Leserunde zu "Schund und Sühne" von Anna Basener

Die Komödie mit Krönchen
Cover-Bild Schund und Sühne
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Anna Basener (Autor)

Schund und Sühne

Ein schwuler Prinz, der für Nachkommen sorgen muss, eine depressive Fürstin, die nicht an Depressionen glaubt, ein Rosenkavalier, der die Welt retten will, eine Prinzessin mit gebrochenem Herzen und Jagdgewehr. Und mittendrin eine junge Groschenromanautorin, die eigentlich aufhören will mit Schund und Kitsch, aber ausgerechnet dafür das Literaturstipendium auf Schloss Rosenbrunn bekommt.
Für vier von ihnen brechen herrliche Zeiten an. Der Fünfte wird diesen Herbst nicht überleben.



Ein Roman wie eine Gesellschaftsjagd: Leben de luxe, Lachen de luxe - Leiden de luxe



"Ein rotzfrecher, lustiger Roman über zwei saustarke Frauen."
(COSMOPOLITAN über ALS DIE OMMA DEN HUREN NOCH TAUBENSUPPE KOCHTE)

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 26.11.2018 - 16.12.2018
  2. Lesen 07.01.2019 - 27.01.2019
  3. Rezensieren 28.01.2019 - 10.02.2019

Bereits beendet

Ein wunderbar humorvoller Roman in der Welt des Adels.

Mit "Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte" gewann Anna Basener den Putlitzer Preis und belegte den ersten Platz beim "Ungewöhnlichen Buchtitel des Jahres 2017". Die Autorin hat ihr Studium in Hildesheim mit dem Schreiben von Romanheften finanziert. Sie hat dutzende Fürstenheftchen publiziert und war laut der ZEIT die „erfolgreichste deutsche Groschenromanautorin“. Seit 2018 ist sie Moderatorin des Podcasts Gala Royals. Als Adelsexpertin spricht sie dort mit Luise Wackerl, Unterhaltungschefin der GALA, über feministische Prinzessinnen und die ewige Faszination für Majestäten.

Bewerbt euch jetzt für die Leserunde zu "Schund und Sühne" und sichert euch die Chance auf eines von 20 kostenlosen Leseexemplaren!

Hinweis: Bei der Leseprobe handelt es sich um eine unkorrigierte Fassung. Sie kann also noch Fehler enthalten.

Wir freuen uns sehr, dass die Autorin die Leserunde begleitet. Unter "Fragen an Anna Basener" könnt ihr euch direkt an sie wenden.

Ihr wollt wissen, nach welchen Kriterien wir die Teilnehmer für eine Leserunde auswählen? Dann schaut in unseren FAQs vorbei, hier für euch der direkte Link zum Thema Leserunden. Erfahrt dort auch, was einen guten Leseeindruck ausmacht.

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 10.02.2019

Ganz nett, mehr leider auch nicht

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Also die Story hat eine spezielle Ausgangssituation. Die Protagonistin Kat ist Groschenromanautorin und kriegt ein Stipendium um auf einem Schloss zu schreiben. Nicht irgendeinem Schloss sondern dem der ...

Also die Story hat eine spezielle Ausgangssituation. Die Protagonistin Kat ist Groschenromanautorin und kriegt ein Stipendium um auf einem Schloss zu schreiben. Nicht irgendeinem Schloss sondern dem der Familie Schell. Während sie auf diesem Schloss ist lernt sie die Familie besser kennen und wir als Leser ebenfalls. Und ja, was soll ich sagen. Eine ganz schön spezielle Truppe. Prinzessin Seph ist die Tochter und ihr Leben dreht sich darum über ihren Exfreund hinwegzukommen, zu jagen, auf Hochzeiten Brautsträusse zu fangen und…. Nun ja ihr Leben ist langweilig. Genauso wie das ihrer ganzen Familie. Zumindest scheint es so. Wir begleiten die Charaktere über einige Wochen, wir kriegen Liebeleien, persönliche Dramen und Schlossleben mit. Jeder einzelner Charakter versucht Glücklich zu werden.

