Cover-Bild Sommer auf Perigo Island
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: mareverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 24.02.2026
  • ISBN: 9783866487208
Perry Chafe

Sommer auf Perigo Island

Claudia Feldmann (Übersetzer)

Sommer 1991 auf Perigo Island vor der Küste Neufundlands. Der zwölfjährige Pierce und seine Freunde Bennie und Thomas verbringen ihre Ferien damit, den im Hafen ankommenden Fischern beim Sortieren ihres schwindenden Fangs zu helfen. Bis sie erfahren, dass ein Mädchen von der Insel vermisst wird: ausgerechnet Anna, die in geheimer Verbundenheit zu Pierce stand und als Einzige von seiner Angst vor dem offenen Wasser wusste, die ihn quält, seit sein Vater auf See verschwand. Zusammen mit Bennies New Yorker Cousine Emily setzen die Freunde alles daran, Anna zu finden. Auf ihrer abenteuerlichen Suche werden sie einem mysteriösen Meeresbiologen begegnen, eine Faszination für die Geheimnisse des Ozeans entwickeln, sich zum ersten Mal verlieben und sich ihren größten Ängsten stellen müssen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2026

Das Meer gibt, das Meer nimmt

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Pierce ist erst 9, als sein Vater nicht vom Fischen zurückkehrt, jegliche Suche bleibt erfolglos. Als drei Jahre später seine Freundin Anna ebenfalls spurlos verschwindet, versucht er zusammen mit drei ...

Pierce ist erst 9, als sein Vater nicht vom Fischen zurückkehrt, jegliche Suche bleibt erfolglos. Als drei Jahre später seine Freundin Anna ebenfalls spurlos verschwindet, versucht er zusammen mit drei Freunden die Wahrheit herauszufinden.
Dieser Roman ist nicht lang, aber beinhaltet doch so viel: Zunächst entführt er uns nach Neufundland ins Jahr 1991, genauer gesagt auf die fiktive Insel Perigo Island. Wie lebten die Menschen damals auf einer solchen Insel? Wir lernen verschiedene Jobs rund um die Fischerei kennen, begegnen allerlei besonderen Tieren und der Meeresbiologie und schauen zu, wie Kinder dort aufwachsen.
Die gut recherchierten Einblicke sind hierbei keinesfalls trocken oder langweilig, sondern fügen sich schön in die Handlung ein und ergänzen die Atmosphäre, die generell toll gelungen ist.
Man kann das Salz in der Luft fast schmecken, die Fische riechen und das Meer rauschen hören - und mittendrin die Kinderbande.

Hierzu gehören Pierce, seine zwei Freunde Bennie und Thomas sowie Bennies Cousine Emily, die in den Sommerferien zu Besuch dort ist.
Pierce ist ebenfalls der Erzähler der Geschichte und es wirkt alles erstaunlich authentisch. Immer wieder hatte ich den Gedanken, dass die Kinder gut getroffen sind - man fühlte sich in die eigene Kindheit zurückversetzt, die Dialoge, Gefühle und Handlungen wirkten realistisch. In manchen Momenten denken sie viel zu viel nach, in anderen dafür so gar nicht.
Hinzu kommen zahlreiche Gefühle, die erst mal verarbeitet werden wollen: Die ersten romantischen Gefühle, Eifersucht, Trauer, (Verlust-)Ängste, Misstrauen, Vorurteile...
Zwischendurch hatte ich auch den Gedanken, dass sich der Roman auch als Jugendbuch gut machen könnte, aber natürlich kann ich ihn auch allen Erwachsenen absolut empfehlen. Eine schöne, eher unaufgeregte Geschichte, mit leisen Tönen, einer tollen Atmosphäre und authentischen Schilderungen.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Sommer der Geheimnisse

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"Sommer auf Perigo Island" von Perry Chafe ist ein Roman, den ich wirklich sehr gerne gelesen habe.
Hier begleitet man den zwölfjährigen Pierce, der seine Geschichte erzählt, von Perigo Island, einer kleinen ...

