Cover-Bild Erdbeeren und Zigarettenqualm
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Ecco Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 224
  • Ersterscheinung: 25.02.2025
  • ISBN: 9783753001142
Madeline Docherty

Erdbeeren und Zigarettenqualm

Roman | Coming-of-Age, weiblicher Schmerz und Frauenfreundschaft | Ein großer Generationenroman speziell für die GenZ
Yasemin Dinçer (Übersetzer)

»Der Schmerz, in sich selbst hineinzuwachsen, und die Intensität einer alles verzehrenden Frauenfreundschaft werden wunderbar eingefangen« ROSE WILDING

Du verlierst deine Jungfräulichkeit an einen Jungen aus deinem Gendertheorieseminar, und die erste Person, der du davon erzählst, ist Ella.
Ella ist mit dir auf der Party, als du zum ersten Mal ein Mädchen küsst.
Und Ella bringt dich in die Notaufnahme, als du die erste Diagnose erhältst.
In den nächsten Jahren hast du eine Reihe von Beziehungen und Jobs, lebst ein schnelles, unstetes Leben, aber du kannst dich immer darauf verlassen, dass Ella für dich da ist – bis der Alkoholkonsum und die Partys, die Krankenhausbesuche und die nächtlichen Anrufe die Grenzen eurer Freundschaft verwischen und daraus etwas Unausgewogenes und Fragiles entsteht, das Gefahr läuft, ganz zu zerbrechen.
Das Schlimme daran ist, dass du es kommen siehst. Das Schlimmste daran ist, dass du nicht weißt, wie du es verhindern kannst ...


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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2025

nah und ehrlich

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Mit diesem Buch ist Madeline Docherty gelungen in eine völlig neue Welt einzutauchen. Eine Welt, in der ich selbst nie gelebt habe, die ich aber durch dieses Buch hautnah und ehrlich entdecken durfte.
Die ...

Mit diesem Buch ist Madeline Docherty gelungen in eine völlig neue Welt einzutauchen. Eine Welt, in der ich selbst nie gelebt habe, die ich aber durch dieses Buch hautnah und ehrlich entdecken durfte.
Die Protagonistin erlebt in diesem Buch hauptsächlich ihre Studienzeit. Dabei lässt sie gefühlt keine Erfahrung aus: Tinderdates, Drogen und viele verrückte Menschen spielen eine große Rolle und die ein oder andere Wendung werden den Leser überraschen. Ein jedes mal, wenn man denkt, dass das Leben der Protagonistin wieder in geordnete Bahnen gerät, kommt wieder irgendetwas unerwartetes. Immer an ihrer seit, egal was wieder passiert ist, ist Ella. Ella die beste Freundin, die scheinbar unendlich verzeiht und wieder da ist. Beeindruckt hat mich an diesem Buch nicht nur der ungewöhnlich Schreibstil, welche keine fünf Seiten benötigt, um sich an ihn zu gewöhnen, sondern wie gut mit dem Thema Endomitose umgegangen wird. Ein Thema, welches viele Frauen betrifft und das Aufmerksamkeit verdient. Die Autorin bindet es einen nicht auf die Nase sondern klärt ruhig, mit dem Verlauf der Geschichte auf.

Ein wunderbares Buch, welches definitiv einen Platz in meiner Bibliothek verdient hat.

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Emotionaler Roman

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Madeline Docherty hat mir bis zu diesem Roman gar nichts gesagt.
"Erdbeeren und Zigarettenqualm" wird aus der zweiten Person singular heraus erzählt, mit der direkten "du"-Ansprache, sodass sich de die ...

Madeline Docherty hat mir bis zu diesem Roman gar nichts gesagt.
"Erdbeeren und Zigarettenqualm" wird aus der zweiten Person singular heraus erzählt, mit der direkten "du"-Ansprache, sodass sich de die Leserinnen direkt angesprochen fühlen. Für mich wirkte es so, als spräche die Protagonistin in der Form der "Du"-Erzähung zu sich selbst.

