Cover-Bild Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Urban
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 30.04.2020
  • ISBN: 9783404179800
  • Empfohlenes Alter: bis 99 Jahre
Mary E. Garner

Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich

Roman

Nichts ist für die Londonerin Hope Turner schöner, als sich in die Bücher ihrer Lieblingsautorin Jane Austen zu träumen. Denn ihr eigenes Leben ist alles andere als spannend und romantisch. Das ändert sich, als sie sich eines Tages in die Buchhandlung Mrs. Gateway’s Fine Books verirrt und dort einem mysteriösen Gentleman begegnet. Der attraktive Fremde geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Doch da ist auch der grimmige und unnahbare Rufus Walker, der sie regelrecht zu verfolgen scheint. Bis er ihr schließlich Unglaubliches offenbart: Der Buchladen ist das einzige Portal in die Welt der Bücher, in der die Romanfiguren ein Eigenleben führen. Doch diese Welt ist in Gefahr ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2021

angenehme Lektüre für Zwischendurch

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Mary E. Garner schrieb mit „Das Buch der gelöschten Wörter“ einen Fantasy Roman mit dem der Leser in eine ihn bekannte und doch neue Welt eintauchen kann. Wir begleiten Hope die in ihren Vierzigern ist ...

Mary E. Garner schrieb mit „Das Buch der gelöschten Wörter“ einen Fantasy Roman mit dem der Leser in eine ihn bekannte und doch neue Welt eintauchen kann. Wir begleiten Hope die in ihren Vierzigern ist in die Bücherwelt wo sie versuchen muss mit ihren eigenen Sätzen böse gelöschte Wörter in etwas Gutes umzuwandeln. Dabei hilft ihr der gutaussehende Rufus mit seinen Kumpanen Lancelot und Guinevere die ihn begleiten. Verräter, Liebhaber und Intrigen gehören zu diesem Buch dazu.
Das Buch erstreckt sich über etwas mehr als 400 Seiten. Leider hat dieses Buch einen recht langsamen und zähen Einstieg der mich irgendwie nicht wirklich motiviert hat weiterzulesen. Für 400 Seiten hat mir der Einstieg bis sie das Ganze mit der Buchwelt erfährt etwas zu lange gedauert das ist jedoch meine ganz eigene Meinung. Sobald das Buch jedoch seinen Mittelpunkt erreicht beginnt der Spannungsbogen an Schwung aufzunehmen. Mir gefällt es sehr wie sie nach und nach mehr Verantwortung übernimmt jedoch ist es etwas übertrieben gewesen, dass sie allein diese Atemberaubenden Kräfte hat und sich das so unglaublich schnell verbreitet. Sie wird wie eine wahre und unbesiegbare Heldin dargestellt.
Der Hauptteil insgesamt hat mir gut gefallen, es war sowohl witzig als auch spannend und man fiebert heimlich für seinen Lieblingswalker mit wobei ich eindeutig jemanden im Blick habe. Mir hat es gefallen auch mal in eine der anderen Buchwelten einzutauchen. Vor allem Dracula konnte ich mir gut vorstellen. Ich hätte gerne mehr von den Welten gelesen da ja hauptsächlich alles an zwei Orten gespielt hat und der Leser nur selten und wenn kurz in eine andere Welt kommt.
Das Ende hatte für mich einige Stärken. Er lässt viele Fragen offen die einen animieren weiterzulesen. Was hat Rufus mit der Mutter von Hope zu tun. Wieso tauchte der Exfreund von ihr auf einmal auf und was ist mit Rufus Bruder. Ist er nun gut oder böse? Es könnte beides sein. Das sind jedoch gute Gründe für mich weiterzulesen und der Story noch weiter zu folgen. Weiterhin baute sich die Spannung am Ende positiv stark auf um dann in einem Knall zu explodieren und uns mit all diesen Fragen zurückzulassen.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir recht gut. Er lässt sich flüssig lesen und ist wenig verwirrend. Mir gefällt es, dass sie nicht die Perspektiven gewechselt hat und wir nur aus der Sicht von Hope lesen durften.
Die Charaktere waren mir grundlegend sympathisch. Mit der Protagonistin konnte ich mich überhaupt nicht identifizieren jedoch schmälert das nicht die Sympathie für Hope. Durch ihr doch hohes Alter für eine Fantasy-Protagonistin konnte ich keinen direkten Zugang zu ihr bekommen. Wie bereits erwähnt wird sie fast schon als einzigartige Persönlichkeit gesehen die all das Böse verhindern kann. Das ist ein weiterer Grund warum ich nicht wirklich einen Draht zu ihr erhielt. Sie war zu perfekt für das Ganze und wir wissen alle, dass kein Mensch perfekt ist.
Rufus ist ein sehr interessanter und mysteriöser Charakter den ich gern habe. Er ist der ruhige Protagonist mit einem kühlen Kopf der es nicht bloß auf Frauen abgesehen hat. Mich wundert nur, was er mit der Mutter von Hope zu tun hat. Mir gefiel wie er mit den verschiedenen Charakteren interagierte und eine oberflächliche Beziehung zu Hope aufbaute.
Die Nebencharaktere wie Gwen und Lance mochte ich am meisten. Sie sind wie Sidekicks denen ich gerne zusehen würde wie sie mal miteinander streiten oder wie sie miteinander herumalbern. Die Nebencharaktere waren sehr gut ausgebaut und waren richtig platziert auch wenn am Ende einige Nebencharaktere zusammen kamen bei denen der Leser erst einmal unterscheiden muss wer länger bleibt und wer bloß ein Statist in diesem Buch ist.
Insgesamt hat mir das Buch recht gut gefallen. Es erhält gute drei von fünf Sterne von mir. Ich konnte nicht gut in das Buch rein finden, da es doch recht zäh voran ging und dann urplötzlich spannend war und die Protagonistin konnte ich einfach nicht in dieses Buch einordnen. Sie war sympathisch und gleichzeitig mit überragenden Fähigkeiten gesegnet. Das machte den Zugang, zusammen mit dem Alter, nicht einfach.