"Sommer auf Perigo Island" von Perry Chafe ist ein Roman, den ich wirklich sehr gerne gelesen habe.
Hier begleitet man den zwölfjährigen Pierce, der seine Geschichte erzählt, von Perigo Island, einer kleinen Insel vor der Küste Neufundlands, im Jahre 1991. Die Jugendlichen verbringen ihre Ferien am Strand, helfen den Fischern, sehen ihnen zu, lauschen Geschichten und erleben Abenteuer.
Der Vater von Pierce ist auf dem Meer verschwunden, vor drei Jahren, gefunden wurde nur noch sein Boot, das hat ihn nachhaltig geprägt und verändert, er fürchtet jetzt auch das Wasser.
Als jetzt im Sommer die gemeinsame Freundin, Anna, verschwindet, machen sich die Jugendlichen auf die Suche nach ihr. Es werden Leute befragt, Spuren verfolgt, kombiniert und untersucht.
Der Roman hatte mich von der ersten Seite an. Er ist gut erzählt, leicht lesbar und findet doch wunderbare Worte.
Die Natur wird grandios beschrieben, manches habe ich wiederholt gelesen. Aber auch die Menschen wirken echt und entwickeln sich weiter. Es entstehen Protagonisten, die mir im Kopf bleiben, sie werden lebendig für mich.
Ein wundervolles Buch, welches ich gerne weiter empfehle.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Sehr atmosphärisch und bewegend

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"Sommer auf Perigo Island" ist ein bewegendes Debüt und eine eindringliche Coming-of-Age-Geschichte, die auf einer abgelegenen Insel vor der Küste Neufundlands spielt. Erzählt wird von einem prägenden ...

"Sommer auf Perigo Island" ist ein bewegendes Debüt und eine eindringliche Coming-of-Age-Geschichte, die auf einer abgelegenen Insel vor der Küste Neufundlands spielt. Erzählt wird von einem prägenden Sommer im Jahr 1991, in dem der zwölfjährige Pierce nicht nur Abschied von seiner Kindheit nimmt, sondern auch mit Verlust, Freundschaft und ersten Gefühlen konfrontiert wird.

Der Roman zeichnet ein atmosphärisches Bild des harten Insellebens und greift mit dem bevorstehenden Fischereimoratorium ein historisch und kulturell einschneidendes Ereignis auf, das das Leben der Menschen nachhaltig verändert. Besonders berührend ist Pierces persönliche Geschichte: Der frühe Tod seines Vaters hat tiefe Spuren hinterlassen, und gemeinsam mit seiner Mutter versucht er, mit der Trauer weiterzuleben.
Als ein Mädchen aus dem Dorf verschwindet, bekommt die Geschichte eine geheimnisvolle und spannungsgeladene Ebene, die den Roman weit über eine klassische Coming-of-Age-Erzählung hinaushebt. Gleichzeitig geht es um Loyalität, erste Liebe und darum, wie schnell sich Beziehungen verändern können.

Mit einem eindringlichen, bildhaften Schreibstil fängt der Autor die Stimmung des Ortes und seiner Bewohner perfekt ein. Der Roman ist emotional, spannend und authentisch, ein starkes Debüt, das lange nachhallt und eine klare Leseempfehlung verdient.

Das Cover passt perfekt zur Atmosphäre, und der Verlag verdient ein großes Lob dafür, die Übersetzerin Claudia Feldmann direkt darauf zu nennen.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Eine Jugend ab vom Schuss

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Die erlebt Pierce zu Beginn der 1990er Jahre auf der kleinen Insel Perigo Island in Neufundland, Kanada. Es ist ein karges, hartes und auch gefährliches Leben, das man dort führt. Die meisten Männer sind ...

Die erlebt Pierce zu Beginn der 1990er Jahre auf der kleinen Insel Perigo Island in Neufundland, Kanada. Es ist ein karges, hartes und auch gefährliches Leben, das man dort führt. Die meisten Männer sind Fischer, so auch Pierces Vater, der eines Tages nicht mehr zurückkehrt. Seine Mutter arbeitet weiter wie die meisten Frauen in der Fischfabrik, doch schwebt ein Damoklesschwert über allen Bewohnern der Insel: die Gewässer sind überfischt - es zeichnet sich ein Ende dieser Lebensform ab und zwar in nicht mehr allzu ferner Vergangenheit.

