Leserunde zu "Richer Than Sin" von Meghan March

Gewaltig wie "Sinful King", dramatisch wie "Romeo und Julia"
Cover-Bild Richer than Sin
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Meghan March (Autor)

Richer than Sin

Anika Kluever (Übersetzer)

Sie dürfen sich nicht lieben, denn ihre Familien sind für immer verfeindet

Für Geschäftsmann Lincoln Riscoff steht das Familienunternehmen an erster Stelle. Aber seine Welt gerät ins Wanken, als er erfährt, dass Whitney Gable zurück in der Stadt ist. Augenblicklich holen ihn die Erinnerungen an ihre eine gemeinsame Nacht ein, die sein Leben für immer veränderte. Aber auch wenn das Verlangen, Whitney wiederzusehen, so stark ist wie nie zuvor, weiß Lincoln, dass er sich von ihr fernhalten muss: Denn Whitneys Familie ist seit Jahrhunderten mit seiner eigenen verfeindet. Und ein Riscoff und eine Gable dürfen niemals zusammen sein ...

"Mit diesem Roman hat Meghan March die Messlatte für großartige Liebesromane ins Unerreichbare katapultiert!" T. M. FRAZIER

Auftaktband der verboten heißen RICHER-THAN-SIN-Trilogie von NEW-YORK-TIMES-Bestseller-Autorin Meghan March

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 04.05.2020 - 24.05.2020
  2. Lesen 08.06.2020 - 28.06.2020
  3. Rezensieren 29.06.2020 - 12.07.2020

Bereits beendet

Schlagworte

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Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 29.06.2020

Ein wundervolles Buch zum mitfiebern und überraschen lassen

5

Inhalt:

10 Jahre nachdem Lincoln Riscoff und Whitney Gable sich in einer Bar kennengelernt haben, kommt sie in die Stadt zurück. Durch die Hochzeit ihrer Cousine erlangt sie zwar einen gewünschten Neuanfang, ...

Inhalt:

10 Jahre nachdem Lincoln Riscoff und Whitney Gable sich in einer Bar kennengelernt haben, kommt sie in die Stadt zurück. Durch die Hochzeit ihrer Cousine erlangt sie zwar einen gewünschten Neuanfang, aber diesen in ihrer verhassten Heimatstadt. Denn durch ihren Familiennamen ist sie ein Nichts, dafür haben die Riscoffs schon seit Jahrhunderten gesorgt. Da ist es doch ein dummer Zufall, dass sie ausgerechnet ihr Herz an den Erben des Riscoffs-Unternehmen verloren hat. Auch wenn beide nicht wussten, wer der andere ist. Whitney will auf keinen Fall zulassen, dass ihre Gefühle erneut aufflammen. Aber sie hat nicht mit Lincoln gerechnet, der sich seiner Gefühle auch Jahre später noch bewusst ist und möchte, dass Whitney auch nach ihrer gemeinsamen Vergangenheit jetzt endlich für immer an seiner Seite ist. Auch wenn das durch ihre Familienfehde unmöglich ist.

Meine Meinung:

Der Schreibstil war super zu lesen. Es war flüssig, gut verständlich und man ist einfach geflogen. Ich hätte noch Stunden weiter lesen können.

Das Cover finde ich echt wunderschön. Es ist etwas schlichter, fällt aber trotzdem sofort ins Auge. Ich würde es als klassisch elegant ansehen.

Von Whitney und Lincoln hat man zwei verschiedene Persönlichkeiten kennengelernt. Einmal die jüngere, für mich etwas naivere Version und die ältere, die schon einiges im Leben mitgemacht hat, dafür aber schon gereift war. Ich fand beide aber super interessant und sympathisch. Whitney versucht vor ihrer Vergangenheit wegzulaufen. Dabei aber nicht nur vor Ihrem 10 Jahren älteren Ich und der Liebesbeziehung von Lincoln, sondern auch vor der Vergangenheit, die noch gar nicht so weit entfernt ist und die mit ihrem Mann zu tun hat. Im ganzen Buch macht sie einen eher gehetzten und unglücklichen Eindruck. Trotzdem strahlt sie Mut, Klugheit und Verständnis für mich aus. Es war super zu sehen, wie sie sich in den Jahren zwischen der erzählten Vergangenheit und der Gegenwart verändert hat.

