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Veröffentlicht am 14.03.2026

Spannung unter der Oberfläche

Ultramarin
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"Ultramarin" von Ann-Christin Krumm ist ein intensives psychologisches Drama über Abhängigkeit, Manipulation und die zerstörerische Dynamik einer Beziehung.

Im Mittelpunkt steht Lou, der gemeinsam mit ...

"Ultramarin" von Ann-Christin Krumm ist ein intensives psychologisches Drama über Abhängigkeit, Manipulation und die zerstörerische Dynamik einer Beziehung.

Im Mittelpunkt steht Lou, der gemeinsam mit seinem charismatischen Freund Raf und spontan auch der gleichaltrigen Nora an die dänische Küste reist. Schon früh wird deutlich, dass zwischen den dreien keine Urlaubsstimmung, sondern eine zunehmend beunruhigende Dynamik herrscht.

Der Roman wird vollständig aus Lous Perspektive erzählt. Dadurch erhält man einen sehr direkten Einblick in seine Gedankenwelt, wodurch sich nach und nach die ganze emotionale Komplexität der Situation entfaltet.

Besonders gelungen empfand ich dabei die Struktur mit wechselnden Zeitebenen. Während die Gegenwart die Reise zur Küste begleitete, führten Rückblenden zurück in Lous Teenagerzeit, als er Raf kennenlernte. Diese Kapitel halfen mir sehr dabei, die Dynamik zwischen den beiden Figuren zu verstehen.

Die Atmosphäre des Romans empfand ich von Beginn an als angespannt, beklemmend und unterschwellig bedrohlich. Zwischen den Figuren lag ständig etwas Ungesagtes in der Luft, als könnte die Situation jederzeit kippen. Besonders eindringlich war für mich dabei das Gefühl, dass Lou sich immer tiefer in einen Strudel hineinziehen ließ, aus dem er kaum noch herausfand.

Der Schreibstil hat mich allerdings zwiegespalten zurückgelassen. Gerade zu Beginn empfand ich diesen als recht herausfordernd. Die teilweise abgehackten Sätze, die indirekte Rede und die ungewöhnliche Zeichensetzung – wie z.B. Punkte statt Fragezeichen bei Lous Gedankengängen – wirkten zunächst sperrig und verlangten von mir einiges an Konzentration. Mit der Zeit habe ich mich jedoch daran gewöhnt, und je stärker die Spannung anzog, desto mehr flog ich über die Seiten hinweg.

Was mich besonders beeindruckt hat, ist die psychologische Feinzeichnung. Die Geschichte zeigt sehr eindrücklich, wie Manipulation funktionieren kann und wie schwer es sein kann, sich aus solchen Dynamiken zu lösen. Die Figuren handelten oft widersprüchlich und manchmal auch verstörend, manchmal hätte ich sie gerne geschüttelt - emotional hat es mich voll gepackt! Die Spannung entstand dabei weniger durch klassische Action als durch das stetige Gefühl, dass sich etwas zusammenbraut. Fragen, Andeutungen und kleine Details bauten sich langsam auf und sorgen dafür, dass ich unbedingt wissen wollte, wie alles zusammenhängt.

Das Finale konnte mich letztlich überraschen und rundete die Geschichte auf intensive Weise ab. Trotzdem hätte ich mir an manchen Stellen eine noch etwas stärkere Ausarbeitung gewünscht, insbesondere bei einigen Nebenfiguren und Entwicklungen. Insgesamt blieb der Roman aber ein fesselnder und eindringlicher Blick auf toxische Beziehungen und emotionale Abhängigkeit.

Wer hier eine sommerlich-leichte Urlaubsgeschichte erwartet, wird allerdings schnell merken: Diese Atmosphäre gibt es in diesem Buch nicht. Stattdessen entsteht eine dichte, teilweise beklemmende Stimmung, die einen bis zum Ende begleitet.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Spione im Umbruch

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Mit „Die Reise ans Ende der Geschichte“ von Kristof Magnusson bin ich zunächst richtig gut ins Buch gestartet. Der Prolog war extrem spannend und fühlte sich fast wie eine Szene aus einem Agententhriller ...

