Cover-Bild Kant und das Leben nach dem Tod
Band 3 der Reihe "Kommissar Kant in München"
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Polizeiarbeit
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 15.11.2023
  • ISBN: 9783453428508
Marcel Häußler

Kant und das Leben nach dem Tod

Kriminalroman
Die Einsamkeit und der Tod

Im Hofoldinger Forst nahe der A8 wird der abgetrennte Arm eines alten Mannes gefunden. Der Befund der Rechtsmedizin macht die Sache nur noch rätselhafter: Offenbar war der Arm über einen längeren Zeitraum tiefgekühlt, ehe er in dem Waldstück deponiert wurde. Die Spuren führen Hauptkommissar Kant und sein Team in eine Hochhaussiedlung im Münchner Stadtviertel Hasenbergl. Doch niemand in der Nachbarschaft scheint das Opfer zu kennen. Und der einsame alte Mann ist nicht der Einzige aus der Siedlung, der verschwindet. Welche finstere Wahrheit versteckt sich hinter den Wohnungstüren?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2023

spannender Krimi

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Das Cover wurde, mit dem Nebel und den davonfliegenden Vögeln, meiner Meinung nach sehr gut für das Genre ausgewählt.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, man kommt gut und schnell durch ...

Das Cover wurde, mit dem Nebel und den davonfliegenden Vögeln, meiner Meinung nach sehr gut für das Genre ausgewählt.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, man kommt gut und schnell durch das Buch. Ich mag es immer besonders gerne, wenn eine Geschichte aus mehreren Sichtweisen erzählt wird, so wirkt die ganze Story gleich viel lebendiger. Weiters lernt man auch die Charaktere besser kennen und kann ihre Handlungen besser nachvollziehen. Man fragt sich auch immer, wie die Personen bzw. die Handlungsstränge zusammenhängen.
Obwohl dieser dritte Teil der Reihe für mich der erste war, hatte ich keine Probleme, um ins Buch zu kommen. Der Hauptprotagonist und Kriminalbeamter Kant wirkt sehr sympathisch und bodenständig. Auch sein restliches Team hat mir ganz gut gefallen. Von Kant bekommt man die richtige Portion Privatleben mit, wodurch er noch etwas menschlicher wirkt.
Der Fall an sich war sehr spannend und ich konnte sehr gut mitfiebern und miträtseln, wer hinter den Morden steckt. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich dieses Mal sofort den richtigen Riecher hatte, aber dadurch wurde die Spannung nicht geringer.
Ich vergebe für den Krimi gute 4,5 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.04.2024

Wieder gute Krimiunterhaltung

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Im dritten Band der Kant-Reihe nimmt sich der Autor innerhalb seines Krimiplots gesellschaftlich wichtiger Themen kritisch an. Einsamkeit im Alter und die Anonymität in größeren Wohngebieten sind diesmal ...

Im dritten Band der Kant-Reihe nimmt sich der Autor innerhalb seines Krimiplots gesellschaftlich wichtiger Themen kritisch an. Einsamkeit im Alter und die Anonymität in größeren Wohngebieten sind diesmal die Grundpfeiler der Krimihandlung in dessen Umfeld Kant und sein Team ermitteln müssen. Die doch sehr gedrückte Stimmung, die sich bei den schwierigen Ermittlungen dabei auf das Team legt, und einen selbst beim Lesen auch nicht kalt lässt, wird durch die Erwähnungen der Privatleben Kants und seiner Mitstreiter dankenswerter Weise aufgelockert. Aber auch hier ist nicht alles eitel Sonnenschein, jeder hat sein ganz persönliches Päckchen zu tragen.
Wie das Team hinter die Motivation und auf den Täter kommt, ist auch in diesem 3. Band wieder fesselnd und nachvollziehbar erzählt. Der schnörkellose Schreib- und Erzählstil, die sympathischen und lebensnah gezeichneten Figuren, der intelligente Krimiplot und die realistischen Milieubeschreibungen ergeben wieder einen mitreißenden und unterhaltsamen Krimi. „Kant und das Leben nach dem Tod“ hat eine in sich abgeschlossene Handlung und kann auch ohne Kenntnisse der beiden Vorgängerbände ohne Schwierigkeiten gelesen werden. Meine Empfehlung bekommt das Buch und gute 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 10.01.2024

spannend bis zur letzten Seite

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Für mich ist es der erste Roman, den ich aus dieser Krimiserie lese, aber ich muss sagen er ist richtig grossartig gewesen.
Kant selbst ist einer dieser grummeligen Kommissare, die wir auch aus anderen ...