Lincoln war irgendwie erfrischend. Er ist zwar reich und weiß, dass er alles haben kann was er möchte, aber er hat das nur super selten ausgenutzt. Und was ich echt klasse fand war, dass er wusste was er will. Er hat immer zu seinen Gefühlen für Whitney gestanden auch wenn das seiner Familie ein Dorn im Auge war. Diese Offenheit war toll. Zudem hatte man wirklich immer das Gefühl, dass er in der Hinsicht auf die Familienfehde und den Hass gegenüber den Gables wirklich nie hinter seiner Familie steht und am liebsten alles ändern wollte. Er war einfach cool, süß und er hatte eine verdammt sexy heiße Ausstrahlung. Ich fand die beiden super zusammen. In der Vergangenheit hat man ihre aufkeimenden verbotenen Gefühle gespürt und in der Gegenwart waren sie noch immer da. Und das vielleicht sogar stärker.

Neben Whitney und Lincoln kommen auch eine Reihe von anderen Protagonisten vor, die ich nicht unerwähnt lassen möchte. So hat mich die lustige, lebensfrohe Art von Whitneys Cousine Cricket wirklich das ein oder andere Mal schmunzeln lassen. Sie war einfach ein kleines Highlight, auch wenn sie nicht oft vorkam. Ihre Zwillingsschwester Karma war das genaue Gegenteil von ihr und ich kann ich wirklich nicht ein positives Wort widmen. Sie war grässlich, vollkommen illoyal und einfach eine gehässige und verbitterte Person wie sie im Buche steht. Trotzdem interessiert mich brennend warum sie so geworden ist. Und die größte Frage geht natürlich über den geheimnisvollen Vater ihrer Zwillinge. Wer er wohl ist? Whitneys Tante Jackie war einfach herzensgut und hat Whitney immer zur Seite gestanden.

Von Lincolns Seite her kam eher weniger Gutes. Seine Mutter Sylvia ist einfach nur manipulativ und ich kann sie wirklich 0 leiden. Da ist mir sogar Karma sympathischer (und das heißt schon was). Zu seinem Bruder Hudson will ich auch gar nichts sagen, aber ich denke er hat hinterrücks ein paar Dinge am Laufen, die uns alle noch überraschen könnten. Die einzige, die einen netten Eindruck macht ist McKinley, seine Schwester, die offenbar ganz ähnlich wie ihr Bruder zu diesem Streit steht. Zum Kommodore, Lincolns Großvater und dem Oberhaupt der Familie ist meine Meinung zwiegespalten. In der Hinsicht, dass auch er die Gefühle von Lincoln und Whitney nicht toleriert ist er natürlich super unsympathisch. Er greift für seine Ziele zu Mitteln und Wegen, die ich echt nicht gut finde und ich hätte ihn wirklich killen können, als er Lincoln erpresst hat. Aber er hat auch eine einfühlsame Seite, die er wirklich selten zeigt. Und ich mag es wie er mit Lincolns Mutter umgeht. Am besten ist aber diese Hass-Beziehung zum Oberhaupt der Gable Familie Magnus, dieses ständige Belauschen, die Schießereien, wenn sie nicht verfeindet wären, könnten die beiden eine super lustige Freundschaft führen. Ich fand es jedenfalls total amüsant und zum wegschießen.

Die Grundidee hat mich ja sofort ein bisschen an Romeo und Julia erinnert. Denn 2 verfeindete Familien, eine Liebe? Klingt doch super. Vielleicht ein bisschen Klischeehaft, aber für mich war es das während des Lesens auf keinen Fall. Genug Erotik ist auch hier gegeben. Aber nicht im übermäßigen Ausmaß und wirklich geschickt und schön plaziert.

Das Buch hat mich wirklich emotional etwas mitgenommen. Es ist nicht traurig, aber dafür super spannend. Ich habe die ganze Zeit mitgefiebert, habe gerätselt was in der Vergangenheit geschehen sein könnte. Die Wendungen haben mich manchmal ganz schön überrascht. Und weil ich zu keinem Zeitpunkt wusste, was genau passiert, hatte ich immer Angst davor weiter zu lesen. Ich hatte so ein drückendes Gefühl im Magen, einfach unbeschreiblich. Um mein Gefühle jetzt zu beschreiben, passt nur ein Wort: LIEBE. Ich liebe das Buch wirklich, denn es hat mich überrascht und gepackt.

