Fantasy-Buch 10 Jahren │ Abenteuer und Action für Superhelden- und Superheldinnen-Fans
Ulrike Köbele (Übersetzer)
Onyeka, das Mädchen mit den Superhaaren – so eine Heldin gab’s noch nie!
Onyeka hat die
wildesten Afro-Haare
, die man sich vorstellen kann. Kaum zu bändigen und immer irgendwie im Weg, doch diese Haare verleihen ihr
magische Superkräfte
. Denn Onyeka ist eine Solari, ein Mädchen mit einer
außergewöhnlichen Gabe
, wie sie nur wenige Kinder besitzen. An der Academy of the Sun trifft sie andere Solari-Kinder, die wie sie mit Hilfe von Sonnenenergie-Hightech lernen müssen, ihre besonderen Kräfte zu beherrschen. Da wird ein Anschlag auf die Schule verübt – und die Angreifer stammen aus ihren eigenen Reihen! Nun heißt es für Onyeka und ihre Freunde plötzlich: jeder gegen jeden …
Der Auftakt einer neuen spannenden Fantasy-Reihe für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren. Eine besondere Abenteuergeschichte voller Action, Freundschaft, Science Fiction und einer Heldin, wie wir sie noch nie erlebt haben!
Das ist mein erstes Buch der Autorin. Das Cover ist superklasse und trifft Onyeka super gut.
Das Buch wartet an sich nicht mit vielen neuen Ideen auf. Mädchen entdeckt seine eigenen Kräfte und ...
Das ist mein erstes Buch der Autorin. Das Cover ist superklasse und trifft Onyeka super gut.
Das Buch wartet an sich nicht mit vielen neuen Ideen auf. Mädchen entdeckt seine eigenen Kräfte und geht auf eine besondere Schule, Familienkonflikte, neue Freunde usw inbegriffen.
Cheyenne fand ich ganz klasse und auch das Haarthema ( ich sage nur Knötchen und Pflege)
Die neuen Ideen haben mir dafür sehr gut gefallen. Einmal, dass Onyeka Haare Superkräfte haben, aber auch das es in großen Teilen in Nigeria spielt.
Auch die nigerianische Kultur und die Gerichte kommen hier nicht zu kurz. Sogar einen kleinen Einblick in die Sprache bekommen wird.
Es macht das Buch authentisch und besonders.
Es ist zwar wie gesagt keine neue Idee aber ich denke für Kinder mit gleichen Hintergrund ist es ein besonderes Buch und spricht eben auch mal eine andere Zielgruppe an.
Der erste Band um die zwölfjährige Protagonisten Onyeka mit ihren magischen Haaren. Nigerianische Einflüsse gepickt mit Elementen ala X-men machen das Leseerlebnis besonders.
Nigeria wird als technologische ...
Der erste Band um die zwölfjährige Protagonisten Onyeka mit ihren magischen Haaren. Nigerianische Einflüsse gepickt mit Elementen ala X-men machen das Leseerlebnis besonders.
Nigeria wird als technologische Zukunftsvision gesehen wie bei dem Marvel Comic Black-Panther, woo es viele Menschen mit Superkräften gibt und sie in die Academy of the Sun gehen, um zu lernen mit ihren Superkräften umgehen zu können (wie bei X-Men). Die Geschichte ist Actionreich und Onyeka als Protagonisten ist lustig, schlau und insgesamt ein sympathischer Charakter.
Insgesamt gefiel mir der erste Band der Reihe ausgesprochen gut und ich freue mich schon auf die kommenden Bände, um die Geschichte rund um die Academy of the Sun und vor allem Onyekas weiteren weg mit ihren Kräften zu verfolgen. Und vor allem, da der erste Band mit einem Cliffhanger geendet hat.
Das Buch hat mir einerseits unglaublich gut gefallen und Onyeka mochte ich als Hauptfigur sehr gerne, andererseits hat es mich leider auch an einigen Stellen ziemlich frustriert zurückgelassen.
Das Setting ...
Das Buch hat mir einerseits unglaublich gut gefallen und Onyeka mochte ich als Hauptfigur sehr gerne, andererseits hat es mich leider auch an einigen Stellen ziemlich frustriert zurückgelassen.
Das Setting hat mir sehr gefallen, und mit der Mischung der verschiedenen Sprachen und den Erwähnungen der ganzen Gerichte wirkte es sehr lebendig, wozu auch die ganzen unterschiedlichen Figuren beigetragen haben, die ich alle echt cool fand. Die Schule hat mir auch sehr gefallen, und ich konnte in dem Setting wirklich gut aufgehen und habe mich außerdem immer richtig gefreut, wann immer Onyeka irgendetwas gelungen ist, oder sie sich gefreut hat, ich konnte da sehr mit ihr mitfühlen.