Anna Basener behält ihren Humor bei, auch wenn er bisschen anders ist. Denn sie spielt zwar wieder viel mit Klischees jedoch ganz anderen. Für mich hat es trotzdem gepasst, ich hab nicht ganz so viel gelacht, was meiner Meinung nach aber viel mehr an der der Handlung lag. Denn ja die Handlung, die war irgendwie schwach. Denn es gab keine. Es war mehr ein «Ausschnitt aus dem seltsamen Leben mehrerer Personen auf einem Adelsschloss, einer Adelsfamilie, die keine mehr ist». Kein wirklicher roter Faden, bisschen Lovestory, Sex, Blut und Drama. Das war für mich schon bisschen enttäuschend. Die Charaktere dagegen gefielen mir wieder ziemlich gut. So verrückte, aussergewöhnliche, teilweise auch unsympathische, unnaubare Personen, welche alle eigentlich nur ihr Glück suchen. Das gefiel mir gut.

Fazit

Von Anna Baseners zweitem Roman habe ich mir viel erwartet. Es fehlt eine wirkliche Geschichte und das ist für mich auch der einzige Grund, weshalb ich nicht ganz warm geworden bin mit dem Buch. Denn ich habe es zwar gerne gelesen, Anna Basener schreibt toll, die Charaktere sind speziell, gefielen mir aber gut. Die Thematik mit den Adligen, dem eigenen Glück, Arbeit und Privatleben ist eigentlich ganz schön. Ich hab das Buch gerne gelesen, gross darüber reden würde ich jedoch nicht und nochmals lesen auch eher nicht. So vergebe ich 3 von 5 Sterne.

Ich bedanke mich beim Eichborn-Verlag für mein Exemplar!

Veröffentlicht am 09.02.2019

Eine tolle Geschichte für zwischendurch.

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Das war mein erstes Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Darauf aufmerksam bin ich durch das Cover und den Titel geworden. Auch der Klappentext hat mich sehr angesporchen, er verspricht eine witzige ...

Das war mein erstes Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Darauf aufmerksam bin ich durch das Cover und den Titel geworden. Auch der Klappentext hat mich sehr angesporchen, er verspricht eine witzige Geschichte, die sich haupsächlich mit dem Adel befasst.

Am Schreibstil merkt man, dass Anna Basner früher, wie auch die Protoganistin Kat, Groschenromane geschrieben hat.
Es gibt keine größeren Ausführungen und alles ist sehr kurz und bündig gehalten.

Die fünf Hauptcharaktere könnten verschiedener nicht sein, jeder ist auf seine Art eigenartig, aber auch sehr liebenswürdig.
Kat versteht sich mit allem auf dem Schloss gut und kommt hinter ein paar prisante Geheimnise, die besser nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollten.

In dieser Geschichte wird der Adel, und alles was sich dafür hält, oft hochgenommen. Beim lesen gibt es viel zu lachen, aber auch ein paar weniger witzige Stellen, die der Geschichte das gewisse Etwas geben.

Das Buch ist ein netter Zeitverteib, es lässt sich locker und flüssig lesen ohne das man allzu viel mitdenken muss. Eine tolle Geschichte für zwischendurch.

Veröffentlicht am 06.02.2019

Kurzweilige Unterhaltung

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„Schund und Sühne“ ist der erste Roman von Anna Basener, den ich gelesen habe. Bekannt wurde die Autorin spätestens durch den Bestseller „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“, sie hat aber auch ...

„Schund und Sühne“ ist der erste Roman von Anna Basener, den ich gelesen habe. Bekannt wurde die Autorin spätestens durch den Bestseller „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“, sie hat aber auch – wie die weibliche Protagonistin dieses Buches – früher „Groschenromane“ veröffentlicht.