Die Kapitellänge war super und wie sich die Vergangenheits-und Gegenwartekapitel sich abgewechselt haben, fand ich gut. Man wurde einfach gezwungen weiter zu lesen, denn die Kapitel waren meist an einer gemeinen Stelle zu Ende oder es wurde etwas Neues aus der Vergangenheit gelüftet, die sowieso ein riesiges Mysterium war.

Und dann dieses Ende. Ich war so. WTF! Was ist los? Was ist passiert? Ein Cliffhanger scheint ja offenbar nicht genug zu sein. Ich will jetzt unbedingt weiter lesen.

Fazit:

Das Buch war einfach toll. Die Grundidee klingt vielleicht sehr klischeehaft, aber ich finde die Umsetzung gelungen und spannend. Es gab facettenreiche Charaktere und eine Lovestory zum mitfühlen. Ich freue mich schon so sehr die nächsten Teile zu lesen. Das Ende war gemein.

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Veröffentlicht am 05.07.2020

Das neue 1597

1

Während im Jahr 1597 "Romeo und Julia" von William Shakespeare angesagt war, heißt es heute "Richer than sin" von Meghan March. Im Jahr 2020 heißt es Lincoln und Whitney und wir befinden uns nicht mehr ...

Während im Jahr 1597 "Romeo und Julia" von William Shakespeare angesagt war, heißt es heute "Richer than sin" von Meghan March. Im Jahr 2020 heißt es Lincoln und Whitney und wir befinden uns nicht mehr Verona, sondern in Gable, einer Stadt in Amerika.

Die Stadt Gables ist aufgrund einer tiefsitzenden, über Generationen bestehenden Fehde zwischen den Familien Riscoff und Gable zwiegespalten. Beide Familien meiden sich so gut sie können, aber dann trifft der Riscoff-Erbe Lincoln im Pub auf eine schöne Frau und verliebt sich in sie, doch dann der Schock, bei der Frau handelt es sich um Whitney Gables. Ein Riscoff und eine Gable zusammen ? Da sind Probleme vorprogrammiert ! Kann die Liebe zwischen den beiden bestehen oder zerbricht sie so wie Jahre zuvor ? Können die beiden diesmal alle Hindernisse überwinden oder geht die Beziehung durch all die Familiengeheimnisse der Familien in die Brüche ?

Mein Blick wurde sofort von dem schönen Cover angezogen und mein Interesse geweckt. Das goldene Blumenmuster strahlt eine schlichte Eleganz aus und ist ein regelrechter Blickfang. Beim Anblick des Covers und das Lesen des Klappentextes habe ich die goldene Farbe des Covers mit dem Reichtum der Familie Riscoff in Verbindung gebracht, wozu auch das "Richer" des Titels passt. Mir persönlich gefällt es sehr, wenn man das Cover mit dem Gelesenen assoziieren kann. Der Schriftzug des Titels "Richer than sin" ist in zwei unterschiedlichen Schriftformen geschrieben, wobei mir persönlich das "than" in der geschwungen Schrift besser gefällt, da es meiner Meinung nach besser zur Eleganz des restlichen Covers passt. Die Schriftart der Wörter "Richer" und "Sin" ist mir zu plump, jedoch werden dadurch die zwei Schlüsselwörter der Handlung hervorgehoben und die Schrift fällt ins Auge. Mir persönlich hätte ein einheitlich geschriebener Titel besser gefallen, jedoch ist dies Geschmackssache und das wichtigste, die Handlung des Buches, wird dadurch nicht beeinflusst.

