Ein wichtiges Thema mit schwieriger Umsetzung
Ich fand das Buch wie auch viele andere echt gut und unfassbar wichtig, muss aber sagen, dass ich auch einige Kritikpunkte habe.
Es geht ja um Micah die im ersten Semester Jura studiert (was sie eigentlich ...
Ich fand das Buch wie auch viele andere echt gut und unfassbar wichtig, muss aber sagen, dass ich auch einige Kritikpunkte habe.
Es geht ja um Micah die im ersten Semester Jura studiert (was sie eigentlich gar nicht möchte). Nebenbei sucht sie noch ihren schwulen Bruder Adrian, der von der Familie verstoßen wurde und ihr neuer Nachbar ist Julian, der durch sie bei seinem alten Job gefeuert wurde. Der Schreibstil war wieder wahnsinnig gut und flüssig und ich mochte auch den Großteil der Charaktere. Ich fand Micah anfangs sehr offen und mal was anderes. Der Plottwist am Ende war einfach bombastisch, ich glaube darüber muss man sich nicht streiten. Dennoch gibt es eben ein paar Kritikpunkte. Zuerst ein mal hat mich Micah nach einiger Zeit sehr genervt. Sie wurde mir zu aufdringlich, auch in Bezug auf Julian und das hat mich gegen Ende schon sehr gestört. Des weiteren war mir die Geschichte etwas zu lang, zumindest im Vorderen Bereich. Man hat das Gefühl bis Seite 450 ist alles ein wenig lang und Vieles wird auch immer wiederholt und auf den letzten 60 Seiten passiert die ganze Spannung. Lieber hätte der letzte Teil etwas länger sein sollen. Und obwohl der Roman am Anfang sehr lang erscheint passiert entweder immer dasselbe und man erfährt nicht viel über die anderen Charaktere außer das Oberflächliche, was ich sehr Schade finde. Kommen wir nun zu meinen zwei größten Kritikpunkten. Zum einen die vielen Diversitäten. Man hat eine alleinerziehende Teeniemutter, einen Dunkelhäutigen, einen Schwulen, eine bloggende sozialisierte Pakistanerin, und und und. Ich finde es gut dass Laura solche Gruppen anspricht, aber gerade weil es so viele waren wurde es zum einen zu viel und zum anderen war es auch unnötig, weil die meisten dieser Gruppen eben nur oberflächlich behandelt wurden. Mein größtes Problem war aber eigentlich, dass abgesehen von Micah und ihren Freunden ALLE anderen Menschen „Arschlöcher“ sind. Alle bis auf ihre Freunde sind gegen Schwule bzw. eben die Minderheiten. Es ist meiner Meinung nach sehr überspitzt.
Nur weil Auri dunkelhäutig ist oder Adrian schwul werden die beiden doch nicht durchgängig diskriminiert, jedoch wird das oft angenommen.
Nichts desto trotz ist Someone New ein sehr gutes Buch! Auch wenn es so wirken mag, als ob ich bloß darauf herumhacke, mochte ich es gerne.