Die Geschichte spielt sich hauptsächlich im Anwesen der adeligen Familie Schell von Ohlen ab. Diese besteht aus Fürst Fredi, Fürstin Follie, ihren Kindern Prinzessin Seph und Prinz Valu sowie Gräfin Gratzi, der Schwester der Fürstin. Nach außen den Schein wahrend mit pompösen Festen, hat doch jeder so sein Päckchen zu tragen. Während Seph von einem Prinzen verschmäht wurde und unter Liebeskummer leidet, verheimlicht Valu seine Homosexualität, die in Adelskreisen schlichtweg nicht existieren darf, gilt es doch, die Blutlinie durch viele Nachkommen zu sichern. Während Grätzi mit ihrem schrillen Auftreten auffällt und das Leben zu genießen scheint, ist die Gräfin streng, konventionell und zurückhaltend.

„Von außen“ kommen dann zwei weitere Protagonisten hinzu: Kat, die hippe Berliner Autorin von Groschenromanen, die ein Literaturstipendium der Familie ergattert hat, und Moritz, ein Rosenzüchter, der die Welt verbessern und mit Sephs finanzieller Hilfe ein Geschäft aufziehen möchte.

Die Geschichte wird einerseits beobachtend aus der Perspektive aller Figuren in 3. Person geschildert, manche Kapitel sind jedoch aus Kats Sicht in Ich-Form geschrieben.

Die Handlung ist nicht immer spannend, aber durch die vielen Figuren recht abwechslungsreich. Erst im letzten Drittel oder Viertel nimmt die Story Fahrt auf, wobei sich die Ereignisse dann für meinen Geschmack schon arg zuspitzen. Generell erhält man einen interessanten Einblick in die Welt des deutschen Adels, aber auch in die Arbeit einer „Schundromanautorin“. Die skurrilsten Geschichten schreibt ja immer noch das Leben selbst, und so denke ich, dass all die Begebenheiten zwar richtig schräg und teils überzogen wirken, aber sich doch auch genau so oder so ähnlich hinter den Kulissen der Reichen und Schönen abspielen könnten.

Der Schreibstil ist locker und humorvoll mit vielen Dialogen und lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Dennoch werden viele ernste Themen angesprochen, so dass man als Leser auch selbst zum Nachdenken angeregt wird. Dies sind Themen wie z. B. Umweltschutz, Homosexualität, Depressionen, Ehebruch und Suizid.

Von den Figuren war mir ehrlich gesagt niemand so wirklich sympathisch, so dass ich keine Beziehung zu ihnen aufbauen konnte. Einige wie z. B. Moritz oder Seph fand ich sogar richtig unsympathisch. Dementsprechend ließen mich die Emotionen in diesem Buch absolut kalt.

Wenn man diesen Roman liest, sollte man sich wirklich auch darauf einlassen, weil man sich sonst an der ein oder anderen Stelle fragen könnte: „Was soll denn das jetzt?“ Und man sollte nicht total empfindlich sein, da hier ein paar weniger schöne Szenen vorkommen, wie eine detaillierte Beschreibung davon, wie ein Hirsch ausgenommen wird, oder ein, zwei plumpe Sexszenen. Hier hat sich die Autorin ein bisschen ausgetobt, mich persönlich hat das aber nicht groß gestört.

Alles in allem war „Schund und Sühne“ ein netter Roman, den man flott weglesen kann, der mich auch durchaus unterhalten, aber nicht berührt oder beeindruckt hat. Deshalb gibt es von mir eine durchschnittliche Wertung von 3 Sternen.

Veröffentlicht am 05.02.2019

Adelsposse im Widerspruch

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Inhalt:
Adel in Deutschland? Haben Sie schon einmal hinter die Kulissen geblickt? Nein, dass ist das ihr Buch.
Kat, eine junge Groschenromanautorin, gewinnt ein Literaturstipendium auf Schloss Rosenbrunn ...

Inhalt:
Adel in Deutschland? Haben Sie schon einmal hinter die Kulissen geblickt? Nein, dass ist das ihr Buch.
Kat, eine junge Groschenromanautorin, gewinnt ein Literaturstipendium auf Schloss Rosenbrunn und hat die Chance den Adel, mit all seinen Fehlern, kennen zu lernen, jedoch möchte sie eigentlich aufhören für Schund und Kitsch zu schreiben. Und dann ist da noch ein angestellter Rosenzüchter, der auch den schwulen Prinzen, die depressive Fürstin und die Prinzessin mit dem gebrochenen Herzen kennenlernt. Werden es alle Beteiligten schaffen diese explosive Mischung zu überleben?