Die Autorin Meghan March war mir bisher völlig unbekannt, aber ich lese noch nicht lange in diesem Genre, also hat dies nichts zu heißen. Ich in froh, dass ich durch dieses Buch auf die Autorin aufmerksam wurde, denn ihr Schreibstil ist unglaublich packend und mitreißend, so dass ich das ein oder andere mal die Zeit vergessen habe. Meghan March entführt uns in diesem Buch in einen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart und man erlebt die Geschichte sowohl aus Whitneys als auch aus Lincolns Sicht, was mir persönlich sehr gefallen hat, da man so die Geschichte auf vielen verschiedenen Ebenen durchleben konnte. Die Autorin versetzt einen gleich zu Beginn mitten ins Geschehen und nach und nach verflechten sich Vergangenheit und Gegenwart zu einem Handlungsstrang. Die einzelnen Abschnitte sind weder zu lang, noch zu kurz, so dass man der Geschichte ohne Probleme oder Verwirrung folgen kann. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist geschickt gewählt, denn erst mit der Zeit fügen sich die einzelnen Abschnitte zusammen, so dass man nach und nach erfährt was in der Vergangenheit passiert ist und sich dadurch erklären kann, warum die Person auf die entsprechende Art und Weise in der Gegenwart reagiert bzw. handelt. Besonders interessant fand ich das Kennenlernen der Charaktere in den zwei unterschiedlichen Zeiten, zwischen denen ganze 10 Jahre liegen. Beide Charaktere haben sich deutlich weiterentwickelt, jedoch haben sich auch bei beiden mit den Jahren Probleme angesammelt, durch die sie gereift sind, aber auch ihre Naivität verloren haben. Ich muss zugeben, dass ich mir zu Beginn nicht vorstellen konnte, dass ich die beiden Protagonisten in mein Herz schließen kann, denn der erste Auftritt der beiden war nicht gerade voller Sympathie und Herzlichkeit. Mit der Zeit bringt die Autorin einen die Beiden näher und auch andere Familienmitglieder konnte ich in mein Herz schließen. Wie die beiden Familien in Gables, so haben auch die Nebencharaktere der Geschichte polarisiert, entweder sie waren von Anfang an sympathisch oder man konnte sie nicht ausstehen und das in beiden Familien. Während die beiden Familien mit ihrem Streit zwar allgegenwärtig sind, liegt der Fokus, zum Glück, auf den Protagonisten und zwischen den beiden geht es heiß her, so dass auch fesselnde erotische Szenen nicht zu kurz kommen.

Durch den extrem kurzweiligen Schreibstil war das Buch leider viel zu schnell zu Ende, jedoch wartet noch das ein oder andere Familiengeheimnis darauf gelüftet zu werden. Während der Anfang einen schon direkt gefesselt hat, hat es das Ende einen regelrecht angetan, denn die Spannung ist kaum auszuhalten und man kann es kaum erwarten den nächsten Band in der Hand zu halten.

"Richer than Sin" ist der mehr als gelungene Auftakt der neuen Triologie von Meghan March und ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen, denn durch den wunderbaren Schreibstil der Autorin ist es eine ganz besondere Liebesgeschichte. Ich bin sehr gespannt ob Lincoln und Whitney zusammenbleiben oder sie durch das Beibehalten alter Fehler sich selbst im Weg stehen. Zum Glück lassen die beiden Folgebände nicht allzu lange auf sich warten, denn sonst würde man das Warten kaum aushalten.

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Veröffentlicht am 05.07.2020

Überzeugender Auftakt!

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Ich bin ehrlich:
Als ich gesehen habe, dass Meghan March eine neue Trilogie raushaut, bin ich vor Freude fast geplatzt, hatte gleichzeitig aber die Befürchtung, dass die Königin der Cliffhanger mich am ...

Ich bin ehrlich:
Als ich gesehen habe, dass Meghan March eine neue Trilogie raushaut, bin ich vor Freude fast geplatzt, hatte gleichzeitig aber die Befürchtung, dass die Königin der Cliffhanger mich am Ende des ersten Bands vollkommen zerstört.

Schon vorweg, bevor ich es später vielleicht verpeile:
Ja, es ist passiert.
Nein, ich bin nicht einverstanden, dass es dieses Mal zwei (!) Cliffhanger gibt.
Und ja, ich zähle die Tage, bis ich weiterlesen kann.

Ich bekenne mich schuldig, dass ich sehr hohe Erwartungen an dieses Buch hatte. Besonders, da ich die "Sinful"-Reihe geliebt habe.
Und die Autorin hat es tatsächlich geschafft, eine Seite einfließen zu lassen, die sich von ihren anderen Büchern abhebt.
Statt wilder, ungezügelter Erotik, die sich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht, rückte dieser Aspekt hier eher in den Hintergrund.
Klar, natürlich gab es die ein oder andere Szene, doch sie war nicht dermaßen ausgeprägt, wie ich es von Meghan March bisher gewohnt war.
Trotz allem war das Knistern zwischen den beiden Protagonisten sofort spürbar. Ich habe mitgefiebert, gehofft, dass die zwei endlich zusammen kommen und ihr Glück finden — ihre Nachnamen in den Wind schießen.