Die Protagonistin lernt Ella an der Universität kennen, sammelt sexuelle Erfahrungen und berichtet alles Ella. Die beiden sind sich sehr nah und Ella weiß quasi alles von der Protagonistin, die die Diagnose Endometriose erhält. In den folgenden Jahren, während des Studiums und danach, hat die bisexuelle Protagonistin diverse Jobs, sexuelle Begegnungen und Beziehungen. Die einzige Konstante in ihrem Leben ist Ella. Und auch mit ihr gibt es manchmal stillere Phasen. Die Protagonistin spürt im Laufe der Jahre, dass das Band der Freund
innenschaft zu Ella immer dünner wird, sieht jedoch auch den gesteigerten Bedarf, sich ihr mitzuteilen und somit eine gesteigerte Notwendigkeit. Als Leserin habe ich zwischen den Zeilen oftmals ein Knirschen gehört und mich gefragt, wie zwei Personen so schlecht miteinander kommunizieren können.

Für mich ein absolutes Highlight dieses Jahr. "Erdbeeren und Zigarettenqualm" hat mich berührt und mich durch diverse Emotionen gebracht. Ich mag die Zartheit, die Verletzlichkeit und gleichzeitig die Sicherheit, die die Freundinnenschaft vermeintlich vermittelt. Ein sehr emotionales Buch, das eine besondere Facette von Freundinnenschaft zeigt.

Veröffentlicht am 18.03.2025

Ein intensives Debüt über Freundschaft, Selbstfindung und Schmerz

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Meine Meinung und Inhalt

"In deinem Inneren empfindest du es als zutiefst beschämend, etwas zu genießen und das auch zuzugeben. Du bist ganz anders als Ella, die schnell und offen weint und ohne einen ...

Meine Meinung und Inhalt

"In deinem Inneren empfindest du es als zutiefst beschämend, etwas zu genießen und das auch zuzugeben. Du bist ganz anders als Ella, die schnell und offen weint und ohne einen Hauch von Ironie uncoole Musik hört. Du hast noch nie irgendetwas getan, ohne Sorge zu haben, es könnte falsch sein." (ZITAT)

Madeline Dochertys Debütroman "Erdbeeren und Zigarettenqualm" bietet einen schonungslosen Einblick in das Leben einer jungen Frau, die zwischen Selbstfindung, intensiver Freundschaft und den Herausforderungen einer chronischen Krankheit balanciert. Einer Krankheit, von der mehr Frauen betroffen sind und vielleicht zu weniger darüber gesprochen wird.

Die Protagonistin teilt ihre intimsten Erlebnisse, wie den Verlust ihrer Jungfräulichkeit, sofort mit ihrer besten Freundin Ella. Diese enge Bindung wird jedoch durch exzessiven Alkoholkonsum, wilde Partys und nächtliche Anrufe auf eine harte Probe gestellt, wodurch die Grenzen ihrer Beziehung zunehmend verschwimmen.

Besonders hervorzuheben ist Dochertys Entscheidung, die Geschichte in der Du-Perspektive zu erzählen. Dieser erzählerische Kniff zieht die Lesenden direkt in die Gefühlswelt der Protagonistin und schafft eine intensive Nähe. Der rohe und ehrliche Schreibstil der Autorin ermöglicht es, Themen wie Frausein, Intimität und die Auswirkungen chronischer Erkrankungen authentisch zu erleben.


Insgesamt überzeugt "Erdbeeren und Zigarettenqualm" als beeindruckendes Debüt, das die Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens,


"Du dachtest, mit deinem achtzehnten Geburtstag würden sich alle Probleme lösen, und der Besitz eines gültigen Personalausweises wäre der einzige Talisman, den du für ein aufregendes Leben bräuchtest, ein Leben, in dem du über Macht und Einfluss verfügst und dich bedienen lassen kannst. Heutzutage vermisst du die Qualen der Jugend und würdest sofort wieder dorthin zurückkehren, um der Realität des Erwachenseins zu entkommen." (ZITAT)


sowie die Intensität von Freundschaften und die Herausforderungen des Lebens mit einer chronischen Krankheit eindrucksvoll beleuchtet. Ein Buch, das nachhallt und zum Nachdenken anregt.


