Cover-Bild Holly
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 656
  • Ersterscheinung: 13.11.2024
  • ISBN: 9783453429680
Stephen King

Holly

Roman
Bernhard Kleinschmidt (Übersetzer)

Privatermittlerin Holly Gibney steckt in einer Lebenskrise, da erhält sie einen Anruf: »Meine Tochter Bonnie ist vor drei Wochen verschwunden, und die Polizei unternimmt nichts.« Ihre Nachforschungen führen Holly zu einer weit zurückreichenden Liste ungelöster Vermisstenfälle. Alle spielen im Umfeld eines inzwischen emeritierten Ernährungswissenschaftlers mit dem Spitznamen »Mr. Meat«. Holly hat schon gegen grausame Gegner bestanden, aber hier begegnet sie dem schlimmsten aller Ungeheuer: dem Menschen in seinem Wahn.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2025

Stephen King: Holly

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Hach, Holly. Ich wusste ja, dass Stephen King manchmal seine übernatürlichen Spielereien beiseitelässt – aber dass mich ein nicht-gruseliges Buch von ihm so packt, hätte ich echt nicht gedacht.

Privatermittlerin ...

Hach, Holly. Ich wusste ja, dass Stephen King manchmal seine übernatürlichen Spielereien beiseitelässt – aber dass mich ein nicht-gruseliges Buch von ihm so packt, hätte ich echt nicht gedacht.

Privatermittlerin Holly Gibney bekommt hier ihren ganz eigenen großen Auftritt, und was soll ich sagen: Sie rockt. Natürlich auf ihre zurückhaltende, zögerlich-nervöse Art – aber genau das macht sie so sympathisch. Zwischen Masken, Desinfektionsspray und Familienchaos stürzt sie sich kopfüber in einen Fall, bei dem einem wirklich der Appetit vergeht: Vermisste Menschen, ein altes Professoren-Ehepaar mit seltsamen Hobbys, und die Erkenntnis, dass das wahre Böse kein Monster mit Klauen ist – sondern ein Mensch mit einem Lächeln.

Der Schreibstil ist typisch King: ruhig aufgebaut, mit viel Tiefe in den Figuren, kleinen Ausflügen in Nebenschauplätze (hello Zigarettensucht!) und einem fiesen Spannungsbogen, der einen am Ende plötzlich nicht mehr loslässt. Die letzten 100 Seiten? Zack, durchgesuchtet.

Ja, Corona spielt eine Rolle. Eine große sogar. Und ja, King hat da eine sehr deutliche Meinung – zu Trump, zu Impfgegnern, zu allem eigentlich. Das kann man mögen oder eben nicht. Ich persönlich fand’s okay, auch wenn es manchmal ein bisschen viel war. Aber hey, wenn der Mann ein paar Seiten lang Dampf ablassen will, dann gönn ich ihm das. Zumal die eigentliche Story stark genug ist, um das zu tragen.

Was mir besonders gefallen hat: Man weiß relativ früh, wer hier der oder die Böse ist – und trotzdem bleibt’s spannend. Nicht durch „Wer war’s?“, sondern durch „Was machen die noch?“ und „Schafft Holly es, das aufzudecken, bevor es zu spät ist?“ Und genau da brilliert King mal wieder – im Spiel mit Psychologie, menschlichen Abgründen und Alltagswahnsinn.

Kein Horror à la „Shining“, aber definitiv ein King, der im Kopf bleibt. Düster, clever erzählt und mit einer Heldin, die man einfach ins Herz schließen muss. Wer Holly schon aus früheren Büchern kennt, wird sie hier noch mehr lieben – und wer neu einsteigt, bekommt einen spannenden, teils verstörenden Krimi mit Tiefgang.

Veröffentlicht am 01.05.2024

Wiedersehen mit Holly!

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Titel: Holly

Autor: Stephen King

Verlag: Heyne

ISBN: 978-3-453-27433-4

Seiten: 636

Bewertung: 5/5



Inhalt

Privatermittlerin Holly Gibney hat den Verlust eines sehr wichtigen Menschen noch nicht ...

Titel: Holly

Autor: Stephen King

Verlag: Heyne

ISBN: 978-3-453-27433-4

Seiten: 636

Bewertung: 5/5



Inhalt

Privatermittlerin Holly Gibney hat den Verlust eines sehr wichtigen Menschen noch nicht ganz verkraftet und lebt etwas orientierungslos ihn den Tag hinein. Doch dann erhält sie einen Telefonanruf, der ihr ungeahnte Wendungen in ihr Leben bringt. Die Tochter einer besorgten Mutter ist verschwunden und sie bittet Holly, nach ihr zu suchen. Bei den Ermittlungen stößt Holly auf weitere Vermisstenfälle, die alle Ähnlichkeiten aufweisen und die scheinbar irgendwas mit einem älteren Ehepaar zu tun haben. Holly nimmt Fährte auf und begibt sich selbst in Gefahr.