Und obwohl ich überhaupt kein Fan von Zeitsprüngen bin, konnte ich von diesen nicht genug bekommen.
Der ständige Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sorgte für eine gewisse Dynamik, die das Lesen flüssig und leicht machte.
Leider flachte im Mittelteil des Buches die gegenwärtige Handlung ziemlich ab, wofür im Gegenzug die Vergangenheit mehr Raum bekam. Sehr gestört hat es mich nicht, aber ich hatte das Gefühl, dass da nicht wirklich etwas voranschreitet.

Was mich sehr überzeugt hat, waren die erschaffenen Nebenfiguren.
Jede einzelne hatte eine eigene Persönlichkeit, hob sich von anderen ab.
Dadurch kam es neben dem "Dramateil" auch zu vielen humorvollen Szenen, die eine zuvor ernstere Lage aufgelockert haben.
Und bei all dem kamen die Protagonisten überhaupt nicht zu kurz.
Whitneys schlagfertige Art konnte mich von Anfang an überzeugen. Sie ist glaubwürdig dargestellt, hat ihre eigenen Überzeugungen und würde für ihre Familie vermutlich allws tun. Das machte sie in meinen Augen unfassbar sympathisch.
Bei Lincoln habe ich recht schnell gemerkt, dass Whitney ihm tatsächlich etwas bedeutet. In der Vergangenheit hat er einige Fehler gemacht und (Achtung!) aus ihnen gelernt, wodurch er Whitney ihren eigenen Weg gehen lässt.
Allein der Prolog und eine klitzekleine angerissene Stelle im Buch zeigten, dass er nie über Whitney hinweg gekommen ist und es niemanden gab, der sie "ersetzen" konnte.

Das Ende...
Ich kann nicht viel dazu sagen, weil es alles, vollkommen umwälzt und unmengen an Fragen aufwirft, zu denen es hoffentlich den Ansatz einer Antwort in Band 2 geben wird.

Mir persönlich hat das Buch total gefallen (vom Cover ganz zu schweigen), obwohl es doch recht schade ist, dass die Gegenwart im Mittelteil dermaßen abflachte.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht!

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Veröffentlicht am 13.08.2020

"Weil wir einfach perfekt zusammenpassen."

3

Inhalt

Mit Richer Than Sin hat Meghan March die Geschichte einer modernen Julia und eines modernen Romeos erzählt. Whitney Gable und Lincoln Riscoff treffen sich zum ersten Mal als sie 21 sind. Sie verlieben ...

Inhalt

Mit Richer Than Sin hat Meghan March die Geschichte einer modernen Julia und eines modernen Romeos erzählt. Whitney Gable und Lincoln Riscoff treffen sich zum ersten Mal als sie 21 sind. Sie verlieben sich ineinander, fühlen sich vom ersten Moment an vom anderen angezogen. Doch als sie herausfinden wer der jeweils andere wirklich ist, scheint diese Hürde unüberwindbar, eine Beziehung unmöglich. Denn die Riscoffs und die Gables sind seit Jahrzehnten verfeindet. Das Schicksal treibt die beiden schlussendlich auseinander, doch auch als sie sich zehn Jahre später wieder begegnen, spürt man sofort, dass das zwischen ihnen nicht vorbei ist, womöglich nie vorbei sein wird. Es scheint als hätte sich zwischen ihnen nichts verändert. Noch immer wissen sie dass der andere der Richtige ist, doch auch noch immer steht der scheinbar unüberwindbare Familienstreit zwischen ihnen. Zudem überschatten die Ereignisse der Vergangenheit noch immer die Gegenwart, Whitney möchte einfach alles hinter sich lassen und neu beginnen, während Lincoln, der sie nie aufgegeben hat, seine Chance sieht, und alles dafür tut Whitney zurückzugewinnen.


Meine Meinung

Ich muss sagen als ich das Cover zum ersten Mal gesehen hab war ich absolut hin und weg. Ich mag einfach diese doch relativ schlichte Mischung aus weiß, gelb-gold und schwarz. Ich war ganz kurz ein bisschen enttäuscht, weil ich gehofft hatte das Buch wäre matt. Insgesamt stört mich das aber nicht weiter, ich finde das Cover wirklich gelungen!

Der Aufbau des Romans hat mir sofern sehr gut gefallen, da Meghan March aus den Perspektiven der beiden geschrieben hat. Ich konnte der Geschichte deshalb unglaublich gut folgen, es hat es mir total einfach gemacht, mich in die Situationen der beiden hineinzufühlen, und mich ihre Geschichte hautnah miterleben zu lassen.