Für mich ist es der erste Roman, den ich aus dieser Krimiserie lese, aber ich muss sagen er ist richtig grossartig gewesen.
Kant selbst ist einer dieser grummeligen Kommissare, die wir auch aus anderen Krimiserien kennen, aber da hört das gängige Cliche auch bereits wieder auf. Es gibt keinen Partner, der etwas Mysteriöses an sich hat oder der ein Technikgenie ist, dafür ein ganzes Investigatives Team, die ihn unterstützen.

Im Grunde werden zwei Geschichten erzählt.
Einmal die Geschichte von Toni, die nach Jahren mit Ihrer Mutter in Portugal, zurück in ihre Geburtsstadt kommt, um dort ein neues Leben zu beginnen und die Geschichte von Kant der die Ermittlungen zu einer unbekannten Leiche aufnimmt.
Parallel erzählt wird dem Leser schnell klar, dass die Erzählstränge zusammengehörten, die Frage ist nur wie.
Ist Antonia eine der vermissten Personen, oder ist sie verantwortlich für die Toten oder vielleicht ihre Mutter?

Mir hat das Team um Kant besonders gut gefallen, keiner ist besonders aufgeregt oder aufgedreht, sondern alle Personen wirken natürlich und echt, so als ob wir sie auch in unserem Leben treffen, oder als Arbeitskollegen haben könnten. Sehr authentisch fand ich auch die Beziehung zu Kant und seiner Tochter, die auf dem Weg in die Selbständigkeit ist und Kant sich daran gewöhnen muss, die Wohnung, ohne seine Tochter zu ertragen.

Aber die Hauptsache an einem Krimi ist ja die Geschichte und die war wirklich gut. Die Story ist stimmig und ich hatte ausnahmsweise einmal wirklich Erfolg beim mitermitteln, auch wenn ich eine Wendung ganz am Ende wirklich nicht habe kommen sehen und genau so sollte es ja sein.

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Veröffentlicht am 25.12.2023

Spannender 3. Kant-Krimi

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Dieser dritte Kant-Krimi hat mir gut gefallen. Der Fund von Leichenteilen, die Aufklärung von Morden, die beinahe niemand bemerkt hätte, ein Mädchen auf der Suche nach dem Glück. Die Kriminalisten kennt ...

Dieser dritte Kant-Krimi hat mir gut gefallen. Der Fund von Leichenteilen, die Aufklärung von Morden, die beinahe niemand bemerkt hätte, ein Mädchen auf der Suche nach dem Glück. Die Kriminalisten kennt der "Kant-Kenner" schon, deshalb erübrigen sich ausschweifende Erklärungen und Charakteristiken, auch empfand ich es als angenehm, dass das Privatleben von Kant und seinen Leuten nicht zu sehr in den Mittelpunkt geraten ist. Kants Tochter Frida zieht nun gerade aus, er hat Entzugserscheinungen und sie bald auch. Kriminalkommissar Rademacher träumt nach seiner Genesung vom freien Leben mit seiner Frau auf einem eigenen Campingplatz. Aber auch hier kommt es anders als man denkt.

Zu Beginn des Romans lernt man Antonia, Toni, kennen, die geradewegs aus Portugal mit ihrem ererbten Bus nach München kommt und ihr Leben nach dem Tod der Mutter neu ordnen will. Leider wird ihr Lebensraum ganz schnell von der Polizei eingezogen und sie muss sich überlegen, wohin sie will. Erstes Ziel ist ihr Großvater. Der und die Lebensgefährtin nehmen Toni bei sich auf, füttern sie durch und sie hat ein Dach überm Kopf. Aber es wird ihr langsam unbehaglich in den vier Wänden. Um sie herum wird es unruhig, im Wohnviertel wird nach vermissten alten Leuten gesucht, Leichen werden in Kühltruhen vermutet, es ist gespenstisch.