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Veröffentlicht am 07.08.2020

Richtig tolle Grundidee, aber die Umsetzung konnte mich leider nicht überzeugen :/

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Hope Turners Leben ist ziemlich einsam. Keine Freunde, keine Beziehung und ihre Mutter, der sie immer sehr nahestand, musste aufgrund einer besonderen Form von Alzheimer in ein Pflegeheim ziehen. Hopes ...

Hope Turners Leben ist ziemlich einsam. Keine Freunde, keine Beziehung und ihre Mutter, der sie immer sehr nahestand, musste aufgrund einer besonderen Form von Alzheimer in ein Pflegeheim ziehen. Hopes Leben besteht so ziemlich nur aus den Besuchen bei ihrer Mutter und ihrer Arbeit beim Dating Portal Herz trifft Herz. Zumindest bis sie eines Tages in die Buchhandlung namens „Mrs. Gateway’s Fine Books“ stolpert. Danach soll sich ihr Leben für immer verändern. Einer der Männer von Herz trifft Herz, stellt sich als ein Mann namens Rufus Walker heraus. Er sucht Hope bei ihr zu Hause auf und nimmt sie erneut zum Buchladen von Mrs. Gateway mit. Was ihr dort enthüllt wird, zieht ihr zunächst den Boden unter den Füßen weg. Die Buchhandlung stellt sich als ein Portal zu allen Buchwelten, die es je gab und je geben wird heraus. Von dort können Wanderer wie Rufus, Verwandler wie Hope in die unterschiedlichen Buchwelten hineinlesen. Als Hope in ihrer Lieblingsgeschichte Stolz und Vorurteil landet, denkt sie zunächst, sie stände unter Drogeneinfluss. Doch je länger sie sich in dieser anderen Welt aufhält, je mehr sie sieht und erfährt, desto mehr wird sie davon überzeugt, dass es alles wahr ist. Als Hope schließlich von der Leiterin des sogenannten Bunds erfährt, dass sie eine ganz besondere Gabe zu haben scheint, wird Hope bewusst, dass ihr Leben nie wieder das gleiche sein wird.

Charaktere:

Als ich mich für das Buch entschieden habe, bin ich davon ausgegangen, dass Hope zwischen 17 und 22 Jahre alt sein wird. Damit lag ich allerdings vollkommen daneben. Unsere Protagonistin ist bereits über 40 Jahre alt, was prinzipiell natürlich nicht schlimm ist, mich aber dennoch verwundert hat. Zunächst dachte ich, dass ich vielleicht Probleme haben werde mich mit ihr zu identifizieren, da jemand in diesem Alter ja nochmal anderes denken und handeln dürfte als ich mit meinen 24 Jahren. Tja, und auch da lag ich mal wieder falsch. Hope liest sich wie eine typische YA/NA Protagonistin. Ich musste mich jedes Mal selbst daran erinnern, dass sie eigentlich doppelt so alt ist, was mich dann wiederum ein bisschen rausgebracht hat, weil es sich irgendwie nicht richtig für mich angefühlt hat. Es erinnert mich ein bisschen an eine sogenannte „Ton-Bild-Schere“, bei Nachrichtensendungen. Solltet ihr davon noch nicht gehört haben, das ist, wenn die gezeigten Bilder nicht mit dem gesprochenen Text übereinstimmen. Und in diesem Fall passt eben das ausgewählte Alter nicht zu der tatsächlich geschriebenen Person. Zumindest meiner Meinung nach, aber ich habe es auch in mehreren anderen Rezensionen gelesen. Dementsprechend habe ich mich mit Hope irgendwie schwergetan. Sie ist prinzipiell ein netter Charakter, aber irgendwie empfand ich sie leider auch als ein bisschen platt gestaltet. So richtig viel Charakter habe ich bei ihr nicht entdecken können. Ich fand außerdem, dass sie im Buch von anderen Figuren unverhältnismäßig oft gelobt und bewundert wurde. Mir konnte die Autorin leider nicht nahebringen, weshalb Hope für alle anderen so etwas Besonderes ist.

Für Hope gibt es im Laufe des Buchs drei potenzielle love interests. Ihren Exfreund Christian, der plötzlich wieder auftaucht und ihr seine Gefühle gesteht, obwohl er vor zwei Jahren mit ihr Schluss gemacht hat. Rufus, ihren Wanderer, welchen sie zunächst kaum Sympathie entgegenbringt, gegen Ende des Buchs aber doch eine Art Verbindung ihm gegenüber verspürt. Und Kenan, Rufus Bruder, welchem sie am Anfang des Buchs in Mrs. Gateway’s Fine Books begegnet und seitdem nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen scheint. An sich habe ich kein Problem mit Dreiecksgeschichten o.ä., allerdings ist zwischen ihnen allen kaum etwas passiert, außer dass man an manchen Stellen merkte, das jemand vielleicht Gefühle für einen anderen hegte. Ich hätte mir gewünscht, dass entweder die Liebesgeschichte weniger Raum in Anspruch genommen hätte oder oben mehr. So war es für mich persönlich irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes.

Schreibstil/Spannungsbogen:

Prinzipiell ist der Schreibstil der Autorin vollkommen in Ordnung, jedoch hat sie sich meiner Meinung nach ein bisschen sehr in Details und Beschreibungen verrannt. Mir hat gut gefallen, dass wir als Leser mal einen anderen Blick auf Buchwelten und -charaktere bekommen. Jedoch wurden diese so ausführlich beschrieben, dass meiner Meinung nach die eigentliche Handlung viel zu kurz gekommen ist. Was ich sehr schade finde, denn die Idee des Buchs finde ich wirklich, wirklich gut und spannend. Dadurch, dass die Handlung jedoch für mich nur sehr schleppend vorangekommen ist, hat mir persönlich leider auch die Spannung gefehlt. Es gab viele Stellen, die einzeln betrachtet wirklich Potenzial hatten, jedoch sind sie so im restlichen Text untergegangen, dass ich mich leider vorrangig durch die Geschichte durchquälen musste.

Fazit:

„Das Buch der gelöschten Wörter“ basiert auf einer wirklich tollen Grundidee, leider bin ich mit der Umsetzung jedoch nicht richtig warm geworden. Ich habe bereits in anderen Büchern festgestellt, dass ich kein Fan davon bin, wenn die Schauplätze, Charakterbeschreibungen etc. zu sehr ausgeschmückt sind. Beziehungsweise hat mir bei den Protagonisten sogar die Tiefe gefehlt, während Nebenfiguren sehr umfangreich beschrieben wurden. Für mich war das nicht wirklich ausbalanciert. Wie oben bereits beschrieben tat ich mich allgemein mit der Protagonistin schwer und kam bis zum Schluss auch nur bedingt richtig in einen Lesefluss. Ich habe mich einfach zu oft gefragt, ob diese ganzen Informationen wirklich für die Handlung nötig sind. Für mich waren sie es nicht. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, zunächst habe ich überlegt, ob ich dem zweiten Teil noch eine Chance geben soll, doch nachdem ich einige Rezensionen dazu gelesen habe, musste ich feststellen, dass es ähnlich wie im ersten Buch weitergeht und damit hatte ich einfach zu viele Probleme um es nochmal 400 Seiten lang zu versuchen. Ich tue mich ein bisschen schwer, ob ich es euch empfehlen soll, oder nicht. Für mich hatte das Buch, wie euch sicher aufgefallen ist, viele Schwächen. Dennoch finde ich die Idee wirklich toll und mochte gerne die Vorstellungen, dass die Buchcharaktere in ihrer eigenen Welt weiterleben. Ich würde einfach mal sagen, wenn euch die Idee hinter dem Buch anspricht und ihr sehr detaillierte Geschichten, welche vielleicht nicht die größte Spannung haben, gefallen, dann gebt dem Buch ruhig mal eine Chance. Wenn ihr lieber habt das die Handlung ein bisschen knackiger und auf den Punkt gebracht ist, dann greift doch lieber zu einem anderen Titel.