Zudem haben mir die ständigen Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit echt gut gefallen. Am Anfang war es unter anderem dadurch etwas schwer in die Geschichte reinzukommen, aber es hat den Verlauf total unterstützt. Vor allem die Parallelen zwischen Vergangenheit und Gegenwart haben die Handlungen und Gefühle der Charaktere oft gut beschreiben können. Diese Wechsel haben also zum einen dazu geführt, dass ich als Leserin vieles aus der Gegenwart durch Geschehnisse der Vergangenheit immer besser verstehen konnte, und zum anderen, dass die Spannung im Laufe des Romans einfach immer stärker wurde. Ich wollte immer wissen wie es an dieser einen Stelle weiterging, was zu einem regelrechten „Suchtkreis“ geführt hat, ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen!

Mit Whitney und Lincoln hat Richer Than Sin zwei unglaublich starke Hauptcharaktere. Whitney auf der einen Seite kommt aus doch recht einfachen Verhältnissen. Sie weiß eigentlich genau was sie will, ist sehr selbstbewusst und willensstark. Ihre Familie, besonders ihre Tante Jackie und ihre Cousine Cricket liegen ihr unglaublich am Herzen und stehen für sie an erster Stelle. Das bringt sie immer wieder in einen Zweispalt mit ihren Gefühlen zu Lincoln, sie weiß wie viel er ihr bedeutet, dass sie ihn wirklich liebt, genauso wie sie weiß, dass genau das, aus Loyalität zu ihrer Familie, nicht passieren dürfte. Und diese Art mag ich an Whitney so sehr, sie ist irre liebevoll und menschlich, und versucht eben alles richtig zu machen, kann sich aber auch von ihren Gefühlen leiten lassen, was es für mich einfach gemacht hat, mit ihr warm zu werden.

Lincoln auf der anderen Seite ist der Erbe eines multimilliardenschweren Unternehmens. Was ihn aber nicht automatisch kalt und berechnend macht, ganz im Gegenteil. Er ist keiner dieser typischen Superreichen-Charaktere aus Büchern. Er könnte alles auf der Welt haben, doch das einzige was ihm wichtig ist, ist Whitney. Auf ihm lastet ein enormer Druck durch all die Erwartungen die an ihn gestellt werden. Durch seine Position in seiner Familie, und somit im Unternehmen, ist er sich im Klaren darüber, dass Whitney für ihn eigentlich absolut tabu ist. Doch für Lincoln gab es immer nur Whitney, er ist von Anfang an bereit sich für sie gegen seine Familie zu stellen. Ich fand es total schön, wie liebevoll er Whitney immer wieder aufs Neue beschreibt, wie zärtlich er mit ihr umgeht (zumindest meistens), seine vollkommene Hingabe ihr gegenüber. Ein liebevoller, loyaler und hingebungsvoller Charakter, ich mochte Lincoln echt gerne!

Doch auch die anderen Charaktere haben mich nicht weniger begeistert, allen voran Cricket. Ich mochte sie sehr gerne, weil sie einfach so einen frischen Wind mitreingebracht hat. Sie und Hunter schienen außerdem so ein tolles Team zu sein. Obwohl man von ihm zwar noch nicht so viel mitbekommen hat, fand ich ihn auch echt sympathisch.
Tante Jackie ist für Whitney eine riesige Unterstützung. Während man ja kaum etwas über ihre Eltern erfährt, empfängt Jackie sie einfach immer mit offenen Armen, bietet Whitney immer ein sicheres Zuhause. Das mehr oder weniger nur von Karma, Crickets Zwillingsschwester und somit auch Jackies Tochter, gestört wird. Sie war einfach ein echt fieser Charakter, von vorne bis hinten hinterlistig und gemein.
Ansonsten erfährt man kaum etwas über die Gables, Whitneys eigentliche Familie bleibt ziemlich ungenannt.