Meinung:
Ich hatte von der Autorin zuvor noch nichts gelesen, aber schon der Titel in Kombination mit dem an ein Computerspiel der 90er Jahre erinnernden Cover hat mich angesprochen und ich war gespannt was mich als Geschichte erwarten würde. Und da hatte ich mir nicht zu wenig versprochen. Eine Groschenromanautorin, neben einem Rosenzüchter, als Hauptprotagonisten einzusetzen, fand ich wunderbar erfrischend. Und nach ein paar Seiten war ich auch schon mittendrin beim Adel in Deutschland und bei ihren Problemen. Bemerkenswert war das sämtliche Personen nur mit Spitznamen angesprochen wurde, was mich aber in so manche verwirrende Situation brachte, da die manchmal schon ähnlich klangen und ich schnell Personen verwechselte.
Was mit den Spitznamen verkürzt wurde, haben die aktuellen und wichtigen Themen eingenommen. So wird unter anderem Homosexualität, wenn man Nachkommen zeugen muss, neben dem Umweltschutz, angesprochen. Auch ansonsten bricht das Buch mit vielen moralischen Vorstellungen und es werden Szenen beschrieben, die definitiv nicht in einem Groschenroman vorkommen würden, im wahren Leben allerdings schon.
All diese wunderbaren Voraussetzungen haben aber nicht geholfen mich in das Buch zu verlieben. Mein Kopf sagt, dass es eine ganz tolle Posse ist, mein Herz spricht aber eine andere Sprache. Ich habe keinen Zugang zu den Protagonisten gefunden. Der Schreibstil und die Spitznamen gaben sein übriges. Ich habe immer wieder versucht einen Zugang zu finden, aber insgeheim war ich doch froh als das Buch dann zu Ende war.

Fazit: Eine tolle Posse auf den deutschen Adel, aber nicht für Jeden etwas. Schreibstil und Spitznamen haben mich nicht in die Geschichte abtauchen lassen und schlussendlich sind mir die Figuren und ihre Handlungen unerklärlich und egal geblieben.

3 von 5 Sternen!

Dieses Leseexemplar wurde mir bedingungslos von der Lesejury zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Veröffentlicht am 02.02.2019

Kein Schund, wie der Titel andeuten möchte

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Von Anna Basener hatte ich zuvor bereits gehört – natürlich, wie auch nicht –, hatte ihren vorherigen Roman jedoch nicht gelesen. Hier habe ich mich eigentlich nur auf die Leseprobe eingelassen, weil sich ...