Cover

Das Cover gefällt mir richtig gut. Das Haus mit dem Keller lässt schon etwas erahnen und verrät doch nicht zu viel. Es wirkt düster und geheimnisvoll, perfekt zur Atmosphäre der Geschichte.



Meinung

Ich habe mich sehr auf Hollys Geschichte gefreut. Holly Gibney lernt man schon in vorherigen Bänden kennen, dennoch ist es möglich diese Geschichte zu lesen, auch ohne Vorkenntnisse. Allerdings empfinde ich es als empfehlenswert, Mr. Mercedes vorher gelesen zu haben, denn in dieser Geschichte wird hin und wieder auf Ereignisse von Mr. Mercedes eingegangen. Wer Stephen King kennt, weiß, dass er unfassbar authentische Charaktere schafft. Man hat das Gefühl, als würde man die Figuren kennen, mit all ihren Schwächen und Stärken, Besonderheiten und Geheimnissen. So auch in dieser Story, Holly ist eine sehr spezielle Protagonistin, sie hat einige Schrulligkeiten und dennoch ist sie einfach liebenswert. Auch die anderen Protagonisten sind sehr greifbar, aber nicht alle liebenswert.

Die Geschichte beginnt direkt spannend, auch wenn man sehr früh erkennt, wo das Grauen ist. Holly dabei zu begleiten, die Geheimnisse und ungelösten Fragen aufzudecken, macht Spaß und lässt einem mitfiebern. Auch die Atmosphäre ist ganz besonders, irgendwie nicht richtig greifbar, von düster bis verheißungsvoll. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse und es wird noch mal richtig spannend. Für Holly wird es sehr gefährlich, denn das Grauen kennt keine Grenzen...



Fazit

Eine spannende Geschichte mit interessanten Charakteren, düsteren Atmosphäre und einem Grauen, dass man so nicht erwartet hat. Holly zu begleiten, war aufregend und unterhaltsam. Ich hoffe, wir dürfen Holly noch ein anderes Mal begleiten. Absolute Leseempfehlung!



Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Heyne Verlag und dem Bloggerportal.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Richtig heftig, aber auch richtig cool

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Ich mochte Holly schon in „The Outsider“ richtig gern, ich mag ihre unkonventionelle Art und wie rational sie ihre Fälle angeht. In „Holly“ spielt sie nun die Hauptrolle und ist einem sehr abgründigen ...

Ich mochte Holly schon in „The Outsider“ richtig gern, ich mag ihre unkonventionelle Art und wie rational sie ihre Fälle angeht. In „Holly“ spielt sie nun die Hauptrolle und ist einem sehr abgründigen Fall auf der Spur. War einfach wieder unheimlich cool, ein bisschen schaurig und packend bis zum Schluss.

Anders als in „The Outsider“ ist der vorliegende Fall weniger abgedreht, aber nicht weniger brutal oder abgründig. Die Geschichte wird wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass der Leser quasi von Anfang an alles über den Fall weiß. Dachte erst das nimmt dem ganzen vielleicht die Spannung, aber das ist absolut nicht der Fall.

Ich fand tatsächlich wieder sehr spannend, auch eine gewisse Ekelkomponente war vorhanden und dadurch kommt schon auch eine total gruslige Atmosphäre auf. Irgendwie hat der Fall auch eine Art psychologische Komponente, die eine gewisse Sogwirkung entfesselt.

Das Buch liest sich wieder grandios. Da alte Fälle mit dem aktuellen Fall von Holly verknüpft werden, entsteht auch eine gewisse Dringlichkeit, ein Mitfiebern zur Auflösung des Falls. Das Ende war wieder absolut spektakulär.

Habs echt weginhaliert und für mich ist das mit eines der besten Bücher, die ich von Stephen King gelesen habe.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Spannender Fall, sympathische Protagonistin, keine Wünsche offen :D

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In "Holly" begleiten wir die gleichnamige Protagonistin bei ihrer Karriere als Ermittlerin nach den Ereignissen der Mr-Mercedes Trilogie. Auch dort mochte ich Holly mit ihren Eigenarten schon sehr gerne ...

In "Holly" begleiten wir die gleichnamige Protagonistin bei ihrer Karriere als Ermittlerin nach den Ereignissen der Mr-Mercedes Trilogie. Auch dort mochte ich Holly mit ihren Eigenarten schon sehr gerne und finde es auch hier toll wie King zeigt, dass auch Menschen, die vielleicht nicht der "Norm" entsprechen, ihren Platz im Leben finden können.
Ein bisschen hat mir die Dynamik gefehlt, die man bei Ermittler-Duos oft hat, und die auch bei Bill Hodges und Holly super funktioniert hat. Hier hätte ich mir gewünscht das Barbara oder Jerome mehr mitgemischt hätten.