Mit „Die Reise ans Ende der Geschichte“ von Kristof Magnusson bin ich zunächst richtig gut ins Buch gestartet. Der Prolog war extrem spannend und fühlte sich fast wie eine Szene aus einem Agententhriller an – mit Vergiftungserscheinungen bei der ambivalenten Hauptfigur Dieter Germeshausen und einer Atmosphäre, die fast schon an „James-Bond-Action“ erinnerte. Sofort stellte sich die Frage: Wie ist es zu dieser Situation gekommen – und wird Germeshausen überleben?

Nach diesem starken Einstieg sprang die Handlung einige Tage zurück und erzählte die Ereignisse abwechselnd aus den Perspektiven von Doppelagent Germeshausen und dem Dichter Jakob Dreiser. Dieser Perspektivwechsel funktionierte für mich sehr gut. Jakob wirkte auf mich zunächst etwas naiv und optimistisch – fast wie ein „Golden Retriever“, der mit ehrlicher Neugier auf die Welt blickt. Germeshausen dagegen war deutlich pessimistischer und vom Ende des Kalten Krieges eher verunsichert als erleichtert. Während Jakob an kulturelles Zusammenwachsen glaubte, sah Germeshausen vor allem die politischen und persönlichen Risiken. Diese unterschiedlichen Blickwinkel machten den Roman besonders interessant.

Auch das historische Setting hat mir gut gefallen. Die Zeit nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist eine Phase voller Aufbruchsstimmung, aber auch Unsicherheit – und genau dieses Spannungsfeld fing der Autor sehr gelungen ein. Mit kleinen Details gelang es ihm, den Zeitgeist lebendig werden zu lassen. Gleichzeitig schwang immer wieder die Frage mit, ob der Frieden tatsächlich dauerhaft sein wird – eine Thematik, die heute wieder erschreckend aktuell wirkt.

Besonders stark empfand ich auch viele der Sprachbilder. Einige Formulierungen waren wirklich stimmig wie z.B. etwa die Stelle, in der jemand „nicht nur auf Russisch und Englisch, sondern auch auf Italienisch schwieg“. Oder "Wie konnte man besser markieren, dass man der Chef war, als dadurch, dass man den absurdesten Blödsinn behauptete und niemand widersprach?" Solche Momente zeigten Kristof Magnussons Talent für humorvolle, zugleich pointierte Beobachtungen.

Die Figuren empfand ich als größtenteils sehr greifbar und unterhaltsam. Neben Jakob und Germeshausen tauchten einige schillernde Persönlichkeiten auf wie etwa eine reiche Kommunistin oder eine ausgesprochen indiskrete Geliebte. Diese Mischung aus politischen Intrigen und skurrilen Charakteren sorgte immer wieder für amüsante Momente.

Allerdings beinhaltete der Roman für mich auch einige Schwächen. Nach dem starken Prolog ließ das Tempo etwas nach, und manche Passagen zogen sich durch sehr detaillierte Beschreibungen. Besonders Reise- oder Umgebungsschilderungen wirkten stellenweise zu ausufernd. Der Schreibstil war zwar direkt, aber teilweise auch verschachtelt und mit vielen historischen oder politischen Anspielungen gespickt. Das machte das schnelle Überfliegen der Seiten anspruchsvoller, als ich zunächst erwartet hatte.

Trotzdem blieb die Handlung insgesamt unterhaltsam und wartete mit einigen unerwarteten Wendungen auf. Gerade die Mischung aus Humor, Spionagegeschichte und nachdenklichen Momenten funktionierte insgesamt gut.

Am Ende hatte ich allerdings das Gefühl, dass die Geschichte etwas an Fokus verlor. Einige Handlungsstränge wirkten weniger ausgearbeitet oder sogar unnütz, als ich es mir gewünscht hätte, und der starke Eindruck des Anfangs wurde nicht mehr erreicht.

Unterm Strich ist „Die Reise ans Ende der Geschichte“ ein unterhaltsamer Roman mit spannenden Ideen, originellen Figuren und einer faszinierenden historischen Kulisse, auch wenn es zwischendurch ein paar Längen gab und der Stil nicht immer leicht zu lesen war. Ich vergebe 3,5/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Große Themen, zu wenig Tiefe

Real Americans
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Der Roman "Real Americans" von Rachel Khong hat mich zunächst sofort gepackt. In den ersten Kapiteln bin ich sehr gut in die Geschichte hineingekommen und habe den Einstieg in einem Rutsch gelesen. Der ...