Pierce verbringt seine Sommerferien mit seinen Freunden Bennie und Thomas und begegnet dem Mädchen Anna, mit der er sich so gut versteht, dass sie seine Schwester sein könnte. Auf einmal wird sie vermisst und die Jungs machen sich auf die Suche: nicht zu dritt, sondern zu viert, denn Bennies New Yorker Cousine Emily ist zu Besuch und Pierce erlebt ganz neue Gefühle.

Bei ihrer Suche stoßen sie auf ein geheimnisvolles Haus, das von einem unheimlichen Mann bewohnt wird und begegnen auch weiteren Dämonen in sichtbarer und unsichtbarer Form.

Doch Pierce trifft in diesem Sommer auch Verständnis, Verbundenheit und entdeckt so einiges hinter seinem bisherigen Horizont.

Während der Lektüre habe ich meine eigenen frühen Teenagerjahre noch einmal erlebt und fühlte mich verstanden, auch wenn ich selbst weiblich bin und in einer deutschen Großstadt aufwuchs. Das Dickicht, durch das man sich in seiner Jugend selbst finden muss, schildert der Autor Perry Chafe so eindringlich, lebendig und nachvollziehbar, dass es mir unmöglich war, mich dem auch nur eine Sekunde zu entziehen! Ein wundervoller Roman: zum Identifizieren, zum Erinnern, Erfahren, Verstehen und, und, und! Ich wünsche ihm viele Leser!

Veröffentlicht am 15.02.2026

Sommer der Veränderung

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Mit Sommer auf Perigo Island ist Perry Chafe ein einfühlsamer und atmosphärischer Roman gelungen. Die raue, zugleich wunderschöne Kulisse der Insel bildet den perfekten Hintergrund für eine Geschichte ...

Mit Sommer auf Perigo Island ist Perry Chafe ein einfühlsamer und atmosphärischer Roman gelungen. Die raue, zugleich wunderschöne Kulisse der Insel bildet den perfekten Hintergrund für eine Geschichte über Freundschaft, Erwachsenwerden und die leisen, aber nachhaltigen Veränderungen, die ein Sommer mit sich bringen kann.

Im Mittelpunkt steht Pierce und die Suche nach der verschwundenen Anna. Über den Sommer und die Suche wird sich Pierce Beziehung zu seinen Freunden sich im Laufe der Handlung spürbar verändern. Anfangs scheint vieles selbstverständlich – alte Dynamiken, vertraute Rollen, unausgesprochene Erwartungen. Doch mit den Ereignissen des Sommers beginnen sich diese Strukturen zu verschieben. Freundschaften werden hinterfragt, Loyalitäten geprüft, und Pierce muss erkennen, dass Nähe nicht immer Beständigkeit bedeutet. Diese Veränderungen wirken nie konstruiert, sondern entstehen organisch aus der Situation heraus. Gerade diese leisen Zwischentöne machen den Roman so authentisch und berührend.

Chafes Schreibstil ist ruhig, aber intensiv. Er nimmt sich Zeit für Stimmungen und innere Konflikte, ohne dabei an Spannung zu verlieren. Die emotionale Entwicklung der Figuren – insbesondere die von Pierce – steht klar im Vordergrund und verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe.

Der Epilog hat für mich das Buch sehr stimmig abgeschlossen. Er rundet die Geschichte erzählerisch ab und macht deutlich, wie prägend dieser Sommer für Pierce und seine Freundschaften war.

Insgesamt ist Sommer auf Perigo Island ein sensibler, kluger Roman über das Erwachsenwerden und die Veränderungen, die selbst enge Freundschaften durchlaufen können. Eine klare Leseempfehlung für alle, die charakterstarke Geschichten mit emotionaler Tiefe schätzen. Die Suche nach der verschwundenen Anna bildet dabei einen intensiven Rahmen, der einen Hauch von Kriminalroman verleiht.

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