The Darlington Henry und Kate
Der Einstieg in die Geschichte war wirklich mitreißend – ich war sofort gefesselt. Die Verbindung zwischen Henry und Kate hat für mich wunderbar funktioniert. Die beiden harmonieren toll miteinander, und ...
Der Einstieg in die Geschichte war wirklich mitreißend – ich war sofort gefesselt. Die Verbindung zwischen Henry und Kate hat für mich wunderbar funktioniert. Die beiden harmonieren toll miteinander, und ich habe sie schnell ins Herz geschlossen. Man wünscht ihnen einfach ein Happy End. 🥹
Ein echtes Highlight war für mich die Sache mit den Spitznamen. Dass Kate ihn „Schneeflocke“ nennt, war einfach zu goldig! Und wie hartnäckig Henry versucht hat, für sie ebenfalls einen passenden Spitznamen zu finden, fand ich total charmant. Generell gab es viele liebevoll gestaltete Szenen, die mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert haben. Auch die Beziehungen zwischen Henry und seinen Brüdern wurden sehr warmherzig dargestellt – das hat mir richtig gut gefallen.
Im letzten Teil des Buchs verlor die Geschichte jedoch etwas an Tempo – oder besser gesagt: sie wurde zu schnell. Alles wirkte etwas überhastet. Besonders Henrys Briefe waren für meinen Geschmack ein bisschen zu übertrieben und wirkten stellenweise beinahe kitschig. An manchen Stellen hatte ich den Eindruck, dass seine Art ins Glatte abdriftet. Auch das Thema rund um den Entzug kam mir viel zu kurz – es wurde zwar angesprochen, aber kaum vertieft, was ich bei einem so ernsten Thema wirklich schade finde. Dass die Geschichte rund um den Vater ungelöst blieb, hat bei mir zusätzlich das Gefühl hinterlassen, dass vieles offen geblieben ist.
Trotzdem konnte der Plottwist zum Ende hin einiges retten. Der Cliffhanger war gut gemacht und macht definitiv Lust auf mehr. Eine gelungene Überleitung in den nächsten Band – ich bin neugierig, wie es weitergeht!
Selten könnten zwei Lebenswege gegensätzlicher beginnen als die der Hauptfiguren in dieser Geschichte. Der Einstieg ist direkt packend und wirft einen mitten ins erste Drama – ein Auftakt, der neugierig macht. Auch das erste Zusammentreffen der Protagonisten ist unterhaltsam und lebendig erzählt. Laura Kneidl gelingt es, von Anfang an eine dichte Atmosphäre zu schaffen, als wäre man selbst Teil des Geschehens. Ihre Beschreibungen sind anschaulich und atmosphärisch, ohne überladen zu wirken. Besonders die Darstellung des Darlingtons bleibt durch ihre präzise Sprache im Gedächtnis.
Der Anfang machte mir große Hoffnungen – leider wurden diese nicht ganz erfüllt. Während die Handlung zunächst mit viel Potenzial startet und Raum für überraschende Entwicklungen bietet, verläuft sie später eher geradlinig. Ich hatte auf tiefere Einblicke in die Gedankenwelt der Figuren und einen packenden Wendepunkt gehofft – stattdessen war vieles früh absehbar, besonders der sogenannte Twist war für mich kaum überraschend.
Auch emotional blieb mir die Geschichte stellenweise zu flach. Während Kates Innenleben gut nachvollziehbar war, blieb Henry für mich recht blass. Die emotionale Tiefe fehlte, vieles wirkte eher an der Oberfläche angesiedelt. Das mag für manche Leser*innen genau das Richtige sein, ich persönlich hätte mir hier mehr Intensität gewünscht. Dadurch fiel es mir zunehmend schwer, eine Verbindung zu den Figuren aufzubauen. Die Liebesgeschichte war körperlich ein klassischer Slow Burn, gefühlsmäßig aber erstaunlich schnell abgehandelt.
Und dennoch: Laura Kneidls Schreibstil bleibt fesselnd. Trotz der Kritikpunkte hatte ich das Bedürfnis, weiterzulesen. Besonders die Nebenfiguren wecken Interesse, und ich freue mich darauf, mehr über ihre Geschichten zu erfahren – insbesondere im Zusammenhang mit dem Skandal und dem Hotel. Möglicherweise hat der Auftaktband einfach die Aufgabe, Grundlagen zu legen, ohne zu viel zu offenbaren.
Für mich persönlich kein Highlight des Jahres, aber definitiv eine Empfehlung für alle, die gerne leichte Liebesgeschichten in einem eleganten Londoner Setting lesen.
Ich fand es grundsätzlich interessant, dass Kates Obdachlosigkeit thematisiert wurde – das war ein relevanter und bewegender Aspekt, der dieser Geschichte Tiefe hätte verleihen können. Henry hingegen entspricht dem typischen Retter-Klischee: charmant, reich, fürsorglich – das war zwar vorhersehbar, hat mich aber nicht weiter gestört. Was mich jedoch enttäuscht hat, war die fehlende Chemie zwischen den beiden. Trotz der zahlreichen Gespräche über persönliche Themen, wie Kates Vergangenheit oder Henrys innere Konflikte – was ich an sich sehr positiv fand, da solche Tiefe in Romanzen oft fehlt – hat sich zwischen den beiden für mich keine echte romantische Verbindung aufgebaut. Es wirkte eher wie eine enge Freundschaft, nicht wie eine leidenschaftliche Liebesgeschichte.
Ein weiterer Kritikpunkt für mich war der Umgang mit sensiblen Themen wie Drogensucht. Diese Problematik wurde zwar erwähnt, aber viel zu oberflächlich und spät ins Geschehen integriert. Gerade bei so einem ernsten Thema hätte ich mir mehr Raum und Tiefe gewünscht. Es fühlte sich eher wie ein nachträgliches Element an, statt wie ein durchdachter Teil der Handlung.
Auch das Ende konnte mich nicht überzeugen. Es wirkte gehetzt, mit zu vielen neuen Handlungssträngen, die nur angerissen wurden. Ich nehme an, dass einige davon in den Folgebänden weitergeführt werden – vor allem die Geschichte rund um den Vater der Brüder –, aber der Abschluss des ersten Teils fühlte sich dadurch unausgewogen an. Generell war die Handlung stark vorhersehbar. Das hätte nicht mal schlimm sein müssen, wenn die emotionale Bindung zu den Figuren stärker gewesen wäre – aber genau das hat mir gefehlt.
Dennoch mochte ich die Einführung der Nebenfiguren, vor allem Ethan und Logan. Besonders die Szenen zwischen Ethan und Grace, auf deren Geschichte der zweite Teil sich konzentrieren wird, haben mir richtig gut gefallen – sie waren unterhaltsam und charmant. Daher werde ich dem nächsten Band auf jeden Fall eine Chance geben. Ich hoffe, dass die Story dort besser zündet und mich emotional mehr abholt.