Beinahe die gesamte Familie Riscoff auf der anderen Seite ist kalt, unfreundlich und skrupellos. Angefangen bei Lincolns Mutter, Sylvia, die aus nichts aus Hass und Bosheit bestehen zu scheint. Ziemlich ähnlich ist ihr da Harrison, ihr zweiter Sohn. Ich denke diese beiden strahlen doch mitunter die meiste Bosheit im ganzen Buch aus.
Einzig McKinley, Lincolns Schwester, scheint ähnlich wie er ein gutes Herz zu haben, wenigstens noch ein liebes Familienmitglied.
Ich muss sagen meine persönlichen Highlight-Charaktere waren aber dennoch die beiden Alten draußen im Wald. Kommodore Riscoff und Magnus Gable, Lincolns Großvater und Whitneys Großonkel, scheinen eine richtige Hassliebe zwischen sich zu haben. Ich fand die beiden einfach zu komisch, wie sie draußen irgendwo im Nirgendwo versuchen sich gegenseitig abzuschießen, aber auf der anderen Seite absolut nicht ohne den andern können.
Besonders den Kommodore habe ich sehr in mein Herz geschlossen, ich bin ja der Meinung dass er ein echt gutes Herz hat, es nur gut zu verstecken weiß.

Ich weiß, ganz viele fanden das Ende vor allem grausam, aber ich muss irgendwie sagen, für mich war das Ende einfach ein grandioser Abschluss für das Buch! Die Spannung wird zum Ende hin immer mehr, die Ereignisse, sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit scheinen sich zu überschlagen. Da erschien es mir nur passend, dass es in beiden Fällen nicht klar ist, wie es wohl weitergehen wird. Dieser Knall mit dem das Buch geendet hat, diese beiden Cliffhanger, haben das Buch für mich zum Ende, zumindest was Spannung und Co angeht, einfach wunderbar abgerundet. Meiner Meinung nach ein absolut perfekter Ausgang für Teil eins, ich muss unbedingt weiterlesen!!


Fazit

Ich mochte das Buch echt, echt gerne! Ich habe ein klein wenig gebraucht, um so wirklich gefesselt von der Geschichte sein zu können, doch es hat definitiv nicht lange gedauert und ich war absolut mitgerissen von Lincolns und Whitneys Geschichte, ihrer Anziehung, ihrer Gefühle, aber auch ihrer Probleme. Meiner Meinung nach hat all das zusammen die perfekte Mischung aus Hingabe, Spannung und Gefühl ergeben. Ich kann es kaum erwarten, endlich die zwei weiteren Teile lesen zu können (ET „Deeper Than Love“: 28.07.20; „Stronger Than Fate“: 28.08.20), ich will unbedingt wissen wie es mit den beiden, aber auch all den andern weitergeht. Es gibt noch viel zu viele offene Fragen, viel zu viele ungeklärte Ereignisse.

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Veröffentlicht am 30.06.2020

Familienfehde als Beziehungskiller

2

Lincoln Riscoff und Whitney Gable sind die jüngsten Sprösse zweier seit 170 Jahren verfeindeter Familien. Erstere ist reich, die andere ist arm. Die Protagonisten wollen sich, aber sie dürfen sich nicht ...

Lincoln Riscoff und Whitney Gable sind die jüngsten Sprösse zweier seit 170 Jahren verfeindeter Familien. Erstere ist reich, die andere ist arm. Die Protagonisten wollen sich, aber sie dürfen sich nicht haben.
Davon lebt das Buch. Die Leidenschaft ist mit Händen greifbar, leider auch der Haß zwischen den einzelnen Familienmitgliedern. Ich fand die Geschichte sehr aufwühlend, weil diese unsinnige Fehde über Jahrzehnte so viel unnötiges Leid auslöst.
Was mir nicht gefallen hat, war der gewaltige Cliffhanger am Ende des Buches. Da es drei Bände gibt, ist es voraussehbar, daß ich am Ende des nächsten Bandes ein erneutes offenes Ende ertragen müsste. Ich mag das an Büchern generell nicht.
Auch mag ich das leider sehr beliebte „Stilelement“ Mißverständnis in Liebesromanen überhaupt nicht. Ich finde, man könnte Dramatik viel einfallsreicher einarbeiten.
Insgesamt hat mir das Buch aber sehr gut gefallen. Es bietet eine ausgewogene Mischung aus Liebe, Drama und Spannung. Es liest sich sehr gut und schnell. Es kommt keinerlei Langeweile auf. Die abwechselnden Erzählstränge in der Vergangenheit und der Gegenwart sind ausgewogen und erleuchten die Geschichte nach und nach sehr gut.
Ich vergebe die (fast) volle Punktzahl und eine Leseempfehlung. Wer Cliffhanger ebenso nicht leiden kann, der wartet auf Band 3 und liest dann alle Bände hintereinander weg.

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