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Veröffentlicht am 04.07.2020

Schade um die gute Idee

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Die Idee des Buches ist toll.
Es gibt ein Portal von dem aus man in Bücher reisen kann. Dazu gibt es die Zentrale, geleitet von M.
Hope Turner hat es nicht gerade leicht im Leben, ihre Mutter ist an ...

Die Idee des Buches ist toll.
Es gibt ein Portal von dem aus man in Bücher reisen kann. Dazu gibt es die Zentrale, geleitet von M.
Hope Turner hat es nicht gerade leicht im Leben, ihre Mutter ist an Demenz erkrankt, ihre Verlobung geplatzt und ihr Arbeitsleben auch eher nur zufällig erfolgreich, so dass sie ihren Job behält.
Mit einer 40jährigen Hauptfigur dachte ich würde es vorrangig um die Fantasiegeschichte und die Aufklärung des Falles gehen. Dazu aber die Schwärmerei um den einen, dann der Ex und dann noch der Eigenbrötler, der doch sensibler ist..
Die Figuren aus den Büchern sind zum groß teil sehr platt, aber Gwen, M und Lance sind schon gut entwickelt. Auch ist es schön plötzlich mit Hope in anderen Bücherwelten zu stehen und zu erleben wie die Handlung dort läuft/ oder eben neu gelebt wird.
Ein bißchen ist dies alles romantisch verklärt. Warum muss man sich mit einem Mittelalterkönig beraten wie man mit Intrigen umgehen sollte wenn man stattdessen in eine Hightech Welt könnte um sich Technik auszuleihen..
Man merkt, dass die Autorin ihre Lieblingsbücher verarbeitet hat, aber damit eben das Potenzial ihrer Idee nicht nutzt. Schade.
Das Buch ist schön geschrieben, man kann es flüssig weg lesen.

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Veröffentlicht am 13.06.2020

Tolle Prämisse, Umsetzung ausbaufähig

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Nachdem ich „Das Buch der gelöschten Wörter“ von Mary E. Garner zum ersten Mal bei der Verlagsvorschau erblickte, verliebte ich mich sogleich, denn nicht nur der außergewöhnliche Titel erregte meine Aufmerksamkeit, ...

Nachdem ich „Das Buch der gelöschten Wörter“ von Mary E. Garner zum ersten Mal bei der Verlagsvorschau erblickte, verliebte ich mich sogleich, denn nicht nur der außergewöhnliche Titel erregte meine Aufmerksamkeit, auch das Cover stach deutlich hervor. Solche Eye Catcher sind für mich als Bücher Mensch und zugleich Cover Liebhaber, enorm wichtig, denn bereits vorab bewirken sie etwas tief im Herzen, dass sich nicht benennen lassen kann.

Der Leser startet mit einem Prolog, welcher einen Gedankengang verfolgt, der eine Stütze der Geschichte darstellt. Danach lernt man Hope und ihr Leben kennen. Dieses ändert sich deutlich, als Rufus Walker in ihr Leben tritt. Er führt sie in die Welt der Bücher. Nicht jeder kann diese betreten, denn dazu benötigt es ein besonderes Talent. Hope erfährt von einer lauernden Gefahr und hofft helfen zu können diese abzuwenden. Hope Turner war für mich eine sympathische Protagonistin. Allerdings ließen ihr Tun und ihre Gedanken das Bild einer deutlich jüngeren Protagonistin in meinem Kopf entstehen. Irgendwie konnte ich mir dabei keine zweiundvierzigjährige Frau vorstellen. Es gibt mehrere Männer die in Hopes Leben eine Rolle spielen... ein charmanter Gentleman, ein grummeliger Muskelprotz, ein in Ungnade gefallener Exfreund. Bei allen kratzt man nur an der Oberfläche und lernt sie nicht besonders gut kennen. Es bahnen sich romantische Gefühle an, doch diese spielen noch keine so große Rolle.
Gemeinsam mit Hope reist der Leser in die Welt der Bücher. Die Ausarbeitung dieser ist der Autorin gut gelungen. Einfallsreich und schöpferisch gestaltete Frau Garner diesen wesentlichen Grundpfeiler. Da eines von Hopes Lieblingsbüchern "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen ist, darf der Bücherliebhaber unter anderem diese "Kulisse" mit ihr erkunden.