Inhalt

Du verlierst deine Jungfräulichkeit an einen Jungen aus deinem Gendertheorieseminar, und die erste Person, der du davon erzählst, ist Ella.
Ella ist mit dir auf der Party, als du zum ersten Mal ein Mädchen küsst. Und Ella bringt dich in die Notaufnahme, als du die erste Diagnose erhältst. In den nächsten Jahren hast du eine Reihe von Beziehungen und Jobs, lebst ein schnelles, unstetes Leben, aber du kannst dich immer darauf verlassen, dass Ella für dich da ist – bis der Alkoholkonsum und die Partys, die Krankenhausbesuche und die nächtlichen Anrufe die Grenzen eurer Freundschaft verwischen und daraus etwas Unausgewogenes und Fragiles entsteht, das Gefahr läuft, ganz zu zerbrechen.
Das Schlimme daran ist, dass du es kommen siehst. Das Schlimmste daran ist, dass du nicht weißt, wie du es verhindern kannst ...


Über die Autorin

Madeline Docherty ist 23 und lebt in Glasgow. »Erdbeeren und Zigarettenqualm« schrieb sie, um ihre eigenen Erfahrungen mit dem Frausein und chronischer Krankheit zu verarbeiten. Sie gewann den Preis der North Literary Agency der Universität Glasgow. Docherty arbeitet in der Kommunikationsbranche und leitet Workshops in Kreativem Schreiben für die Charity-Organisation Mind Waves.



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Veröffentlicht am 11.03.2025

Ehrliche und schonungslose Einblicke

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Zunächst einmal benutzt die Autorin eine ungewöhnliche Erzählperspektive, die ich spannend fand: die Protagonistin, die sich ihre eigene Geschichte erzählt. Die Geschichte erzählt zum einen von Endometriose ...

Zunächst einmal benutzt die Autorin eine ungewöhnliche Erzählperspektive, die ich spannend fand: die Protagonistin, die sich ihre eigene Geschichte erzählt. Die Geschichte erzählt zum einen von Endometriose und dem Leben mit diesen Schmerzen, die erst in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit bekommen hat. Sie erzählt auch die Geschichte einer jungen Frau, die sich und ihre Sexualität erkundet. Dabei ist sie brutal ehrlich. Es liest sich erschreckend, wie schnell sie (man) zum Beispiel in Drogenabhängigkeit rutschen kann. Und auch wie sehr unser Umfeld uns beeinflusst. Das alles wird ohne Pathos erzählt, aber durchaus mit viel Selbstreflektion und ohne die Verantwortung auf andere schieben zu wollen. Nicht zuletzt durch die Erzählweise ist der Fokus komplett auf der Protagonistin. Und so selbstzerstörerisch sie sich auch verhält, so sehr konnte ich vieles nachvollziehen.
Mir hat das Buch jedenfalls sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

klärt auf, sensibilisiert und macht Mut

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Madeline Docherty hat mit "Erdbeeren und Zigarettenqualm" einen großartigen Debütroman geschrieben. Ich bedauere, dass ich nicht mehr Zeit zum Lesen hatte, sonst hätte ich das Buch sicherlich in einem ...

Madeline Docherty hat mit "Erdbeeren und Zigarettenqualm" einen großartigen Debütroman geschrieben. Ich bedauere, dass ich nicht mehr Zeit zum Lesen hatte, sonst hätte ich das Buch sicherlich in einem Rutsch gelesen. Die Autorin hat für ihr erstes Buch eine außergewöhnliche Erzählperspektive gewählt. Die Du-Perspektive kann anstrengend sein - oder Leser:innen in einen regelrechten Sog ziehen. Auf mich trifft letzteres zu. Nach anfänglicher Skepsis habe ich festgestellt, dass die Du-Perspektive eine sehr große Nähe zum Geschehen hergestellt hat. Das Buch hat mich betroffen gemacht. Der Knoten in meiner Brust wurde immer größer. Das Ende und die Entwicklung der Protagonistin haben mich sehr berührt.

Das Buch klärt auf, sensibilisiert und macht Mut. Es erzählt schonungslos vom Leben mit einer chronischen Erkrankung, von Leidensdruck, Identitätskrisen, Freundschaften und exzessiven Partynächten. Es ist vermutlich kein Buch, das man in der Buchhandlung entdecken und blind kaufen wird. Ich möchte es daher unbedingt empfehlen. "Erdbeeren und Zigarettenqualm" richtet sich an die Gen Z, insbesondere an (junge) Frauen.

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