhaus erst nach ein paar Kapiteln, sodass das im Klappentext angekündigte verhängnisvolle Aufteilen der Gruppe erst Richtung Hälfte des Buches interessant wird. Zu diesem Zeitpunkt gibt es den entscheidendsten Hinweis für die Leser bezüglich des Täters, sodass es möglich ist, bereits ab der knappen Hälfte zu wissen, wer der Täter/Mörder ist. Es gibt nur wenige, die überhaupt als Tatverdächtige in Frage kommen würden, wovon wiederum die meisten im Vorhinein schon ausgeschlossen werden können und nach diesem Hinweis kann der Kreis recht eindeutig eingegrenzt werden. Daher bleibt bei der Auflösung am Ende des Buchs keine Überraschung und auch sonst gibt es keine Wendungen. Ungereimtheiten sind leider ernüchternd; auch bei einem Young Adult-Roman. Erklärungen zum Verhalten einzelner Charaktere sind dürftig und nicht unbedingt glaubwürdig; genauso wie die Reaktion der Eltern als sie zuletzt von all den Geschehnissen erfahren.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Leider enttäuschend

1

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, weil das Setting eigentlich genau meinen Geschmack trifft: eine Freundesgruppe, die sich in ein unheimliches Haus wagt, Geheimnisse aufdeckt und dabei jede Menge ...

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, weil das Setting eigentlich genau meinen Geschmack trifft: eine Freundesgruppe, die sich in ein unheimliches Haus wagt, Geheimnisse aufdeckt und dabei jede Menge Horrorfilm-Vibes verspricht. Genau so etwas mag ich normalerweise richtig gerne. Beim Lesen habe ich aber schnell gemerkt, dass mich einiges stört.

Der Schreibstil liest sich zwar leicht, aber für mich oft zu einfach. Stellenweise hatte ich das Gefühl, ein Kinderbuch in der Hand zu haben, obwohl die Figuren fast erwachsen sind. Ich lese sehr gerne Jugendbücher, aber hier hatte ich oft das Gefühl, dass eher jemand von außen eine Vorstellung davon wiedergibt, wie Teenager reden und denken, für mich wirkte das leider oft unauthentisch. Auch Wiederholungen haben mich immer wieder rausgebracht. Übrigens spielt das Buch in 2001, was ich beim Lesen kaum bemerkt habe.

Dazu kommt, dass mir die Figuren insgesamt zu blass geblieben sind. Es gibt mehrere Perspektiven, was eigentlich perfekt wäre, um richtig tief einzutauchen, aber das hat für mich nicht funktioniert. Entscheidungen wirkten unlogisch, und ich konnte weder eine echte Bindung zu den Charakteren aufbauen noch mit ihnen richtig mitfiebern. Auch die Romanze hat mich eher kalt gelassen.

Das Tempo war eher schwankend, mal wurde viel erklärt, dann wieder zog sich die Handlung, nur um plötzlich in übertriebene Wendungen zu springen, die konstruiert wirkten. Klischees stören mich normalerweise nicht, wenn sie gut umgesetzt sind, aber hier wurden sie eher benannt als lebendig erzählt. Der Mystery-Aspekt hätte viel mehr Raum verdient, stattdessen wurde oft erklärt statt gezeigt, was sich leider durchs ganze Buch zog.

Besonders enttäuscht hat mich der Schluss, denn der Epilog wirkte für mich unpassend und die Auflösung hat keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Am Ende blieb für mich mehr Augenrollen als Gänsehaut zurück.

Ich hoffe, dass mir die Serie dazu besser gefällt, denn die Geschichte hat Potenzial, auch wenn sie in Buchform für mich leider nicht gepasst hat.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Enttäuschender YA-Thriller

2

Ein altes verlassenes Spukhaus in einer kalifornischen Kleinstadt, ein unheimlicher, scheinbar überaus rachsüchtiger Guhl, der dort sein rätselhaftes Unwesen treibt und vier befreundete Teenager, die, ...

Ein altes verlassenes Spukhaus in einer kalifornischen Kleinstadt, ein unheimlicher, scheinbar überaus rachsüchtiger Guhl, der dort sein rätselhaftes Unwesen treibt und vier befreundete Teenager, die, nach dem grausamen Tod zweier Mitschüler, zu ermitteln beginnen - der Stoff, aus dem die Alpträume in „Let’s split up“, dem ersten Young Adult Thriller von BookToker Bill Wood gesponnen sind.

In Kombination mit dem wirklich gelungenen Cover, klang dies für mich als - mittlerweile zwar etwas entwachsenem - aber dennoch großen Fan von den ???, Fünf Freunden, TKKG & Co., zunächst sehr vielversprechend. Ich hatte zwar keine Probleme in das Buch reinzukommen, doch begann mich die überaus plumpe Ausdrucksweise und der schnöde Schreibstil schnell an zu nerven. Es sollte sich um 17 jährige „ermittelnde“ Teenager handeln, deren Dialoge und Verhalten mich allerdings eher an Grundschüler erinnert haben. Gefallen hat mir lediglich, dass die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wurde. Stellenweise war die Handlung nicht nur unlogisch, sondern absolut unrealistisch und wirkte auf mich dermaßen konstruiert, dass sich bei mir nicht nur absolut keine Spannung aufbauen konnte, sondern ich die Story auch gar nicht mehr ernst nehmen konnte.

Fazit: Natürlich darf man nicht aus den Augen verlieren, dass es sich um einen YA Thriller handelt, dessen bin ich mir auch bewusst - aber ganz ehrlich, es gibt so tolle, wahnsinnig spannende, logisch durchdachte und sprachlich hervorragende Kinder- und Jugendbücher, die zwar in ihrer Handlung abgemildert sind, ansonsten aber Erwachsenenbüchern und auch Thrillern wirklich in nichts nachstehen. Hier war ich leider einfach nur durchweg enttäuscht.

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