Von Anna Basener hatte ich zuvor bereits gehört – natürlich, wie auch nicht –, hatte ihren vorherigen Roman jedoch nicht gelesen. Hier habe ich mich eigentlich nur auf die Leseprobe eingelassen, weil sich die Beschreibung so skurril anhörte, aber danach war es um mich geschehen. Nicht unbedingt aufgrund der Story, denn bei der war ich mir eine recht lange Zeit nicht sicher, wo sie eigentlich hin will, doch wegen allem anderen.
In dem Roman geht es ganz grob um das fiktive Schloss Rosenbrunn und seine Bewohner. Hier lebt die Familie Schell von Ohlen, ein altes, deutsches Adelsgeschlecht, das noch ziemlich konservativ eingestellt ist. In deren Alltag treten Kat, eine Groschenromanautorin und Stipendiatin auf Rosenbrunn, sowie Moritz, ein Rosenzüchter, der nicht ganz d'accord ist mit den Methoden, die in der Rosenzüchtung eingesetzt werden. Joa, das ist auch schon das Grundgerüst des Buches.
In der Geschichte werden die Beziehungen der Personen untereinander behandelt, das Adelsgeschlecht allgemein, Werte im Allgemeinen, ein bisschen Liebe und dabei noch das ein oder andere wichtige Thema wie Umweltschutz. Alles mit einer guten Prise Humor. Besonders die Vermischung des Fiktiven mit der Realität hat mir echt gut gefallen. Referenzen auf wirklich existierende Adelsgeschlechter oder auch einfach Ähnlichkeiten mit ihnen (wie zum Beispiel die einer gewissen Gräfin) haben dem Buch nochmal das gewisse Etwas verliehen.
Wie schon gesagt war mir nicht ganz so klar, wo die Geschichte hinlaufen wird, ein roter Faden war nicht unbedingt von Anfang an da, aber das fand ich nicht mal so schlimm. Denn Anna Baseners Schreibstil ist so herrlich skurril, ich hätte locker noch weitere 100 Seiten mit den Charakteren lesen können. Das ist auch ein kleiner Kritikpunkt von mir, denn mir war das Buch einen Ticken zu kurz, dadurch manche Dinge nicht so ausführlich, wie ich sie gerne gehabt hätte. Doch an sich hat jeder Teil der Geschichte ein passendes Ende gefunden und es gibt eigentlich nichts, was nicht einigermaßen zufriedenstellend aufgelöst worden wäre.
Wie bereits erwähnt bin ich nun erklärter Fan vom Stil der Autorin. Ich habe keine Ahnung, wie das in "Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte" war, aber hier liest sich die Geschichte einfach unglaublich. Auf den ersten paar Seiten musste ich mich noch ein wenig eingewöhnen. Nicht nur, weil viele Perspektiven vertreten sind (fast alle in dritter Form, nur die von Kat in der ersten), sondern auch wegen der direkten, manchmal etwas knappen Art und Weise des Schreibens. Doch genau das hat später dazu geführt, dass ich den Roman hätte verschlingen können. In diesem herrlichen Stil werden Fakten dargelegt, Gedanken widergespiegelt und auch mal nebenbei wichtige gesellschaftliche Themen angeschnitten, immer mit diesem Sarkasmus, sodass sich skurrile Situationen ergeben. Mehr als ein Mal musste ich schmunzeln.
Ganz fasziniert bin ich außerdem noch von den Charakteren der Geschichte. Am Anfang kamen sie mir noch vor wie eine halbe Armada, aber wenn ich es mir recht überlege, sind es eigentlich gar nicht so viele. Die Wichtigsten sind Kat, die Autorin, Moritz, der Rosenzüchter, Seph, die Prinzessin von Rosenbrunn und ihr kleiner Bruder und gleichzeitig Erbe des Schlosses, Valu. Außerdem noch eine relativ große Rolle spielen Follie und Fredi, Sephs und Valus Eltern, sowie Gratzi, Follies Schwester. Faszinierend allein war schon, wie gut man alle diese Figuren kennenlernte, wie Anna Basener es schaffte, auf doch so wenigen Seiten so dreidimensionale Persönlichkeiten zu erschaffen. Wie facettenreich diese Persönlichkeiten sind, hat mich dann aber umgehauen. Ehrlich, die genannten Figuren haben im Verlauf der Geschichte jeder sowohl sympathische als auch nicht ganz so sympathische Seiten von sich gezeigt und auch wenn ich sie wegen letzterer gerne ab und an man geschüttelt hätte, ist genau das auch etwas, für das ich die Autorin bewundere: Der Mut, Charaktere nicht perfekt erscheinen zu lassen. Für mich haben die Charaktere somit einiges an Authentizität gewonnen!
Ihr sehr schon, ich bin begeistert von diesem Roman, der sich Unterhaltungs- beziehungsweise humorvoller Roman nennen möchte, aber doch so viel mehr ist. Nämlich auch mal ernste Themen aufgreifen kann, wenn auch mit ironischem Unterton. Wer so etwas mag, nicht immer nur konventionelle Geschichten lesen möchte und sich vielleicht noch für Adelsgeschlechter in der heutigen Zeit interessiert, dem kann ich "Schund und Sühne" wirklich nur empfehlen.