Ein Traum von einem Buch ! Wenn ich könnte würde ich sechs Sterne geben
Schuld und Angst zerfressen Feyre von innen heraus. Sie hat Amarantha unter dem Berg überlebt. Ihr wurde das Leben als Fea geschenkt. Sie ist bei Tamlin am Frühlingshof und bald ist ihre Hochzeit. Feyre ...
Schuld und Angst zerfressen Feyre von innen heraus. Sie hat Amarantha unter dem Berg überlebt. Ihr wurde das Leben als Fea geschenkt. Sie ist bei Tamlin am Frühlingshof und bald ist ihre Hochzeit. Feyre sollte glücklich sein, aber das ist sie nicht. Amaranthas Taten verfolgen sie im Traum und Feyre kann mit niemanden darüber sprechen. Sie ist allein.
Tamlin ist nur noch besessen von dem Gedanken, Feyre zu beschützen. Er will das Bild, alles unter Kontrolle zu haben, um jeden Preis aufrecht erhalten, egal ob Feyre darunter leiden muss. Das Glück bis ans Ende aller Zeiten ist nur ein Bild auf einem Gemälde und nicht die Wirklichkeit.
Rhysand hat sich seit dem Berg nicht mehr gemeldet und Feyre ist froh darüber, aber an ihrem Hochzeitstag taucht er auf und nimmt sie mit, genauso wie sie es unter dem Berg vereinbart hatten. Feyre ist aber auch froh, dass sie fort vom Frühlingsshof ist. Sie konnte Tamlin nicht Heiraten. Sie fühlt sich seine nicht mehr wert, nachdem sie die Fae getötet hat. Aber jetzt bei ihrem Erzfeind Rhysand zu sein, ist auch nicht das Richtige.
Rhys bringt ihr Lesen und Schreiben bei, wie er es ihr versprochen hat, aber da ist noch mehr. Der Lord des Hofs der Nacht möchte den Frühlingsshof an seiner Seite wissen im Krieg gegen Hybern. Tamlin behauptet es gehe keine Gefahr von Hybern aus, als Feyre ihm davon erzählt. Als Tamlin sie dann einschließt, um sie zu beschützen, bricht Feyre zusammen. Rhysand rettet sie aus dem Frühlingshof und gibt ihr die Möglichkeit bei ihm am Hof der Nacht zu leben. Feyre bleibt. Sie will nicht zurück zu Tamlin und sich wieder einschließen lassen.
Am Hof der Nacht kommt sie nach Verlaris dem Geheimnis von Rhysand und sie merkt, dass Rhys gar kein Monster ist. Auch er wird von den Schrecken unterm Berg heimgesucht und zusammen schaffen sie es die Geschichte zu bewältigen, während sie nach einer Möglichkeit suchen Hybern aufzuhalten.
Der zweite Band „Das Reich der sieben Höfe – Flammen und Finsternis“ der Triologie hat mich wirklich umgehauen. Es hat sich mit seiner gefühlvollen und doch aktionreichen Art auf die Hitliste meiner Lieblingsbücher ganz nach oben katapultiert. Es ist das zweite Buch, das ich von Sarah J. Maas gelesen habe und ich will noch viel mehr von ihr lesen.
Das Buch hat mich absolut überrascht und diese Überraschung, die es mit sich gebracht hat, hat mich einfach nur begeistert. Feyre ist keine Frau, die sich verliebt und dann bedingungslos sich in dieser Liebe verliert. Nein, dass hat sie als Mensch unter dem Berg getan, als Fae will sie viel mehr. Sie trainiert mit Rhys ihre neue Kräfte, sowie auch Kampfkunst. Sie entwickelt sich zu einer starken Frau, die ihre eigenen Entscheidungen trifft. Sie nimmt das Leben selbst in die Hand und versucht die Ängste, die sie unter dem Berg entwickelt hat, hinter sich zu lassen.
Ich möchte hier auch die Auswahl der Namen der Figuren erwähnen, sie sind alle klangvoll und wunderschön, noch nie habe ich solche Namen gehört.
Der Leser wird in neue Reiche von Prythian begleitet. Ich war schon im vorherigen Teil neugierig auf die anderen Reiche und nun war es endlich soweit! Wir lernen den Hof der Träume und der Alpträume kennen. Das Haus der Weberin, das Gefängnis von Prythian, wo der Knochenschnitzer auf sie wartet. Das Reich des Sommers und dessen freundlicher Lord Tarquin, den Feyre bezirzen muss. Es ist eine spanndende und erlebnisvoller Reise mit Rhysand an ihrer Seite, der zeigt, dass sie alles schafft.
Fazsinierend fand ich auch die Figur des Knochenschnitzers, der für jeden Fae anderes aussieht. Diese Idee fand ich großartig und richtg cool! Ich hoffe, dass er im nächsten Band noch einmal auftritt.
Auch im zweiten Band beschreibt Sarah J. Maas ihre Welt spektakulär und auch Feyres Gaderobe wird aufgepeppt. Das Kleid, dass sie an der Feier der fallenden Sterne trägt, wünscht sich glaube ich jede Frau. Besonders die Nacht der fallenden Lichter fand ich berauschend.
Der böse Rhysand entpuppt sich immer mehr zum Helden, der alles getan hat, um seine Familie und sein Land zu beschützen. Er ist ein Träumer, der von einer neuen und besseren Welt träumt und wer tut das nicht ? Mit seiner frechen, aber auch sanften Art trifft er nicht nur in Feyres Herz. Als er verletzt ist, tut sie alles um ihn wieder zu heilen und trifft wieder auf den Suriel, der ihr etwas sagt, dass alles verändert.
Die Liebesgeschichte zwischen Feyre und Rhys hat mich mehr gefesselt, als die von ihr und Tamlin, was daran liegen könnte, dass ich mit einer neue Liebe gar nicht gerechnent habe. Es ist wirklich mit- und hinreißend, wie Rhys Feyre aus ihrem inneren Versteck lockt und sie dazu bringt wieder mehr vom Leben zu wollen. Ihre Wortgefechte lassen einen schmunzeln.
Als sie am Ende nach Hybern kommen, kommt es Schlag auf Schlag ! Das was Feyre getan hat, um ihre neue Freunde zu retten, hat mich wirklich getroffen!
Ich kann es kaum erwarten, den dritten und letzten Band in den Händen zu halten. Aber ich bin auch etwas deprimiert, weil ich weiß, dass danach die Geschichte von Feyre vorbei ist.