Leider gab es aber auch Momente, in denen Figuren eher etwas flach wirkten, gerade Niyì wirkte auf mich manchmal sehr versteift und als wäre er eher ein Pappaufsteller als ein Mensch, und die ganzen Geheimnisse und wie damit umgegangen wurde haben mich auch eher frustriert. Ich verstehe total, warum die Geheimnisse sein mussten, und dass in einem solchen Setting Geheimnisse nötig sind, aber häufig hatte ich eher das Gefühl, dass Geheimnisse nur des Geheimnisses wegen da sind, als weil es wirklich Gründe dafür gegeben hätte. Zum Beispiel als Onyeka die eine Regel bricht, und alle darum sauer auf sie sind, aber gleichzeitig hätte das ja super verhindert werden können, wenn irgendwer zwei Sätze mehr zu ihr gesagt hätte, und klar gewesen wäre, dass andere Leute die Regel nicht brechen, aber das wird irgendwie im Buch nie aufgegriffen. Auch wird Onyeka für meinen Geschmack einfach zu schnell von allen beiseite geschoben, und ich hatte leider bis zum Ende das sehr starke Gefühl, dass sich in der Hinsicht nie so richtig etwas geändert hat, sondern Dinge wurden dann einfach vergessen und waren darum plötzlich wieder gut. Zwischenmenschlich hat es mir da einfach gefehlt, dass die Leute wirklich gelernt haben, miteinander umzugehen/mehr aufeinander zuzugehen, fürchte ich.
Die einzige Beziehung, bei der das für mich nicht der Fall war, waren Onyeka und Adanna, bei denen ich tatsächlich das Gefühl hatte, dass die beiden sich zueinander relativ realistisch entwickeln und es Gründe für die ganzen jeweiligen Handlungen gab.
Chey kam mir außerdem im ganzen Buch etwas zu kurz, weil sie irgendwie nur aufzutauchen schien, wenn man sie gerade brauchte, und dadurch die Freundschaft zwischen ihr und Onyeka für mich nie so richtig greifbar wurde, und leider war das Ende für mich zu vorhersehbar, als dass ich die Rätselei bis dorthin hätte genießen können, weil ich oft das Gefühl hatte, dass Figuren sich einfach nicht schlau genug anstellen, und sie Hinweise ignorieren/auch hier wieder ein wenig zu flach waren, um sich auf Situationen einstellen zu können.
Aber obwohl das jetzt sehr negativ klingt, hatte ich dennoch eine gute Zeit mit dem Buch und bin sehr froh, es gelesen zu haben. Es ist an vielen Stellen etwas schnell und manchmal fehlen mir zusammenhänge, aber das ändert nichts daran, dass ich die Figuren dennoch mochte, das Setting super war, und die Idee mit den Superkräften durch die Haare hat mir verdammt gut gefallen. Ich kann mir außerdem sehr gut vorstellen, dass ich es als Kind fantastisch gefunden hätte, und gerade als Band 1 einer Reihe (was ich anfangs leider nicht wusste), war es doch ziemlich solide. Inzwischen hat es für mich eindeutig seine Schwächen, die ich als Kind vielleicht nicht so gesehen hätte, aber Spaß gemacht hat die Geschichte trotzdem, und ich bin froh, das Buch zufällig entdeckt zu haben!
Onyeka fühlt sich als Aussenseiterin: Nicht nur wegen ihrer dunkleren Hautfarbe, sondern vor allem wegen ihrer wilden Lockenmähne. Als besagte Lockenmähne erste Anzeichen bietet, dass in Onyeka eine Art ...
Onyeka fühlt sich als Aussenseiterin: Nicht nur wegen ihrer dunkleren Hautfarbe, sondern vor allem wegen ihrer wilden Lockenmähne. Als besagte Lockenmähne erste Anzeichen bietet, dass in Onyeka eine Art Superkraft schlummert, reist ihre Mutter mit ihr nach Nigeria und lässt ihre Tochter vorerst an der Acedemy of the Sun unterrichten. Dort ist Onyeka plötzlich eine unter vielen mit magischen Kräften.
Die Idee an sich gefällt mir, wie ausgerechnet die Besonderheit des Mädchens, für welche sie sich bisher geschämt hat, nun zu ihrer Superkraft wird: ihre wilde Lockenmähne. Einfühlsam wird auch geschildert, welch Arbeit diese Haare machen können, was wohl vielen so gar nicht bewusst ist. Auch das Lernen magischer Fähigkeiten und die Hintergründe, woher diese Magie überhaupt kommt, haben mir gefallen.
Allerdings gibt es auch so manche Punkte, welche mir eben weniger gefielen. So hat mich gleich von Beginn an gestört, dass ausgerechnet Onyekas Mutter ihre Tochter regelrecht zur Aussenseiterin erzogen hat, indem sie ihr z. B. einredete, sie hätte mit ihrem widerborstigen Haar einen regelrechten Störfaktor auf dem Kopf, statt ihr von Beginn an beizubringen, ihr Haar und sich selbst so zu akzeptieren, wie sie ist. Und dass sie okay ist so, wie sie ist. Das hätte ihren Charakter gegenüber anderen Kindern deutlich gefestigt, zumal ihre beste Freundin sich einen Klacks darum schert, was andere ganz eventuell denken könnten. Und dass ihre Mutter Onyeka sämtliche Privatveranstaltungen verbietet ausser Schulunterricht und Kirche hat sie zusätzlich von allen anderen Kindern abgeschottet. Das hat mich von Beginn an so gestört an dem Buch, diese toxische Übermutter, dass es mir schon früh die Lesefreude minderte.