Der Roman "Real Americans" von Rachel Khong hat mich zunächst sofort gepackt. In den ersten Kapiteln bin ich sehr gut in die Geschichte hineingekommen und habe den Einstieg in einem Rutsch gelesen. Der Schreibstil der Autorin ist atmosphärisch und sehr detailreich, was für lebendige Szenen sorgte, mir zum Ende hin aber doch zu detailreich-ausufernd wurde.

Im Mittelpunkt steht zunächst die Protagonistin Lily, die in ihren Zwanzigern in New York lebt und Kind chinesischer Einwanderer ist. Sie wirkte orientierungslos und ein wenig wie auf dem Abstellgleis ihres eigenen Lebens: beruflich wie privat isoliert, ohne klares Ziel vor Augen und mit einem geringen Selbstbewusstsein. Gerade diese Unsicherheit machte sie aber auch glaubwürdig. Sie hatte oft das Gefühl, nicht wirklich irgendwo dazuzugehören - weder gesellschaftlich noch kulturell.

Ein wichtiger Aspekt des Romans ist die Frage nach Identität. Der Titel deutet es bereits an: Wer ist eigentlich ein „echter Amerikaner“? Lily sieht sich selbst ganz selbstverständlich als Amerikanerin. Gleichzeitig wird sie im Alltag immer wieder mit Fragen und Erwartungen konfrontiert, die ihr signalisieren, dass andere sie wegen ihres asiatischen Aussehens nicht so wahrnehmen. Besonders interessant fand ich den Konflikt zwischen äußerer Wahrnehmung und eigener Identität – ein Thema, das leider bis heute viele Menschen betrifft. Umso enttäuschter war ich, dass dieses Thema nicht die Tiefe und Auseinandersetzung erhielt, die ich mir erhofft hatte. Eine Ursache hierfür war, dass Lily leider kein Selbstbewusstsein hat und in den entsprechenden Situationen schwieg statt Missstände anzusprechen und aufzudecken. Eine weitere, dass der Roman diverse Themenfelder öffnete und dieses Hauptthema dadurch oft aus dem Fokus geriet.

Als Lily den gleichaltrigen Matthew kennenlernt, der der Inbegriff des privilegierten weißen Amerikaners ist, spielt eben diese Frage nach Identität und Herkunft eine große Rolle. Trotzdem hatte ich lange den Eindruck, dass sie sich eigentlich gut tun könnten. Leider entstanden im Verlauf viele Konflikte bzw. verschärften sich durch beidseitiges Schweigen und mangelnde Kommunikation. Auch ihr gemeinsamer Sohn Nick, dessen Perspektive im 2. Abschnitt des Romans im Fokus steht, hat unter diesen Auswirkungen zu leiden.

Im weiteren Verlauf weitet sich die Geschichte zu einem generationenübergreifenden Familienroman, der insbesondere Lilys Mutter Mei in den Fokus nimmt, aus. Dabei werden Themen wie Herkunft, Migration, wissenschaftlicher Fortschritt und familiäre Erwartungen miteinander verknüpft. Besonders spannend fand ich die Fragen rund um Genetik und medizinische Möglichkeiten – hier wirft der Roman einige wichtige ethische Überlegungen auf.

Allerdings hatte ich auch einige Schwierigkeiten mit der Struktur des Buches. Die Handlung schreitet teilweise sehr schnell voran und wichtige Entwicklungen werden im Zeitraffer erzählt. Dadurch blieben manche emotionalen Momente doch sehr auf Distanz. Insgesamt wirkte der Roman auf mich stellenweise etwas chaotisch, da viele unterschiedliche Themen und Perspektiven gleichzeitig eröffnet wurden.

Gerade die großen Fragen, die das Buch aufwirft – etwa zu Identität, Herkunft, wissenschaftlichem Fortschritt oder familiären Prägungen – wurden für mein Empfinden zu oberflächlich behandelt. Ich hätte mir gewünscht, dass einige dieser Aspekte mehr Raum bekommen, statt nur angerissen zu werden.

Am stärksten fand ich jene Passagen, die sich intensiver mit der Familiengeschichte und den Erfahrungen der älteren Generation rund um Lilys Mutter Mei beschäftigten. Hier bekam der Roman endlich eine emotionale Tiefe und historische Dimension, die mich wirklich sehr berührt hat.