Was aber hat Toni mit der ganzen Sache zu tun? Wer das wissen möchte, muss nun selbst lesen, wie die Geschichte ihren Lauf nimmt. Aus meiner Sicht sind es interessante Verwicklungen und Entwicklungen, die Zufälle, die das Leben so mit sich bringt und ein Trupp nicht denkfauler Kriminalisten. Mir hat die Story Spaß gemacht, auch wenn gegen Ende schon ohne viel Kombinationswillen absehbar war, wo die Verbrecher sich verschanzt hatten.

Ich freue mich auf den nächsten Kant und hoffe, dass Marcel Häusler bei seinem gut lesbaren Stil bleibt.

Eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.12.2023

Manche werden eben doch einfach vergessen

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Ein neunjähriges Mädchen findet auf der verbotenen Abkürzung einen menschlichen Arm. Kant und sein Team stehen vor einem Rätsel, denn niemand wird vermisst. Auf der Suche nach der Lösung finden sie noch ...

Ein neunjähriges Mädchen findet auf der verbotenen Abkürzung einen menschlichen Arm. Kant und sein Team stehen vor einem Rätsel, denn niemand wird vermisst. Auf der Suche nach der Lösung finden sie noch viel Schlimmeres. Noch dazu hat Kant privat so einiges um die Ohren. Dass immer mehr Menschen aus der Hochhaussiedlung, in der eher die arme Bevölkerung lebt, verschwinden, scheint kaum jemanden zu interessieren.

Für Hauptkommissar Kant ist dies der dritte Fall, für mich der erste. Dennoch hatte ich an keiner Stelle das Gefühl, wichtige Informationen verpasst zu haben. Einzig die Entwicklung der Figuren bis hier kenne ich natürlich nicht. Dass es einiges zu Kants Privatleben zu erzählen gab, lese ich dennoch zwischen den Zeilen heraus. Der Fall selbst ist jedoch in sich abgeschlossen und sehr gut auch allein lesbar.

Die einzelnen Stränge haben anfangs scheinbar nichts miteinander zu tun. Besonders die Abschnitte um Toni passen so gar nicht in die Story. Sie lebte mit ihrer Mutter in Portugal in einem Sprinter, der früher ihrem Großvater gehörte. Als ihre Mutter stirbt, beschließt Toni, zu ihrem Opa zu fahren. Von ihrer Mutter weiß sie, dass der Schweißer schwierig ist. Doch nur mit seiner Hilfe kann Toni in Deutschland wieder Fuß fassen. Nach und nach ergibt alles aber ein Bild und die Spannung und Dramatik steigen ins Unermessliche. Das Ende ist ein Knaller, jedoch nicht abrupt und schon gar nicht mit Gewalt konstruiert. Sehr gelungen, sehr klug aufgebaut und sehr gut geschrieben!

Die Figuren sind mal mehr, mal weniger sympathisch, aber alle sehr klar und lebensecht gezeichnet. Selbst die Nebenfiguren sind nicht nur bloße Schattengestalten. Das mag ich sehr und das gefällt mir extrem. Hier ist Karim für meinen Geschmack besonders gut gelungen. Überhaupt transportiert Häußler die Stimmungen und das Lokalkolorit so perfekt, dass man glaubt, die Gegend und die Personen zu kennen. Häußler liefert hier nicht nur einen soliden Krimi ab, sondern zeigt auch deutlich soziale Missstände auf.

Ich wurde gut unterhalten, hatte aber mit den enorm vielen Perspektiv-Wechseln zwischen den einzelnen Teammitgliedern ein paar kleine Problemchen. Daher reicht es nicht ganz für die fünf Sterne. Aber vier ganz leuchtende Sterne sind es auf alle Fälle!

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