An der Academy störten mich ebenfalls einige Punkte: Nicht nur, dass mal wieder die Kinder in sogenannte Häuser eingeteilt werden, die gegeneinander kämpfen sollen. Das Thema gab es bereits zur Genüge. Sondern vor allem, dass die Kinder die ganze Zeit kämpfen lernen sollen, ohne, dass auch nur eines der Kinder das mal hinterfragt. Wirklich nicht? Auch nicht das Motto, dass die Kinder ihre Magie nur zum Wohle des Landes einzusetzen haben? Lassen sich Kinder und Jugendliche wirklich so blind zu kleinen Soldaten rekrutieren, sich wild kämpfend gegeneinander antreten? Da hatte ich mehrfach so meine Zweifel und diese halbmilitärische Atmosphäre behagte mir so gar nicht.
Die Idee der Quelle der Magie sowie die Idee, Scham in Stärke zu verwandeln, haben mir schon ganz gut gefallen. Die toxische Übermutter sowie der halbmilitärische Aufbau der Akademie, den keines der Kinder hinterfragte, erstaunlicherweise nicht mal Onyeka als Neuankömmling, nahmen dem Ganzen jedoch zuviel Faszination.
Onyeka fühlt sich in ihrem Leben als Außenseiterin und vor allem ihre wilden Afro-Haare stören sie. Doch dann entdeckt Onyeka, dass sie ihr magische Superkräfte verleihen und sie zu einer Solari machen.
Jetzt ...
Onyeka fühlt sich in ihrem Leben als Außenseiterin und vor allem ihre wilden Afro-Haare stören sie. Doch dann entdeckt Onyeka, dass sie ihr magische Superkräfte verleihen und sie zu einer Solari machen.
Jetzt wo das Geheimnis um sie gelüftet ist, fliegt ihre Mutter mit ihr nach Nigeria, um ihren Vater zu finden und Onyeka an die Academy of the Sun zu bringen. Dort trifft Onyeka auf viele weiter Solari-Kinder und sie lernt, ihre eigenen Kräfte zu kontrollieren. Doch dann wird die Academy angegriffen.
Onyekas Superkraft von Tọlá Okogwu ist der Auftakt der Academy of Sun Reihe mit der jungen Onyeka als Protagonistin. Die Protagonistin ist für mich der größte Pluspunkt der Geschichte, gerade junge Leser:innen können sich mit Sicherheit mit ihren Unsicherheiten identifizieren und ihre Gefühle verstehen. Doch vor allem hat mir gefallen, dass wir Dank Onyeka die Gefühle eines jungen Mädchen mit Afro-Haaren miterleben dürfen, diese Perspektive bietet eine Reflexion über das eigene Verhalten oder das Verhalten anderer und die eigene (Nicht-)Reaktion darauf. Onyeka und auch das nigerianische Setting bieten eine Perspektive, die in der (europäischen) Jugend- und Kinderliteratur sicherlich noch unterpräsentiert ist.
Super spannend empfand ich auch die Idee, dass Onyekas größter Unwohlfühlfaktor zur Superkraft wird und sie dadurch eine andere Beziehung zu ihren Haaren aufbauen kann. Das Thema Selbstliebe wird ganz groß geschrieben.
Doch neben den tollen Grundidee, fehlte mir leider der packende Schreibstil. Ich konnte Onyeka verstehen und ihre Gefühle nachvollziehen, aber mitfühlen konnte ich nicht. Der Fokus auf die Geschichte wurde für mein Empfinden auch eher auf ruhigere Szenen gelegt, die sehr lange und detailliert beschrieben, während actionreiche und spannende Szenen wiederum vergleichsweise schnell beendet wurden. Außerdem merkt man, dass es sich um einen ersten Band handelt, nach beenden der Geschichte habe ich das Gefühl, dass es jetzt erst richtig los geht.
Das Glossar am Ende hat mir sehr gut gefallen. Mir würde es auch gefallen, wenn man die Namen der Figuren mit der phonetischen Schreibweise aufführen könnte.
Onyekas Superkraft hat viele tolle Ansätze, die eine spannende Reihe versprechen. Der Auftakt war eben genau das, ein ruhiger Einstieg, der auf einen spannenden zweiten Teil hoffen lässt, den es aber auch benötigt, um dranzubleiben. Generell würde ich 3,5 Sterne verteilen, die ich abrunde, weil das Ende mir auch für einen Reihenauftakt zu offen war.