Insgesamt fühlte sich das Buch für mich stellenweise an wie drei unterschiedliche Romane in einem: eine Art Liebesgeschichte, eine Familienchronik über mehrere Generationen und ein gesellschaftlicher Roman über Wissenschaft, Identität und Privilegien. Viele dieser Aspekte waren interessant, aber sie griffen nicht so nahtlos ineinander, wie ich es mir gewünscht hätte und verloren sich leider im Potpourri der vielen Themen. Hinzu kam eine Art Fantasy-Element, dessen Bedeutung sich mir bis zuletzt leider nicht erschloss.

"Real Americans" wirkte daher auf mich wie ein Roman-Experiment mit spannenden Ideen und wichtigen Fragen über Zugehörigkeit, Herkunft und darüber, was Familien – genetisch wie emotional – miteinander verbindet, der es aber wegen seiner partiellen Oberflächlichkeit nur zum Teil schaffte, Emotionen bei mir hervorzurufen.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Viele Aha-Momente

Der Histamin-Masterplan
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Das Kochbuch "Der Histamin-Masterplan" von Jörn Klasen soll all jenen helfen, die ein Programm bei Histaminüberschuss/Histaminintoleranz benötigen. Gegliedert ist das Buch in einen Informationsteil und ...

Das Kochbuch "Der Histamin-Masterplan" von Jörn Klasen soll all jenen helfen, die ein Programm bei Histaminüberschuss/Histaminintoleranz benötigen. Gegliedert ist das Buch in einen Informationsteil und anschließende Rezepte vom Frühstück bis hin zum Dessert.

Mir hat vor allem der informative Teil viele neue Zusammenhänge eröffnet. Besonders überrascht hat mich z.B., dass Histamin auch Einfluss auf den Zyklus haben kann und dass sein Abbau unter anderem mit Schilddrüsenhormonen zusammenhängt. Die mögliche Rolle von Histamin bei Periodenschmerzen oder im Zusammenhang mit Hashimoto-Thyreoiditis war mir vorher nicht bewusst.

Der Sachteil ist insgesamt sehr verständlich geschrieben und vermittelt viel Hintergrundwissen zu Histamin, Ernährung und weiteren Einflussfaktoren wie Stress, Schlaf oder Lagerung von Lebensmitteln. Gerade die Kombination aus Ernährungstipps und Lebensstilfaktoren finde ich sinnvoll, weil deutlich wird, dass Histamin nicht nur durch einzelne Lebensmittel beeinflusst wird und es mit einer angepassten Ernährung alleine eben nicht getan ist.

Gleichzeitig hat mich die praktische Umsetzung ein wenig gestresst – allerdings liegt das weniger am Buch selbst als an der Realität einer histaminarmen Ernährung. Viele Empfehlungen setzen voraus, dass man sehr frisch einkauft und Lebensmittel schnell verarbeitet, was die Umsetzung deutlich schwieriger macht. Hier hätte ich mir teilweise noch klarere Hinweise zur Lagerung und zur schnellen Verarbeitung von Lebensmitteln gewünscht, um nicht das Gefühl zu haben, etwas unabsichtlich falsch zu machen. Zum Beispiel habe ich erst durch eigene Recherche erfahren, dass frischer Fisch oder Fleisch idealerweise direkt am Einkaufstag verarbeitet werden sollten, da die normale Kühlschrankkühlung ausreicht, um eine vermehrte Histaminbildung zu vermeiden, und eine 2-3-tägige Kühlschranklagerung bereits kritisch sein kann.

Auch die Lebensmitteltabelle im Buch empfand ich als weniger streng als die Empfehlungen aus einer persönlichen Ernährungsberatung. Dadurch war ich teilweise unsicher, woran man sich orientieren sollte. Für eine sehr strikte histaminarme Karenzphase – etwa über zwei bis drei Wochen – hätte ich mir eine klarere Einordnung gewünscht, welche Lebensmittel wirklich unproblematisch sind.

Die Rezepte im Buch klingen insgesamt sehr lecker und abwechslungsreich, vor allem für Menschen, die gerne mit Kräutern und Gewürzen kochen. So zum Beispiel die Kartoffel-Wedges mit Mojo Verde oder die Asia-Nudelsuppe. Grundsätzlich hätte ich mir zu fleisch- und fischhaltigen Rezepten noch einen histaminarmen Hinweis auf eine vegetarische Alternative gewünscht.