Diese Mischung bietet einige Lesestunden hervorragender Unterhaltung, wobei mich vor allem der Plot in seinen Bann zog. Leider gab es für meinen Geschmack aber zu viel 'Drumherum', zu viel belangloses Geplapper und zu viele hübsch anzuschauende, für die Geschichte aber belanglose Nebenschauplätze. Ob dies der Tatsache geschuldet ist, dass es sich um einen Teil einer Trilogie handelt und die Geschichte daher ein wenig gestreckt werden musste, bleibt mit Teil 2 und 3 abzuwarten. Ich bin mir ehrlich gesagt noch unsicher, ob ich weiter lesen werde, denn obwohl die Geschichte meine Aufmerksamkeit erregt hat, hat mir der letzte Funken Begeisterung gefehlt, um mich völlig im Geschehen zu verlieren.

Fazit: „Das Buch der gelöschten Wörter“ ist ein Fantasyroman mit einer tollen Prämisse, die meine Aufmerksamkeit direkt erregt hat. Beim Lesen habe ich mich wunderbar unterhalten gefühlt, allerdings war ich nicht der größte Fan des Schreibstils, weswegen ich nicht komplett in die Geschichte eintauchen konnte. Für Zwischendrin jedoch ganz nett.

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Veröffentlicht am 07.06.2020

Interessanter Auftaktband mit tollem literarischem Setting

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Mary E. Garner nimmt ihre Leser mit auf eine aufregende Reise durch die Welt der Bücher. Das Buch wurde für Liebhaber von Büchern und Geschichten geschrieben, und das merkt man an jeder Zeile. Die Autorin ...

Mary E. Garner nimmt ihre Leser mit auf eine aufregende Reise durch die Welt der Bücher. Das Buch wurde für Liebhaber von Büchern und Geschichten geschrieben, und das merkt man an jeder Zeile. Die Autorin hat sich eine fantastische Geschichte um all die verlorenen und gelöschten Wörter ausgedacht.

Zusammen mit Hope wird man direkt reingeworfen in die Geschichte und muss diese zusammen mit ihr erforschen. Man kann sich daher gut mit Hope identifizieren, da man quasi auf dem gleichen Wissensstand ist. Hope ist sympathisch und steht ihre Frau in der ungewohnten Situation, was sicherlich auch ihres reiferen Alters geschuldet ist. Mit 42 Jahren ist sie eine gefestigte Frau und kommt trotzdem oft auch jugendlich frisch daher. Die anderen Charaktere waren mir etwas zu sehr nach Schema F und müssen noch etwas komplexer werden. Es gibt also noch gut Luft nach oben für die zwei weiteren Bände. Die Geschichte bietet auf jeden Fall neue frische Ideen und es wurden so einige tolle Bezüge zu bekannten Büchern eingebaut. Literaturfans kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Es kommen zahlreiche Schauplätze und Figuren aus bekannten Romanen vor und gerade Jane Austen Fans kommen hier auf jeden Fall gut weg. Die Regeln, auf die Hope trifft, sind für mich leider etwas kompliziert aufgebaut gewesen. Das Glossar am Ende war daher auf jeden Fall hilfreiche. Der Schreibstil ist angenehm locker, die Geschichte an sich jedoch manchmal noch etwas holprig und zu sehr einfach runtererzählt. Aber gegen Ende merkt man, dass die Autorin so langsam reingekommen ist, was Gutes für Band 2 verspricht.

Der Auftaktband bietet eine gute Einführung in der von Mary E. Garner geschaffene Welt und die Idee um die gelöschten Wörter und unfertigen Geschichten hat mich sehr begeistert. In Bezug auf die Charaktere und generell die Handlung ist allerdings noch Luft nach oben. Das Buch endet allerdings mit einem spannenden Cliffhanger, sodass ich schon gespannt auf den zweiten Band bin.