Der Fall an sich war sehr außergewöhnlich und spannend, und hat mir so manchen Schauer auf dem Rücken beschert. Auch das Finale war sehr gut gemacht und wirkte nicht zu konstruiert.

Viele kritisieren bei diesem Werk, dass King Corona zu viel Platz einräumt und dem Leser seine persönliche politische Meinung aufs Aug drückt. Diese Kritik kann ich gut verstehen und auch für mich nahm die Pandemie einen etwas zu großen Platz in der Geschichte ein, hat dem Buch aber auch ein realistisches Setting verliehen. Die politischen Aussagen haben mich vermutlich deshalb nicht so sehr gestört, weil sie meiner eigenen Meinung sehr entsprechen, und King daher bei vielem nur zustimmen konnte.

Alles in allem aber ein toller Ermittler-Krimi auf dessen Fortsetzung wir ja vermutlich nicht mehr allzu lange warten müssen :)

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Gute Unterhaltung mit ein paar Abstrichen

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Privatermittlerin Holly Gibney steckt in einer Lebenskrise, da erhält sie einen Anruf: »Meine Tochter Bonnie ist vor drei Wochen verschwunden, und die Polizei unternimmt nichts.« Ihre Nachforschungen führen ...

Privatermittlerin Holly Gibney steckt in einer Lebenskrise, da erhält sie einen Anruf: »Meine Tochter Bonnie ist vor drei Wochen verschwunden, und die Polizei unternimmt nichts.« Ihre Nachforschungen führen Holly zu einer weit zurückreichenden Liste ungelöster Vermisstenfälle. Alle spielen im Umfeld eines inzwischen emeritierten Ernährungswissenschaftlers mit dem Spitznamen »Mr. Meat«. Holly hat schon gegen grausame Gegner bestanden, aber hier begegnet sie dem schlimmsten aller Ungeheuer: dem Menschen in seinem Wahn...

Ich habe mal überlegt und ich glaube, "Holly" ist mein erstes Buch von Stephen King seit über 25 Jahren. Mein Vater hat es mir letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt mit den Worten "Den hast du doch früher immer gelesen". Stimmt, mein erstes Buch von King war "Friedhof der Kuscheltiere", das war Mitte der Achtziger Jahre.
Irgendwann habe ich dann das Interesse verloren und auch "Holly" lag jetzt ein Dreivierteljahr auf dem SUB. Nun habe ich es gelesen.

Insgesamt hat es mir doch gut gefallen. Ein guter Krimi mit einigen ekeligen Szenen. King erzählt fesselnd und baut die Spannung besonders zum Ende hin durch die wechselnde Erzählperspektive in den einzelnen Kapiteln immer weiter auf.

Holly ist ein interessanter Charakter mit einigen verschrobenen Zügen, aber im Grunde sehr sympathisch. Auch die anderen Figuren wie Jerome und Barbara mochte ich. Sogar die Antagonisten sind nicht von Grund auf schlecht, zumindest kann man deren Motive bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen.

Schade fand ich allerdings, dass oft Bezug zu den vorherigen Büchern genommen wurde, in denen Holly Gibney wohl eine Rolle spielt, z. B. die "Mr. Mercedes"-Trilogie. Ich kenne sie nicht und bin bei "Holly" auch von einer eigenständigen Geschichte ausgegangen. Was sie zwar auch ist, aber leider wird hier schon viel verraten, was vorher passiert ist und so habe ich nun eigentlich keine große Lust mehr "Mr. Mercedes" noch zu lesen.
Ein weiterer Minuspunkt ist für mich das Thema Corona. Im Nachwort schreibt Stephen King zwar, dass er dadurch die Geschichte authentischer machen wollte, was ich auch verstehen kann. Aber die Art, wie er die Pandemie immer wieder ins Spiel bringt, hat mich irgendwann genervt. Nur ein Beispiel: Holly will einen Zeugen zu einem Vermisstenfall befragen und die erste Frage lautet: "Sind Sie geimpft?"
Wie gesagt, dass man die Pandemie irgendwie "mitspielen" lässt, gerade wenn die Handlung in den letzten Jahren angesiedelt ist, kann ich nachvollziehen. Aber das geht auch ohne erhobenen moralischen Zeigefinger. Ein gutes Beispiel dafür ist für mich ein Krimi von Katherine Webb, den ich dieses Jahr gelesen habe: Die Morde von Salisbury. Er spielt zur Zeit der Pandemie und ab und zu wird es mal erwähnt, wenn es gerade in die Handlung passt. Das ist für mich authentisch genug.

Fazit: "Holly" hat mich auf jeden Fall gut unterhalten und ist ein spannender Krimi, den ich - mit ein paar Abstrichen - gerne gelesen habe.

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