Zudem hätte ich mir für eine strikte Auslassphase mehr Rezepte gewünscht, die ausschließlich aus eindeutig histaminarmen Lebensmitteln (SIGHI 0) bestehen. In manchen Rezepten sind Zutaten enthalten, die eher als „Verträglichkeits-Check-Lebensmittel“ gelten. Das hat mich teilweise verunsichert – etwa bei Zutaten wie Erbsen oder auch bei Details wie Knoblauch. Hier wären klarere Hinweise hilfreich gewesen, etwa ob bestimmte Zutaten während der Karenzphase besser weggelassen und im Anschluss einzeln ausgetestet werden sollten.

Insgesamt ist "Der Histamin-Masterplan" für mich ein sehr gelungenes und gut verständliches Einstiegsbuch zum Thema Histamin. Besonders der Hintergrundteil vermittelt wertvolles Wissen und viele Aha-Momente. Für Menschen, die sich dem Thema zunächst nähern oder einen Überblick bekommen möchten, ist das Buch daher sehr empfehlenswert. Wer allerdings eine sehr strenge histaminarme Ernährung – etwa im Rahmen einer kurzen Karenzphase – umsetzen muss, könnte an manchen Stellen noch mehr Klarheit und strengere Rezeptauswahl vermissen.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Fantasievolle Fortsetzung mit kleinen Schwächen

House of War and Bone - Die Goldene Stadt 2
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Nachdem Fallon bei ihrem Rettungsversuch an Ende von Band 1 versehentlich ihre Kräfte mit Ariyon getauscht hatte, muss sie nun alles daransetzen, ihn aus dem Land der Toten zu retten, bevor er sich vollständig ...

Nachdem Fallon bei ihrem Rettungsversuch an Ende von Band 1 versehentlich ihre Kräfte mit Ariyon getauscht hatte, muss sie nun alles daransetzen, ihn aus dem Land der Toten zu retten, bevor er sich vollständig in einen Nachtwandler verwandelt. Gleichzeitig steht sie vor mehreren weiteren Herausforderungen: Sie muss weiterhin versuchen, das Vertrauen der Königin zu gewinnen, sie muss ihre neu entdeckten Heilkräfte verstehen und kontrollieren und sich auch noch mit ihrer leiblichen Mutter auseinandersetzen...

Ich habe mich wahnsinnig auf die Fortsetzung der Trilogie rund um die goldene Stadt gefreut und war entsprechend gespannt, wie es nach dem Ende von Band 1 weitergeht. Die Handlung knüpft nahtlos an die Ereignisse des ersten Teils an – so nahtlos, dass ich am Anfang tatsächlich einen Moment gebraucht habe, um wieder richtig in die Geschichte hineinzufinden.

Die Kapitel wechseln zwischen den Perspektiven der Hauptfiguren Fallon und Ariyon, wobei Fallon deutlich häufiger zu Wort kam. Der Schreibstil ist leicht und eher einfach gehalten, was gut zur jüngeren Zielgruppe der Reihe passt und sich flüssig lesen ließ.

Insgesamt wirkte dieser Teil auf mich leider etwas unrund. Es gab viele fantasievolle Ideen und spannende Ansätze, und auch Fallons Rabe Yanric war wieder ein echtes Highlight. Mit seinen frechen Kommentaren und seinem mutigen Herzen sorgte er immer wieder für unterhaltsame Momente und ich hatte ihn bereits in Band 1 sehr ins Herz geschlossen.

Trotz einzelner spannender Szenen hatte ich jedoch das Gefühl, dass es ziemlich viele Baustellen gleichzeitig gab. Manche Entwicklungen wirkten dadurch etwas oberflächlich abgehandelt, und an einigen Stellen hätte ich mir mehr „Show, don’t tell“ gewünscht. Obwohl das Hauptziel Ariyon zu befreien klar war, fehlte mir zwischendurch etwas der rote Faden. Die Handlung plätscherte für mein Gefühl stellenweise ein wenig vor sich hin.

Das Ende wartete allerdings mit einem gemeinen Cliffhanger auf, der definitiv neugierig auf Band 3 macht. Diesen werde ich sicherlich auch lesen - ich will ja schließlich wissen, wie es ausgeht! Insgesamt hat mich dieser zweite Teil aber leider nicht ganz so begeistert, wie ich es mir nach dem starken Auftakt erhofft hatte.

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